Sorge um meine erwachsene Tochter...

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von ljungan 30.06.10 - 10:35 Uhr

bin zufällig auf diese Seite gestoßen und hoffe es kann mir jemand einen Rat geben.
Meine Tochter (31 Jahre) ist seit 8 Jahren verheiratet und hat eine 4 jährige Tochter. Als ich vor einer Woche bei ihr anrief um mich mit ihr zu unterhalten ( wir wohnen über 700 Km entfernt) sagte sie das ihre Ehe zuende sei, da ihr Mann nie Zeit für die Familie hätte. Unser Schwiegersohn (ist 10 Jahre älter als sie) ist wie bei den meisten Familie der Hauptverdiener, so das er nicht vor 19 oder 20 Uhr nach Hause kommt und er geht noch 2 mal die Woche zum Fußball um sich Fit zuhalten. Finanziell fehlt es an nichts.
Als ich sie gefragt habe ob denn eine 3. Person mit im Spiel wäre, antwortete sie " Ja" ich hätte einen anderen und bevor du weiter fragst
" Ja" ich habe mit ihm geschlafen und es war ein sehr guter Sex.
Über sein Alter, ich hoffe das du jetzt sitzen tust. Meine Frage war ob er denn 50 Jahre alt sei, antwortete sie "nein" er sei 18 Jahre.
Ich war total erschrocken und sagte das er ja noch viel zu jung sei, er könnte ja fast ihr Sohn sein. Er ist noch in der Ausbildung, hat also noch keinen Beruf, kein Geld und nichts außer "guten Sex". Was kann so ein Junge ihr und dem Kind denn bieten? Ich bin total geschockt und finde es schon als pervers, da es ja schon fast wie eine Mutter-Sohn Beziehung ist. Sie ist verliebt in ihn wie ein Teenie.
Durch ihre beste Freundin ( auch Trauzeugin, wohnt auch soweit entfernt) habe ich erfahren das sie ihren Mann in der Ehe öfters betrogen hat. Sie hat ihm es jedesmal gebeichtet und er hat ihr verziehen, weil er sie abgöttisch liebt. Kennenlernen tut sie die Jungen oder Männer im Internet.
Ich weiß auch nicht wie ich es meinen Mann beibringen soll, wenn er das erfährt wird er sich zurecht aufregen und er wird sich wie ein " Elefant im Porzelanladen" aufführen.
Ich war auch schon bei einer Ehe-und Partnerberatung, die konnten mir auch nicht wirklich helfen, da unsere Tochter schon 31 Jahre ist und nicht mehr unter 28 Jahre fällt.
Wie soll ich mich verhalten? Ich möchte mich nicht in die Ehe meiner Tochter einmischen, möchte aber auch nicht einfach zusehen wie sie sich und ihr Kind mit dieser Liebe völlig nach unten zieht.















Beitrag von no-monk 30.06.10 - 10:56 Uhr

Schnipp Schnapp, die Nabelschnur ist ab!
Deine Tochter führt ihr eigenes Leben, halt dich da raus! Hat sie dich um Hilfe gebeten? Ich lese das nicht aus deinen Zeilen heraus. Vielleicht will sie etwas nachholen, das sie braucht.
Dass sie ihr Kind vernachlässigt wegen der neuen Liebe steht auch nirgendwo. Traust ihr nicht zu, selbständig zu sein? Einem 50 jährigen Liebhaber hättest du deinen Segen gegeben, richtig?
Du mischt dich zu viel ein.

Meine Meinung.

Beitrag von gh1954 30.06.10 - 11:07 Uhr

Ich kann nicht erkennen, dass die TE sich eingemischt hätte.

Die Tochter hat von sich aus bei einem Telefonat erzählt, wie es um ihre ehe steht und dass es diesen jungen Mann gibt.

Die TE hat ihe Sorgen hier niedergeschrieben, kann ich sehr gut nachvollzihen, auch wenn die "Kinder" schon lange erwachsen sind, sorgt man sich um sie.

Beitrag von no-monk 30.06.10 - 11:12 Uhr

Ach so, ja.
Man schreibt seine Sorge hier nur rein, wie in einem Tagebuch?

Ich kann die Sorge um das erwachsene Kind nachvollziehen, aber nicht die Gedankengänge, dass die Tochter automatisch auf die schiefe Bahn gerät, ihr Kind vernächlässigt, nur weil sie nicht mehr mit ihrem "Versorger" zusammen sein will.

Beitrag von silk.stockings 30.06.10 - 11:38 Uhr

Seh ich ähnlich.

Das Hauptproblem der TE scheint ja zu sein: er ist erst 18 und kann ihr nichts bieten außer Sex.

@TE: vielleicht ist es für deine Tochter an der Zeit sich auf eigene Beine zu stellen und sich selbst etwas im Leben zu bieten?

Sie ist erwachsen und es ist ihr Leben.

Beitrag von luka22 30.06.10 - 20:25 Uhr

Was ist das für eine Meinung? Versprich mir, dass du nie als Berater einer Telefonseelsorge arbeiten wirst. Empathie - weißt du, was das ist? Die TE öffnet hier ihre Seele, erhofft sich Rat und dann eine solche Antwort. Destruktiver geht es wirklich nicht mehr. Was soll das? Hast du Spaß daran jemandem noch mit dem Knüppel eins über den Kopf zu hauen, wenn er bereits am Boden liegt?
Hast du überhaupt Kinder? "Traust du ihr nicht zu, selbstständig zu sein?" Nein, das kann man wohl der Tochter nicht zutrauen. Ansonsten würde sie kaum eine Ehe wegen eines 18jährigen Kindes in den Müll werfen.
Und die TE mischt sich überhaupt nicht ein. Das ist ja ihre Frage - ob sie sich einmischen soll.



Beitrag von ljungan 30.06.10 - 21:16 Uhr

Es ist eine sehr gute Meinung zu Antwort Nr.2 . Es war wie Balsam auf meiner Seele. DANKE

Beitrag von ayshe 30.06.10 - 21:29 Uhr

Es finde schon, daß da etwas dran ist, auch wenn no-monk etwas knapp und direkt war, eben ohne Zierrat drumherum.

Sie ist 38 und hat einfach die Lage geschildert, so habe ich es verstanden.
der Typ ist 18 und bringt keine finanzielle Sicherheit.
Das heißt, die Frau ist uaf sich gestellt.
Ja, dann ist es eben so.
Mit 38 kann man auch Fehler machen, auch mit 60.
Aber es kann einen niemand daran hindern.

Als Eltern kann man nur Gespräche anbieten.

Beitrag von luka22 30.06.10 - 21:37 Uhr

Hallo ayshe #winke

Genau das soll die Mutter tun. Gespräche anbieten. Nicht mehr und nicht weniger. Diese Mentalität "misch dich ja nicht ein" kann ich nich nachvollziehen. Okay, ich stamme aus einer südländichen Migrantenfamilie, da fallen solche Sätze nicht. Aber ehrlich. Ich bin froh eine Mutter zu haben, die sich interessiert und unverblümt ihre Meinung sagt. Das tu ich auch, wenn sie mir wieder mal erzählt, was Papa so angestellt hat. Als störendes Einmischen empfinde ich es nicht. Jeder lebt trotz allem ein eigenständiges Leben und achtet die Privatsphäre des anderen. Aber Fingespitzengefühl ist notwenig. Das stimmt. Dieses spreche ich der TE auf jeden Fall zu. Sie wird sicher den richtigen Ton treffen.

Grüße von Marija

Beitrag von luka22 30.06.10 - 21:39 Uhr

So und jetzt habe ich gelogen. Meine Mutter würde mir kein Gespräch anbieten, sondern sofort ein Gespräch beginnen :-).

Luka

Beitrag von ayshe 30.06.10 - 21:44 Uhr

Ich glaube, "Misch dich nicht ein" wurde hier innerhalb des Threads vllt unterschiedlich gemeint.

no-monk hat ja nicht gesagt, daß sie nicht mit ihr reden soll.

Einmischen hat für mich so etwas wie "auf sie einreden", "die Meinung beeinflussen" etc.
Aber sich die Sache anhören und etwas sagen, ist doch etwas anderes.
Vllt reden hier manche aneinander vorbei ;-)

Beitrag von luka22 30.06.10 - 21:55 Uhr

...tja es menschelt überall!

Beitrag von no-monk 01.07.10 - 11:20 Uhr

Ist das lebenslange Einmischen im Leben anderer Menschen ein Geburtsrecht, sobald man diese geboren hat? Wo bleibt die Selbständigkeit, zu die man seine Kinder erziehen sollte? Selbstbestimmung, die man seinem Kind wünschen sollte?
Entwicklungs,- und Meinungsfreiheit, die jeder Mensch ausleben sollte laut Grundgesetz?

Ich habe anderweitig schon geschrieben, dass ich die Sorge um die Tochter verstehe, aber nicht die Annahme, dass sie ihr Leben weg wirft.
Die Tochter ist alt genug um zu entscheiden, wie sie und mit wem sie leben / schlafen will. Egal was für eine Meinung dritte darüber haben!

Deine Wut und dein latenter Angriff in meine Richtung sind mehr als unangebracht.
Ebenfalls ist es irrelevant ob ich Kinder habe oder nicht.
Ich bin Sohn, das reicht und wenn meine Mutter so einen Zampano aufreißen würde, nur weil ich nicht so lebe, wie sie es vorstellt, dann wäre sie längstens meine Vertraute in solchen Dingen gewesen.
Mir ist die Sichtweise zu einseitig. Nur weil man ein Kind gezeugt, es in die Welt gesetzt hat, so heißt das noch lange nicht, dass dieser Mensch sein Lebtag so agieren muss, wie es Mami und Papi gefällt.
Und deine Empathie ( hübsches Modewort in Urbia ) ist lediglich einseitig!
Sorgen machen ist eins, Einmischen was anderes!
Und nichts anderes habe ich der TE geraten, sich raushalten! Der Schuss geht meist nach hinten los. ( wenn du Kinder hast, weißt du ja ganz genau, wovon ich rede, nicht wahr? )

Beitrag von luka22 02.07.10 - 00:46 Uhr

"Deine Wut und dein latenter Angriff in meine Richtung sind mehr als unangebracht."

Na solche Pappenheimer sind mir ja die allerliebsten. Teilen aus bis zum Gehtnichtmehr und ertragen dann keine Kritik, die im Übrigen sicher nicht latent war.
Und ja in unserer Gesellschaft wird ja alles toleriert, was auch immer das bedeuten mag. Aber dass es sicher nicht vernünftig ist, eine Affaire mit einem 18jährigen zu beginnen, das darf man doch sagen.

"Die Tochter ist alt genug um zu entscheiden, wie sie und mit wem sie leben / schlafen will."

Wenn alle Erwachsenen sich so Verhalten würden, wie es ihrem Alter entspricht, dann hätte wir keine Sorgen auf diesem Planeten. Leider benimmt sich eine erschreckend große Anzahl an erwachsenen Menschen unvernünftig, um es mal gelinde auszudrücken.

"Wo bleibt die Selbständigkeit, zu die man seine Kinder erziehen sollte?"

Heißt Selbstständigkeit, dass ich mir von nichts und niemandem auf der Welt etwas sagen lasse? Dass ich einfach tue, was ich will, ganz so, wie es mir beliebt? Ich denke wir Menschen sind soziale Wesen, wir sind auf soziale Kontakte mehr als angewiesen. Wir sind angewiesen auf gute und freundschaftliche Beziehungen. Und dazu gehört es doch, dass ich meinen Freund (oder eben meine Tochter) darauf hinweise, dass er einen Fehler macht. Das ist doch selbstverständlich und bedeutet nicht, dass ich ihm seine Selbstständigkeit abspreche. Eine wirklich vertraute Bezugsperson geht mit mir durch Freud und Leid und ist nicht ein Wackeldackel, der zu allem Ja und Amen sagt und mir für jede noch so idiotische Aktion den Kopf tätschelt. Solche Freunde braucht kein Mensch.
Und wer keine Kritik erträgt und sich nach dieser beleidigt verabschiedet, bei dem ist in der Sozialisation tatsächlich etwas schief gelaufen.


Luka

Beitrag von ayshe 02.07.10 - 06:51 Uhr

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Aber dass es sicher nicht vernünftig ist, eine Affaire mit einem 18jährigen zu beginnen, das darf man doch sagen.
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Naja, man hat natürlich seine Meinung und seine Vorstellungen von richtig und falsch, von zukunftsträchtig oder nicht.
Ich kann mir jetzt auch nicht vorstellen, daß das da Zukunft hat.
Ich kann auch nachvollziehen, daß die TE sich da Sorgen macht, um die Tochter, auch um das Enkelkind, das ja auch durch die ganzen Veränderungen leiden kann oder wird.
Große Freude kommt da nicht gerade auf.

Aber die Tochter ist Erwachsen und sie entscheidet eben selber.
Daran wird keiner etwas ändern können.
Und wenn sie einen Fehler macht, dann wird daraus lernen, ist jedenfalls anzunehmen.
Es fällt natürlich schwer, dabei zuzusehen, das verstehe ich auch.
Sicher will man darauf hinweisen, einmal.


Was mich ein bißchen an der Sache stört, ist das materielle Denken.
Der Junge wird sie nicht ernähren können, ja.
Und? Warum muß die Tochter ewig abhängig bleiben?
Ist natürlich bequem, Haus, Mann, der Kohle ranschleppt...
Aber das ist für mich kein Argument, dann muß die Tochter eben mal selber arbeiten, andere tun das auch, auch AE vor allem.


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Wenn alle Erwachsenen sich so Verhalten würden, wie es ihrem Alter entspricht, dann hätte wir keine Sorgen auf diesem Planeten. Leider benimmt sich eine erschreckend große Anzahl an erwachsenen Menschen unvernünftig, um es mal gelinde auszudrücken.
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Mag sein.
Menschen sind aber verschieden.
Was soll da das Maß sein?
Und wenn ich in Erziehung lesen muß, daß Mütter einem Kind, daß ins Zimmer gepinkelt hat, die Pinkelhose anziehen wollen oder alternativ einfach schon die nasse Hose dem Kind durchs Gesicht gezogen haben?
Sind die denn Erwachsen?
Vergiß es einfach.


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Heißt Selbstständigkeit, dass ich mir von nichts und niemandem auf der Welt etwas sagen lasse? Dass ich einfach tue, was ich will, ganz so, wie es mir beliebt?
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Nein, es heißt, daß man Entscheidungen selber trifft und die Konsequenzen trägt.
Klar, kann die TE ihre Meinung sagen.
Aber so wie sie oben die Aussagen der Tochter schrieb, ist diese doch schon "bockig" und hat so wie sie es sagte signalisiert, daß sie keine Kommentare hören will......."und Sex haben wir auch"
Lies es nochmal.
Sie hat erstmal dichtgemacht.
Etwas trotzig wirkt das für mich.
Und wenn man dann ran will, erreicht man doch nur das Gegenteil.



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und ist nicht ein Wackeldackel, der zu allem Ja und Amen sagt und mir für jede noch so idiotische Aktion den Kopf tätschelt. Solche Freunde braucht kein Mensch.
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Das hat auch niemand gesagt.

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Und wer keine Kritik erträgt und sich nach dieser beleidigt verabschiedet, bei dem ist in der Sozialisation tatsächlich etwas schief gelaufen.
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Sagst du so.
Lies mal, was sie schrieb, sie hat genau das signalisiert, meiner Meinung nach, keine Kritik, sie sagt, was sie macht und basta.
Man kann natürlich riskieren, daß sie keine Kritik verträgt und sich beleidigt verabschiedet.
Und dann?
Ist es das, was eine Mutter will?
Keinen Kontakt mehr?
Geht doch voll nach hinten los.

Beitrag von ljungan 02.07.10 - 08:01 Uhr

Ich hatte nicht geschrieben das meine Tochter keiner Arbeit nachgeht. Seit das Kind da ist hat sie einen Teilzeitjob, vorher ging sie voll arbeiten.
Das würde materiel gesehen heißen, das sie eventuell für sich, dem Jungen und das Kind Geld rannschaffen muss. In der heutigen Gesellschaft kann man leider nicht nur von der Liebe leben.
Aber trotzdem Danke für Deine Meinung!

Beitrag von ayshe 02.07.10 - 08:04 Uhr

Aber warum muß sie den Jungen mit versorgen?
Wovon lebt er denn jetzt?
Du denkst, sie wird sich für eine Sache, die sich sowieso bald erledigt, den A. aufreißen und sich für ihn krumm machen oder?
Kann ich verstehen.
Auch wenn es sicher Paare gibt, die mit einem großen ltersunterschied leben und lange und für ewig glücklich sind, so habe ich einfach meine Zweifel hier, sage ich ganz ehrlich.
Vltl erledigt sich da auch alles ganz schell von selbst.

Beitrag von no-monk 02.07.10 - 07:34 Uhr

"Wenn alle Erwachsenen sich so Verhalten würden, wie es ihrem Alter entspricht, dann hätte wir keine Sorgen auf diesem Planeten. Leider benimmt sich eine erschreckend große Anzahl an erwachsenen Menschen unvernünftig, um es mal gelinde auszudrücken. "
Und das beurteilst du?

Beitrag von luka22 02.07.10 - 11:22 Uhr

Nein, das beurteile nicht ich. Genauso wenig, wie ich beurteile ob der Himmel blau ist. Mir genügt da eigentlich nur der Blick in den Himmel bzw. in meine morgendliche Tageszeitung.

Und ayshe, obwohl sie diese Aussage wiederlegen wollte, führt sogar ein schönes Beispiel für die Unvernunft mancher Erwachsenen auf:

"Und wenn ich in Erziehung lesen muß, daß Mütter einem Kind, daß ins Zimmer gepinkelt hat, die Pinkelhose anziehen wollen oder alternativ einfach schon die nasse Hose dem Kind durchs Gesicht gezogen haben?
Sind die denn Erwachsen?"

Ayshe, klar sind die vom Gesetz erwachsen. Reif oder vernünftig sicher nicht...zumindest was das Durchziehen der nassen Hose geht. Soll ich mich hier als Mutter auch raushalten, wenn ich so ein Verhalten bei meinen erwachsenen Kinder beobachten würde? Sollte ich da auch sagen: Ach egal, die sind erwachsen, die wissen schon was sie tun. Sich in solchen Fällen einzumischen finde ich sogar eine moralische Pflicht. (Wobei dieser Fall nicht mit der Tochter der TE zu vergleichen ist. Denn in deinem Beispiel handelt es sich schon fast um Misshandlung Schutzbefohlener, während im Fall der Tochter niemand misshandelt wird.)

Jeder braucht mal eine kritische Rückmeldung im besten Fall würde ein gesundes Maß an Selbstkritik reichen, dass jedoch auch nicht alle Zeitgenossen besitzen. Zumindest was ich beobachte.

Ich meine mit dem allen nicht, dass Eltern ihren Kindern in jeden Pubs reinschwätzen oder sich bei jeder Erziehungsfrage einmischen und wie eine kaputte Schallplatte wiederholen sollen. Das ist dann wirklich ein Einmischen im negativen Sinn. Aber seinem Kind einen Rat zu geben, auch ungefragt, wenn es um eine so weitreichende Entscheidung geht, dagegen ist wohl nichts einzuwenden.

Grüße
Luka

Beitrag von ayshe 02.07.10 - 11:51 Uhr

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Denn in deinem Beispiel handelt es sich schon fast um Misshandlung Schutzbefohlener, während im Fall der Tochter niemand misshandelt wird.)
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Ja eben, und da MUSS man eingreifen, Demütigung ist Gewalt.

Und genau deshalb, weil es Unterschied ist, hat man eben hier kein recht einzugreifen, jednefalls kann man eben nichts verbieten, nichts anzeigen, sondern vllt etwas sagen und hoffen, daß die Frau zu Verstand kommt.
Aber wer weiß, vllt wird sie diesen Ausbrauch hier aus irgendwelchen Gründen für ihr Leben auch brauchen.

Naja, was die Tochter vom Rat oder der Einstellung der TE hält, kam doch rüber, nicht umsonst hat sie von vornherein die Lage so klar gesagt.

Was soll da jetzt noch groß passieren?

Beitrag von ljungan 30.06.10 - 21:09 Uhr

Nein, auch einen 50 jährigen hätte ich meinen Segen nicht gegeben, denn dann wäre es für mich eine Vater-Tochter Beziehung. Eingemischt habe ich mich auch nicht und die Nabelschnur wird wohl gleich nach der Geburt durchtrennt.

Beitrag von no-monk 01.07.10 - 11:55 Uhr

Den letzten Satz solltest du dir vielleicht vergegenwärtigen. Du bist nicht mehr für sie verantwortlich! Lass sie ihren Weg gehen!

Wenn es für dich keine angemessene Beziehung ist, die deine Tochter führt, dann sei froh, dass du nicht an ihrer Stelle bist.
Sie wird das ganz alleine meistern. Bestimmt!
Wie den ersten Schritt alleine gehen, die Einschulung... erste Liebe usw.
Du kannst nur zuschauen und hoffen, dass sie das richtige für SICH tut.

Alles Gute.

Beitrag von ?????????????????? 30.06.10 - 11:48 Uhr

Hallo jungan,

um ehrlich zu sein, auch wenn es hart klingt, solltest Du dich da nicht einmischen. Wenn deine Tochter sich wie ein Teenie benimmt, werden deine Handlungen von deiner Tochter nur blockiert werden. Das einzige, was Du hier mit soeinem Handeln erreichst, ist das sie genau das Gegenteil macht.

Natürlich kannst Du mit ihr reden. Ihr Tipps geben bzw. die eigenen Erfahrungen (in deiner Beziehung) in das Gespräch reinbringen. Nur solltest Du es nicht fordernt rüberbringen und ihr die Wahl lassen (ala aber das ist deine Entscheidung). Mehr wirst Du nicht tun können.

Und zu der Beziehung mit dem 18 jährigen. Nun ja, die wird nicht lange halten. Er ist noch relativ jung hinter den Ohren und hat bestimmt einen eigenenen Freundeskreis. Ich glaube kaum, dass jemand die eigene Mutter mitnimmt, wenn man sich irgendwo trifft. Außerdem was sollten auch die Freunde deiner Tochter mit ihm anfangen? Irgendwann wird die Realität sie diesbezüglich einhollen.

Mag sein, dass eure Tochter ihr eigenens Leben damit zerstört (ich kenne ihre Beziehung zu ihrem Mann nicht), aber dafür muss sie endlich selbst Verantwortung übernehmen. Ihr könnt ja auch nicht ewig das Kissen unter ihren Po halten, damit sie weich landet. Sie muss die Erfahrungen selbst machen.

MfG
??????????????

Beitrag von ?????????????????? 30.06.10 - 11:52 Uhr

Im dritten Absatz (2. Zeile) sollte "grün" und nicht "jung" stehen.
(Nur eine kleine Korrektur)

Beitrag von ayshe 30.06.10 - 12:28 Uhr

1. Hast du Angst, daß sie und das Kind finanziell nicht mehr klarkommen?

2. Hast du Angst, daß sie ihr Leben zerstört?

3. Hast du Angst, daß dein Mann "durchdreht"?



1. Würde ich nicht so krass sehen.
Der Exgatte muß ja zumindest Geld für das Kind zahlen.
Und deine Tochter muß eben mehr arbeiten.
Es gibt auch viele Alleinerziehende, die es schaffen, ihr Leben zu finanzieren.

2. Das ihre Sache. Vllt ist ihre Entscheidung gut, vllt auch nicht, aber ihre Ehe war ja wohl schon vorher dahin, vll t hilft ihr der Junge jetzt einfach, sie konsequent zu beenden, ob er nun die Endlösung ist? Wer weiß das schon.

3. Tja, da muß er durch, leider aber auch du, denn du wirst es dir anhören müssen #liebdrueck



Ich kann verstehen, daß du als Mutter, Eltern eben überhaupt, sich Sorgen machen, immer und ewig.
Aber "tun" kannst du wohl nichts, außer eben weiterhin ihre Mutter bleiben und du kannst ja auch den Kontakt zu deinem Schwiegersohn behalten.
Du kannst es nicht ändern.
vllt muß es erstmal richtig sacken.

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