Mein Kleiner (gerade 3) war ein Superschläfer.... und jetzt?? HILFE!!!

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von funkyff 30.06.10 - 22:09 Uhr

Ich erzähle alles so ausführlich wie möglich, da ich gerne wissen würde, was ihr darüber denkt bzw. was der Auslöser gewesen sein könnte oder ob es überhaupt einen gibt. Also, wie gesagt, mein Sohn war immer ein Superschläfer, er hat bereits mit 2,5 Monaten durch geschlafen und auch bis vor kurzem noch um die 12 Std. zusammen bekommen. Wir hatten (bis auf ein paar nicht nennenswerte Ausnahmen) wirklich NIE Probleme und wurden oft beneidet. Unser gemeinsamer Feierabend war uns immer wichtig, daher haben wir relativ früh feste Schlafenszeiten eingeführt. In letzter Zeit war er immer spätestens viertel nach 8 im Bett. Morgens kam er in letzter Zeit früher, meistens so um 6 rum. Aber ok, mittags schlief er ja auch immer 2-3 Stunden. Irgendwann musste es ja mal weniger werden.
Was momentan allerdings gerade abläuft ist echt heftig und wir sind ziemlich verzweifelt und fertig.
Angefangen hat es, als wir Mitte Mai im Urlaub waren. Wir wussten, die erste Nacht wird hart, denn er kommt mit Veränderungen nicht gut klar. Hatten extra sein Bett mit Kissen, Spieluhr, Kuscheltier etc. mit geschleift um es ihm (und uns) so angenehm und vertraut wie möglich zu gestalten. Nach ca. 1,5 Std. Theater hat er dann beschlossen, dass er im großen Bett schlafen will. Er hatte übrigens ein eigenes Zimmer, so wie bei uns zuhause auch. Ok, wir haben ihn umgebettet und es war zwar eine anstrengende Zeit, da er oft nachts wach wurde und geweint hat oder total früh bei uns im Schlafzimmer stand, aber es war für ihn ja auch ein enormer Schritt, da Zuhause noch sein Gitterbett stand! Zurück vom Urlaub haben wir dies gleich abgebaut und das neue, große (stand davor schon ne Weile im Flur zum dran gewöhnen) rein gestellt, hat eigentlich auch erst ganz gut funktioniert und es klappte wieder ganz gut mit dem Schlafen. Dann folgte eine Zeit, die wir in der Form noch nie erlebt hatten. Er ist ein lebendiger, aufgedrehter, lustiger Junge gewesen, teilweise schon ziemlich anstrengend, aber plötzlich war er nur noch eine unzufriedene Nervensäge, die uns wirklich bis aufs Blut gereizt hat und mit allen Mitteln versucht hat uns auf der Nase herum zu tanzen. Es war furchtbar! Ich wollte nicht mehr aus dem Haus gehen. Andere Mütter sagten mir, dass ihnen jetzt bewusst wird, was für ein pflegeleichtes Kind sie doch haben... Wir haben es dann endlich wieder in den Griff bekommen, er hat sich beruhigt und vor allem - wir auch! Dann nahte sein 3. Geburtstag und ab da gings dann los mit dem Schlaftheater. Ok, die Aufregung usw. ist ja verständlich. Kurz danach wurde er noch krank, ok, ist ja klar, dass sie da unruhig sind nachts. Seit letzter Woche geht er nun in den Kindergarten und seitdem ist keine Besserung mehr (im Gegenteil) in Sicht. Er schläft weder mittags noch abends alleine ein, einer von uns muss sich immer dazu setzen oder legen. Dann geht das Gezappel los und es dauert mind. 45 Min. und oft bis 1,5 Std. bis er dann schläft. Dann ist normalerweise Ruhe und zw. 1 und 3 Uhr wacht er auf weint und ruft nach mir. Dann hol ich ihn rüber, 2 Std. Gezappel, dann schläft er endlich wieder ein, wird aber trotzdem früh wieder wach. Gestern und heute hat er gar keinen Mittagschlaf gemacht, ist für ne halbe Std. unterwegs eingenickt, brauchte vorhin aber trotzdem wieder knapp 1,5 Std. zum einschlafen. Er kommt nachts momentan auf ca. 7-8 Std. und das seit ca. 3 Wochen. Und ich auf ca. 2-3, da ich auch sehr schlecht schlafe und nicht wieder einschlafen kann, wenn er neben mir liegt. Ich bin von früh bis spät nur mit ihm beschäftigt, komme zu rein gar nichts und bin echt langsam am Ende. Ich wechsel mit mit meinem Mann auch ab, damit wir beide mal etwas mehr Schlaf bekommen, aber ich hab schon so ein Defizit, das kann ich mit ner Nacht gar nimmer ausgleichen. Kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern, dass ich weniger Schlaf hatte, als er gerade geboren war. Vielleicht könnt ihr mir ja helfen oder Tips geben, oder einfach nur sagen, dass es wieder besser wird, ich weiß auch nicht... Jedenfalls tat es schon mal sehr gut, sich alles von der Seele zu schreiben.

Beitrag von a79 01.07.10 - 23:02 Uhr

Hallo,

Du hast ja schon geschrieben, dass er die letzten beiden Tage keinen Mittagsschlaf gemacht hat - vielleicht wird es jetzt Zeit, diesen ganz abzuschaffen?
Bei uns war es mit 2,5 Jahren soweit. Wir haben dann stattdessen eine einstündige Mittagspause eingeführt, bei der er auf sein Zimmer geht, dort spielt, CD hört oder Bücher anschaut - manchmal schläft er tatsächlich wieder ein wenig...dann kann er aber abends schlecht einschlafen.
Was das nächtliche Aufwachen angeht, wir hatten das auch mal in dem Alter. Bin aufgewacht und in sein ÄZimmer rein, da sitzt mein Sohnemann mit seinen Rennautos auf dem Fußboden und spielt....#schein...habe ihn dann wieder in sein Bett gesteckt...bei uns hat der Spuk so 6-8 Wochen gedauert, wo ich dann nachts bis zu 20x aufstehen und ihn wieder ins Bett stecken mußte und dann war plötzlich wieder Ruhe und er schlief wieder durch.
Hat Dein Sohn denn Alpträume oder erzählt er irgendwas,warum er nachts weinend aufwacht?
Habt ihr euch früher auch schon mit ihm hingelegt, wenn er einschlafen sollte oder hat sich sonst irgendwas verändert?

Ich denke, dass er im Moment einfach viel Neues erlebt und verarbeiten muss und das tut er nachts. Geh auf ihn ein aber versuche auch, eine feste Linie zu fahren, damit er weiß, dass die Nacht weiterhin zum Schlafen da ist...

LG und alles Gute euch!

Andrea mit Jonathan (4 Jahre) und Konstantin (15 Monate), beide momentan unkomplizierte Schläfer:-D

Hat Dein Sohn denn Alpträume, dass er nachts weinend aufwacht?

Beitrag von izzy79 01.07.10 - 23:15 Uhr

Hallo,

Das, was du beschreibst, hatten wir im Alter von knappen zwei Jahren bereits durchgemacht. Ich kann sehr gut nachvollziehen, wie es dir geht!

Unterschied bei uns: unsere Tochter (im März drei Jahre alt geworden)

- ging mit 17 Monaten in den Kindergarten
- hatte mit 12 Monaten kein Gitterbett mehr
- hat auch den Mittagsschlaf mit knapp zwei Jahren "abgeschafft"

Sie hat also alles verarbeitet und unglaublich viel gelernt in der Zeit des Wenigschlafens. Es ist hart aber lass es laufen, Dinge, die du nicht ändern kannst, solltest du aussitzen :-p

Stresst euch bloss nicht zu sehr mit zu viel Regelwerk in solch einer Zeit, was die Schlafsituation betrifft.
Dein Kleiner muß den Kindergarten verarbeiten, das neue Bett, das neue Bewußtsein, das sich in ihm entwickelt.
Auch ihr müßt lernen, mit seinem neuen Bewußtsein zurechtzukommen, auch das dauert seine Zeit, hier greift dann die vielgepriesene "Konsequenz" zu bestimmten Situationen.
Er muß auch lernen, ohne Mittagsschlaf zurechtzukommen, das dauert seine Zeit. Bei uns dauerte es Monate und war sehr aufreibend.

Nichtsdestotrotz: schlafe, wo du kannst und stress dich so wenig, wie es geht. Wenn er nachts wach ist und du auch, ist doch egal, laß ihn Bilder malen, schaut Bücher an, puzzelt... das kann die Wachzeit in der Nacht auch mal verkürzen/verschönern... klingt komisch? Kann aber gut funktionieren. Hat bei uns geklappt, wir konnten ja eh nix "dagegen" tun.

Und - nein - du musst das nicht jede Nacht dann machen, sowas ist Quatsch. Aber denk mal dran, wenn du nicht schlafen kannst in der Nacht, was machst du dann? Aufstehen, lesen, was trinken, an die frische Luft und dann wieder hinlegen. Probiere es aus!#herzlich

Alles Gute euch und

liebe Grüße von izzy79