Sachsen-Anhalt übernimmt Kosten für KB

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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von galileo20001 30.06.10 - 11:58 Uhr

Hallo,

eine sehr gute Neuigkeit. Sachen-Anhalt folgt dem Beispiel Sachsens und bezuschusst nun auch die KB.

http://www.der-krankenkassen-vergleich.de/kunstliche-befruchtung-zuschuss-fur-ungewollt-kinderlose-paare-in-sachsen-anhalt-712433

LG

J. #sonne

Beitrag von sabstar 30.06.10 - 12:40 Uhr


Das ist ja krass. Hoffe es kommt auch bald für Niedersachsen :-(

Beitrag von schneewittchen0803 30.06.10 - 13:35 Uhr

Na toll und der schöne Bayern Staat macht mal wieder nix. Werd gleich mal ans Ministerium schreiben und fragen, wann es bei uns soweit ist.
Danke für den Link.

Lg
Schneewittchen

Beitrag von galileo20001 30.06.10 - 15:16 Uhr

Hallo,

ich komme aus Sachsen-Anhalt. Als Sachsen das eingeführt hat, hat sich S.A. mit Händen und Füßen dagegen gewehrt. Und nun ohne Ankündigung, eifern sie Sachsen nach.

Ich hoffe, dass die anderen Bundesländer auch nachgeben und nachziehen,

LG

J.

Beitrag von wasnun 30.06.10 - 20:32 Uhr

Hallo Schneewittchen
Komme auch aus Bayern und hoffe auch sehr, dass sie nachziehen. Sonst sieht es für uns in Punkto 2. Kind eher schlecht aus. Wir können uns kurzum derzeit keine Behandlung leisten. (und ich denke es geht hier mehrerern so!) Würd mich aber nicht wundern, wenn Bayern es als letztes auf die Reihe bringt bzw. gar nicht.
lg wasnun

Beitrag von rotes-berlin 30.06.10 - 18:33 Uhr

gibt es also doch noch zeichen und wunder..

Beitrag von ronya_hh 01.07.10 - 06:52 Uhr

Huhu,


habe soeben an das Gesundheitsministerium geschrieben und gefragt, wann und welche nächsten Bundesländer mit einbezogen werden. Mal schaun ob wir eine Antwort bekommen

Beitrag von ronya_hh 02.07.10 - 12:19 Uhr

Hallo ich noch mal,

hatte euch ja gesagt das ich das Ministerium für Gesundheit anschereibe, und siehe da habe auch eine Antwort erhalten. Meine Frage war, wann denn oder ob überhapt auch noch andere Bundesländer mitziehen wie Sachesen Anhalt. Leider kein Positive Antwort. Hier die Rückantwort des Ministerium:

Sehr geehrte Eheleute Graumann,

vielen Dank für Ihre Zuschrift vom 01.07.2010.

Der Anspruch von Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung auf Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung nach § 27a Fünftes Buch Sozialgesetzbuch (SGB V) ist durch das GKV-Modernisierungsgesetz - GMG - mit Wirkung vom 1. Januar 2004 eingeschränkt worden. Seit diesem Zeitpunkt werden von den Krankenkassen nur noch 3 statt 4 Versuche zur Herbeiführung einer Schwangerschaft anteilig übernommen. Zugleich gelten Altersgrenzen zwischen 25 und 40 Lebensjahren für Frauen bzw. 50 Lebensjahren bei Männern. Die Kostenübernahme durch die Krankenkassen beträgt 50 Prozent, so dass die Versicherten mit einer Eigenbeteiligung von ebenfalls 50 Prozent an den Kosten der künstlichen Befruchtung beteiligt werden. Diese Eigenbeteiligung gilt nicht als Zuzahlung und bleibt bei der Berechnung der Belastungsgrenze für die Befreiung von Zuzahlungen unberücksichtigt.

Die Krankenkassen übernehmen auch die anteiligen Kosten einer künstlichen Befruchtung gemäß § 27 a SGB V nur unter folgenden Voraussetzungen:

- Die Maßnahmen müssen nach ärztlicher Feststellung erforderlich sein.
- Nach ärztlicher Feststellung muss hinreichende Aussicht bestehen, dass durch die Maßnahmen eine Schwangerschaft herbeigeführt wird.
- Grundsätzlich nur bis zu dreimalige Durchführung der Maßnahmen.
- Nur für Ehepaare (nicht für nicht-eheliche Lebensgemeinschaften).
- Nur mit Ei- und Samenzellen der Eheleute (homologes System).
- Die Ehegatten müssen sich vor der Behandlung eingehend über die medizinischen und psychosozialen Konsequenzen und Risiken der Behandlung durch einen Arzt unterrichten lassen, der die Behandlung nicht selbst durchführt.
- Künstliche Befruchtung nur durch Ärzte oder Einrichtungen, die entsprechend qualifiziert sind und denen die nach Landesrecht zuständige Stelle eine entsprechende Genehmigung erteilt hat.

Das GMG ist im breiten Konsens vom deutschen Bundestag verabschiedet worden. Die Notwendigkeit einer umfassenden Gesundheitsreform machte es erforderlich, auch über eigene persönliche und parteipolitische Ansichten hinweg Themenkomplexe anzugehen, die anderenfalls möglicherweise nicht zur Disposition gestanden hätten.

Aus familienpolitischer Sicht wäre es wünschenswert, dass alle Familien ihren Kinderwunsch realisieren können. Daher sind die Veränderungen im Leistungsrecht und insbesondere die Einschränkungen bei der Leistung der künstlichen Befruchtung nicht leicht gefallen. Unter Berücksichtigung der Finanzsituation der gesetzlichen Krankenversicherung waren jedoch zwingend Leistungsbeschränkungen erforderlich. Vor dem Hintergrund einer ursprünglich geplanten kompletten Streichung dieser versicherungsfremden Leistung sind die beschriebenen Kürzungen insgesamt vertretbar. Die Bundesregierung beabsichtigt nicht, den Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenversicherung wieder auszuweiten.

Eine Änderung der geltenden Rechtslage kann ich Ihnen nicht in Aussicht stellen.

Dieses Schreiben ist im Auftrag und mit Genehmigung des Bundesministeriums für Gesundheit durch das Kommunikationscenter erstellt worden und dient Ihrer Information.

Mit freundlichem Gruß

Gerlind Nestler

Kommunikationscenter
Bundesministerium für Gesundheit

info@bmg.bund.de

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