Schwul

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Forum: Allgemeines

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Beitrag von sonnenstrahl1 30.09.10 - 09:42 Uhr

Hallo
Ich habe gestern erfahren das mein Patenkind schwul ist. Er will mich auch noch anrufen und mit mir darüber sprechen. Für seine Mama ist es kein Problem für seinen Papa wohl schon #klatsch. Unsere Oma weiß es auch schon und für sie ist es wohl auch ok. Unser Opa weiß es noch nicht und ich befürchte das wir schon vorsorglich den RTW rufen können wenn er es erfährt #zitter Für mich ist das gar kein Problem. Jetzt gehen mir aber doch so ein paar Fragen durch den Kopf.

Wird man schwul geboren oder liegt es doch auch etwas an der Erziehung.

Kann man sich denn mit 19 Jahren als schwul bezeichnen oder ist es eher so "ich mach das Gegenteil von der Mehrheit" (Er ist der Typ dafür (vom Gegenteil ;-) ))

Versteht mich nicht falsch, ich habe gar kein Problem damit wenn er glücklich ist und verstehe auch nicht wie man das als Papa nicht akzeptieren kann :-[ aber diese Fragen stell ich mir grad.

LG
sonnenstrahl1

Beitrag von purpur100 30.09.10 - 09:56 Uhr

Hi,
is wohl so, daß es meistens den Vätern/Opas schwer fällt, einen schwulen Sohn/Enkel zu akzeptieren. Scheint in den Köpfen drinzustecken, daß ein Schwuler kein "richtiger Mann" ist.
Total bescheuert, aber es wird wohl noch sehr lange dauern, ehe es bei allen angekommen ist, das schwul oder hetero nix mit den menschlichen Qualitäten ansich zu tun hat.
Interessant finde ich, daß dich dein Patenkind anrufen will um mit dir darüber zu sprechen.
Ein Hetero-Patenkind würde nicht anrufen (brauchen).
Ach, doof aufzuschreiben. Du weißt bestimmt, was ich meine, ja?

Beitrag von sonnenstrahl1 30.09.10 - 09:59 Uhr

Ich weiß was du meint. Leider ist es so das es einfach was "ungewöhliches" ist. Ich kann mir jetzt schon vorstellen wie sein Herz rast wenn er meine Nummer wählt. Echt schlimm.

Er ist ein Mensch und wenn er glücklich ist soll er sein Leben so leben wie er es möchte (solang er keinem schadet) und nicht wie andere es gerne hätten.

Beitrag von purpur100 30.09.10 - 10:03 Uhr

"Er ist ein Mensch und wenn er glücklich ist soll er sein Leben so leben wie er es möchte (solang er keinem schadet) und nicht wie andere es gerne hätten. "

ob man das dem Opa genauso erklären/sagen kann?
#klee#klee

Beitrag von windsbraut69 30.09.10 - 10:20 Uhr

Genau die gleichen Gedanken hab ich auch und kann es schlecht formulieren.
Ganz problemlos scheint das Thema für die Familie nicht zu sein, wenn explizit drüber geredet und gerätselt wird.

Wie Du schon schreibst - ein heterosexuelle Kind würde nicht so eine Welle machen und der Familie offiziell seine sexuelle Orientierung mitteilen.

LG

Beitrag von purpur100 30.09.10 - 10:32 Uhr

"ein heterosexuelle Kind würde nicht so eine Welle machen und der Familie offiziell seine sexuelle Orientierung mitteilen. "

Können wir uns darauf einigen, daß ein heterosexuelles Kind nicht so eine Welle machen MUSS?
Wäre es endlich in den Köpfen drin, daß es schnurzegal ist, ob jemand hetero oder schwul/lesbisch ist, dann wären solche Outings und "Welle machen" total überflüssig.

Beitrag von wolpertinger64 30.09.10 - 11:32 Uhr

Hallo

du hast mit deiner Aussage vollkommen recht :-)

LG

Manu

Beitrag von purpur100 30.09.10 - 11:43 Uhr

:-)

Beitrag von agostea 30.09.10 - 12:21 Uhr

Korrekt!

Beitrag von bezzi 30.09.10 - 09:59 Uhr

Ich denke, man wird so geboren und macht das auch nicht nur, um sich von der Masse abzuheben. Wenn er sich "outet" wird es ihm schon ernst sein.

Beitrag von nadjilia 30.09.10 - 10:00 Uhr

Hallo

man wird nicht durch Erziehung schwul. Ausserdem sind die meisten Menschen nicht 100% auf ein Geschlecht fixiert, auch wenn sich das (vor allem Männer) kaum eingestehen.

Selbst wenn es sich um ein Ausprobieren handelt, ist doch wurscht. Es gibt ja noch mehr, als die beiden Hauptkategorien Hetero- und Homosexuell. So soll es Frauen geben, die 20 Jahre mit einem Mann leben und die nächsten 20 mit einer Frau. Beides mal glücklich.

Sexuelle Präferenzen können sich ändern, eine Prädisposition jedoch scheint angeboren. Hinzu kommen natürlich Zwänge, die von aussen, oder von innen wirken: Wie man leben soll, will, kann.

LG
Nad

Beitrag von mamamia-1979 30.09.10 - 17:54 Uhr

Hallo


Die veranlagung beginnt schon im Mutterleib. Habe da mal etwas drüber gelesen hat wohl etwas mit den Cromosomen zu tun;-).


Gruss

Beitrag von yamie 30.09.10 - 10:08 Uhr

...schwul geboren...???


großer gott, ich hoffe diese frage ist nicht ernst gemeint.

Beitrag von atarimaus 30.09.10 - 10:13 Uhr

Warum denn nicht?

Es wäre interessant zu wissen, obs in den Genen steckt oder ob andere Einflüsse die sexuelle Ausrichtung bestimmen. Damit verurteilt man doch niemanden.


Gruß
Beate

Beitrag von sonnenstrahl1 30.09.10 - 10:15 Uhr

doch, ist sie

Beitrag von julia222 30.09.10 - 10:23 Uhr

#aerger Jeder wußte wohl, wie die TE es gemeint hat.
Man kann auch mal jedes Wort auf die Goldwaage legen!

Ich hoffe, deine Antwort ist nicht ernst gemeint.
Du weißt doch auch gar nicht, ob Gott groß war....

Beitrag von ninnifee2000 30.09.10 - 10:30 Uhr

Du weißt doch auch gar nicht, ob Gott groß war....

=> Das ist gut, muss ich mir merken.

#rofl

Beitrag von zeitblom 30.09.10 - 12:18 Uhr

war?

Beitrag von purpur100 30.09.10 - 12:22 Uhr

noch jemand mit ner Goldwaage in der Hand ;-)

Beitrag von ayshe 30.09.10 - 12:45 Uhr

"Wer ist Gott?"

"Was meinst du denn?"

"Gott ist einer im Himmel, den noch nie jemand gesehen hat."

"Und was macht er da?"

"Er paßt auf die Eerde auf."

"Worauf denn?"

"Daß es keine Erdbeben gibt und keine Vulkanausbrüche und Überschwemmungen."

"Und warum passiert es dann doch?"

"Dann konnte er auch nichts machen."


Das Gespräch hatte ich vorgestern mit meiner Tochter, Religionsunterricht.
Wie sollen komplett nichtgläubige Eltern bloß damit umgehen?????
#gruebel
Wahrscheinlich muß ich einfach die Klappe halten.

Beitrag von purpur100 30.09.10 - 12:47 Uhr

ich bin froh, daß ich mit meinem Hund solche Gespräche NICHT führen brauch ;-)

Beitrag von ayshe 30.09.10 - 12:53 Uhr

Tja.

Mir ist es ja egal, ob sie glaubt oder nicht glaubt, das soll sie ja auch für sich entscheiden.
Im Moment ist sie allerdings viel zu klein, um das zu können, denn sie hat im Grunde nichts verstanden und null Vorstellung davon.

Aber kann einfach nichts dazu sagen, es sei denn, ich rede komplett gegen meine Überzeugung und lüge sie voll.
DAS kann ich aber auch nicht.


Mir gibt es kein so tolles Gefühl, wenn ich mir so ansehe, was den Kindern im Religionsunterricht so erzählt wird.
Mein Mann steht da genauso ratlos da wie ich.

Naja, mal sehen.

Beitrag von echtjetzt 30.09.10 - 13:29 Uhr

Du musst ihr das ja nicht als das verkaufen, woran du glaubst. Erzähl ihr doch einfach "im christlichen Glauben ist das so und so.." usw..

Beitrag von ayshe 30.09.10 - 15:07 Uhr

Ja, das versuche ich ja auch. Aber sie fragt MICH, sie will wissen, was ich glaube. Und da kann ich eben entweder lügen oder ihr jede Illusion nehmen und damit auch noch beeinflussen.