die freundin meiner tochter darf nicht zu uns zum spielen kommen

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von blaufrau 29.09.10 - 14:20 Uhr

meine tochter, acht jahre alt, hat eine marokkanische freundin, die auch acht ist. sie gehen beide in die gleiche klasse. youssra ist ein sehr lebenslustiges und nettes kind und meine tochter würde gerne ab und zu mit ihr spielen; das geht allerdings nur bei youssra zu hause. bei uns nicht, weil der vater es nicht möchte. mein angebot, warum er denn nicht beim ersten mal mitkommen möchte, um sich unser zuhause anzusehen, lehnte er ab. wir haben dann ein paar monate einen neuen versuch gestartet, aber wieder negativ. diesmal kam die antwort, dass er es nicht wolle, dass seine tochter wenn er es einmal erlauben würde dann immer woanders zum spielen hingehen wollte - was sich daraus ja nicht ergeben muss finde ich. zu unserem kindergeburtstag darf sie auch nicht kommen, weil sie an dem tag (samstag) arabisch hat und zwar eine stunde vormittags - :-(
mir ist klar, dass ich ihm nicht reinreden kann und ich akzeptiere das, finde es aber auf der anderen seite so schlimm für die kleine - die mädels verabreden sich immer untereinander und youssra sagt schon immer wie programmiert: nein, ich darf das nicht. das ist echt blöd, oder? habt ihr noch eine idee? das ist doch schrecklich.

Beitrag von perserkater 29.09.10 - 14:44 Uhr

Hallo

Klar ist das doof. Bleibt nur zu hoffen, dass die kleine Youssra später mal anders handelt.

LG

Beitrag von sweety2301 29.09.10 - 17:01 Uhr

Hallo,

das ist für manche Väter oder besser gesagt Marokkanische oder Türkische Väter normal.

Die Tochter darf das halt nicht.

Nein bewerft mich bitte nicht mit steinen, ich bin selber Türkin und ich durfte jedesmal zu ner freundin zum spielen.

Aber meine nachbarin die früher unter uns wohnte durfte nie bei mir zu hause spielen. Haben auch immer schläge zu hause bekommen.

Ich hoffe nur das die kleine es bis zu ihrem 18. geburtstag bei so einem vater aushält. Ich wäre schon längst abgehauen.

Hast du schonmal mit der Lehrerin gesprochen? Vielleicht kann sie mal mit den Eltern reden.

Beitrag von metalmom 29.09.10 - 17:06 Uhr

Hi!
Ja, das ist doof.
Vielleicht möchten die Eltern nicht, dass ihr Kind "westlich" beeinflusst wird. Ich denke nicht, dass Du daran etwas ändern kannst. Das ist halt die Erziehung der Eltern und die haben das zu bestimmen.
LG,
Sandra

Beitrag von blaufrau 01.10.10 - 10:05 Uhr

Ich finde das auch echt schrecklich. Gestern haben sich alle Mädels am Samstag zum Kastaniensammeln verabredet und da habe ich die Mutter nochmal gefragt, ob Youssra nicht auch kommen würde. Nein, sie hätte arabisch. Aber doch nicht den ganzen Tag (konnte ich mir nicht verkneifen), aber da wurde nichts drauf geantwortet. Wie kann man das seiner Tochter antun, das mädchen steht mit Tränen da, schrecklich. Und gleichzeitig wird in der Klasse der Förderunterricht für die Kinder gestrichen, weil die Kinder mit Migrationshintergrund mehr Stunden kriegen müssen. Das ist natürlich jetzt auch von mir übertrieben, denn die meisten anderen Kinder stehen ja mitten im Leben, aber bei sowas gehe ich echt unter die Decke. Ach ja, und ihren neunten Geburtstag darf sie nur mit ihren Cousinen feiern, keine Freundin darf kommen. ich steiger mich da echt rein, weil ich das nicht verstehe, es geht doch nichtmal um Anpassung oder so, das Verabreden und Spielen ist doch ein Grundbedürfnis der Kinder :-[

Beitrag von fensterputzer 29.09.10 - 18:45 Uhr

So ein Vater ist doch genau das Paradebeispiel für Westerwelle und Merkel.

Beitrag von ayshe 01.11.10 - 16:19 Uhr

Stimmt leider.

Mich würde mal interessieren, wie viele es davon gibt im Verhältnis zu allen "Migranten".



Ich bin echt immer froh, daß ich solche Leute bisher nie getroffen habe.

Bei uns spielen alle möglichen Nationalitäten durcheinander, mal hier, mal dort, ganz egal ob Muslime, Christen oder Ungläubige.
Alle wissen, daß die Muslime kein Schwein essen und damit ist alles schon geregelt.

Beitrag von any1978 29.09.10 - 18:51 Uhr

Hallo,
kaum zu glauben das es sowas noch gibt#kratz aber ich glaube da kannste nix machen!
Bei einer meiner Schulfreundinnen war das auch so der Vater war soo streng er hat ihr sogar ein Mann ausgesuch #schock ein Arzt aus Marokko.
Es gab ne große und teure Hochzeit und keine 24 Std später hat sie ihn rausgeworfen #rofl#rofl
Heute ist sie glücklich mit nem Deutschen verheiratet und hat ein Kind nur mit ihrem Vater hat sie nichts mehr zu tun ;-)

Beitrag von alpenbaby711 29.09.10 - 20:02 Uhr

Ich finde es zwar auch völlig doof weil es steht kein wirklicher Sinn dahinter. Aber machen wird man wohl kaum was können wenn es deren Kultur ist.
Ela

Beitrag von bine3002 29.09.10 - 23:33 Uhr

Lies den Koran: http://www.theology.de/schriften/koran/index.php

Sure 5, Vers 52: "Oh Gläubige, nehmt weder Juden noch Christen zu
Freunden." Siehe auch Sure 3, Vers 118 : "Oh ihr, die ihr glaubt
schließet keine Freundschaft außer mit euch. ..."


Es gibt außerdem eine Hadith (überlieferte Nachricht), die besagt: "Derjenige, der drei Töchter hat oder drei Schwestern oder zwei Töchter oder zwei Schwestern und sehr freundlich zu ihnen ist, ihnen nette Gesellschaft leistet und Allah in ihrer Behandlung fürchtet, wird das Paradies betreten (als Ergebnis seiner guten Behandlung dieser Frauen)"


Wenn man nun beides zusammenbringt, dann versucht der Vater seine Tochter nach bestem Wissen und Gewissen zu erziehen, aber vor allem nach dem Koran, um selbst ins Paradies zu kommen. Das Gegenteil vom Paradies ist die Hölle und wenn Du nur ein paar Verse liest, wirst Du schnell feststellen, dass das eine immer wiederkehrende Drohung ist. Er möchte Kontakte zur "Aussenwelt" verhindern, weil er das nach dem o.g. Vers für eine Sünde hält. Es ist schwer zu verstehen, wenn man nicht so denkt. Aber so oder so ähnlich ist es nun mal.

Beitrag von wemauchimmer 01.10.10 - 11:32 Uhr

"...versucht der Vater, seine Tochter... vor allem nach dem Koran zu erziehen"

Ich möchte das nicht so stehenlassen.

Bei Sure 5:51 geht's nicht um Freundschaft in unserem Sinne mit Juden und Christen, sondern darum, ob man sich Juden und Christen zu "Schutzherren" nimmt.
Was dieser Hadith damit zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht.

Dem Vater geht es wohl nicht um ein Gebot aus dem Koran, sondern er möchte den Umgang der Tochter genau kontrollieren, weil er davor Angst hat, daß sie ansonsten irgendwann einmal mit einem Freund ankommt (und das wäre nun wirklich islamtechnisch nicht okay).

Sozusagen "wehret den Anfängen" gepaart mit Null Vertrauen in das Kind.
LG

Beitrag von gussymaus 01.10.10 - 15:42 Uhr

"Sure 5, Vers 52: "Oh Gläubige, nehmt weder Juden noch Christen zu
Freunden." Siehe auch Sure 3, Vers 118 : "Oh ihr, die ihr glaubt
schließet keine Freundschaft außer mit euch. ..." "

dann dürfte aber auch keiner zu denen kommen... und da hat der vater ja nichts dagegen #kratz aber ich muss zum glück nicht jede fremde religion verstehen...

Beitrag von jeannine1981 01.10.10 - 21:44 Uhr

wenn ich es richtig verstanden habe darf auch keiner zu der kleinen sie feiert ihren Geburtstag nur unter Cousinen und die Freundin darf nicht kommen.

Lg

Beitrag von gussymaus 02.10.10 - 15:32 Uhr

im ausgangspost ging es ums spielen besuchen und das ging ja wohö bei dem mädchen, aber nicht wenn das mädchen wo hin gehen soll.. um den einen tag geburtstag würde ich mir gar nicht so einen kopf machen, aber wenn das generell ein problem ist finde ich das schon echt schade drum..

aber wie ja viele bemerkt haben: das ist das problem des kindes, da kann man wenig machen...

Beitrag von babylove05 30.09.10 - 05:52 Uhr

Das nennt man doch mal Integration ....

Ich find es ja schön das man seine traditonelle dinge bei behalten möchte , aber eben nicht um biegen und brechen . Kann da echt nur den Kopf drüber schütteln .

Da nehmen doch die Eltern den Kinder schon ein teil der change zu Intirgation .

Mein Mann ist zwar nicht aus einem Moslemischen Land , aber auch er muss sich hier wenn er da ist Integriern , und so auch seine Kinder. Mein Sohn wird nunmal zum grossen Teil Deutsch erzogen , schon alleine weil er in einen Deutschen Kindergarten kommt .

Lg Martina

Beitrag von sunny42 30.09.10 - 09:48 Uhr

Guten Morgen,

ich kenne mich in dieser Kultur wirklich nicht aus,
aber vielleicht gibt es eine Chance wenn Dein Mann (falls vorhanden)
die Einladung ausspricht?
Ich könnte mir vorstellen das er auf eine von Dir ausgesprochene Einladung mit der Tochter mitzukommen nicht eingeht, aber auf die eines Mannes vielleicht?

Liebe Grüße
Sunny

Beitrag von brotli 30.09.10 - 15:00 Uhr

hallo

es läuft sich auseinander, weil sich daran auch nichts ändern wird, wenn die eltern das nicht wollen, da kannst du noch so hinterherlaufen und bitten und reden.
das habe ich leider selber oft erlebt, sie schließen ihre kinder aus und mittlerweile frage ich höchsten einmal und merke dann ob wirs lassen oder ob sie interesse haben das die kinder sich finden.

l.g.

Beitrag von michback 30.09.10 - 16:49 Uhr

Ich denke, da wirst du nichts machen können.

Der beste Freund meines Sohnes ist Türke. Anfangs war das bei uns auch ein Problem. Irgendwie hat die Mutter mir nicht so richtig getraut und ich konnte mich mit ihr auch schlecht verständigen.

Irgendwann bin ich dann mal zu dem Vater und hab die ganze Familie eingeladen. Die Einladung haben sie dann auch angenommen. Danach kam die Mutter öfters mit dem Sohn oder der Tochter allein. Jetzt gehen die Kinder bei uns ein und aus. Auch ohne Eltern. ich hab mich vorher immer erkundigt auf was ich achten soll. Beim Essen usw. Was sie dürfen und was nicht.

Unsere Familien haben jetzt ein sehr gutes Verhältnis. Der Vater hat mir aber von seinem Cousin berichtet (er wohnt im selben Ort wie wir) der seine Kinder auch nicht zu dts. Familien lässt und sie nur unter sich spielen dürfen. Bei dem hat es nichts mit Misstrauen zu tun, sondern er macht es aus Prinzip nicht, damit seine Kinder nicht westlich versaut werden (original Ton des Mannes).

Versuch doch auch mal die ganze Familie einzuladen.

LG
Michaela

Beitrag von sommertraum0884 01.10.10 - 14:16 Uhr

westlich versaut????

was suchen sie dann hier?? da krieg ich ja das :-[ unverschämt in ein land zu ziehen u es zu kritisieren!!
Da will ich uns, deutsche in einem fremden land sowas machen sehen. Wir wären sofort die nazis, die eine fremde kultur nicht schätzen#klatsch

Beitrag von ayshe 01.11.10 - 16:22 Uhr

Das scheint hier wohl echt die einzige Möglichkeit zu sein, einen Kontakt zu versuchen, Vertrauen herzustellen eben.
Allerdings handelt es sich hier um ein Mädchen, was die Sache sicher noch schwieriger macht.
Aber einen Versuch wäre es wert.

Beitrag von lajo 30.09.10 - 17:46 Uhr

Ich würde weiterhin fragen und er kann dann ja dabei sitzen, wenn es sein muß. Zu uns kommen auch manchmal ausländische Kinder, da gibt es eigentlich kein Problem, sind Türken. Allerdings darf die 6jährige Tochter auch nicht im Kindergarten usw übernachten. Die Tochter war selbst noch nicht bei uns, aber der Sohn von denen. Aber auch andere Ausländer waren schon bei uns, wenn die mit meinen Kindern spielen wollten.

Beitrag von king.with.deckchair 01.10.10 - 09:26 Uhr

Womit Sarrazin mal wieder bewiesen wäre...

Beitrag von himbeere08 02.10.10 - 12:01 Uhr

#gaehn

Beitrag von gussymaus 01.10.10 - 15:40 Uhr

dass der geburtstag gerade eine unterrichtsstunde trifft, die der familie wichtiger ist als "nur freunde" ist schade für das kind, aber verständlich... sonntagsvormittags würde ich meine kinder auch nicht zum gebiurtstag bringen wenn kindergottesdienst ist.. es gibt mMn genug nachmittage an denen man feiern kann... samstags ist ja auch so eine sache... passt mir oftmals auch nicht in den kram wenn die kinder da verabredungen machen wollen.. aber das eher aus organisatorischen gründen, weil papa dann auch z.H. ist (manchmal) und wir dann was zusammen machen wollen..

alles andere, also dass das kind GAR nicht außer haus spielen darf finde ich schlicht albern... vor allem wenn die familie eure verhältnisse nicht kennt... ich habe ja auch ein paar familien wo ich immer sage dass die kinder gerne kommen dürfen, meine da aber nicht hingehen werden, weil ich das einfach nicht verantworten will.. aber wenn ich jemanden nicht kenne?! da würde ich einfach mit hin gehen und mir den laden angucken und dann entscheiden... darauf haben die scheinbar keine lust? habe ich das richtig verstanden? schade für das mädchen, aber was willst du machen?! mehr als den eltern anzubieten und zu fragen kannst zu ja nicht...

zu dem geburtstag könnte sie ja nach der arabisch-stunde kommen, der geburtstag wird ja länger dauern, oder? oder am nachmittag zum "nachfeiern"? würde ich vorschlagen... und wenn die eltern das auch verbieten täte mir das für das kind leid dass es so isoliert wird, aber ändern kannst du das wohl kaum...

Beitrag von manavgat 02.10.10 - 10:06 Uhr

1. Gehört der Name des Kindes nicht in ein Internetforum.

2. Finde ich seltsam, dass Du akzeptierst, dass ein Marokkaner eine deutsche Familie diskriminiert und sich und seine Familie ausgrenzt.

Ob es was in Eurem Fall was ändern würde, weiß ich nicht - meine Erfahrungen sind da ganz unterschiedlich - aber ich habe mich dafür entschieden in solchen Fällen ganz klare Worte zusprechen. Nur damit kann man ein Umdenken erreichen.

Mein Anspruch ist hier ganz klar: wer sich selbst ab- und ausgrenzt, der sollte überlegen, ob er nicht doch wieder in sein Heimatland zurückgeht. Ich bin für andere grundsätzlich offen, aber dieses Verhalten ist inakzeptabel.

Gruß

Manavgat

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