Mein Sohn ist körperlich und geistig behindert.

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von vonnie28 29.09.10 - 23:25 Uhr


Hallöchen
Leon ist 4,5 Jahre alt und ist auf den stand eines 3 Jährigen.
Sind hier Eltern wo die Kinder auch solche Probleme haben??????
Würde mich über Erfahrungsberichte sehr freuen
Er hat:
-multiple Entwicklungsverzögerung
-Sprachentwicklungsverzögerung(auf allen sprachlichen Ebenen)
-Perzetionsstörungen
-emotionale,soziale Störungen
-schwaches Immunsystem
-häufige Atemwegserkrankungen

Danke.

Beitrag von dennyweber 29.09.10 - 23:55 Uhr

Hallo vonnie,

mein Sohn ist mittlerweile 8 1/2 Jahre alt. Seit kurz vor seinem 2. Geburtstag wissen wir, dass er aufgrund einer Hirnfehlbildung körperlich und geistig zurück ist. Die Prognose war damals, dass uns niemand sagen konnte, ob er einmal sprechen oder laufen wird. Laufen lernte er mit etwa 2 1/2 Jahren (erste Schritte). Er halt allerdings leichte Spastiken und wird sein Leben lang Krankengymnastik machen müssen.
Seit er sechs Jahre alt war, brauchte er keine Windeln mehr.
Sprachlich war er noch mit 6 Jahren ganz schlecht ... Aussprache, aktiver Wortschatz, Satzbau.... Katastrophe... trotz massiver Förderung. Und plötzlich gab es einen Schub nach vorne.
Jetzt besucht er das 2. Schuljahr einer Grundschule als Integrationskind und hat bereits etwas Lesen gelernt. Auch im Zahlenraum bis 10 kann er ein bisschen rechnen. Sozial/emotional hat unser Sohn große Probleme. Er kann sich nicht in andere Gefühle hineinversetzen, braucht eine sofortige Bedürfnisbefriedigung, kann andere Grenzen nicht erkennen und einhalten, ist oft grob und verfügt über fast keine Konfliktlösungsstrategien. Dies ist auch der Bereich, an welchem ich am meisten zu "knabbern" habe.

Ich weiß nicht, was dein Kind genau hat und welche Prognosen euch die Ärzte gaben. Aber ich möchte dir sagen, dass du immer nach vorne gucken musst und immer die Fortschritte sehen musst. Und nutze alles, was dir an Hilfen und Therapien angeboten wird.

Ich wünsche dir/euch alles Gute #klee!

LG
Denny

Beitrag von fragole 30.09.10 - 10:25 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist 4 1/4 Jahre alt und bei ihm wurde jetzt auch eine multiple Entwicklungsverzögerung festgestellt. Auch sagte uns die Ärztin nun, dass er Wahrnehmungsstörungen hat. Die endgültige Diagnose über das SPZ läuft aber noch. Wir gehen nun seit dieser Woche in einen heilpädagogischen KIGA und hoffen das die Förderung Fortschritte bringt. Würde mich freuen, wenn wir uns über email austauschen könnten. Unsere Söhne sind ja im gleichen Alter. Wenn du magst, dann sende mir bitte eine mail über mein profil. Ich freu mich drauf.

LG Astrid mit David (* 16.05.2006)


Beitrag von susle 01.10.10 - 22:52 Uhr

Hallo,

ja, wir auch!
Mein Sohn ist auch 4,5 Jahre alt und hat massive Probleme in Sprache und Motorik. Seine beste Freundin ist drei, ihr hinkt er in der Entwicklung doch um einiges nach. Wie aber sein genauer Stand ist - hm, keine Ahnung. Zweieinhalb vielleicht...
Wir haben nun zwei Jahre Frühförderung hinter uns (Krankengymnastik, Heilpädagogik und Logopädie) und fallen seit diesem Schuljahr aus der Förderung raus, weil er eine SVE besucht. Krankengymnastik machen wir weiter, Logopädie ist gerade Pause.
Gesundheitlich geht es ihm zum Glück gut (nachdem er in den ersten zwei Jahren unzählige Male krank war), dafür kämpfen wir mit extremen Schlafstörungen.
Was mir zu Schaffen macht ist, dass keiner sagen kann, wie stark er wirklich beeinträchtigt ist/bleiben wird. Auch haben wir nie eine richtige Diagnose erhalten, was ihm jetzt eigentlich genau fehlt.
Wie war das bei Euch, wann hast Du bemerkt, dass was nicht stimmt? Habt Ihr besondere Untersuchungen machen lassen?
Über deine Antwort, gerne auch per VK, würde ich mich sehr freuen.

lg susle

Beitrag von minni44 03.10.10 - 18:28 Uhr

Hallo Ihr Lieben,

mein Sohn ist zwar schon 13 aber auch er ist Entwicklungsverzögert vor allem sprachlich merkt man das. Außerdem leidet er unter Muskeldystrophie Typ Duchenne welche erst 2005 festgestellt wurde, weil die Kinderärztin immer meinte er sei faul und träge. Dabei konnte er kaum aufstehen in einem Jahr wo er noch laufen konnte hatte er ständig offene Knie ich habe ihn dann Knieschoner für Inliner angezogen.
Ich kann nur sagen haltet die Köpfe hoch unsere Kinder sind was ganz besonderes. Sie geben uns sooo viel wieder.
Als ich das erste mal mit Ihm im Rolli in die Stadt geschoben habe bin ich allen ausgewichen die stur geradeausgegangen sind. Das war ein richtiges Slalom. Ich kam mir so komsich vor. Mitlerweile sage ich den Leuten wenn sie im weg sind oder frage auch mal ob mir jemand helfen kann.
Er geht in eine Schule mit dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung und dort ist absolut gut versorgt. Er hatte nicht einen Tag an dem er nicht in die Schule gehen wollte. Ergo, KG bekommt er dort und einmal die Woche geht er zur Schulpsychologin.

Wisst Ihr was, manchmal glaube ich, dass die Kinder mit einer Entwicklungsverzögerung besser zurecht kommen wie wir.

Bei Duchenne weiss man vorher nicht, wann es zu Ende geht. Ich bin dann immer ganz froh, dass mein Sohn nicht im Internet nachschauen kann was seine Krankheit bedeutet.


LG Minni