an die Krippenmamis

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um euer Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von senzill 28.09.10 - 21:16 Uhr

Hallo liebe Mamis

bei uns ging es diesen Montag mit der Krippe los, also ganz frisch ich weiß, aber ich bin so verunsichert und kämpfe schon ein wenig mit mir. Ich bin ziemlich unzufrieden. Also klar ich bin ja erst den zweiten Tag da gewesen, aber ich würde gerne mal wissen, wie das bei euch so abgelaufen ist. Also im Prinzip bin ich diese Woche erst mal zusammen mit meinem Sohnemann da und dann werde ich mal rausgehen und dann eben immer länger, das ist ja alles recht normal so, NUR ich dachte dem neuen Kind wird erst mal eine Bezugsperson zugeordet also das erst mal eine Erzieherin versucht Kontakt mit dem Kind aufzunehmen, dass da ein Vertrauensverhältnis aufgebaut wird, damit sich das Kind dann auch trösten lässt und eben eine Orientierung hat. Im Moment sitzen wir aber einfach nur so dabei und so wirklich die Kontaktaufnahme ist da noch nicht und am Donnerstag sollte ich dann schon mal rausgehen wenn es bis dahin gut läuft...ja also ich kann mir das Alles gar nicht vorstellen und ich bin auch nicht so ganz mit der Art der Erzieherinnen einverstanden.... ich weiß nicht, ich fühle mich da irgendwie noch nicht so wohl bei dem Gedanken meinen da zu lassen, er ist 18Monate und wurde auch noch nie Fremdbetreut.
So lange geredet, vielleicht kann mir jemand ein wenig Mut machen oder seine Erfahrungen schildern.
Danke schon mal.
Grüße

Beitrag von hsi 28.09.10 - 21:28 Uhr

Hallo,

also meine zwei sind zwar schon im KiGa und ich habe sie die erste 3 Jahre bereut, aber bei uns war es schon so, das ihre Bezugserzieherin kontakt zu den Kindern aufgenommen habe, sie sich dazu gesetzt haben, versucht haben das Kind zum spielen zu animieren. Gut, die Grosse war da flott und ist schon am 3 Tag ohne mich gewesen ohne Probleme und der Kleine kennt den KiGa, er ist 1 Jahr lang jeden Tag dort ein und aus gegangen wenn wir die Grosse hin gebracht habe bzw. abgeholt. Wenn du ein ungutes Gefühl hast, würde ich es nicht machen und ihn am Donnerstag alleine schon lassen, auch wenn du nur den Raum verlässt und vielleicht doch mal mit einer Erzieherin reden und ihr mal sagen wie du dir das vorstellt.

Lg,
Hsiuying + May-Ling 4 J. & Nick 3 J.

Beitrag von senzill 28.09.10 - 21:39 Uhr

Danke für deine Antwort...hm ja ist schon was anderes wenn sie größer sind. Aber ich werde das schon noch mal fragen, hatte ich mir auch schon überlegt.

Beitrag von sweetdevil83 28.09.10 - 21:29 Uhr

Guten Abend,

wra bei uns ähnlich, aber ich kann dich beruhigen! In der ersten Woche war bei uns Schließzeit, dass heißt, es wraen nur die 3 neuen Eingewöhnungskinder da...und es war jede Woche ein neuer Betreuer da. Am Do der ersten Woche waren wir gerade mal 5 Minuten draussen und am folgenden Montag haben die Kids schon anderthalb Stunden allein verbracht und es klappte super! Seit der 3. Woche macht er auch Mittagsschlaf mit. Finn hat knapp 6 Wochen gebraucht, bis er Morgens nicht mehr geweint hat und jetzt kann´s ihm gar nicht mehr schnell genug gehen am Morgen und er meckert rum, wenn ich am Nachmittag mal eine halbe Stunde eher komme ;O)

LG

Beitrag von senzill 28.09.10 - 21:38 Uhr

Danke für deine Antwort.
Und war das nicht schwierig für die Kinder, dass da immer eine andere Betreuungsperson war? Meiner bleibt eigentlich ja nur bei jemanden den er kennt.

Beitrag von titavamp 28.09.10 - 21:37 Uhr

Hallo senzill

Ich kann dich beruhigen und zwar aus zweierlei Sicht.
1. geht meine kleine Maus seit dem 1.9. auch in die Krippe und
2. bin ich Erzieherin.
Kann dir also auch sagen wieso weshalb warum es so gemacht wird.

Bei Linny war es so, dass ich drei tage mit dabei war und dann zum 1. Mal für ein paar Minuten rausgeschickt wurde. 5-10 Min. länger war das nicht. Und so hat es sich dann langsam und in aller Ruhe gesteigert.
Das jetzt noch keine große Kontaktaufnahem gemacht wurde ist deshalb, weil die Erzieherin erst mal schauen will wie sich dein kleiner Prinz so verhält, was ihm Spaß macht und auch wie du auf verschiedene Sachen reagierst. Ich denke die nächsten tage wird sie mehr deinen Süßen eingehen. Es ist auch Fakt, dass sich Kinder immer anders verhalten, wenn die Eltern noch mit drin sind.

Beispiel: Alle Kinder setzen sich an den Tisch um Obst zu essen und ihr sollt euch dazu setzen. Solange du da bist, wird er wahrscheinlich versuchen wieder aufzustehen. Wenn du aber nicht mehr bei der Situation dabei bist, wird er relativ schnell lernen sitzen zu bleiben. Er nimmt dann die Regeln an.

Bei manchen Kindern ist es auch ein Ritual kurz zu weinen, wenn die Eltern sie abgeben. Krieg dann bitte kein schlechtes Gewissen und auch keine Panik. Kurze Zeit später wird es vorbei sein und er wird fröhlich spielen.

Ganz wichtig ist aber: Sprich mit der Erzieherin! Sie kennt deine Erwartungshaltung nicht. So merkt dein Süßer auch, dass du Vertrauen zu ihr aufbaust und es wird ihm dadurch leichter fallen.

Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen.
Alles Gute weiterhin bei der Eingewöhnung!

LG Tita

Beitrag von senzill 28.09.10 - 21:45 Uhr

Ah ok ja das klingt logisch...das mit dem an den Tisch setzen hat er schon super drauf ;) er ist auch am rumschauen und spielt auch mit den anderen Kindern. Ich werde mal schaun wie es weiter geht und das dann einfach mal fragen. Ja er weint immer wenn ich gehe, er wird gerade von meinen Eltern betreut, aber ich weiß das er sich dann wieder beruhigt wenn ich nicht mehr da bin, ist trotzdem schwierig. Aber das hat mir schon sehr geholfen, was du geschrieben hast.

Beitrag von hippogreif 28.09.10 - 21:37 Uhr

Meine Tochter ging mit 10,5 Monaten in die Eingewöhnung in die Krippe. Ja, dort gibt es von Anfang an eine direkte Bezugsperson, die sich gerade am Anfang besonders um das betreffende Kind kümmert. Und ich würde es schon etwas seltsam finden, wenn es anders gelaufen wäre. Sprich doch einfach die Kindergartenleitung oder die betreffenden Erzieher drauf an. Was habt ihr denn für die Eingewöhnung vereinbart? Soetwas wird doch eigentlich schon vor der Eingewöhnungsphase abgeklärt.
Ansonsten kann ich Dir nur raten, Deine etwaigen Sorgen und Zweifel auf keinen Fall zu zeigen, denn die Kleinen merken ausgesprochen schnell, wenn die Mami sich unwohl fühlt und es verunsichert die Kinder sehr und führt oft zu Schwierigkeiten bei der Trennung. Kinder haben da sehr sensible Antennen. Daher: besprich die Probleme mit den Erzieherinnen, aber vermittel Deinem Kind, dass alles in bester Ordnung ist und er sich auf die Spielzeit dort freuen soll.

Übrigens: bei uns war die Eingewöhnung auch so geplant, dass ich erstmal 1 Woche mit meiner Tochter nur zum spielen hingehe, erst danach eine kurze Trennung. Tja, direkt am ersten Tag hat sie die anderen Kinder gesehen, einen Juchzer ausgestoßen, ist weggekrabbelt und nach 45 min zu mir wieder gekommen... :-)
Soviel zum Thema Trennung erst nach 1 Woche...

Beitrag von senzill 28.09.10 - 21:51 Uhr

Ich versuche natürlich meinem Kleinen gegenüber immer positiv zu sein, ich weiß dass das total wichtig für ihn ist, aber jetzt abends zum Beispiel mache ich mir total den Kopf. Also im Prinzip wurde nichts genaueres vereinbart also eben nur so das allgemeine Vorgehen und dann entscheiden wie das Kind eben reagiert und dann entscheiden. Na mal sehen ist vielleicht wirklich zu früh am zweiten Tag sich schon den Kopf zu zerbrechen und vielleicht ist es auch etwas anderes wenn die Kinder noch so klein sind also so 10 Monate, bei 18Monaten reagieren die Kinder ja doch schon wieder ganz anders. Danke für deine Antwort

Beitrag von hippogreif 28.09.10 - 21:56 Uhr

Ich glaube, es wird noch sehr viele Situationen geben im Laufe der Kindergartenzeit, die Dir nicht passen oder wo Du einfach ein ungutes Gefühl hast. Ich kann Dir nur raten, wenn Dich etwas stört, mit der Betreuerin zu sprechen! Suche das Gespräch und teile ihr Deine Sichtweise mit.
Und zu dem Alter: ich glaube nicht, dass es einen Unterschied macht, ob das Kind 10 oder 18 Monate alt ist. Das hängt einfach mit der Persönlichkeit des Kindes zusammen. Manche sind aufgeschlossener und kontaktfreudig, andere eher etwas zurückhaltend oder sensibel oder schüchtern. Habe alles schon (unabhängig vom Alter des Kindes) bei der Eingewöhnung erlebt.
Wünsch Dir alles Gute und drück die Daumen, dass es bei euch gut klappt!

Beitrag von widowwadman 28.09.10 - 21:53 Uhr

Bei unsewrere Krippe ist es so dass sich die Kinder ihre Bezugsbetreuer selbst aussuchen,. Da wird halt erst mal ne Weile beobachtet mit wem das Kind am Besten kann, bevor die Bexzugsbetreuung festrgelegt wird.

Meine Tochter hat mittlerweile zum 3. Mal die Gruppe gewechselt (in dieser Krippe werden die Gruppen nach Alter und Entwicklungsstand geildet) und hatte jeweils nach 1-2 Wochen sich auf eine Betreuerin festgelegt, aber sie kann eigentlich mir jedem da gut.

Die Eingewoehnung lief so ab, dass ich sie am ersten Tag eine Stunde dort geladsen hab (waehrend ich im Nebenraum Papierkram erledigt habe), am naechsten Tag 4, und am uebernaechsten 8, und dann in der folgenden Woche ist sie Vollzeit eingestiegen. Damals war sie 9 Monate alt und es hat super geklappt.

Beitrag von senzill 28.09.10 - 22:09 Uhr

Wow das ging aber flott bei euch...ja ist wirklich von Kind zu Kind so unerschiedlich. Aber das ist natürlich auch ein Aspekt, dass man erst mal schaut zu wem sich das Kind hinorientiert. Danke

Beitrag von kleenerdrachen 29.09.10 - 11:57 Uhr

Ich kann dich beruhigen, oftmals schauen die Erzieherinnen erstmal, wie die Eltern mit den Kindern umgehen und reagieren.ich habe mich bei der Eingewöhnung immer mehr zurückgezogen und Sten wurde auch mal von ner Erzieherin getröstet, obwohl ich im Raum war. Es haben sich beide um ihn gekümmert, aber er "liebt" seine Angela, sie war jetzt für vier Wochen krank und als sie früh zur Tür reinkam hat er sie angelacht und ist ihr in die Arme gelaufen, obwohl ein anderes Mädchen aus der Gruppe wieder scheu war mit ihr. Auch die zweite Erzieherin in der Gruppe ist für ihn inzwischen eine Bezugsperson geworden, aber an ihr hängt er nicht so sehr, obwohl sie ihn vergöttert ;-) Er war lange Zeit der Jüngste in der Gruppe, deshalb hatte er bei ihr und hat noch immer nen Sonderstatus...

Da ich Sten schon früh zeitig (kurz nach 6 Uhr) in die Krippe bringe, um pünktlich auf Arbeit zu sein, hat er sich recht schnell an alle Erzieherinnen gewöhnt, denn es hat ja jeder mal Frühdienst und du wirst sehen, auch dein Kind findet sich schnell zurecht!

Beitrag von senzill 29.09.10 - 22:11 Uhr

Das ist natürlcih pracktisch ;) bei uns ist auch so einen Kleine in der Gruppe. Ich habe heute mit der Gruppenleiterin gesprochen und es ist so, wie auch schon einige geschrieben haben mit der Bezugsperson. Und wir machen es nun auch so, dass ich erst mal nicht gehe, sondern einfach mal im Raum mich entferne und dann mal schaun wie es weiter geht. Danke für deinen Antwort

Beitrag von womogaru 29.09.10 - 14:16 Uhr

Hallo,

bei uns war es ähnlich. Meine Tochter Dorothea kam Mitte August diesen Jahres (mit knapp 17 Monaten) in den Kindergarten. Uns wurde vorher auch gesagt, dass sie eine Bezugsperson kriegen sollte. NUn saßen wir da und irgendwie kümmerte sich keiner um uns. Anscheinend haben aber die Erzieherinnen gemerkt, dass ich skeptisch wurde und sie haben mich "aufgeklärt". In Dorotheas Gruppe waren drei Erzieherinnen und diese haben einfach abgewartet, an wen sich Dorothea wendet, also wen sie sich als ihre Bezugsperson aussucht. Sie wollten das Kind nicht bedrängen und nicht verunsichern. Mittlerweile klappt es sehr gut. Ich kann mich überhaupt nicht über den KiGa beschweren und Dorothea gefällt es auch (und dass, obwohl der Trennungsschmerz immer riesig war).

LG, Gabriela

Beitrag von senzill 29.09.10 - 22:08 Uhr

Ja ich habe das heute auch gefragt und bei uns ist es auch so mit der Bezugsperson, ich bin nun beruhigter und etwas zuversichtlicher. Danke für deine Antwort

Beitrag von svafa 29.09.10 - 20:21 Uhr

Hallo,
ich will Dir auch mal meine Erfahrungen schreiben.

Bei uns hat die Eingewöhnung 6 Wochen gedauert, also schon etwas länger (womit ich auch gerechnet hatte) - und es hat sich gelohnt!

Der Kleine war da 11,5 Monate alt, als wir anfingen und ein absolutes Mamakind; ausser mir hat er niemanden akzeptiert, nichtmal den Papa.
Unsere Krippe praktiziert die Eingewöhnung mit dem Berliner Modell. Dazu gab es etwas zu lesen und natürlich auch ein Erstgespräch.
Ich stehe absolut hinter der Entscheidung "Krippe" und "Fremdbetreuung", hatte aber doch manchmal Angst, dass es nicht klappt. gerade, weil er so an mir hängt.

Seine 'geplante' Bezugsperson saß anfangs eigentlich immer in unserer Nähe, hat sich dem Kind aber nicht aufgedrängt. Sie hat mir dazu aber auch immer sowas in der Art gesagt wie "Jetzt löst er sich und denkt sich 'was kommt die immer hinter mir her? *nerv*'" Im Nachhinein gesehen, finde ich, die Erzieherin hat meinen Sohn -was das und auch anderes angeht- schon sehr gut eingeschätzt.

Jetzt ist er knapp 14 Monate alt und ich fahre ihn morgens zur Krippe, warte kurz, bis seine Lieblingserzieherin die Hände frei hat (übrigens eine andere als "die Geplante"), übergebe ihn freudestrahlend (er hat schon seine Arme nach ihr ausgestreckt) und ohne dass auch nur eine Träne vergossen wird. Er guckt nur kurz hinter mir her und will, sobald ich die Tür hinter mir schliesse auf den Boden, um zu spielen.
Er ist auch zu Hause 'offener' geworden. Insgesamt ist es bislang eine Bereicherung. Ich denke und hoffe, so wird es bleiben.

Die Erzieherin meinte, dass der Herzschmerz des Kindes ganz normal ist und die Kinder, die länger brauchen und sich anfangs auch etwas schwer mit den fremden Betreuungspersonen tun, sind ihrer Erfahrung nach die, die hinterher gern und ohne Probleme in die Krippe gehen. Bleibt der Herzschmerz anfangs aus, dann kommt der meist nach einigen Wochen besonders heftig.
Soviel zur Erfahrung unserer Erzieherinnen ;) Ob es tatsächlich so ist, kann ich Dir nicht sagen.

Ich würde Dir empfehlen, einfach das Gespräch zu suchen. Aber das kommt sicherlich mit den Tagen jetzt wahrscheinlich ganz automatisch.
Alles Gute!

LG Anne




Beitrag von senzill 29.09.10 - 22:05 Uhr

Na dann kann es ja nur besser werden ;) Danke für deinen Bericht. Ich habe auch heute mit der Gruppenleiterin gesprochen und mir geht es schon besser. Bei uns gehen sie auch nach dem Berliner Modell vor, aber es wird keine Bezugsperson zueordnet, da wie auch bei dir gesehen, die Kinder sich diese Person selber aussuchen und meist nicht die, die geplant war. Also jetzt im Laufe der Eingewöhnung wird beobachtet an wen er sich am ehesten wendet und das wird dann erst mal die Bezugsperson. ich bin Alleinerziehend und daher ist meiner auch so auf mich bezogen, gibt ja auch niemand anderen. Ich habe leider nur maximal fünf Wochen Zeit bis es halbwegs klappen muss, daher bin ich ein wenig besorgt, aber ich kann es ja sowieso nicht beeinflussen, mal sehen wie es weiter geht.