Adoption Deutschland

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von redrose123 29.09.10 - 06:47 Uhr

Guten Morgen,

ich habe mich die letzten Tage in das Thema Adoption in Deutschland eingelesen, so gut das ging, den meistens kommt auch das Thema Adoptionen im Ausland. Nun konnte ich nirgends lesen was für Kosten auf uns zukommen würden und wollte euch fragen ob jemand hier schon Adoptiert hat oder gerade dabei ist und weiss was da auf einen zukommt?


#danke schonmal im voraus....#winke

Beitrag von clazwi 29.09.10 - 10:33 Uhr

Hallo Redrose,

es gibt hier auf jeden Fall schon mal einen Adoptionsclub ;-).

Was ich Dir sagen kann:
eine Inlandsadoption ist auf jeden Fall kostengünstiger, deutlich unaufwändiger und "es" kann unter Umständen "ratzfatz" gehen.

Wir haben in den 90er Jahren im Ausland adoptiert und haben 2002 noch ein deutsches Pflegekind aufgenommen.
Das Pflegeverfahren ist dem Adoptionsverfahren in Deutschland sehr ähnlich, von daher auch der Vergleich.

Normalerweise wird man bei einer Inlandsaoption gut auf das Adoptivkind vorbereitet und begleitet. Viele Jugendämter bieten nach dem abgeschlossenen Adoptionsverfahren auch "Nachsorge" an.

Wir haben zu unserer Zeit aus rein idealistischen Gründen im Ausland adoptiert und aus rein idealistischen Gründen würden wir es wieder tun.

Aaaber: wir haben soviel "Mist" erlebt, der durch die Adoptionsvermittlungsstelle gebaut wurde, dass wir heute nicht mehr im Ausland adoptieren würden (wie gesagt: aus Idealismus schon, aber nicht mehr aus Vernuftsgründen).

Wir haben in den letzten 13 Jahren die meiner Meinung nach berechtigte (!) Schliessung von drei Auslandsadoptionsvermittlungsstellen miterlebt und teilweise direkt mitbekommen, was da getrieben wurde (also nicht vom "Hörensagen").

Alles Gute für Euere Entscheidungsfindung!
Claudia

Beitrag von redrose123 30.09.10 - 08:22 Uhr

Hallo,

ja ich weiss, aber ich wurde noch nicht angenommen:-( Mal sehen ob sie es noch tun oder inaktiv sind....

Auslandsadoption ist viel zu teuer. Und es gibt auch hier genug Kinder die jemanden suchen. Wir sind allerdings noch ganz am Anfang und informieren uns erst, und da sind die Kosten nirgends aufgeführt.....Leider.....

Beitrag von cunababy 29.09.10 - 11:51 Uhr

Hi,

ich habe mich lange damit beschäftig. Die Kosten sind sehr überschaubar.
Aber ich kann dir jetzt schon sagen, das die Chancen fast gen Null sein werden. Das hängt natürlich immer von der einzelnen Gegend ab.
Bei uns in der Gegen z.B: ist die letzte Adoption fast 3 Jahre her. Wenn man dann mal überlegt, wie viele Bewerberpaare es gibt....

Uns wurde vom Jugendamt gleich gesagt, dass es im Ausland zwar sehr teuer ist, dafür aber schnell gehen KANN und die Chance viel höher sind.

Alternativ kann man sich noch als Pflegeltern z.B: für Langzeitpflege bewerben. Hier hat man allerdings immer die Gefahr einer Rückführung und oft auch Kontakt zu den leiblichen Eltern.

Wir werden, wenn kein Wunder geschieht irgendwann im Ausland adoptieren. Überigens helfen die Jugendämter auch hier in der Regel gut und gerne weitern.

VG Cunababy

Beitrag von clazwi 29.09.10 - 12:04 Uhr

Hallo Cunababy,

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Uns wurde vom Jugendamt gleich gesagt, dass es im Ausland zwar sehr teuer ist, dafür aber schnell gehen KANN und die Chance viel höher sind.

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diese Aussage seitens des Jugendamtes wirkt auf mich sehr, sehr mutig.
Was ich so in den letzten Jahren mitbekommen habe (ich leite eine Gruppe, in der wir -wenn auch nur wenige- auch Bewerber begleiten, die im Ausland adoptieren), sind teilweise extrem lange Wartezeiten bis zu 5 Jahren.

Ich weiss nicht, ob ein Bewerber, der "ganz schnell ein Kind haben möchte", den Begriff "kann" in dem Zusammenhang auch wirklich so versteht: "...kann - muss aber nicht....".


Bei Auslandsadoption wird i.d.R. nach Liste "abgearbeitet". Dann kommt noch die Bürokratie in dem entsprechenden Land dazu.
Manchmal gibt es in den Ländern Unruhen, Gesetzesänderungen usw. --- oftmals wirkt sich das verlängernd auf den Prozess aus.

Ich bin sehr vorsichtig geworden, eine Auslandsadoption als "möglicherweise schnell und sicher" darzustellen (einfach aus meiner Erfahrung heraus).

LG
Claudia

Beitrag von starshine 29.09.10 - 13:23 Uhr

hmmm will Dein Mann bzw. Du seine Kinder adoptieren oder wollt ihr ein zusaetzliches Kind adoptieren? Ich denke das waere kostenmaessig ein Unterschied...

Beitrag von redrose123 30.09.10 - 07:37 Uhr

Wir sind ganz am Anfang uns erst mal einzulesen, zu informieren, ein fremdes Kind zu adoptieren, seine Kinder haben Mama und Papa wenn sie auch getrennt sind ;-)