"Anti-Jagd-Training"

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von maria2012 29.09.10 - 10:27 Uhr

Halli hallo liebe Hundefreunde,

einmal eine generelle Frage zum Abhauen meines Hundes:

Ich möchte meinem Hund sein Futter nur noch unterwegs anbieten, sodass er zu Hause gar nix mehr kriegt. Ist es in diesem Fall wichtig, dass er es aus dem Dummy bekommt wegen des Apportierens? Oder kann ich es auch so aus dem Futterbeutel geben? Wo liegt da der Unterschied?

Im Grunde gehts bei meinem Hund nicht hauptsächlich ums Apportieren, obwohl er das auch sehr schön macht. Lieber geht er einfach auf die Hetzjagd, sobald sich ein Tier nicht mehr bewegt, ist es uninteressant oder er hat sogar Angst davor. Sollte ich den Dummy an eine längere Leine hängen um ihn den Dummy hetzen zu lassen?? Oder fördere ich damit womöglich den Trieb noch zusätzlich????

Wer kennt sich da gut aus?

Beitrag von paankape 29.09.10 - 10:50 Uhr

Such dir hierfür einen gutes Trainer.

Beitrag von maria2012 29.09.10 - 11:47 Uhr

Danke für deine ehrliche Meinung! #klee

Beitrag von paankape 29.09.10 - 14:28 Uhr

Aus der Ferne ist es schwer zu beurteilen und wenn er wirklich so starken Trieb hat, würde ich nicht rumexperimentieren, sondern mir mal den richtigen Weg zeigen lassen.

Beitrag von pechawa 29.09.10 - 11:43 Uhr

Hallo,

soll dein Hund jagdbegleitend ausgebildet werden? Dann verstehe ich dein posting so, dass dein Hund zwar bei der Jagd mitgeht, aber später Angst hat, die Beute zu apportieren. Dann wäre es von Vorteil, dass du sein Futter in den Dummy steckst, so dass er lernt erst was zu bekommen, wenn er apportiert hat.
Soll er aber nicht bei der Jagd helfen und du möchtest ihm das Hetzen abgewöhnen, wäre es von Vorteil, ihm sein Futter aus dem Beutel zu geben, denn dann ist er aufmerksamer bei dir, wenn ihr unterwegs seid. Ich sehe, in deiner VK ist ein prächtiger Jagdhund abgebildet - ganz abgewöhnen kannst du ihm das Jagen sowieso nicht,

LG Pechawa

Beitrag von maria2012 29.09.10 - 11:47 Uhr

Hallo,

nein ... wir möchten ihm das Hetzen abgewöhnen. Klingt jetzt doof, aber ich habe bei "Martin Rütter" gesehen, dass er einen Hund der ständig abgehauen ist zum Jagen mit dem Dummy beschäftigt hat. Darum bin ich auf die Idee gekommen.

Ich möchte dich noch gerne fragen, woher du siehst, dass unser Hund ein Jagdhund ist? Er ist nämlich ein Mischling und wir wissen ja nicht 100%, was alles drin ist!

Beitrag von pechawa 29.09.10 - 12:35 Uhr

Hallo,
in eurem Hund ist auf alle Fälle Münsterländer drin, aber irgendwie hat er auch einen Labrador Blick :-) Er ist ein total hübscher, aber ich kann dir sagen, den musst du viel beschäftigen. Er macht auf mich einen sehr schlauen Eindruck, er sieht/riecht wahrscheinlich alles, jedes Eichhörnchen im Baum ..... und ist dann schwer wieder "zurückzuholen"
Man sollte ja immer einen Schwerpunkt in der Hundeerziehung setzten und bei deinem könnte ich mir vorstellen, dass er sich sehr gut als Such - und Spürhund eigenen würde, nicht professionell, sondern eher Freizeit mäßig. Dann hätte er was zu tun und das Hetzen wäre zweitrangig. Goggle doch mal "Such und Spürhundausbildung" mit eurem Wohnort. Vielleicht gibt es da was in eurer Nähe, ansonsten denke dir ganz viele Spielchen aus und beschäftige ihn so, am besten geht das natürlich in einem Hundeverein,

liebe Grüße
Pechawa

Beitrag von cocopet 30.09.10 - 13:10 Uhr

Nein, ist nicht doof - dort wird nämlich auch gezeigt, dass nicht jeder Jagdtrieb auch gerne Apportieren heißt.

Ich habe vor kurzem eine Folge gesehen, in der der Hund die Reizangel LIEBTE, apportieren aber nicht so sein Fall war. Also: Sobald sich etwas bewegt = klasse, sobald was am Boden liegt = langweilig.

MR setzt die Reizangel ja als Ausgleich zum Jagdtrieb ein; wenn der Hund das nämlich ein paar Minuten am Stück macht (in der Folge war es ein Jack Russel und hat ca. 10-15 Minuten durchgehalten), dann ist er so ausgepowert, dass es ihm reicht.

Ich fand es auch interessant, das MR jeweils darauf eingeht, ob der Hund eher mit der Nase spürt, auf jede Bewegung mit den Augen und Ohren achtet oder eben wie genau er "jagt". Danach angepasst sind auch die Spiele und Trainings.

Beitrag von ciara_78 30.09.10 - 16:55 Uhr

Hallo

Ich habe deinen ersten Beitrag nicht gelesen, aber du hast recht. Wenn du deinen Hund einen Dummy hetzen lässt, fördert das den Jagdtrieb.

Ich würde an der Grunderziehung feilen, feilen und nochmals feilen und empfehle dir dringend den Besuch einer guten Hundeschule.

LG, Ciara

Beitrag von ciara_78 30.09.10 - 17:18 Uhr

Ich würde den Hund eher auf eine Pfeife mit glattem Ton, also keine Trillerpfeife, konditionieren.

Jedes Mal wenn du ihn fütterst, muss er sich z.B. hinsetzen, du stellst den Napf auf den Boden und er muss sitzen bleiben, ohne sich auf den Napf zu stürzen. Wenn du dann irgendwann findest das er fressen darf, nimmst du die Pfeife, gibst ihm das Signal und sagst okay und pfeifst, wenn er die Nase in den Napf steckt einmal in die Pfeife rein.

So lernt er: Pfeifton = Fressen = Toll!!

Nebenbei musst du natürlich daran arbeiten, dass du interessanter und wichtiger für ihn wirst als seine heiss begehrten Jagdobjekte und falls der Hund dann doch mal wirklich abgeht und auf Rückruf nicht mehr zurück kommt, hast du noch die Pfeife.

Wie gesagt, wende dich an eine kompetente Hundeschule, wo du lernst die Spaziergänge etc. interessanter und lebendiger zu gestalten und den Hund besser zu verstehen.

LG, Ciara