Bin ich unverschämt ???

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von betty38 28.09.10 - 23:16 Uhr

Momentan kommts von allen Seiten: mein Mann ist unzufrieden, will ne Eheberatung.

Meiner Mutter ist es auch zuviel mit der Kinderbetreuung.
Und nun schimpft auch noch mein Vater...#zitter

Nun mal von Anfang an. Der Streitpunkt: mein Job und die entsprechende Kinderbetreuung...

Ich gehe verdammt gerne arbeiten. Brauche es auch, bin es seit zwanzig Jahren gewohnt, arbeiten zu gehen und finde es grauenhaft, zuhause rumzuhängen und die ganze Hausarbeit zu machen. Die mache ich auch, aber eben irgendwie nebenbei. Sicher nicht perfekt, aber das war ich nie !!!

Leider ist eine KITA-Betreuung für meine Zwillinge (21 monate) nicht möglich (finanziell). Deshalb kann ich meinen eigentlichen Bürojob nicht ausüben (100 km entfernt.)

Ich jobbe deshalb jetzt als Fitnesstrainerin und Kursleiterin bei der VHS, im Turnverein und Fitnessstudio und zwar so aufgeteilt, dass mein Mann einmal in der Woche, max zwei mal die Kinder abends nach der Arbeit hat. Ansonsten sind die kinder schon im Bett oder ich bin zwei Stunden weg und bringe sie selbst ins Bett. Dazu kommen hier und da noch ein paar Stunden am WE - aber da ist eben "nur"Betreuung ohne Essen, Zubettgehen usw.

Meinem Mann ist das zuviel. Inzwischen meckert auch meine Mutter von wegen: eine Frau gehört in den Haushalt und zu den Kindern und ausserdem halse ich mir zuviel auf. ICH MACHE ES ABER GERNE !

Ich würde verrückt werden, hätte ich diese Jobs nicht - auf dem Land ist das nochmal ne nummer schlimmer, als in der Stadt. Ich brauche die Menschen um mich herum.

Und nicht zu vergessen. Wir brauchen auch das Geld. Immerhin sind es etwa 400 - 500 Euro, die ich so monatlich hinzuverdiene und das brauchen wir auch.Eher mehr sogar.

Was würdet ihr den machen an meiner Stelle ?

lg betty

Beitrag von betty38 28.09.10 - 23:18 Uhr

...wenn es viel ist, komme ich in der Woche auf 12 Stunden - leider eben nicht am Stück....

Beitrag von hase2101 29.09.10 - 00:01 Uhr

Also, erstmal kann ich es verstehen, dass du noch etwas anderes ausser Haushalt und Kinder haben möchtest.

So wie du es beschreibst, sollte es ja eigentlich kein Problem mit der Betreuung darstellen (also, wenn dein Mann 1x, maximal 2x die Woche abends die Kinder betreut).

Was ich jetzt aber nicht verstehe:
- warum will er eine Eheberatung??
- warum wird deiner Mutter die Kinderbetreuung zuviel? (wann und wie oft?)

Bei 12 Std./Woche als Dozentin bei der VHS muss doch das Doppelte an Geld bei rum kommen (bin selber bei dem "Verein" ;-) ) - vielleicht solltest du mal drüber nachdenken, für deine festen Kurszeiten einen Babysitter zu engagieren? Das lohnt sich dann ja trotzdem noch!

Viele Grüße!
hase2101

Beitrag von molinalaja 29.09.10 - 06:56 Uhr

Das frage ich mich auch.

Oder ist er Mann sauer, weil die TE abends nicht da ist, wahrscheinlich #kratz

Beitrag von betty38 29.09.10 - 08:43 Uhr

ja genau, er hat die Kinder 1 bis 2 mal in der Woche abends, samstags zwei Stunden.

Ansonsten schlafen die Kinder bereits oder ich bin wieder zuhause. Den Rest übernehmen (übernahmen) meine Eltern. Sie übernehmen die Zeit, wenn mein Mann noch nicht zuhause ist: 16.30 bis 18 Uhr, einmal die Woche, evlt. noch ein zweiter Vormittag

Eheberatung will mein Mann, weil wir wenig Sex haben und ihm die kinderbetreuung zu viel ist.

bei der VHS ist es ein guter Verdienst. Da habe ich aber nur zwei Stunden. Der übrige Anteil fällt aufs Fitnessstudio und Verein (15-20 Euro). Komme sonst auch über die ÜL-Pauschale.

12 Stunden habe ich ja nur im Höchstfall. Regelmäßig sind es 8.

Danke für die Antwort :-)

Beitrag von imzadi 28.09.10 - 23:59 Uhr

Von meinem Mann weiß ich das ihm meine Anwesenheit abends wichtiger ist als Geld. Das nicht auf die Kinderbetreuung bezogen sondern wegen zusammenleben als Paar. Vielleicht solltest du enfach mal die Bedürfnisse deiner Familie ausloten ohne das Geld im Auge zu haben.

Beitrag von cinderella2008 29.09.10 - 08:27 Uhr

Sie schreibt doch, dass sie gerne arbeitet und die Arbeit braucht - für ihr Wohlbefinden!

Was nutzt es, wenn sie die Abende mit der Familie verbringt, gefrustet und unzufrieden ist und dann auch noch obendrein das Geld fehlt, welches die Familie braucht.

Würde Dein Mann seinen Job aufgeben, wegen dem Zusammenleben als Paar?

Beitrag von betty38 29.09.10 - 08:44 Uhr

Naja, das hatten wir auch schon besprochen. Er würde sicher seinen job aufgeben, ich würde sogar mehr versdienen, allerdings würde die Hausarbeit trotzdem an mir hängen bleiben.

Beitrag von imzadi 29.09.10 - 12:57 Uhr

Mein Mann hat in einen schlechter bezahlten Job gewechselt in dem er sich wohler fühlt, ich finde das in Ordnung. Geld ist nicht alles im Leben.

Beitrag von marathoni 29.09.10 - 07:47 Uhr

Ich kann deine Eltern verstehen !
Ich wollte auch nicht regelmäßig auf meine Enkelkinder aufpasssen müssen, nur, damit sich meine Tochter beruflich ausleben kann. Du mußt respektieren wenn es den Großeltern zuviel wird und deine Kinder eben in eine Fremdbetreuung geben, wenn dir deine Jobs so wichtig sind. Die Omas haben auch ein Recht auf Freihheit, wenn sie dann mal Rentner sind. Und gleich 2 Kinder engen enorm ein. Ich würde schon ab und an auf Enkelkinder aufpassen, sehr gerne, aber nicht regelmäßig. So geht es wahrscheinlich auch deinen Eltern.
Wenn deine ganze Familiensituation darunter leidet, versuche mal selbst einige Zeit zurückzustecken. Macche mal eine Arbeitspause und probiere es wieder wenn die Kinder im Kindergarten sind. Dann ist es leichter. Oder du überbrückst die Zeit mit einem anderen 400 Euro- Job, den du besser mit Familie vereinbaren kannst ( z.B. Tageszeitung austragen. Ist sehr lukrativ, da nachts ! ). Da schlafen deine Kinder , dein Mann ist da eh zu hause. War jetzt nur eine Idee, denn ich mache es zur Zeit so. 3/4 h in der Nacht austragen und ich habe monatlich 340.-€ zur Verfügung.

Beitrag von fernande 29.09.10 - 08:04 Uhr

Hab ich etwas überlesen? #kratz

Wo steht denn, dass die Großeltern aufpassen müssen?
Anscheinend gebe die nur ihre Meinung ab.

Sie schrieb doch, dass ihr Mann zweimal die Woche aufpasst und genau das was Du vorschlägst, dass sie arbeitet, wenn die Kinder schlafen und der Mann eh zu Hause ist, praktiziert sie doch schon.

fernande

Beitrag von betty38 29.09.10 - 08:56 Uhr

ja doch, wenn mein mann noch nicht zu Hause ist und hier und da mal, im Prinzip nur einen Tag fix von 16.30 bis 18 Uhr.

Beitrag von fernande 29.09.10 - 09:19 Uhr

Ups, das hatte ich nicht so gelesen.
Ich bin zwar der Meinung, dass das Großeltern durchaus zuzumuten ist, aber es stimmt schon: wenn die nicht wollen, dann muss man andere Lösungen suchen.

Ich würde es meiner Mutter aber sehr übel nehmen, wenn sie mir Hilfe versagen würde, nicht weil es ihr zuviel wird, sondern weil sie meint mich erziehen zu müssen.

fernande

Beitrag von marathoni 29.09.10 - 15:06 Uhr

Schonmal darüber nachgedacht, dass Großeltern auch ihre Freiheiten brauchen ? Und nicht ständig fixe Termine zum Babysitten wollen ?! Die haben lange genug uns Kinder aufgezogen und vieles entbehren müssen, da muß man die Großeltern im Alter nicht derart verheizen. Wenn sie es freiwillig machen und anbieten. O.k. Aber ansonsten: no go !!!

Beitrag von fernande 29.09.10 - 16:20 Uhr

Uiiii!

Du bist ja geladen oder sprichst Du immer so?

Ich habe nur gesagt, dass wenn meine Mutter nur aus dem Grunde mich erziehen zu müssen mir ihre Hilfe entzieht, ich halt sauer wäre.
Das hat überhaupt nichts damit, dass ich der Meinung bin, dass Großeltern verpflichtet sind zu helfen, okay?
Das habe ich so aber auch geschrieben.


fernande

Beitrag von marathoni 29.09.10 - 18:48 Uhr

Nö ich bin nicht geladen. Wieso auch ? Aber ich finde es einfach ziemlich unverfroren und unverschämt, wenn so viele mamas das einfach für selbstverständlich halten, das Oma/ Opa ihre Kinder nehmen. Und sie arbeiten gehen können. Es ist schön, wenn es freiwillig geschieht, aber ich würde niemals auf die idee kommen die Großelten darauf anzusprechen. Sie führen ihr eigenes Leben. Und ich meines. Wenn ich unbedingt arbeiten gehen muß, trotz Kinder, dann ist es meine Angelegenheit die Kinder betreuen zu lassen,.und nicht auf die günstige Oma Variante zu bauen.

Beitrag von fernande 29.09.10 - 23:33 Uhr

Ja das ist ja alles gut und schön, aber muss man darüber wirklich diskutieren?

Ich meine, die Großeltern sind erwachsen, man fragt sie, ob sie einen Teil der Kinderbetreuung übernehmen wollen und dann sagen sie ja oder nein. So what!

Wenn man aber erst seine Hilfe zusagt und dann wegen zwei Stunden in der Woche wieder absagt mit der Begründung, "das wird alles zuviel" oder "Krise", dann habe ich den Eindruck, dass man eher in das Horn des Schwiegersohn bläst und etwas gegen die Verwirklichung der eigenen Tochter hat. Das hat für mich den Anschein einer erzieherischen Maßnahme und ich finde es saublöd.

Ansonsten ist doch jederman klar, dass die "Alten" nicht mehr stur zu Hause sitzen und nichts zu tun haben.

Also ich muss das hier nicht mehr ausfechten und diskutieren.

fernande

Und ja, wenn man so wie du abgeht, ist das schon ungewöhnlich. Oder bist Du Oma und in einer entsprechenden Situation?

Beitrag von marathoni 29.09.10 - 15:03 Uhr

Ja, scheinbar hast du überlesen, das die userin schrieb, ihrer Mutter wäredas mit der Kinderbetreuung langsam zuviel !!! Auch ihr Vater würde langsam " die Krise " bekommen.
Also !! Erst richtig lesen, hm!!!;-)

Beitrag von fernande 29.09.10 - 16:22 Uhr

Mein Gott ich habe das doch schon klargestellt. Was ist denn mit Dir los?

Im ersten Posting war das für mich völlig unklar, ich dachte nur, die Mutter fände die Betreuung durch den Vater nicht gut.

Beitrag von frauke131 29.09.10 - 10:44 Uhr

Ich könnt ko***bei Aussagen, wie Deiner! Wenn Frauen als Müttrer nur zurückstecken müssen, während Männer sich einen Larry machen, ins geputzte Haus kommen und nicht durch die eigenen Kinder belästigt werden, müssen wir uns nicht wundern, dass immer mehr Ehen zubrechen oder Frauen von vornherein sagen, dass sie Kinder nicht haben wollen!

Soll der Mann sein A*** bewegen, er ist ja nicht im Hotel!

Beitrag von sora76 29.09.10 - 07:59 Uhr

Hallo!

Das du arbeiten möchtest ist okay. Mit der Eheberatung verstehe ich jetzt auch nicht ganz, aber das hat wohl damit zutun, das dein Mann mit der Situation nicht zufrieden ist.

Dein Mann arbeitet wohl Ganztags. Er hat auch seine Bedürfnisse, die zu beachten sind. Wenn du zu sehr auf Arbeit fixiert bist, kommt er vielleicht zu kurz?!
Am WE solltest du eigentlich Zuhause sein. Das ist für eine Familie sehr wichtig.

Blöd ist natürlich, das deine Mutter die Kinder nicht mehr nehmen möchte. Es ist egal wieviel sie die Kinder hat. Sie möchte das wohl nicht mehr machen und das muß man akzeptieren. Ist ihr gutes Recht und kann ich auch Nachvollziehen.
Wenn diese Unterstützung wegfällt ist das natürlich blöd.
Ihre Einstellung ist natürlich die wie vor 100 Jahren, aber das interessiert ja auch keinen.

Ich kenne deine Arbeitszeiten nicht und ich weiß nicht wieviel Geld ihr Monatlich zu Verfügung habt.

Möglichkeit 1: Wenn du immer Vormittags arbeitest, dann löst sich das Problem bald von alleine, da deine Kinder bald in den KiGa gehen. Ich denk mal da gehen sie dann hin, oder?!

Möglichkeit 2: Falls der jetziger Job auch Nachmittags, Abends ist: Du suchst dir einen Job der nur Vormittags ist. Er muß halt irgendwie in die Planung passen.

Möglichkeit 3: Du machst deinen alten Job wieder und steckst deine Kinder in die KiTa. Ich geh mal davon aus das es ein Ganztagsjob ist?!
Da verdienst du ja dann mehr und dann sollte das Geld für die KiTa reichen. Da muß man dann vielleicht einen Monat in den sauren Apfel beißen, bis das erste Gehalt da ist.

Ansonsten fällt mir jetzt auch nichts ein. Wenn ihr auf das Geld angewiesen seit, könnte euch vielleicht eine finanzielle Unterstützung vom Staat zustehen (oder eben eine Tagesmutter/Haushaltshilfe...).....aber damit kenne ich mich nicht aus. Da könntest du nochmal nachfragen.

So im Schnitt geht eben nur Fremdbetreuung über eine Tagsmutter, KiTa, Babysitter....

LG Sonja

Beitrag von cinderella2008 29.09.10 - 08:28 Uhr

"Am WE solltest du eigentlich Zuhause sein. "

Blödsinn! Es gibt genug Männer/Väter, die am Wochenende arbeiten. Und eben auch Frauen/Mütter.

In welchem Jahrhundert lebst Du?

Beitrag von sora76 29.09.10 - 08:46 Uhr

Wenn man in der Woche wenig Zeit mit der Familie verbringt sollte man das wenigsten am WE machen. Ich find das für die Familie wichtig. Ich find das ist keine altertümliche Einstellung.

Ich weiß selber das es viele gibt, die dann arbeiten müssen, aber wenns geht würde ich Zuhause bleiben. Genauso auch wie mein Mann.

Beitrag von betty38 29.09.10 - 08:59 Uhr

Danke für deine Antwort ! Es wird wohl darauf hinauslaufen.

Ich muss wohl warten, bis die kinder in den Kindergarten kommen. Denn für die Kita brauche ich meine Eltern (andere Arbeitszeiten und Kita ist nicht im Ort) mein Mann ist oft über Nacht weg (er teilt sich das so ein, dass es die Tage sind, die ich nicht arbeiten muss.)


Beitrag von fernande 29.09.10 - 08:11 Uhr

Ich kann Deinen Mann schon verstehen.
Wenn er tagsüber arbeitet und Du dann am Abend und am Wochenende oft unterwegs bist kann das eine Belastung für die Familie sein.

Ich bin in einer ähnlichen Situation, nur, dass ich die bin, die voll arbeitet und mein Mann in Teilzeit oft am Wochenende arbeiten muss.
Das geht schon an die Substanz!

Liebe Grüße von fernande

Die sich gerade sehr amüsiert, dass niemand Dir den Rat gibt, dass Dein Mann seinen Job aufgeben soll, damit alles besser klappt!

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