Venenzugang

Archiv des urbia-Forums Geburt & Wochenbett.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von nele27 29.09.10 - 16:17 Uhr

Hi Ihr Lieben,

ich habe ein KH gefunden, in dem ich mich gern anmelden möchte. Macht alles einen guten Eindruck.

Eins liegt mir aber im Magen: Die legen routinemäßig einen Venenzugang #schock Ich will aber nicht #nanana

Begründung vom KH: Wenn was passiert und die Frau eine Blutkonserve braucht, ist der Kreißlauf im A* und die Venen nicht mehr erreichbar.

Hat einer von Euch Gegenargumente? Also wie ich doch noch um diesen Zugang drumherum komme?

Hatte bei der ersten Geburt einen und habe ewig gebraucht mich zu überwinden, in den Wehen die Hände aufzustützen.. Ich hatte immer das Gefühl, gleich piekst die Nadel in meinem Fleisch rum. JAAA, ich weiß, dass das nur ein dünner Schlauch ist und ich mir das einbilde. Blöd ists aber trotzdem.

Also: Was sage ich dem Arzt, wenn der sagt, es muss einer gelegt werden??

#danke
Nele
33. SSW

Beitrag von nisivogel2604 29.09.10 - 16:27 Uhr

Du sagst einfachnur NEIN!

Das MUSS aktzeptiert werden

lg

Beitrag von nele27 29.09.10 - 16:33 Uhr

Tja, wenn die Ärzte dann mit so supervernüfntigen Argumenten kommen und irgendwelche Beispiele rauskramen von toten Gebärenden ohne Venenzugang, ist das gar nicht so einfach :-) Man kennt das ja.

Daher hätte ich gern ein Argument gegen den Zugang...

LG

Beitrag von kleiner-gruener-hase 29.09.10 - 16:42 Uhr

Du willst es nicht und wenn sie ohne deine Zustimmung einen legen begehen sie Körperverletzung- wie wärs damit?

Beitrag von jurbs 29.09.10 - 22:00 Uhr

dann kann sie sofort das KH verlassen .... es ist Ihr Wille dort zu gebären ... und wenn es ein Notfall sein sollte, dann hat der Arzt mehr Gründe sofort ne Viggo zu legen bzw legen zu lassen!

Beitrag von nisivogel2604 29.09.10 - 17:07 Uhr

- du verkrampfst dich durch den Zugang, dadurch können Komplikationen entstehen

-alles was gegen deinen Willen getan wird ist Körperverletzung

-ein länger liegender Zugang ist eine gute Quelle für Infektionen und die kann man sich ja durchaus sparen

Ich würd sowas gar nicht diskutieren wollen. Darum bleib ich zum Kinder kriegen mittlerweile zu hause ;-)

lg

Beitrag von jurbs 29.09.10 - 21:58 Uhr

nein muss es nicht - ich als Ärztin würde dann sagen, dass sie ja kein Notfall ist und das nächste KKH so und so weit entfernt und sie doch bitte dort ihr Leben aufs Spiel setzen soll, aber nicht in meiner Verantwortung - es ist schließlich erstens meine Karriere und zweitens mein Gewissen, mit dem ich leben muss, wenn Mutter und oder Kind sterben oder Schaden nehmen!

Beitrag von nisivogel2604 29.09.10 - 22:02 Uhr

Es geht hier nicht um lebensrettende Maßnahmen sondern um eine prophylaktische Maßnahme ohne jegliche Indikation. Das hat nichts mit "Leben aufs Spiel setzen" zu tun

Von Ärzten die mir sowas andrehen wollen,halte ich mich zum Schutz meines Lebens fern. Das sind nämlich die die am meisten in der Geburt rumpfuschen und damit gefährliche Komplikationen provozieren.

Und solange es nicht notwendig ist um das Leben zu schützen hat die gebärende das sagen und niemand sonst. Sie kann alles ablehnen.

Beitrag von jurbs 29.09.10 - 22:05 Uhr

und der Arzt kann ablehnen sie zu behandeln ... wenn sie kein Notfall ist (und damit auf jeden Fall ne Kanüle bräuchte) kann sie in jedes andere Krankenhaus fahren!

Beitrag von nisivogel2604 29.09.10 - 22:10 Uhr

Ja, und das wäre dann wohl auch das beste wenn man sich nicht von einem Arzt erpressen lassen will und sich seine Geburt versauen lassen will nur wegen einer prophylaktischen Maßnahme die nicht notwendig ist. Wenn ich sowas lese dann hoffe ich das in Zukunft noch mehr Frauen zu Hause entbinden. Ohne diesen Druck.

Beitrag von jurbs 29.09.10 - 22:11 Uhr

oh super ... dann steigt die Komplikationsrate wieder ... aber scheiße für die Hebammen, die das riskieren und damit ihr Leben und ihre Karriere aufs Spiel setzen, oder?

Beitrag von nisivogel2604 29.09.10 - 22:17 Uhr

Wieso steigt denn da die Kompliaktionsrate? Die meisten Komplikationen sind verursacht durch Ärzte die ihre Finger nicht ei sich lassen können.

Eine Hausgeburt ist genau so sicher wie eine klinische Geburt. Das ist ja nun erwiesen.

Schwangere mit Erkrankungen gehören natürlich in die Klinik. Aber eine gesunde schwangere muss sich den Risiken da nicht aussetzen.

Warum sind die holländischen Frauen bloß noch nicht ausgestorben?

ich kenne keine Hebamme die irgendein Risiko eingehen würde. Wenn was ist wird rechtzeitig und in Ruhe verlegt.

Im krankenhaus werden Komplikationen nur nicht rechtzeitig erfasst da die betreuung der Gebärenden oft ein Witz ist und zwar ein schlechter

Beitrag von jumarie1982 30.09.10 - 09:41 Uhr

Ohje, auch als Gott in weiss schadet etwas Information nicht.

Beitrag von lieke 30.09.10 - 10:47 Uhr

#rofl zum Glück sind es bis jetzt nur "Halbgötter in weiß", aber mein Vertrauen in diese sinkt irgendwie gerade in den Keller.
Sind nicht alle so....

Beitrag von nele27 30.09.10 - 11:31 Uhr

***Ja, und das wäre dann wohl auch das beste wenn man sich nicht von einem Arzt erpressen lassen will ***

Richtig, das würde ich dann auch machen. Glücklicherweise waren die Ärzte in meinem letzten KH nicht so kacke drauf, sondern sehr zuvorkommend, als ich z.B. den angebotenen KS ablehnte...

Wenn mir ein Arzt so rüberkommt "Entweder Sie machen xy oder Sie gehen nach Hause" würde ich schon deswegen wieder nach Hause gehen.

LG

Beitrag von seikon 29.09.10 - 16:58 Uhr

Wo in Hamburg möchtest du denn entbinden, dass die routinemäßig einen Zugang legen?

Also rechtlich ist es so, wenn du keinen willst, dann dürfen sie dir auch keinen legen. Tun sie es doch, dann ist es eine Körperverletzung.
Und diese ganzen blöden Argumente müssen von dir abprallen. Der Kreislauf geht ja i.d.R. nicht von jetzt auf eben in den Keller. Meist zeichnet sich sowas ja vorab ab und da hat man ausreichend Zeit gegenzulenken.
Ein Zugang ist in sekundenschnelle gelegt. Und sollte wirklich alles zu spät sein, dann kann man immer noch einen ZVK in die Schlüsselbeinvene legen.

Beitrag von caracoleta 29.09.10 - 17:05 Uhr

Also, ich würds mir überlegen. Es geht um Deine Sicherheit und um die des Babys. Bei Kreislaufproblemen kann es wirklich sehr schnell nötig sein, einen sicheren Zugang zu haben und durch die Zentralisierung des Körpers (alles Blut geht in die Mitte) wirds dann schwer. Das Argument mit dem ZVK von Seikon find ich wirklich Blödsinn, hast Du eine Ahnung, wie lange es dauert, bis einer drin ist???
Ansonsten kann Dich keiner zwingen. Aber überlegs Dir. Normal spürst Du den Zugang nicht und wenn doch, lässt Du ihn Dir neu legen

Beitrag von seikon 29.09.10 - 17:17 Uhr

Du bist also ein williges Opfer der Ärzte. Wenn einer sagt "spring" fragst du anscheinend nur wie hoch?

Ein Zugang kann immer noch gelegt werden WENN es zu Komplikationen kommt. Und auch ein ZVK ist schnell gelegt. Das dauert nicht länger als ein peripherer Zugang am Arm.

Früher hat man routinemäßig Zugänge gelegt. Früher hat man aber auch routinemäßig einen Dammschnitt gemacht. Macht man heut auch nicht mehr.

Beitrag von caracoleta 29.09.10 - 17:19 Uhr

Gut, dann hast Du wohl mehr Ahnung als ich... hab ich wohl meinen Beruf verfehlt... dann sag ich morgen meinem Chef, dass meine Patienten sich selber narkotisieren müssen...#augen mann mann mann

Beitrag von seikon 29.09.10 - 17:48 Uhr

Mach dich mal locker ;-).
Das beste für Mutter und Kind ist primär eine natürliche Geburt mit so wenig Eingriffen wir möglich. Gerade so viel Medizin wie nötig. Und ein Zugang gehört bei einer normalen, komplikationsfreien Schwangerschaft und einem normalen Geburtsverlauf nicht zum Standardprogramm.

Klar, dass du als Arzt immer auf Nummer Sicher gehen willst und lieber einen Zugang zu viel gelegt, als einer zu wenig. Aber ich denke weniger ist oft mehr.

Ich bin vor meinen beiden Kindern aufm Rettungswagen gefahren, und da mussten oft notfallmäßig Zugänge gelegt werden. Und ich musste einfach feststellen, dass ein ZVK nicht sehr viel länger gedauert hat als ein "üblicher" Zugang.
Und üblicherweise gibt es einfach Warnsignale, wenn irgendwas nicht so läuft wie es soll. Und dann kann man (frühzeitig) immer noch einen Zugang legen, wenn es denn nötig sein sollte. Dass jemand derart weg sackt, dass man fast gar keinen Zugang mehr rein bekommt, das kommt ja nahezu nie vor, und seltenst wirklich von jetzt auf eben. Würde man wirklich ALLE Eventualitäten einkalkulieren, dann müssten Kinder im Reagenzglas und in der künstlichen Gebärmutter gezüchtet werden.

Eine gewisse Portion Vertrauen in die Natur gehört einfach dazu.

Beitrag von jurbs 29.09.10 - 22:03 Uhr

es ist auch das Leben und das Gewissen des Arztes, dass sie da aufs Spiel setzt!

Beitrag von malso.malso 29.09.10 - 17:42 Uhr

Das ist ja ne schöne rosa Welt in der du da deine "Erfahrungen" gemacht hast...

Ich entbinde im Krankenhaus um im Falle möglicher Komplikationen schnell kompetente Hilfe zu erfahren.
Wenn ich Komplikationen für mich zu 100% ausschließe kann ich auch zu Hause alleine entbinden.

Da also Komplikationen möglich sind möchte ich vorbereitet sein.

Wie oft hast DU Frauen unter Wehen oder überhaupt Schwangeren schon Flexülen gelegt? Das ist schon in entspannter Atmosphäre oft nicht ohne weiteres und in "Sekundenschnelle" möglich.

Im Falle einer Atonie sprudelt das Blut in Sekundenschnelle aus den Frauen raus.
In DEINER Welt geht die Gynäkologin dann also erstmal entspannt los und sucht sich bei nachlassenden Blutdruck ne dicke Vene für einen Zugang, unten sprudelts weiter, denn zur manuellen Uteruskompression ist jetzt ja keine Zeit, die Hebamme hat das Kind und also auch keine Hand frei.

Bei schlechten peripheren Venenverhältnissen läuft besagte Ärztin DEINER Fantasie jetzt los und besorgt sich nen ZVK. Und liest sich nochmal geschwind durch wie das Ding zu handhaben ist.



.... Ich hoffe der Ehemann und dann alleinerziehende Vater bzw. Witwer ist so entspannt wie du...

Beitrag von nisivogel2604 29.09.10 - 18:48 Uhr

Die meisten Komplikation entstehen weil man in den Kliniken zu viel an der schwangeren rummacht und in den natürlichen, gesunden Geburtsverlauf eingreift.

Beitrag von malso.malso 29.09.10 - 19:10 Uhr

Wenn dies deine Meinung und die der TE ist kann ich mich nur wiederholen:

Entbinde/t zu hause und verzichtet somit auf die Möglichkeit einer schnellen Intervention im Falle einer Komplikation.
Das ist doch euer gutes Recht.

Ins Krankenhaus zu gehen und dann alles abzulehnen, was dort im Unterschied zu einer Alleingeburt/Hausgeburt angeboten wird ist doch unsinnig.

Beitrag von nele27 29.09.10 - 19:15 Uhr

***Ins Krankenhaus zu gehen und dann alles abzulehnen***

Es geht in meiner Frage um den Venenzugang!

"Alles ablehnen" ist da wohl mehr als übertrieben...

Nele