evtl. Gruppe wechseln - was meint Ihr ???

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von inessa73 28.09.10 - 20:14 Uhr

Mein Mann uns ich machen uns zur Zeit einige Gedanken wegen dem Thema Kindergarten bzw. der Gruppe unseres Großen.

Er ist in einer Gruppe mit ca. 16 Kinder der Älteste und einzigste, der in zwei Jahren in die Schule kommt, d.h. er müsste nächstes Jahr alleine in eine Vorschulgruppe wechseln.

Und irgendwie haben wir das Gefühl, daß er etwas unterfordert ist. Zur Zeit wird z.B. das Zählen bis 3 geübt, was ja für ihn kein Problem ist, logisch, bei dem Alter.

Was mir noch auffällt ist, daß in dem ganzen letzten Jahr nicht ein größerer Ausflug gamcht wurde, also mal Zoo, Kino, Bauernhof etc. Auch kein Wandertag war dabei. Das habe ich von anderen Müttern aus anderen Kindergärten ganz anders gehört.

Außerdem war bisher nur ein einziger Elternabend und der war letztes Jahr im September. Seitdem gabß´s nix mehr auch kein Elterngespräch mit der Erzieherin, obwohl sie das immer mal angekündigt hat. Müsste es nicht mal irgendwann eine Einschätzung über Stärken und Schwächen der Kinder geben ?

Leider ist die Erzieherin mal wieder krank, seitr 2 Wochen, was auch sehr oft vorkommt, so daß Fredrik immer wieder mit Vertretungen zu tun hat. Mal abgesehen davon, daß er seine Erzieherin nicht mag :-(.

Was auch total daneben war, ich habe ihn gestern hingebracht und da meinte die Vertreterin, ob er evtl. Mittagskind sein kann. Generell ja kein Problme, doch hätte ich gerne eher Bescheid gewusst, dann hätte ich ihn nämlich gleich zu Hause gelassen. Aber lt. Aussage der Vertretung, haben die keine Telefonnummer von uns. Eine andere Vertretung von heute hat extra nochmal nachgeschaut und auf der Liste, wo ein hätte stehen müssen, war von keinem Kind eine hinterlegt. Was wäre denn gewesen, wenn mal wirklich was Schlimmes vorfallen würde.

Das sind alles so Kleinigketen, die mir zu denken geben.

Deshalb denken wir drüber nach, iohn wenigstens in eine Gruppe wechseln zu lassen, wo noch mehr Kinder in seinem Alter sind, die nächstes Jahr in die Vorschule kommen würden. Wenn ich daran denke, daß seine Gruppe dieses Jahr noch mit zwei hochkommenden Kindern aufgestockt werden soll .... Wie soll eine Erzieherin denn auch so eine Altersspektrum handeln ?

Könnt Ihr mir vielleicht sagen, was Kinder mit etwas über 4 Jahren so angeboten bekommen sollten ? Mein Neffe z.B. macht Töpfern, sie haben Sport (bei uns auch nicht dabei), fahren morgen z.B. in eine Sternwarte, waren schon im Kino, wandern, haben kleine Theaterstücke einstudiert. Bei uns alles Fehlanzeige.

Ach mensch - haben irgendwie Angst, daß Fredrik dann in der Schule ein paar Defizite hat, weil jetzt etwas versäumt wurde ...

Also - sehe ich das zu eng ?

Ich danke Euch.

Ines

Beitrag von keep.smiling 28.09.10 - 20:24 Uhr

Das sind alles so Kleinigketen, die mir zu denken geben...
Kleinigkeiten? Da fehlt ja alles, was einen Kindergarten ausmacht? So kannst du ihn auch in eine Krippe stecken.
Ich sehe das wie du und da er die Erzieherin eh nicht mag, würde ich gar nicht lange drüber nachdenken...aber wird in einer anderen Gruppe das ganze anders gemacht?

LG ks

Beitrag von inessa73 28.09.10 - 20:42 Uhr

Na, ja, so ganz verteufeln würde ich die Kita eigentlich nicht.

Immerhin ist es dort ordentlich und sauber, es wird gesungen, gebastelt, gemalt. Ab und zu sehe ich auch, daß Kinder Ausflüge machen, nur leider war seine Gruppe noch nie dabei.

Ich habe eben nur Angst, daß die Erzieherin sich bei 15 Kindern nicht die Zeit nehmen kann, eben einen Älteren speziell auf die Anforderungen des nächsten Jahres in der Vorschulgruppe vorzubereiten. Außerdem denke ich mal, daß es ihm besser täte,. wenn er sich an Älteren bzw. Gleichaltrigen orientieren könnte.

Ist natürlich blöde, weil einer ja immer der Älteste sein muss.

Aber da er nächstes Jahr eh in eine andere Gruppe (Vorschule) wechseln müsste, eben auch als einzigster seiner Gruppe, würde es für mich Sinn machen, dies evtl. jetzt schon zu machen.

Beitrag von sillysilly 28.09.10 - 20:25 Uhr

Hallo

wenn Du das Gefühl hast, daß dein Kind nicht dahin paßt dann wechselt -

ABER bitte, bitte mach es nicht an besonderen Aktionen - Ausflügen fest.

Mich als Erzieherin nervt das etwas,
denn es geht um den pädagogischen Alltag, die täglichen Angebote - der gesamte Tagesablauf.
Die sollen das Kind fördern, weiter bringen und unterstützen. Anreize bieten und neue Erfahrungsfelder öffnen
Besondere Ausflüge sind nur ein Zuckerl ( die meiner Meinung nach den Kindern Spaß bringen, aber nicht unbedingt das Kind fördern )

Ich persönlich finde es immer Schade, daß Eltern oft eben viel auf die Highlights schauen, aber worum es wirklich geht wird vergessen. Eben um den täglichen Alltag, die tägliche Förderung im Kindergarten.

Es gibt auch Kindergärten die machen schon mit den Kleinen die tollsten Aktionen ( Bauernhof, Tierparkausflüge ) aber oft sind die Kinder damit überfordert.
Leider habe ich oft erlebt, daß diese Event-Kindergärten dafür im Alltag dürftig waren. Pädagogische Angebote eher minimal.


Wichtig ist mir :
daß sich meine Töchter wohl fühlen, gerne gehen, viele Freunde haben
daß meine Töchter im Sozialverhalten unterstützt werden, ihnen Grenzen aufgezeigt werden - auch welches Verhalten erwünscht und unangebracht ist
daß meine Töchter lernen sich in einer Gruppe anzupassen, im Sitzkreis zu hören können, sich trauen zu melden, im Gespräch ihre Meinung äußern können,
daß sie in unterschiedlichen Bereichen Anregungen bekommen, es die unterschiedlichsten pädagogischen Angebote gibt - und zwar im Alltag.

Projekte, Work-shops zu bestimmten Themen nehme ich als Zuckerl, bin aber nicht beleidigt wenn meine Töchter mal nicht ausgewählt werden.


Wird in Eurem Kindergarten mit den Kindern gemalt, gebastelt, gesungen, Spiele gemacht, Themen im Sitzkreis besprochen, der Jahreskreislauf kennen gelernt.
Gibt es Bewegungsangebote oder mal was musisches ?
Wenn es tägliche pädagogische Angebote gibt, die auch mal für den Außenstehenden nicht als solche ersichtlich sind -
wird dein Kind auf keinen Fall Defizite haben.


Kinderturnen machen wir am Nachmittag, da mir das im Kindergarten auch zu kurz kommt.


Aber wenn du richtige Fakten hast, daß dein Kind zu wenig mitbekommt - wechsle die Gruppe oder die Einrichtung

Grüße Silly

Beitrag von inessa73 28.09.10 - 20:36 Uhr

Hm, also gemalt, gebastelt und gesungen wird auf jeden Fall.

Sport ist aber leider Fehlanzeige. Obwohl, Schach wird ab 4 Jahren angeboten, zählt aber nicht oder ;-).

Mir gehts eher um die "geistige" Entwicklung. Wie gesagt, er ist ja der älteste und ich kann mir nicht vorstellen, daß eine Erzieherin, die mit 15 anderen Kindern zu tun hat, die Zeit hat, Fredrik auf die Anforderungen seines Alters hin, speziell zu fordern.

Und wie sieht es mit Elterngesprächen bzw. -abenden aus ? Müsste da nicht auch ab und zu was kommen oder muss man sich als Eltern darum kümmern ?

Ich werde mir morgen auf jeden Fall mal seine Mappe anschauen, die ja gemacht werden muss. Vielleicht bekommt man Vieles wirklich nicht so mit.

Trotzdem, bin ich eben nicht so zufrieden mit der Situation, ich finde ja auch, daß eine Betreuerin für die ganze Gruppe einfach zu wenig ist, dummerwesie ist Fredrik in der Gruppe mit den meisten Kindern.

Ich danke Dir, vor allem für die Sichtweise einer Erzieherin ...

Ines




Beitrag von sillysilly 28.09.10 - 20:44 Uhr

Hallo

also Elternabende .............. #zitter je nach Gebiet kommen da kaum Eltern.

Wir hatten Elternabende da waren nur 4 Eltern da, da frägt man sich oft wofür mache ich das eigentlich.


Viel wichtiger finde ich Elterngespräche. Wir hätten immer gerne mind. 1 Elterngespräch pro Jahr gehabt, aber da hatten auch nicht so viele Interesse. Und wenn wir darauf bestanden haben, hatten alle Angst, mit ihrem Kind stimmt was nicht.

Ich mache 1 - 2 Elterngespräche im Kindergarten meiner Töchter aus ( ist ein anderer als in dem ich gearbeitet habe ) - da gehe ich einfach hin und sage ich hätte gerne ein Gespräch um mich auszutauschen.
Die freuen sich eigentlich immer über Interesse.

Was ist denn mit Tür- und Angelgesprächen - was wird dir denn da mal kurz gesagt ?

Bei uns sind es im Kindergarten immer 25 Kinder mit zwei Erzieherinnen - also auch nicht so viel Personal.
Ist hier aber Standard. Außer man ist in einer privaten Einrichtung.

Könnte er denn zu älteren Wechseln ?
Ich würde wechseln wenn nicht absehbar ist ob noch ein paar Gleichaltrige Kinder dazu kommen.
Der Aspekt mit dem Gleichrangigen Spielpartner finde ich den wichtigsten Aspekt hier.

Und es ist auch gut, wenn man nicht immer der "Größte" ist, denn alle toll finden, dem alles leicht fällt - sondern wenn es eben noch größere Kinder gibt. An denen kann man sich orientieren aber auch reiben.

Grüße Silly

Beitrag von inessa73 28.09.10 - 20:52 Uhr

Genau das mit den Gleichaltrigen sehe ich auch als vorrangiges Problem.

Ich finde, er ist für sein Alter vom Kopf her relativ weit, sehr interessiert, neugierig, phantasievoll und hat einen enormen Wortschatz u.s.w. und da können ihm die Kleineren eben nicht so unbedingt das Wasser reichen.

Er ist auch der Typ, der sehr genau hinschaut und beobachtet und es sich dann annimmt, na, ja - da gibt´s bei den kleineren leider nicht so viel abzuschauen.

Seine besten Kumpels, die auch so auf seinem Level waren, sind leider in einen anderen Kindergarten gewechselt, lt. Aussage der Erzieherin, meinten die Eltern, daß sie wohl unterfordert gewesen sein sollten. So ein bischen verstehe ich jetzt, was die Eltern gemeint haben.

Ich denk auch nicht, daß noch welche in seinem Alter hinzukommen, im Gegenteil, es sollen ja noch zwei Plätze für die nachrutschenden Krippenkinder gemacht werden.

Wir werden morgen nochmal ein Gespräch mit der Leiterin führen. Sie meinte, ein Wechsel wäre aber nicht so einfach. Aber warum nicht, wenn die anderen Gruppen doch weniger Kinder haben, wollten sie doch froh sein, wenn in der kinderstärksten Gruppe bischen Luft entsteht, oder nicht ?


Ines

Beitrag von sillysilly 28.09.10 - 20:59 Uhr

Hallo

vielleicht freuen sie sich aber über Euer taffes Kerlchen, und sind froh, wenn sie jemanden haben der bei allen Angeboten mitmacht.

Aus ihrer Sicht brauchen sie ihn vielleicht für eine gesunde Altersstruktur in der Gruppe.

Würde mich halt sonst auf die "Warteliste" für den Wechsel in eine andere Gruppe setzen lassen.

Und ganz klar sagen, was ihr Euch für Euer Kind wünscht
ein paar Ideen von mir

- gleichaltrige Kinder
- die Möglichkeit sich nach oben orientieren
- eine Gruppenwechsel bevor die Anforderung Vorschulkind hinzu kommt
- schnellstmöglich Freunde im selben Alter finden zu können
- ältere Kinder an den er sich reiben kann, Sozialverhalten üben kann, Grenzen kennen lernen kann
- eben nicht von Haus aus der Größte ist - sondern "einer von vielen"
- ihr wollt seine Fähigkeiten, sein Können realistisch einschätzen können.
Vielleicht empfindet ihr ihn nur als "so schlau" weil er der Größte ist. :-D
Erst im dauernden Kontakt mit Gleichaltrigen könnt ihr ihn wirklich einschätzen und die Erzieherinnen auch.
- durch die etwas anspruchsvolleren Angebot werden seine Grenzen ( Ausdauer, Konzentration, Frustration ) ausgereizt und gefördert
- ihr möchtet daß er Freunde finden kann, mit denen man auch privaten Kontakt halten kann

Grüße Silly

Beitrag von inessa73 28.09.10 - 21:02 Uhr

Genau das ist es, VOLL auf den Punkt gebracht !!!!

Ich danke Dir und werde es gleich ausdrucken, damit ich es so in etwa der Leiterin als Argument vortragen kann.

Ich danke Dir ganz herzlich !!!

Ines :-D

Beitrag von sillysilly 28.09.10 - 21:09 Uhr

Hallo

gerne

ABER bitte nicht direkt ablesen :-p

sondern brav auswendig lernen

Grüße Silly

Beitrag von inessa73 28.09.10 - 21:11 Uhr

Oh, da habe ich aber noch nwas zu tun. Vielleicht hilft es ja, mir den Zettel unters Kopfkissen zu legen ?! ;-)

In diesem Sinne - ich wünsche Dir eine gute Nacht. #winke

Ines

Beitrag von inessa73 28.09.10 - 21:09 Uhr

Ach ja, noch was.

Leider ist er nicht wirklich "groß" (gerade mal knapp über einen Meter), vielleicht wird er da auch etwas unterschätzt ?

Und auch das mit der Konzentration finde ich auch etwas, was man doch etwas fördern kann, er ist teilweise noch ziemlich verspielt.

Wir werden mal versuchen, ob ihm der Schachkurs gefällt, ist ja ab 4 Jahre, wobei ich mir gar nicht vorstellen kann, wie die das den so KLeinen beibringen. Aber doof isser nicht, hat jedenfalls heute, mal so auf die Schnelle alle Figuren gelernt und ein bisschen, wie sie sich bewegen dürfen.

Auch das mit Freunden - das ist ja zur Zeit bischen ein Thema bei ihm. Ich hätte auch gerne, daß er damit mal umzugehen lernt und evtl. mal eine Spielfreund für die Freizeit hat. Aber da ist momentan wirklich nur einer in seiner Gruppe (die schreiben sich neuerdings Briefchen und legen sie sich ins Fach (gemalte Bilder) - voll süß.

Na, mal sehen, was morgen so rauskommt.

Ines