Tochter mag Papa nicht - alleinige Sorgerecht

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von lakeisha24301 29.09.10 - 23:02 Uhr

Hallo!

Ich bin seit 8 Jahren von meinem Exmann getrennt. Seit 6 Jahren sind wir geschieden.
Wir haben eine gemeinsame Tochter die 9,5 Jahre alt ist.
Wir haben durch unsere Eheschließung damals das gemeinsame Sorgerecht erhalten und bei unserer Scheidung das Sorgerecht so gelassen wie es war.

Inwzischen lebe ich seit 7 Jahren in einer neuen Beziehung und wir werden in 3 Wochen heiraten. Mit meinem Partner habe ich 2 weitere Kinder.
Die beiden heissen wie ihr Papa und meine Große möchte auch so gern so heissen wie wir dann alle.

Nach unserer Eheschließung wollen wir sie einbenennen lassen. Sie würde auch so gerne adoptiert werden, aber weder das noch die einbenennung lässt ihr "Papa" zu.

Sie fühlt sich allerdings ausgeschlossen, nicht zur Familie zugehörig obwohl wir ihn schon viele Male gesagt haben, das der Familienname egal ist. Sie möchte es trotzdem und weint ziemlich oft deshalb.
Das geht schon Jahre so. Nun ist sie langsam alt genug das sie die Dinge versteht. Wir haben mir ihr über alles geredet aber sie möchte es immer noch.


Und ich überlege mal wieder, das alleine Sorgerecht zu beantragen. Mir gehen in den letzten Wochen ziemliche viele Dinge durch den Kopf. Ich habe es noch nie versucht.....
Damals meinte mein Anwalt nur, solange der KV dem Kinde nichts tut , wird es schwer das alleine Sorgerecht zu bekommen. Ja das verstehe ich weil es wohl wirklich teilweise sinnvoll ist. Aber bei uns sieht es leider nicht so aus.

Lakeisha hat null interesse an ihrem Papa. Sie hatte Konfirmation und wollte ihn gar nicht da haben. ICH habe ihn eingeladen und gemeint sie soll sich freun. Kein Wort darüber hat sie verloren. Sie meinte er soll wieder gehen. Mein Lebensgefährte musste an dem Tag noch weg, da war sie dann ziemlich traurig und meinte sie findet es schade das er geht. Es soll lieber ihr Papa gehen und mein LG da bleiben.

Sie möchte nie zu ihm nach Hause, nichts mit ihm machen. Ich war auch schon vor 2 Jahren mit ihr bei ihm, aber das hat auch nix geholfen. Sie redet nicht wirklich mit ihm ist froh wenn sie wieder weg ist und will ihn von sich aus auch nie anrufen oder sonstiges. Er hat jetzt angekündigt im nächsten Jahr öfter sie mal zu besuchen, dass will sie überhaupt nicht. Er wollte sie mal mit nehmen zu einer Pferdeausstellung, (sie liebt Pferde) wollte sie auch nicht. Wie gesagt sie will NIX mit ihm zu tun haben.
Er ist wirklich bemüht aber sie will einfach nicht. Und an uns liegt es nicht. Wir sagen ihr immer sie soll mit ihm reden etc aber nein....

Sie hat schreckliche Angst das er wirklich öfter vorbei kommt , denn das will sie absolut nicht.

Hätten wir denn irgendeine Chance bei Gericht, auf alleine Sorgerecht? Oder sogar Adoption? Bzw ich hoffe wir bekommen die Einbenennung durch.
Ja ich weiss ich werde nach der Eheschließung meinen Anwalt fragen, aber es geht uns hier sehr ans Herz mit ihr. Sie ist so traurig und freut sich schon so tierisch. Ich habe ihr auch nichts versprochen und gesagt das wir es nur versuchen können. Und das es eben gerichtlich gelöst wird weil ihr Papa das nicht will. Da hasst sie ihn gleich mehr dafür...
Sie hat schon ziemlich viel durch gemacht, was hier jetzt allerdings den Rahmen sprengen würde....
Wir haben auch schon etwas geschrieben das sie hier bleiebn könnte, falls mir was passiert bevor sie 18 ist. Sie möchte heir nicht mehr weg, hier ist ihr zu Hause... Auch davor hat sie Angst, das ihr Papa sie dann weg holt....

Danke fürs zu hören!

LG Anna

Beitrag von amory 30.09.10 - 06:44 Uhr

Hallo,

ich finde es immer sehr schade, wenn "getrennte" Kinder den Kontakt zu einem Elterneteil verlieren.
Hier scheint es ja so zu sein, dass der vater sich gerne kümmern möchte oder wenigstens den Kontakt sucht. Hast du mal mit ihm alleine gesprochen, ob er sich erklären kann, wieso das Verhältnis so schlecht ist?
Natürlich liegt ihr ihre "neue" Familie am Herzen, aber ihren Papa schließen Kinder nciht einfach so aus ihrem leben aus.

ich kann den Vater auch verstehen, ich würde nie wollen, dass mein Kind von jemand anderem adoptiert wird.
Und was den Namen angeht: mein Kind heißt wie ich und ich würde meinen Namen schon aus diesem Grund immer behalten. Sollte ich mal heiraten brauche ich also einen mutigen, aufgeschlossenen Mann, da es für den KV shcon schwer genug ist, dass sie meinen Namen trägt und nicht seinen;)
Es war deine Entscheidung, einen anderen Namen zu wählen.....Das solltest du deiner Tochter auch mal sagen, damit der Vater nciht immer der Buhmann ist.

Habt ihr mal über familienhilfe oder Psychologen nachgedacht? Deiner Tochter scheint es nicht gut zu gehen. Wenn man in so jungen jahren shocn drüber nachdenkt, wo man hinkommt, wenn Mama etwas passiert ist das nicht normal.

Am Ende hilft nur reden, reden, reden und für sie da sein. Ihr Sicherheit geben und ihr mit taten zeigen, dass sie Teil der Familie ist. Und das zu ihrer Familie eben auch ihr Vater gehört. Vielleicht habt ihr ja genug Abstand mittlerweile, um ihn etwas einzubeziehen? Vielleicht fehlt deiner Tochter ein Zeichen, dass sie ihren Papa akzeptieren darf, das er dazu gehört. Es klingt zwar so, als würdest du ihr das sagen, aber vielleicht sprechen deine Taten andere Worte? Lade ihn soch mal zu Dingen ein wie: Zimmer von ihr neu einrichten, gemeinsamer Ausflug mit allen, etwas abseits von Feiertagen.
Ich denke, ihr müsst auf jeden Fall miteinander reden. So wird das nichts und er wird immer ihr Vater bleiben. Auch bei einer Adoption.

gruß, Amory

Beitrag von babylona 30.09.10 - 12:26 Uhr

Hey du,
hm... beim Lesen ergibt sich irgendwie der Eindruck, dass für deine Tochter ihr Vater der Faktor sein könnte, der ihre "Integration" in die neue Familie "behindert". Sie will Teil eurer "ganz normalen Familie" sein, aber der Umgang mit ihrem Vater passt dafür nicht so recht in ihr Bild. So klingt es erstmal. Vor diesem Hintergrund ist es natürlich doppelt belastend für sie, dass sie nun als Einzige einen anderen Familiennamen behalten soll. Ehrlich gesagt hatte ich da auch gleich einen Kloß im Hals: Klar, für uns Erwachsene spielt sowas keine Rolle, aber ich denke, für ein Kind kann so etwas von großer Bedeutung sein - Einschätzungen von Erwachsenen zählen da nicht.
Warum behältst du nicht einfach deinen Familiennamen mit ihr gemeinsam? Ich würde meinen Nachnamen niemals abgeben, solange meine Tochter noch so heißt, auch wenn es der Name meines Exmannes ist (und dass der Vater dem neuen Familiennamen nicht zustimmen möchte, kann ich auch verstehen. Er scheint seine Tochter zu lieben und möchte sie nicht einfach in eine neue Familie "abgeben").
Hol dir doch mal professionellen Rat bei einer Familienberatungsstelle. Ich hatte da auch immer Vorbehalte, aber mir ist wirklich sehr professionell geholfen worden, ohne dass ich das Gefühl hatte, irgendwie sozial beschränkt zu sein, weil ich dort hingehe. Im Gegenteil, es wird wirklich geschätzt, wenn man sich ums Kindeswohl bemüht.Und einzig darum geht es doch hier.
Alles Gute euch!
LG,
babylona

Ich finde es eine gute Idee, mit dem Vater mal allein zu sprechen.

Beitrag von lakeisha24301 30.09.10 - 12:30 Uhr

Hallo!

Danke erstmal. Habe unten noch mal was dazu geschrieben....

LG Anna

Beitrag von lakeisha24301 30.09.10 - 12:29 Uhr

Hallo!

Ich fürchte dann muss ich doch weiter ausholen evtl versteht man dann meine Tochter ein bisschen besser...

Mein Exmann hat eine gespaltene Persönlichkeit und war früher sehr aggresiv. Er wurdde angezeigt etc etc und musste dann entweder ins Gefängnis oder in das Bezirkskrankenhaus bei uns in der Nähe. (Psychatrie)

Auf jeden Fall kam er da rein , als ich noch schwanger war. Er war nun die letzten 8 Jahre da drin und nur im 1. Jahr hatte ich ihn mit Lakeisha zusammen dort drin besucht. Dann trennte ich mich und zog zu meiner Mutter. Ich hab ihn nie wirklcih da drin besucht. Wollte ihn nicht mehr sehen. Da ist einfach ziemlich viel passiert und damals wusste er auch nicht was er mit ihr anfangen soll und hat sich nicht wirklich für sie interessiert. Ich weiss nicht ob er es von sich aus nicht wusste/wollte oder ob es auch die Tabletten waren die er bekam aber er hatte damals schon keinen Bezug auf sie. Sie war schon als Baby ungern bei ihm und hat viel geweint. Sie ist also nur mit ihrer Oma, ihrer Tante und mir groß geworden.

Als ich meinen jetzigen LG kennen gelernt hab war er, der erste "Mann" bzw "Papa" in ihrem Leben. Da war sie 2 JAhre alt. Sie hat ihn aber sofort gemocht , mit ihm gekuschelt, auf ihn gehört mit ihm gespielt usw. Allerdings war da eben auch schon sehr früh die Eifersucht ihm gegen über . Sie hatte einfach Angst das er kommt und mich ihr weg nimmt.
Es war ein jahrelanger Kampf das es endlich besser wird. Heute nach 7 Jahren fängt sie immer noch das spinnen an wenn sie sieht das wir uns küssen, händchen halten etc. Es ist eine schwierige Lage. Sie will zwar seinen Namen und mag ihn schon auf eine Weise aber die Eifersucht ist immer noch da.....

Auf jeden Fall war sie während den ganzen 8 Jahren als der KV in der Klinik war nie bei ihm drin. Ich hatte Lakeisha öfter zu ihrer Oma (seiner Mutter) oder zu ihrer Uroma (seine Oma) aber wie die ihn da drin besucht haben weiss ich nicht 100%. Er sagte mir mal, sie kamen nicht sehr oft. Also da konnte sich auch nichts aufbauen bei den beiden.

Er hatte zwar dann nach ein paar Jahren schon "Ausgänge" aber auch da wollte sie ihn nicht sehen. Einmal wollte er sie abholen da hat sie die ganze Zeit geschrien und geheult wie am Spieß. Nur weil ich ihr gut zugeredet habe ist sie dann mit. Aber sie war total verstört danach. Ich hab dann gesagt das ich das eine zeitlang erst mal nicht mehr möchte und irgendwann haben wir es wiede probiert. Aber wirklich glücklich ist sie nicht wenn sie dahin "musste"....

Dann wie gesagt bin ich letztes Jahr mit ihr zu ihm, aber das war auch nichts gescheites. Sie ist nur hin weil er einen neuen Hund hatte und den wollte sie sehen. Sie liebt Tiere über alles. An ihrem Papa hatte sie kein Interesse.

Heute morgen kamen wir wieder irgendwie auf ihn zu sprechen, da meinte sie gleich wieder: Scheiss Papa!

Und nun Antworten auf deine Fragen: Mit ihm alleine gesprochen erübrigt sich in dem Fall. Er weiss wieso das sie ist. Weil die beiden eben nix aufbauen konnte, und sie will das auch jetzt nicht. Noch dazu meint sie immer Papa ist ihr peinlich. das kann ich auch verstehen. Er ist jetzt 31 und benimmt sie wie ein 18 jähriger. "Cool" Rapper Kleidung, immer sein dummes Gelaber, dann isser irgendiwe total kindisch... Ich meine immer noch man könnte meinen er ist ein wenig zurück geblieben. Ich kenne viele über 30 , aber keinen der so ist wie mein Ex mann....

Den Namen möchte ich ablegen damit ich endlich von ihm und seiner Familie weg bin. Es war damals sehr schlimm.. Gewalt etc. Seine Mutter ist genauso. ... Es war einfach eine harte Zeit. Und ich würde alles darum geben, den Fehler von damals u ändern. Aber das geht nun mal nicht. Noch mal würde ich ihn nicht heiraten.

An einen Kinderpsychologen habe ich schon öfter gedacht. Wir waren damals auch schon nahe dran... Sie hatte damals eine Pädagogin und die meinte Lakeisha hat sehr große Verlustnängste.... Weil sie ebn schon einiges durch hat...

Ich würde ihn gerne mit einbeziehen. Wie gesagt ich bin es die ihn anruft wenn er Geb hat und muss dann sie ans Telefon bitten. Und nicht nur einmal ehe sie dann max. 1 minute mit ihm redet. Ich habe ihn eingeladen , ich habe ihm eine Karte aus dem Urlaub geschrieben und gesagt sie solll wenigsten ihren Namen drunter schreiben. Ich versuche wirklich viel aber sie will nicht.

Klar wird er immer ihr Vater bleiben selbst wenn mein LG sie adoptiert irgendwann. Aber wie gesagt es ist alles ihr eigener Wunsch. Manchmal glaube ich sie hat das damals alles mit bekommen was passiert ist und weiss das er ein , entschudligung, Arschloch ist....
Ich habe nie etwas über ihn gesagt, bzw unsere Beziehung weil ich sie eben nicht beeinflussen wollte. Er hat ihr nie was getan und würde es auch nie.

LG Anna

Beitrag von amory 30.09.10 - 13:21 Uhr

Hallo,

so klingt das ganze ziemlcih anders...hier kann man wohl kaum von einer normalen Trennungssituation sprechen.

Ich würde mit deiner Tochter dringend zu einem Psychologen gehen.
Und den Namen nicht ändern, solange sie ihn nciht auch ändern kann.
Ich verstehe dich zwar, aber das Signal deinem Kind gegenüber fände ich furchtbar.

grüße. Amory

Beitrag von lakeisha24301 30.09.10 - 19:46 Uhr

Hallo!

Nein normal ist das alles nicht. Und obwohl es so lange zurück liegt.. Wie gesagt....

Uns wurde aber gesagt das sie auch angehört wird , falls wir das dieses bzw nächstes Jahr machen wollen , mit der Einbenennung. Weil sie eben schon so groß ist und man eben sie nach dem Wunsch fragt.

Psychologen.. Ich denke wir werden das auch mal tun. suche nur noch den richtigen. Und es sollte eine Frau sein, denn mit Männern kann sie es nicht besonders gut....


LG Anna

Beitrag von babylona 30.09.10 - 13:30 Uhr

Oha... das ist ne Geschichte... Und ändert natürlich was am Gesagten.
Ich denke, es wäre wirklich sinnvoll, sich mal an eine Familienberatungsstelle zu wenden. Vielleicht empfielt man dir dort eine Psychologin, vielleicht aber auch etwas Anderes. Vielleicht ist es auch gar nicht so gut, wenn deine Tochter immer so als "Sonderling" behandelt wird, bestimmt möchte sie einfach ganz normale Verhältnisse (so war das bei mir als Kind).
Alternativ bliebe nur, mit dem Vater nochmal zu sprechen wegen der Einbenennung - vielleicht hat er ja doch ein Einsehen, wenn es seine Tochter glücklich(er) macht. Eine Adoption muss ja nicht unbedingt sein.
Ansonsten lasst es doch vielleicht auch mal eine zeitlang bewenden, sprecht nicht mehr so viel darüber, überrede sie nicht zum Kontakt - vielleicht fragt sie irgendwann selbst mal wieder nach dem Vater?
Im Übrigen bin ich sicher, dass sie als kleines Kind viel davon mitbekommen hat - auch wenn du ihr bewusst verbal nichts davon gesagt hast. Ich merke es selbst - in Gesprächen mit 3. unterhält man sich ja doch über den Vater und die Kleinen kriegen es eher mit, als man glaubt.
Und wenn es nur deine Ängste waren vor seiner Aggression - sowas spürt ein Kind. Und vielleicht hat sie solche Urängste vor ihm auch behalten... hatte ich vor meinem Vater auch, obwohl er mir nie was getan hat.
Aber gut, ich will jetzt hier auch keine Küchenpsychologie anstellen. Mein Rat: Beraten lassen.
LG und alles Gute!
babylona

Beitrag von lakeisha24301 30.09.10 - 19:52 Uhr

Hm muss ich mal schauen wo es bei uns eine Familienberatungsstelle gibt...

Also als "Sonderling" wird sie eigentlich gar nicht behandelt... Also von uns nicht. Von ihrer Oma , die Mama von meinem LG wurde sie serh verwöhnt und wird sie auch heute noch. Weil es eben damals so war und ihr tat das Kind so leid. Dementsprechend ist sie auch etwas "verzogen" und sehr verwöhnt aber das gehört hier nicht dazu ;-)

Wir behandeln sie genauso wie ihre 2 Geschwister und wir machen mit ihr nix was wir mit den anderen nicht auch tun würden.
Aber sie will eben mehr aufmerksamkeit von mir, will mehr gezeigt und gesagt bekommen das man sie liebt. Das ist etwas "nervig". Soll nicht böse klingen aber genau deswegen (eifersucht) wollte ich eh mal was tun. Nur einen richtigen Psychologen bzw nen guten will ich dann auch oder ob das überaupt notwendig ist etc...
Ich denke ich such mal s eine Beratungsstelle auf...

Wir wollten auch eigentlich von herzen nun die Einbenennung. Das andre stand noch nicht wirklich zur Debatte. Klar haben wir alle mal drüber geredet aber durch ziehen wollten wir es noch nicht.

Mit dem Papa reden hat keinen Sinn. Da kommen nur wieder Drohungen etc. Er würde das niemals dulden.

Ja ich weiss. Leider merken die Kleinen sehr oft was los ist......

LG und Danke°!

Beitrag von sumpfdotterblume89 30.09.10 - 13:29 Uhr

Meine Mutter hat das alleinige Sorgerecht und ich hatte über Jahre keinen Kontakt zum Erzeuger (war 6 als es in die Brüche ging) und weder die Einbenennung noch eine Adoption waren ohne das Einverständnis des KV durchzubringen. Trotz alleinigem Sorgerecht.
Jetzt bin ich 21, heiße noch so wie mein Erzeuger und hab's überlebt.

Als Kind war es auch schrecklich für mich, da meine Mama auch nochmal Kinder bekommen hat und die anders hießen.

Kenne eure Situation nicht, aber wenn du dich austauschen willst kannst du mich gerne über VK kontaktieren.

LG und einen dicken Drücker an die Kleine!

Beitrag von lakeisha24301 30.09.10 - 19:44 Uhr

Oje das lässt unsere Hoffnungs wegen der Einbenennung schwinden... Das hätte ich gerne für sie getan. Gut spätestens wenn sie 18 ist kann sie das selbst machen aber das sind noch mal 9 Jahre... Und ich weiss genau das sie ihre Meinung nicht ändern wird......

Naja die Situation ist oben schon gute beschrieben....
Melde mich die Tage evtl mal. Danke!

LG

Beitrag von carrie23 30.09.10 - 22:07 Uhr

Ich wollte das auch mal also so heißen wie mein Stiefvater.
Gut wir leben in Österreich aber hier wäre ds möglich gewesen, es hätte gedauert mein Vater hätte Einspruch einlegen können aber wirklich was gegen die Einbenennung tun hätte er nicht können.
Adoption ist wieder etwas anderes, das geht nur mit seinem Einverständnis.
Gut ich habe nie so geheißen wie mein Stiefvater, aber ich war schon 15 als meine Eltern geheiratet haben und da hats mir nicht soviel ausgemacht-ist halt doch was anderes als mit 9.
Ich habe auch bis ich 13 war mit meine leiblichen Vater zusammen gelebt, war aber froh als meine Mutter sich scheiden lies und wir wegzogen.
Aber das hatte auch gute Gründe, auch Gewalt und leider auch Ablehnung seinerseits dass sich irgendwann in Ablehnung meinerseits geäußert hat.
Mit meinem leiblichen Vater hatte ich keinen Kontakt mehr bis er 2008 an einer Gehirnblutung gestorben ist.
Trotz dass ich nichts mit ihm zu tun hatte, trotz dass ich ihn abgelehnt hatte hat mich das schon getroffen.

Versucht es gerichtlich durchzusetzen, die adoption werdet ihr jedoch vergessen können.

Beitrag von lakeisha24301 30.09.10 - 22:22 Uhr

Ja Einspruch wird er auch einlegen. DAs weiss ich jetzt schon. Und es ist ein nervlich belastender Krieg dann wieder. Ich werde die Zeit hassen. Aber ich tus für sie. Sie wills wirklich unbedingt und ich kann das scho einerseits gut verstehen...

Oh je das tut mir leid für dich!

Hm wenn sowas bei ihrem Papa passieren würde, weiss ich nicht ob es ihr jetzt nicht egal wäre. Vielleicht wenn sie älter ist und es versteht aber jetzt....

Beitrag von carrie23 30.09.10 - 22:28 Uhr

Ich weiß auch nicht wie ich mit 13 reagiert hätte, aber mit 25 hats mich schon irgendwie umgehauen weil er ja auch erst 51 war.
Er war für mich kein guter Vater, aber für meine Brüder hat er sich verändert und war ein perfekter Vater der sich tatsächlich rührend um sie gekümmert hat.
Vielleicht waren wir uns immer zu ähnlich, wir hatten nie einen Draht zueinander.

Beitrag von lakeisha24301 30.09.10 - 22:44 Uhr

Ja ich denke wenn man älter ist, reagiert man auf sowas anders wie wenn man noch ein Kind ist...

Beitrag von carrie23 30.09.10 - 22:10 Uhr

http://dejure.org/gesetze/BGB/1618.html

"Das Familiengericht kann die Einwilligung des anderen Elternteils ersetzen, wenn die Erteilung, Voranstellung oder Anfügung des Namens zum Wohl des Kindes erforderlich ist."

DAS könnte für euch sehr wichtig sein-versucht es

Beitrag von lakeisha24301 30.09.10 - 22:20 Uhr

Danke schön! Ja sowas hatte ich schon mal gelesen! Die Einbennung werden wir auf jeden Fall versuchen und hoffentlich auch schaffen....

Und das Sorgerecht ist nervig aber bisher musste er nirgends unterschreiben und ich habs alleine machen können. Bis auf ihr Sparbuch. das muss ich nun auf meinen Namen machen lassen und ihr dann übertragen wenn sie 18 ist. Ich möchte nicht da er da drauf zu griff hätte.. Mit Geld kann er nicht umgehen..

LG Anna

Beitrag von carrie23 30.09.10 - 22:26 Uhr

Ich wünsch euch auf jeden Fall viel Glück.
Wenns so wichtig für die Kleine ist sollte er es auch verstehen.
Es geht ja nicht um die Rechte an seinem Kind sondern rein um den Namen.
Sie will halt auch dazu gehören und wenn ihr alle anders heißt ist das natürlich schwer nachvollziebar für eine 9 jährige.

Beitrag von lakeisha24301 30.09.10 - 22:45 Uhr

Danke schön!

Ja. Genau darum gehts. Ich möchte sie ihm nicht weg nehmen. Sonst hätte ich nicht versucht den Kontakt herzustellen. Aber Das mit dem Namen belastet sie sehr.

Ich fürchte aber das er es anders sieht..... Naja gut muss man eben durchs Gericht.

Beitrag von hummelinchen 03.10.10 - 18:47 Uhr

Hallo Anna,
du kannst versuchen dass alleinige AE zu bekommen aber das wird nichts werden und das ist auch in Ordnung so. Denn das Kind hat nun einmal einen anderen Vater und da liegt auch wohl das Problem.
Ich glaube dir, wenn du sagst, dass du den Kontakt zum Vater begrüßen würdest, ich verstehe so aus der Ferne nicht, warum sie das abblockt.
Mein erster Gedanke wäre, sie will so sehr ein "echtes" Familienmitglied sein, dass sie den Vater abblockt, denn er ist ja "schuld", dass sie nicht dazu gehört (evtl. Kinderlogik).
Es ist wichtig, sich mit dem Problem des Kindes auseinander zu setzen und zwar nicht, es ihm recht zu machen, sondern es ihm begreiflich zu machen, dass Zusammengehörigkeit nichts mit Namen zu tun hat und das ihr Vater nun einmal ihr Vater ist - das muss sie lernen.
Sie muss einen realistischen Blick dafür bekommen um auch irgendwann mal wieder mit dem Vater los ziehen zu können...
Wenn sich dieser Gedanke in dem Kind aber schon manifestiert hat, frag lieber mal biem KIA nach und besuche mal den Kinderpsychologen...

Denn auch ein Vater hat Rechte, verstehst du? Er will Kontakt zu seinem Kind, warum also sollte er auf sein Kind verzichten sollen? Es ist vielmehr deine Aufgabe dem Kind zu verdeutlichen, dass sie einen anderen Papa hat, der sie liebt und auch wenn sie den Namen ändern würde, sie hätte einen anderen Papa - sie kann das nicht ignorieren... Und du auch nicht...

Warum will sie ihren Vater nicht sehen??? Was antwortet sie dir auf diese Frage?

lg Tanja

Beitrag von lakeisha24301 03.10.10 - 19:47 Uhr

Hallo!

Les mal die anderen Antworten da steht alles ausführlich drin...


LG Anna

Beitrag von hummelinchen 04.10.10 - 18:56 Uhr

Hab ich, dass was relevant wäre, steht da nicht ...

Anscheinend bist du nicht gerade zugänglich, willst nur hören, was du hören willst... Kann das sein?

Schade...

Beitrag von lakeisha24301 04.10.10 - 19:46 Uhr

Ich bin sehr zugänglich und es stimmt nicht das ich nur das höre was ich hören will. Aber die anderen scheinen das Problem ja auch gelesen zu haben...

ICH mache schon alles was ich kann.

Warum sie den Kontakt ablehnt? Na weil sie ihn nicht kennt. Würdest du mit 9 Jahren zu einer wildfremden Person gehen für die du dich schämst? Sie hat Angst vor ihm!

Ihre Familie ist hier und nicht ihr Papa. Er gehört nicht zu ihrer Familie. Das sagt sie in der Schule und überall so. Wenn sie nach den Eltern gefragt wird, dann sagt sie , die Mama und der Hans-Peter. Ihren Papa sagt sie da nirgends. Sie will ihn nicht einladen und sonst auch nix.

Und das du denkst , sie würde denken er sei schuld stimmt aus oben genannten Gründen nicht.
ER ist einfach fremd für sie. Und sie möchte ihn eben auch nicht näher kennen lernen.

Und los ziehen wird sie nie mit ihm! Das kann ich dir heute schon sagen. Das sind zwei ganz verschiedene Welten...

Psychologen haben ja oben auch schon einige geschrieben und ich sagte auch bereits das wir das auch schon mal gedacht haben... Wir hatten ja damals diese Pädagogin und auch vom JA war schon jemand da. Man kann sie nicht zwingen wenn sie nicht will. Dazu ist sie zu alt. Das würde sie noch mehr verstören.

Warum sie ihn nicht sehen will steht auch in den anderen Beiträgen und hier auch wieder. Sie sagt sie mag ihn nicht, sie hat Angst er ist ein Arsch etc etc etc...
Und das mit dem Namen , werden wir machen. Und klar bleibts immer ihr Papa aber sie ist mit meinem LG groß geworden und nicht mit dem biologischen Papa. Also Papa ist für sie der Hans-Peter und nicht ihr leiblicher Papa. Sie sagt zwar Papa aber das is auch schon alles.


LG Anna