Impftermin morgen, mal ne Frage zu...

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von billche 28.09.10 - 18:10 Uhr

Hallo,

morgen haben wir einen Impftermin bei unserer Kinderärztin.

Unser Sohn (19 Monate) hat jetzt aber am Freitag einen Schnupfen bekommen. Dann wird ja glaub ich nicht geimpft grundsätzlich oder??

Wir wollen da morgen aber trotzdem hin, da wir auch noch andere Sachen besprechen wollten.

Er würde morgen eigentlich seine Masern-Mumps-Röteln Auffrischung erhalten oder aber die Meningokokken.

Nun ist das ja mit den Meningokokken so eine Sache, der eine impft es, der andere nicht, ist ja jedem selbst überlassen, wie, wo und was.

Aber ich bin immer noch hin und hergerissen bei dieser Sache. Die ganzen anderen Sachen find ich schon wichtig. Aber da die Ärztin auch sagte, dass dies die schlimmste Impfe ist (tut weh beim impfen hatte sie gesagt) und nach der Impfe hätten viele Kinder Nebenwirkungen und ihnen ginge es nicht gut, bin ich am überlegen, zumal ich öfters lese, dass diese Impfung sinnlos sei?? Da es nur ein bestimmter Typ ist gegen den geimpft wird und es gegen die anderen Erreger keine Impfung gibt, und dass dieser Typ hier nicht verbreitet sein soll oder sowas in der Art.

Will auch hier jetzt keine Riesendiskussion starten wegen der ganzen Impferei, aber vielleicht wisst ihr ja was es damit auf sich hat und ob das stimmt?

Ich will das morgen auch noch mal die Kinderärztin fragen, bisher haben wir die anderen Impfungen auch zusammen entschieden was er bekommen soll, aber bei dieser ist sie einfach mal so davon ausgegangen und hat nix gesagt...

Helft mir mal bitte...

LG
billche

Beitrag von -tinar- 28.09.10 - 20:10 Uhr

Lotte hatte früher bei jeder Impfung heftige Reaktionen. tagelang über 40 Fieber waren da an der Tagesordnung. Die Meningokokken hatte sie vor 3 Wochen - vollkommen reaktionslos!
In Hamburg sind in diesem Jahr schon 2 Kinder an Meningokokken gestorben.

Beitrag von miamotte 28.09.10 - 20:15 Uhr

Hallo,

ich bin grundsätzlich auch dagegen einfach alles impfen zu lassen nur weil´s empfohlen wird, ich gebe dir aber Recht - das wär´ ne rießen Diskussion ! ;-)

Meine Erfahrung hat gezeigt das die MMR-Impfung die schlimmste war. Das ist "Lebendimpfstoff" und auf den hat meine Tochter besonders stark reagiert. Sie hatte fast eine Woche über 39° Fieber...

Was den Schnupfen angeht sieht mein Kinderarzt das nicht so eng, so lange er kein Fieber hat oder sich wirklich schlecht fühlt kann auf jeden Fall geimpft werden. Du weißt doch als Mutter am besten wie´s deinem Kleinen grad geht.

Hoffe ich konnte dir helfen
Liebe Grüße
miamotte

Beitrag von doreensch 28.09.10 - 20:20 Uhr

Im zeitalter von Flugzeugen ist ein "hier nicht verbreitet" nicht wirklich vorhanden..

Hier mal Infos vom Netdoktor:

Was sind Meningokokken?

Meningokokken (Neisseria meningitidis) sind Bakterien, die eine gefährliche Hirnhautentzündung (Meningitis) hervorrufen. Die Erreger werden durch Tröpfcheninfektion übertragen, beispielsweise durch Husten, Niesen oder Sprechen. Die Anzeichen einer Meningitis sind hohes Fieber, unerträgliche Kopfschmerzen und Nackensteifigkeit. Eine Hirnhautentzündung tritt häufig bei Kleinkindern oder Jugendlichen auf.

Jährlich erkranken etwa 700 Menschen in Deutschland, etwa 50 sterben daran. In einigen Fällen bleiben geistige Behinderungen oder Lähmungen zurück. In den Industrienationen ist die Meningokokken-Meningitis relativ selten geworden. In den Entwicklungsländern gehört sie aber zu den häufigen Erkrankungen. Insbesondere im "Meningitis-Gürtel" Afrikas, südlich der Sahara und nördlich des Äquators von der Ost- bis zur Westküste, sowie in Südamerika und Asien.

Es gibt verschiedene Unterarten der Meningokokken. In tropischen Gebieten tritt meistens die Bakterienunterart A auf, die Epidemien verursacht. In Europa werden die Krankheitsfälle eher durch die Untergruppen B (68 Prozent) und C (22 Prozent) verursacht. Sie führen nur zu einzelnen Erkrankungsfällen, aber nicht zu Epidemien. In unseren Breitengraden häuft sich die Zahl der Erkrankungen im Winter und Frühjahr. In den letzten Jahren wurde ein Anstieg des Anteils der Serogruppe-C-Erkrankungen auf etwa 30 Prozent beobachtet.

Eine Meningitis ist immer ein Notfall! Antibiotika bekämpfen die Meningokokken zwar wirksam, aber die Therapie muss sehr schnell erfolgen, um Komplikationen zu vermeiden. Nur wenige Stunden entscheiden über das Schicksal des Patienten.
Wann ist die Impfung sinnvoll?

Seit Juli 2006 empfhielt die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts die Meningokokken-Impfung für alle Kinder. Möglich ist sie für Kinder ab dem 12. Lebensmonat. Die derzeit erhältliche Impfung schützt nur gegen die Unterart C. Gegen die Unterart B ist eine Impfung bis jetzt nicht möglich.

Folgende Personenkreise sollten sich impfen lassen, wenn eine Grundimmunisierung im Kindesalter nicht erfolgt ist: Reisende in Epidemiegebiete, Menschen ohne Milz oder mit Immundefekten. Für Pilgerreisen nach Mekka ist die Impfung eine Voraussetzung für die Einreise nach Saudi-Arabien.

Auch ungeimpften, engen Kontaktpersonen von Erkrankten wird in der Regel die Meningokokken-Impfung empfohlen.
Wie wird geimpft?

Die Impfung schützt nur vor Hirnhautentzündungen, die durch Meningokokken hervorgerufen werden. Sie enthält einen Totimpfstoff, der aus Bestandteilen der Meningokokkenhülle besteht. Die Bestandteile der Bakterienhülle können die Erkrankung aber nicht auslösen.

Die Impfung ist eine aktive Impfung, die gespritzt wird. Aktiv, weil der Körper nach der Impfung Abwehrstoffe (Antikörper) gegen die Bakterien bildet. Infiziert man sich später mit echten Meningokokken werden sie von diesen Antikörpern abgefangen. So lässt sich ein Ausbruch der Krankheit verhindern.
Wie oft muss man impfen?

Normalerweise findet die Grundimmunisierung bereits bei Säuglingen zusammen mit den anderen Standardimpfungen in mehreren Schritten statt: Gegen Tetanus, Kinderlähmung, Keuchhusten, Haemophilus influenzae Typ b, Hepatitis B, Pneumokokken und Mumps, Masern, Röteln, Windpocken. Die Impftermine werden in der Regel bei der Vorsorgeuntersuchung U3 festgelegt.

Bei Kindern und Erwachsenen ist eine Impfung ausreichend. Der Impfschutz beginnt zwei bis drei Wochen später.
Mögliche Nebenwirkungen

Möglich sind leichte Reaktionen an der Injektionsstelle und leichte Allgemeinreaktionen wie Abgeschlagenheit, Magen-Darm-Beschwerden oder Temperaturerhöhungen.

Ich werde impfen lassen. Deshalb starben ja auch einige Erkrankungen aus: weil geimpft wurde


LG
Doreen

P.S. Es kommt imemr auf den Schnupfen an ob geimpft wird oder nicht, grundsätlich wird ein Kind vorm Impfen ja untersucht, ein Arzt weiß was er tut

Beitrag von polarsternchen 28.09.10 - 21:00 Uhr

Liebe Doreen,

wie Du schon schreibst, werden in Europa die Krankheitsfälle eher durch die Untergruppen B (68 Prozent) verursacht, gegen die es garkeine Impfung gibt! Also hast Du keinen 100%igen Schutz, sondern, wenn überhaupt, nur einen 32%igen Schutz! Diese Impfung wird auch niemals Säuglingen verabreicht, sondern normalerweise nur Kindern ab 2 Jahre! Und was die Nebenwirkungen betrifft, so hast Du Dir leider nur die Harmlosen rausgesucht!

http://www.impfschaden.info/de/meningokokken/impfung.html

LG

Beitrag von doreensch 28.09.10 - 21:05 Uhr

Ja macht doch nichts das der Schutz nicht zu 100% besteht.
Was geht, geht halt was noch nicht geht, geht halt noch nicht.

Nichtimpfen bedeutet 100% Möglicheit sich anzustecken.
Da ist ein geimpftes Kind doch besser dran.

Wenn ich einen helm trag eim straßenverkehr ist auch nicht zu 100% gesichert das meinem Kopf nichts passiert, aber er ist definitiv geshützter als ohne.

Und ja es kann mir unterm Helm heiß werden, ich kann Druckstellen bekommen oder jucken und somit "Nebenwirkungen" vom Helm haben.

Ich gehöre zur Impffreudigen Fraktion, weil ich die moderne Medizin und deren Möglichkeiten für mich nutzen will.

Back to the Roots können andere gehen, ich nicht.

Beitrag von flammerie07 28.09.10 - 20:22 Uhr

mein sohn hat überhaupt nicht auf die MMRV impfung reagiert, ist aber auch kein kind was schnell fiebert o.ä.

bei leichtem schnupfen impft unsere KiÄ auch.

Beitrag von mabe7979 28.09.10 - 20:44 Uhr

Meine Maus sollte letzte Woche Dienstag MMR bekommen. Sie hatte auch einen Schnupfen, so dass ich den Termin von mir aus abgesagt habe. Am Freitag hatte sie dann eine Mittelohrentzündung. Ich bin froh, dass ich sie nicht impfen lassen habe. Aber man kann es vorher nie wissen... Gerade in dieser Jahreszeit.

Viele Grüße
Marlen und Maira

Beitrag von pechawa 29.09.10 - 10:44 Uhr

Hallo,

da man nie weiß, ob ein Kind "nur" einen Schnupfen hat, oder ob mehr im Anmarsch ist, würde ich niemals ein Schnupfenkind impfen lassen!
Und was die Meningokokken betrifft, da hast du recht, es gibt andere Erreger, gegen die nicht geimpft wird und diese Erreger sind auch in Deuschland vorherrschend
http://www.impfschaden.info/de/meningokokken/impfung.html

LG Pechawa