Chef von Drogenproblem erzählen?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von hier, da anonym 28.09.10 - 21:58 Uhr

Hallo

ich brauche mal einen Rat. Ich bin Amphetaminabhängig und war lange clean. Nun hatte ich die letzten drei Wochen einen Rückfall und wieder täglich konsumiert und war auch so arbeiten, hat niemand gemerkt, allerdings bin ich nun wieder körperlich wie psychisch am ende und will aufhören bzw. muss. Ich will morgen zum Arzt und das schildern und werd mich für den rest der Woche krankschreiben lassen, da ich einfach nicht mehr kann. Ich bin Depressiv, friere, bin müde durch den verdammt wenigen Schlaf die letzte Zeit, wieder Essen usw.

Da ich vereinzelte Tage mal hier und da krank war, hab ich schon ein bischen Angst mich morgen Krankzumelden. Mir kann zwar erstmal nix passieren, da ich einen festen, unbefristeten Arbeitsvertrag habe und nicht sehr oft fehle und meine arbeit ganz gut mache.
Auf der andern seite so auf die arbeit, geht einfach nicht. Ich kapsel mich jetzt schon von allen ab, bin unkonzentriert usw. Ich kann einfach nicht mehr. Ich mach auch nur drei Tage.

Was würdet ihr dem Chef erzählen? Einfach anrufen, Grippe und gut oder ein Gespräch mit dem Chef führen? Ich hab einen tollen tollen Chef und bin mir sicher er würde sogar verständnis haben! Aber es ist ja auch so peinlich und ich möchte nicht wenn ich wieder fit bin einen schlechten Eindruck machen.

Was würdet ihr sagen?

Beitrag von mirkame 28.09.10 - 22:49 Uhr

N'Abend,

mh - du hattest keinen therapeutisch begleiteten Entzug, oder?

Ich würde zum Doc zu gehen und mich krankschreiben zu lassen -
dem Chef zu sagen, man fühle sich nicht wohl - könne es aber nicht so genau einordnen -

und mich dann mal schnellstens zu einer Stelle aufmachen, die sich mit dieser Problematik auskennen (Selbsthilfegruppen, Drogenberatung....) - die wissen auch, wie man mit so einer Situation umgeht...

gruß
mirka

Beitrag von badguy 28.09.10 - 23:34 Uhr

Magen-Darm-Infekt. Angeflogen. Du glaubst nicht, wie wenig Verständnis auch tolle Chefs haben können. Erzähls ihm und ich wette, du hattest Arbeit! Von nem Chef Verständnis für eine Drogensucht zu erwarten, ist ziemlich naiv.

Beitrag von na ja 29.09.10 - 05:46 Uhr

ich hab auch einen tollen chef. aber das würde ich ihm nicht erzählen.
ich glaube, kein chef kann sich einen süchtigen mitarbeiter leisten.

Beitrag von -.-.-.-.- 29.09.10 - 09:20 Uhr

***
Was konsumierst du genau? Chrystal?

Und ähm, ich finde schon das man es jemanden anmerkt... Die Pupillen sind sehr groß, ausserdem hat man einen großen bewegungsdrang, ist zappelig, es ist einem immer kalt..und man nimmt ja auch total ab..

Rede dir bitte nicht ein, dass du Abhängig bist!
Amphetamine machen nicht abhängig.. das hat alles mit dem Kopf zu tun!

Weißt du warum ich aufgehört habe? Wie würdest du das Gefühl beschreiben, wenn man 2 Tage dauerwach ist?
Ich fande es eklig ! Dieses druffe Gefühl... Und dann guck mal in den Spiegel.. wie verbraucht man aussieht..
Willst du das weiter?
Ich wollte das nicht.. und hab nicht mehr genommen, auch wenn man dadurch die Nacht durchtanzen kann.
Ich hab mir ein anderes Hobby gesucht.
Zumal es auch teuer ist!

LG

Beitrag von .-.-..-.- 29.09.10 - 09:24 Uhr

Achja... noch was anderes,

wer Amphetamine über länge Zeit nimmt, nimmt irgendwann auch anderes, stärkeres?
Oder bist du wirklich nur dabei geblieben?
Ich Rate dir, geh zu einem Psychiater... hört sich schlimmer an als es ist!
Lass dir was verschreiben, was dich wieder auf den Boden bringt... Der arzt wird dir NICHTS verschreiben, was dich abhängig machen könnte.. wenn er weiß das du damit probleme hast.
Also trau dich!
Dann kannst du wieder normal schlafen und findest wieder ein Rytmus.

Beitrag von seelenspiegel 29.09.10 - 10:32 Uhr

<<<Amphetamine machen nicht abhängig.. das hat alles mit dem Kopf zu tun! >>>

Was für ein gequirlter Bullshit.

Es ist mal herzlich egal, ob eine rein körperliche Abhängigkeit- oder eine psychische Abhängigkeit vorliegt.

<<<Rede dir bitte nicht ein, dass du Abhängig bist! >>>

Da Du das ja auch beurteilen kannst......oh mann. Einmal blauer Stift ist bei so einem Beitrag wie von Dir das einzig sinnvolle !!!

Beitrag von badguy 29.09.10 - 10:37 Uhr

Wenn ich so einen Dreck lese, schwillt mir der Kamm.

Weißt du, was alle Abhängigen glauben? Das sie jederzeit aufhören können.

Es ist völlig unerheblich um welches Mittel mit Suchtgefahr es sich handelt: Ob Alkohol, Nikotin oder eben Drogen. Sobald es zum Alltag dazu gehört, bist du abhängig.

Die Sucht fängt da an, wo der Körper ohne den Dreck nicht mehr sein kann.

Beitrag von no-monk 29.09.10 - 10:43 Uhr

Sag bloß nichts!
Komm runter von dem Müll und regel das mit guter therapeutischer Unterstützung.
Dein Chef wird dir einen Strick daraus drehen, wenn du mal nicht so funktionierst, wie er es gern hätte.

Lass dich krank schreiben und sag deinem Arzt ganz genau, wieso!
Der wird dir dann ( hoffentlich bald ) adäquat Unterstützung geben.

#klee

Beitrag von seelenspiegel 29.09.10 - 10:49 Uhr

Egal wie gut das Verhältnis zu Deinem Chef sein mag, geht es ihn grundsätzlich nichts an, aus welchem Grund Du krank geschrieben bist.

Sieh zu dass Du das zusammen mit fachlicher Hilfe geregelt bekommst und zieh es auch ohne wenn und aber durch !

Alles Gute
TJ

Beitrag von mariella70 29.09.10 - 15:23 Uhr

Hallo,
wenn du nicht an schweren Maschinen, als Fahrer oder im Pflegebereich mit hoher Verantwortung für Menschenleben arbeitest, geht deine Sucht niemanden außer dir etwas an.
Es ist ein Krankheit, wird auch als solche behandelt und damit gut.
Lass dir helfen.
LG
Mariella