Menschen und Schicksalsschläge

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Forum: Allgemeines

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Beitrag von pcp 29.09.10 - 19:38 Uhr

Hallo.

Im Kinderforum war gerade zu lesen wieviel Pech ein Kind haben kann, da fiel mir die Geschichte meines Ex-Freundes ein:

Als Kind hat er zweimal einen Menschen sterben sehen, jedesmal unter wirklich extremen Umständen und eigenartigen schicksalhaften Verkettungen. Und die Freundin die er vor mir hatte wurde vergewaltigt und ermordet, der Mörder nie gefaßt.

Kennt ihr auch Menschen die das Unglück geradezu anziehen?

lg
P.

Beitrag von zoora2812 29.09.10 - 19:57 Uhr

Hallo,

ja, kenne ich, mich :-(

Es hörte erst auf als ich meinen jetztigen Mann kennen lernte, davor - schrecklich...

Gerade im Moment ist wider so eine Pechsträhne. Ich weiss nict, irgendwie zieh ich das an :-(

LG Jennifer

Beitrag von sylviee 29.09.10 - 20:08 Uhr

Hallo,

ja mich selbst. Es fing an, als ich als Kind in ein Gulliloch gefallen bin und mich gerade noch mit den Armen festhalten konnte. Dann kam ein Autounfall mit den Eltern und Geschwistern und ein Busunfall mit der Schulklasse. Ich hatte zwar eine lange Verschnaufspause aber seit der Schwangerschaft geht es wieder Schlag auf Schlag.

Meine Freunde sagen, ich soll nicht immer meine Arme ausstrecken und hier schreien.

LG Sylviee

Beitrag von docmartin 29.09.10 - 23:24 Uhr

Bei meiner Mum ist das ganz seltsam...da passiert immer alles nach ihr!

Vor ein paar Jahren Urlaub in Kroatien, übergesetzt mit der Fähre von Italien. Auf der Rückfahrt sehen meine Eltern eine ausgebrannte Fähre im Hafen liegen...das Schiff mit dem sie kamen.
Auf der Rückfahrt dann nur wenige Minuten nach Ihnen ein unglaublicher Unfall im Gotthardt Tunnel.
Nächster Sommer, Bergurlaub, meine Eltern fahren mit der Gondel (in Frankreich) den Berg hinauf, entscheiden sich gegen eine Abfahrt und für das Hinunterwandern und...die Gondel stürzt ab mit zwei Toten!?
Urlaub im Baltikum und zum Abschluss Freunde in Schweden besuchen...zwei Tage später erfahren sie aus den Nachrichten von dem Estonia Unglück...
Kurztrip nach London, Fahrt mit dem Riesenrad, eine Woche später hängt das Ding in der Luft für Stunden fest...

Wenn man meiner Mutter glauben schenken darf, begann diese Serie (die ich endlos fortsetzen könnte) bereits vor mehr als dreissig Jahren. Meine Eltern waren mit mir im Urlaub auf Mallorca, "leider" bekam ich - damals zwei Jahre alt - so heftigen Durchfall, dass wir vorzeitig abreisen mussten. Schade? ...Wir waren ursprünglich auf die Landshut-Maschine gebucht...
Gruß Franziska

Beitrag von atarimaus 30.09.10 - 10:28 Uhr

Bitte gib mir mal die nächste Jahresplanung deiner Mutter bekannt, damit ich nicht hinter ihr bin!!!

Klingt ja gruselig.


Gruß
Beate

Beitrag von sunnyswift 30.09.10 - 14:21 Uhr

Ich würde in dem Fall eher behaupten, deine Mutter hat einen besonderen Schutzengel...

Beitrag von pcp 30.09.10 - 15:30 Uhr

#schock Ist ja gruselig!

Beitrag von boncas 30.09.10 - 01:28 Uhr

"Kennt ihr auch Menschen die das Unglück geradezu anziehen?"

ja :-(

Beitrag von germany 30.09.10 - 05:17 Uhr

Morgen,

ja, kenne ich: Meine Eltern.

Mein Vater wurde als Kind von seinem Stiefvater beinahe tod geschlagen genau wie seine Brüder und Schwestern. Er hat seinen vater sterben sehen als er 6 war. Ein besoffener Autofahrer hat seinen Vater überfahren, ihm wurden bei dem Zusammenprall beide Beine abgerissen.

Meine Mutte wurde nach einem Autounfall mit 13 für Tod erklärt, bis sie merkten das sie och atmet.

Sie wurde zwischen zwei Müllwagen eingeklemmt, ihr musste Haut am Oberschenkel innen transplantiert werden deswegen.

Als Junges Mädchen wurde sie beinahe vergewaltigt.


Mit Mitte 30 verlor sie ihre Beste Freundin an den Krebs.

Jetzt ist sie 50 und hat ALS (Amyotrophe Lateralsklerose).

Diagnose im September 2009:

Sie konte noch schwer sprechen, essen und sehr gut laufen.

1 Jahr später:

Ihr essen muss püriert werden,

sie kann nicht mehr sprechen,

sie wiegt nur noch 40kg von ursprünglich gesunden 56kg (Bei 1,67m)

Vom Rollator zu Rollstuhl waren es nur ein paar Monate,

Sie kann Gegenstände kaum noch halten und is vollkommen auf Hile angewiesen. Alleine anziehen, duschen oder zur Toilette gehen sind unmöglich geworden.#heul




lG germany die mit 13 ihr geliebtes Pferd gehen lassen musste, magersüchtig wurde, seit 10 Jahren unter Bulimie und Anorexie leidet, mit 15 angefangen hat sich zu schneiden, im Mai 2010 einen Suizidversuch hatte mit anschließend 3 Wochen geschlossener Psychiatrie und die schon viel zu viele Mensche durch den Tod verloren hat und nun muss ich meine Mama auf diesem schweren Weg begleiten. Ich wünschte ich könnte sie begleiten wenn sie geht. Der Schmerz bei ihrem Anblick lässt mein Herz zerspringen.

Beitrag von claramia333 30.09.10 - 08:16 Uhr

Wenn Du nicht so weit weg wohnen würdest (ich nehme an, Du wohnst nicht gerade hier um die Ecke), würde ich dich jetzt am liebsten in den Arm nehmen #liebdrueck...

Beitrag von boncas 30.09.10 - 08:59 Uhr

:-( #liebdrueck

Beitrag von paankape 30.09.10 - 09:22 Uhr

Ich weiß es ist sicher schwer, aber ich hoffe du schützt dein Kind vor alledem!


Eben um IHM seine Kindheit nicht zu erschweren !!!!!!

Beitrag von ks83 30.09.10 - 10:40 Uhr

Jep,ich ziehe das Unglück auch an bzw. meine gesamte Familie...Allerdings Gott sei Dank nicht so heftig,wie meine Vorposterin - wenn man sowas liest,fühlt man sich immer so,als ob die eigenen Probleme nichtig sind...

Aber nur ein kurzer Auszug von mir: Das fing mit unzähligen "kleinen" Unfällen in der Kindheit an(war Stammgast in der Notaufnahme),mit 12 bekam ich dann eine 4 m hohe Leiter auf den Rücken,so dass ich einige Tage nicht laufen konnte...
Genau zu meinem 18. Geburtstag lag meine Mutter im Krankenhaus,weil sie Krebs hatte,mein Vater war auf Montage und kam 2 Tage später nach Hause und hatte nen großen Gips am Arm - er war mit der Hand in eine Fräs-Maschine gekommen.Den Daumen kann er bis heute nicht bewegen - alle Sehnen waren durch.In dieser Zeit starben 3 (entfernte) Verwandte (ebenfalls bösartige Erkrankungen). 9Monate später verunglückten 2 gute Freunde bei einem Motorradunfall,weitere 3 Monate später starb eine meiner engsten Freundinnen an Leukämie...Kurz darauf erfuhren wír,dass eine andere Freundin schwanger ist - das Kind starb 6 Wochen nach der Geburt :-(
Ich verlor 2 Kinder,die Schwangerschaft mit meinem Sohn war echt ätzend...Ich nahm viel ab,da ich nur am Brechen war und lag dann auch lange im KH,wo ich ausschließlich über Infusionen ernährt werden konnte. Das war bis zur 16.Woche. Kurz danach fingen meine Wehen an - keiner konnte sagen,ob mein Sohn es schafft...Er hat es geschafft,auch wenn letztendlich nur nach einem Notkaiserschnitt und 2 Wochen Intensiv...
Dann hatte ich echt Pech mit meinem Chef (Mobbing),so dass ich echt krank wurde. Mittlerweile habe ich wieder einen tollen Job der mir Spaß macht und was passiert???3facher Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule incl. neurologischer Ausfälle...Das war vor 5 Monaten und noch ist keine Besserung in Sicht und ich werd hier zu Hause wahnsinnig...


Wie gesagt,alles nichts gegen meine Vorposterin - aber MIR reicht es ehrlich...

Beitrag von manavgat 30.09.10 - 11:14 Uhr

Da kriegst Du keine Angst?

Der Mörder wurde nie gefasst....

Gruß

Manavgat

Beitrag von enni12 30.09.10 - 13:48 Uhr

Genau das war auch gerade mein Gedanke #zitter

LG

Dani

Beitrag von pcp 30.09.10 - 15:37 Uhr

Nein. Er war damals natürlich erstmal der Hauptverdächtige und wurde auf Herz und Nieren geprüft. Aber er hatte ein bombenfestes Alibi.

Sie war damals alleine mit der Bahn in die Schweiz gereist, auf dem Heimweg ist sie dann ihrem Mörder begegnet. So wurde es zumindest rekonstruiert. :-(