Hilfe - wie helfe ich meinem Kind beim einschlafen?

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie euer Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von kolbi 28.09.10 - 21:37 Uhr

Hallo,

vielleicht hat ja jemand einen guten Tip für mich. Im Moment bin ich ziemlich verzweifelt und mit meinem Latein am Ende. Ich muss auch mal ein bisschen ausholen bei der Problemschilderung, denn vielleicht liegt ja der Schlüssel darin begraben.

Charlotte, 5,5 Monate war noch nie ein Vielschläfer. Aber in den letzten Wochen hat sich die Situation ziemlich verschärft. Das Einschlafen wird jeden Abend zu einer immer größeren Qual (ich glaube für beide Seiten).

Ich habe ziemlich früh begonnen, ein Gute-Nacht-Ritual einzuführen, bzw. besonders am Abend darauf zu achten, dass der Ablauf immer gleich ist, um eine Routine (gewisse Sicherheit) herzustellen. Sprich zwischen 18 und 19 Uhr (kommt bissl auf die Tagesform von Charlotte an) wird gebadet oder gewaschen, gekuschelt und dann gestillt, wobei sie manchmal an der Brust einschläft. Dann geht es ins Bett, sie bekommt ihr Häschen und ich singe noch das Schlaflied, dann das Küsschen und gute Nacht. An wenigen guten Tagen schlief das Kind ein. An den meisten anderen Tagen wurde geningelt und geweint. Irgendwann bin ich dahintergekommen, dass Charlotte dann evtl. überreizt bzw. übermüdet ist, und durch zusätzliche Liebesbekundungen meinerseits noch mehr aufgeputscht wird. Also hinlegen und in Ruhe lassen. Nach 10-15 Minuten Geheul schlief sie dann ein (war auch für mich meist schwer zu ertragen). Mit 6-8 Wochen pegelte sich so eine Einschlafzeit zwischen 19.30 und 20.30 ein. Nachts kam sie 3-4 Mal.

Mit etwa 12 Wochen pegelte sich alles so ein, dass sie 19.30 schlafend im Bett lag (nach den obligatorischen 5 Heulminuten), 4-5 Stunden schlief und dann noch mal 3, 1-1,5 Std. quatschte und dann noch mal bis ca. 6.30 - 6.45 Uhr schlief. Vormittags schlief sie ca. 30 min. Mittags lange Zeit gar nicht, was zur Folge hatte, dass sie irgendwann total übermüdet war. Also hab ich irgendwann angefangen, mich mittags (meist 13 Uhr, geschlafen meist erst ab 14 - 14.30) mit hinzulegen, sodass sie dann an der Brust eingeschlafen ist (wahrscheinlich der Fehler). Wir haben dann meist 1-2 Stunden geschlafen. Am späten Nachmittag hat sie dann manchmal noch mal 30 min geschlafen. Dieser Ablauf funktionierte etwa 4 Wochen.

Seitdem hat sich die Situation zugespitzt. Anfangs dachte ich, dass sei eine Phase, irgendwann wirds wieder besser und schlimmer gehts nicht, aber schlimmer gehts doch. Mittlerweile sieht unser Tag so aus. 6.30 aufstehen. Vormittag nicht mehr schlafen. Mittag manchmal zw. 1-1,5 Stunden. Nachmittags (gegen 17.30 - 18.00) noch mal ne halbe Stunde. (Habe auch schon versucht sie da ins Bett zu bringen, ohne Erfolg). Nach dem Einschlafzeremoniell ist sie putzmunter. Sprich ich bringe sie gewohnt ins Bett und sie fängt sofort an zu weinen. Ich habe das Gefühl, sie weiss genau, dass Schlafenszeit ist und wehrt sich mit aller Macht dagegen. Nachdem ich versucht habe hart zu bleiben (sie also mal habe eine halbe Stunde weinen lassen, bin immer mal wieder rein und habe sie gestreichelt und/oder gesungen), habe ich angefangen sie wieder aus dem Bett zu nehmen, und ihr noch mal die Brust zu geben (manchmal ist sie da schon eingeschlafen bzw. wurde ruhiger). Mittlerweile sind wir aber dort angelangt, dass sie ihr letzten Reserven mobilisiert und nachdem man sie ins Bett gebracht hat, einen auf munter macht (obwohl sie sich die ganze Zeit die Augen reibt und gähnt). Hinlegen und Schlafsack zumachen, wird mit sofortigem Geheul bis Gekreische quittiert. Also lasse ich sie mittlerweile bei uns auf der Couch liegen bis gar nix mehr geht und sie schließlich an der Brust einschläft. Ab ins Bett ( jetzt ca. 21.00 Uhr) Dann wird 1 Stunde geschlafen und sie wacht wieder auf. Neben dem Bett sitzen und streicheln etc. hilft nicht (bereits mehrfach z.T. über 1Std. probiert). Wenn ich sie rausnehme und trage, schläft sie auf dem Arm nach ein paar Minuten wieder ein (ohne Brust, juhu!). Nachts kommt sie dann zw. 6-10 Mal. Wobei sie in den seltensten Fällen echt Durst hat. Meist habe ich das Gefühl, dass sie nur Nähe braucht. Ich nehme sie dann meist gleich beim ersten Mal mit zu mir ins Bett. Da sie ja nachts beim Aufwachen weint (kenne ich von ihr früher gar nicht) und mein Mann früh 4.30 raus muss und seine Ruhe haben will, scheint dass die beste Lösung. Da sie aber relativ unruhig neben mir schläft, weil sie wohl die Milch riecht und häufig kurz nuckeln will, habe ich eigentlich kaum noch Ruhe. Mittlerweile bin ich manchmal echt am verzweifeln.

An die Zähne hab ich schon gedacht. Dentinox und Osanit brachten bisher keine sonderlichen Erfolge. Chamomilla auch nicht. Meine Hebi schlägt mittlerweile auch schon Beruhigungsmittel vor, weil Charlotte bisweilen auch total überdreht ist. Aber das ist mir eine Spur zu heftig. Hab jetzt angefangen Beruhigungs- bzw. Schlaftee zu trinken. Bis jetzt noch ohne Erfolg.

Die "Experten" sagen, man könne ein Kind dieses Alters nicht verwöhnen, aber ich habe mittlerweile den Eindruck, dass ich das bei Charlotte schon ganz meisterlich geschafft habe. Ich spiele auch viel mit ihr über den Tag (sehe aber auch zu, dass wir Kuschelpausen haben). Überfordere ich vielleicht mein Kind?

Das war jetzt echt lang. Tat aber auch mal gut, mir von der Seele zu schreiben. Vielleicht hat ja einer von euch eine gute Idee.

Danke

Beitrag von courtney13 28.09.10 - 21:54 Uhr

Also sorry, ich konnt jetzt nicht alles lesen aber ich denke ich hab dein Problem verstanden!

Ein Kind von 5 oder 6 Monaten kann auf kein Fall verwöhnt werden. zuviel Kuscheln gibt es nicht!!! Außerdem haben kinder in dem alter einfach noch keinen festen Schlafrythmus. Auch wenn man meint, alles sei super und so ist es über Wochen hin weg und auf einmal ist alles anders!

Ich denke mit einem festen Rythmus hast du schon alles richtig gemacht!!!
Du kannst dir gerne das Buch "Jedes Kind kann schlafen lernen" besorgen. Ich spreche jetzt allerdings nicht von der Methode die in diesem Buch angewendet wird, sondern vielmehr von den vielen Tipps die sonst noch drin aufgeführt sind!

Ansonsten kann ich dir homöopatische Zäpfchen von Wala empfehlen. Die heiße Pasiflora Zäpfchen! Die helfen beim Einschlafen. Und von Weleda gibt es Globuli gegen Unruhezustände. Die finde ich auch sehr gut und enthalten ebenfalls Pasiflora!

Hoffe ich konnte dir ein bischen helfen. Ansonsten denke ich du machst das schon alles ganz gut. Jedes kInd ist anders. Das eine braucht mehr schlaf das andere weniger. Oft zum leidwesen der Eltern!!!

Aber auch die zeit geht vorbei.
Kopf hoch - LG Courtney

Beitrag von pili79 28.09.10 - 22:10 Uhr

hallo!

ich denke auch nicht, dass du dein kind verwöhnst.
es wird einfach immer soviel von den kindern erwartet und wir mütter werden häufig von anderen aussagen verunsichert. dabei müssen wir doch einfach nur auf unseren instinkt und unser bauchgefühl hören!

lies doch mal ein bisschen auf dieser seite:
http://www.ferbern.de/alternativenzumferbernjkksl/sanfteeinschlafmethodenbabys.html
ich finde es sehr aufschlussreich, was dort zum thema schlaf gesagt wird. vielleicht hilft dir das ja ein wenig weiter.

zu mir:
ich bin mutter von 18 monatigen zwillingsjungs.
die beiden sind seit der geburt sehr sehr nähebedürftig-was natürlich bei zweien eine echte herausforderung darstellt, es zu befriedigen! zum glück ist aber mein mann auch zu hause und wir verorgen sie beide.
in den ersten 3 monaten haben wir sie fast den ganzen tag im tragetuch mit uns herumgetragen. sie liessen sich fast gar nicht ablegen!
immer wurde gesagt: ihr verwöhnt die kinder, die gewöhnen sich dran! ich kann nur sagen: quatsch! mittlerweile können die beiden sich schon toll über lange zeit selbst beschäftigen und liegen gerne mal auf dem boden oder im lauftall. der arm ist natürlich immer noch atraktiv, klar.

besonders auch zum einschlafen.
in vielen ratgebern steht, dass man die kinder wach ins bett legen soll, damit sie lernen einzuschlafen. ich habe das einige male gemacht, es hat auch funktioniert, wenn auch manchmal sehr schwerlich.
ich hatte aber einfach kein gutes gefühl dabei, und so wiegen wir die beiden nach unserem allabendlichen ritual in den schlaf. sie werden also schlafend hingelegt - und schlafen dann 4 stunden am stück, bis zur nächsten mahlzeit.
mein gefühl hat mir einfach gesagt, dass es den kindern besser geht wenn wir sie so beim einschlafen begleiten. und für uns ist es auch angenehmer, denn die beiden schlafen so schneller und vor allem schneller fester! das bedeutet für uns mehr zeit am abend.

so, viel blabla, vielleicht konnte ich dir ein wenig vermitteln worum es mir geht!

ich wünch dir alles gute,
pili

Beitrag von reddevil3003 28.09.10 - 22:15 Uhr

hallooo

also das scheint ja ganz schön anstrengend für dich zu sein du arme....

ich kann dir nur den tipp geben, dass du sie nicht mehr in den schlaf stillst.
wird vielleicht die ersten male anstrengend werden, weil sie es von dir gewohnt ist so wie du das schreibst, aber sie wird sich dran gewöhnen.

sie hat sich daran gewöhnt mit der brust einzuschlafen, wenn sie dann nachts oder tagsüber aufwacht/ wach ist und wieder schlafen soll, dann fehlt halt die brust.
ich hatte das problem auch.... wir sind dann umgestiegen auf kein einschlafstillen mehr und statt dessen hat jonas eine kuscheldecke, die er über alles liebt.
er hat die decke auch erst mit 6monaten bekommen und inzwischen ist er fast 11 monate alt. das ist alles eine sache der gewöhnung. ;-)

noch ein tipp wäre es ihr abgepumpte milch aus der flasche zu geben. vielleicht vom papa wenn das geht. und dass er sie dann hinlegt und ins bett bringt?!

viel erfolg....