Mathearbeit 6. Klasse wieder ein Schnitt von 3,9

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Beitrag von schneeglitzern 28.09.10 - 18:36 Uhr

Hallo!

Ich bin langsam am verzweifeln. Zudem verstehe ich das nicht. mein Sohn ist in der 6. Klasse und von der 5. an ist die Klasse bei dieser Mathelehrerin grottenschlecht.

Die letzte Woche geschriebene Arbeit hat wieder einen schnitt von 3,9. Das hatten wir letztes Jahr auch schonmal.

Mein Sohn kam freudestrahlend mit einer 3- nach Hause. Ich war entsetzt. Damit war er aber unter den besten 7. Hä????

Ich bin keine Lehrerin, aber ich finde ihren Unterricht nicht nachvollziehbar. Erst läßt sie die Schüler alle Teiler einer Zahl aufschreiben. Da kam einiges an Übungen. Dann fängt sie mit Oberflächen und Volumenberechnung an. Dann kommen wieder die Teiler, aber diesmal mit Regeln. ???????????

Aufgabe in der Arbeit war z.B. das benennen der ersten 8 Vielfachen einer Zahl. Davon 2 Aufgaben. Insgesamt gab es 3 Punkte. mein Sohn hat am Ende der Zahlen das ....} vergessen. Dafür hat sie ihm jeweils einen 1/2 Punkt abgezogen.

Sagt mir mal einfach Eure Meinung dazu.

Gruß
Schneeglitzern

Beitrag von marion0689 28.09.10 - 20:54 Uhr

Hallo!

Ich hatte eine ähnliche Situation in meiner Schule.
Damals fand ichs ungerecht...aber heute muss ich sagen: er hatte mit seiner Benotung schon recht.

Wenn dein Sohn für ein { einen halben Punkt Abzug bekommen hat, ist das schon gerecht. Vllt hätte in der 6. Klasse ein halber Punkt die die zwei vergessenen Klammern gereicht.
Aber später, bei den Zentralen KA´s oder sogar beim Abi gibts für sowas auch einiges an Abzug.

Und warum warst du wegen einer 3 entsetzt??? Also bitte... das ist Mathe, und das liegt nunmal nicht jedem.

lG

Beitrag von luka22 28.09.10 - 22:10 Uhr

Schwierig einzuschätzen für einen Außenstehenden.
Grundsätzlich wäre ich als Lehrerin mit so einem Klassenarbeitsdurchschnitt weniger als zufrieden. Heißt es doch, dass meine Schüler den Stoff wohl nicht verstanden haben. Andererseits hatte auch ich gerade in Mathematik schlechte Schnitte, obwohl klar war, welche Aufgaben drankommen und ich meinen Unterricht in Mathematik als na ja, ganz passabel bezeichnen würde :-). Ich erlebte es nicht selten, dass die Schüler in den 2 Wiederholungsstunden vor der Arbeit keine Fragen hatten. Na ja, nicht ganz. Fragen stellen meistens diejenigen, die zwischen 1 und 2 stehen ;-). Beim REst hatte ich eher das dumpfe Gefühl, dass sie sich überhaupt noch nicht vorbereitet haben. Da ist es dann tatsächlich schwierig, eine Mathematikarbeit zufriedenstellend zu bestreiten. Bei uns im Kollegium stelle ich dazu folgendes fest: Die einen senken das Niveau ihrer Klassenarbeiten soweit, dass es fast unmöglich ist, einen schlechteren Schnitt als die erwünschte Drei zu erhalten. Die anderen scheuen keinen Ärger und haben am Niveau ihrer Klassenarbeiten seit 20 Jahren nichts verändert. Das sind meistens die Kollegen mit den sauschlechten Klassenarbeitsschnitten, dafür mit den besten Prüfungsergebnissen.
Es gibt sicher Fälle, wo ein Viererschnitt auf die Unzulänglichkeit des Lehrers zurückzuführen ist. Die Regel ist es aus meiner Erfahrung nicht.

Grüße
Luka

Beitrag von schneeglitzern 29.09.10 - 08:52 Uhr

Das komische ist, zumindest bei uns, dass ich schon den Eindruck habe, dass er den Stoff verstanden hat. Wir fangen auch immer einige Tage vor der Arbeit an nochmal zu üben, immer in kleinen Schritten.
Ich habe fast immer den Eindruck, dass er es kann. aber in der arbeit bringt er einen Klops nach dem anderen.

Einige Schüler erzählen auch, dass die Lehrerin die Schüler schlecht macht und sie extrem unter Zeitdruck setzt.
Am Elternabend streitet sie natürlich alles ab.

Es ist nicht wegzudiskutieren, dass viele Schüler das 1x1 nicht richtig können. Darin sehe ich ein großes Problem.

Gruß
Schneeglitzern

Beitrag von h-m 29.09.10 - 10:54 Uhr

Das Schüler in der 6. Klasse das 1x1 nicht können, hat aber doch nicht diese Lehrerin zu verantworten. Das ist ja schon Unterrichtsgegenstand der Grundschule.

Schüler schlecht machen geht gar nicht. Aber ob das stimmt, nur weil es einige Schüler erzählen? Vielleicht sind sie selbst auf die Lehrerin sauer, weil es in Mathe nicht so gut klappt. Auch die Sache mit dem Zeitdruck ist relativ. Manche arbeiten eben langsamer als andere, oder lassen sich von den Aufgaben zwischendurch ablenken, und geraten so in Zeitdruck.

Du schreibst, beim Üben hast Du den Eindruck, dass Dein Sohn den Stoff verstanden hat. Dann kann der Unterricht ja (zumindest für Deinen Sohn) eigentlich nicht so schlecht gewesen sein, oder? Die Frage ist jetzt, warum er das in der Prüfungssituation nicht umsetzen kann. Ist er dabei unter Zeitdruck? Man kann auch üben, damit umzugehen, indem man ähnliche Situationen zu Hause nachstellt. Also auch dort mal Übungen in einer festgelegten Zeit machen lassen. Wenn sie nicht ausreicht, besprechen, wie man vorgehen könnte: notfalls ein oder zwei Aufgaben auslassen, dafür die anderen sicher und ruhig rechnen, anstatt alles hektisch und konzentriert anzufangen und nicht zu Ende zu rechnen. Oder könnte es einen anderen Grund geben? Übt ihr für Mathe wesentlich mehr als für andere Fächer, so dass Dein Sohn (vielleicht auch unbewusst) meint, Mathe wäre "besonders" wichtig?

Beitrag von schneeglitzern 29.09.10 - 11:17 Uhr

Klar ist das Sache der Grundschule. Darüber bin ich auch sehr enttäuscht. In Deutsch haben wie auch Probleme mit der Rechtschreibung. Aber das ist ein anderes Thema. da habe ich schon einiges recherschiert. Klar kommen müssen aber nun die Eltern und Lehrer der weiterführenden Schule.

Mein Sohn kann eigentlich mit dem Druck ganz gut umgehen, aber ich höre von anderen Schülern, dass sie sogar Angst vor der Lehrerin haben.

Er ist auch nicht der einzige, der die Sachen nicht anwenden kann.
Wir als Eltern verstehen es aber nicht. Sogar die beiden Mathe Asse haben in der Arbeit jeweils eine 4.
Also kann ich mit der Leistung meines Sohnes noch zufrieden sein.

Warum es so viele Schüler in der Arbeit nicht mehr können ist uns als Eltern ein Rätsel, aber wir steigen nicht dahinter.
Der Elternbeirat hat letztes Jahr wohl schonmal mit ihr gesprochen, aber sie scheint da nicht drauf zu reagieren.

Gruß
Schneeglitzern

Beitrag von h-m 29.09.10 - 11:34 Uhr

Sind die Aufgabenstellungen/Arbeitsanweisungen in der Arbeit denn anders formuliert, als bei den Übungsaufgaben im Mathebuch?

Das wäre allerdings auch etwas, was mich vor ein Rätsel stellen würde. Denn wenn Dein Sohn und auch andere Kinder den Stoff verstanden haben und auch Übungsaufgaben richtig lösen können, spricht das ja eher für den Unterricht.

Dass mehrere Kinder Angst vor der Lehrerin haben, ist natürlich blöd. So eine Atmosphäre hindert gerade diese Kinder natürlich. Da müssen weitere Gespräche stattfinden (vielleicht kann der Klassenlehrer oder ein Vertrauenslehrer hier vermitteln?).

Beitrag von schneeglitzern 29.09.10 - 11:55 Uhr

Nach meinem erwachsenen Empfinden sind die Aufgabenstellung in Ordnung. Allerdings hat sie z.B. in einer Textaufgabe die Längeneinheiten unterschiedlich gewählt. Das hat sie vorher noch nicht gemacht, das war aber bei meinem Sohn jetzt nicht das Hauptproblem, aber ich denke die Kinder waren schon überfordert die Textaufgabe zu lösen und auch noch darauf zu achten. problem war dann, dass falsch umgerechnet wurde. Also die Kinder die Verknüpfung der beiden Aufgaben nicht hinbekamen.

Ich denke das sollte eben die Aufgabe für die 1er Schüler sein. ist auch o.k. Warum so viele andere Aufgaben falsch gelöst wurden verstehe ich nicht.
War mir auffällt ist, dass es insgesamt auf 7 Aufgaben nur insgesamt 26 Pkt gab. Man also mit kleinen Teilfehlern einen hohen Punkteabzug erhält.

Gruß
Schneeglitzern

Beitrag von h-m 29.09.10 - 08:32 Uhr

Die Bekanntgabe von "Klassenspiegeln" und Klassenschnitt kenne ich nur aus Deutschland. Dann ist der/die Schuldige für die schlechten Leistungen des Kindes schnell ausgemacht: Lehrer bzw. Lehrerin.

Meinen Eltern war es dagegen völlig egal, was für Noten die anderen Kinder aus der Klasse hatten... Brachte ich eine schlechte Note nach Hause, war ich auch dafür verantwortlich.

Ist doch gut, wenn das Thema "Teiler" noch mal aufgegriffen und vertieft wurde.

Den Punktabzug für die vergessene Klammer } halte ich für normal.