Montessori Privatschule oder städt.GS?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von nane75 30.09.10 - 09:53 Uhr

Jetzt wird es akut, wir müssen uns langsam entscheiden.
Auswahl
priv.Montessori Ganztagsschule mit Ferienbetreuung mtl.300.-€ Schulgebühr
oder
städt.GS ,nachmittags müsste die Hortgruppe im KIGA besucht werden.
Kosten : 160.-€

Montessori Schule ist in der Stadt, ichwürde ihn bringen und holen, da sich die Zeiten mit meinen Arbeitszeiten decken.
Städt.GS würde ich ihn morgends bringen, mittags müsste er ca.10 min.alleine zu dem Hort gehen(das gibt mir Bauchweh, da er diesen Stadtteil gar nicht kennt und gerne trödelt ect.)
Es muss ein Gastschulantrag gestellt werden.

Unsere Sprengelschule kommt nicht in Frage, da es weder eine Hort ,noch Fereinbetreuung gibt.Wir arbeiten beide und haben keinerlei Verwandschaft !

Wie ist Eure Meinung?

Die kigagruppe wird zerrissen, weil die Kinder in 4 verschiedene Schulen kommen.



Beitrag von delfinchen 30.09.10 - 10:28 Uhr

Hallo,

ich finde, für eine Montessori-Schule sollte man sich entscheiden, weil man voll hinter dem Konzept steht und nicht, weil sie mit den Arbeitszeiten gut vereinbar ist.

Wenn du dich ausreichend mit dem Konzept beschäftigt hast und dahinter stehst,
und dir klar ist, dass dein Kind dann für den Übertritt - in eine öffentliche weiterführende Schule - den Probeunterricht abolvieren muss
kannst du eine "Entscheidung" treffen.

Aber wie gesagt, es sollten konzeptionelle und nicht praktische Gründe sein, die dich bei der Überlegung leiten.

Ich werde meine Zwillinge wahrscheinlich in einen MOnte-KIndergarten, aber in eine "normale" Grundschule geben.

Liebe Grüße und ein glückliches Händchen bei der Entscheidung,
Sabine

Beitrag von manavgat 30.09.10 - 10:39 Uhr

Wie soll man das beurteilen, wenn Du kein Wort über Dein Kind schreibst?

Montessori-Pädagogik ist toll für Kinder mit großer intrinsischer Motivation, die selbstbewußt und wißbegierig sind.

Nicht geeigent für Kinder, die Freiräume für Rückzug nutzen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von nane75 30.09.10 - 10:53 Uhr

Mein Kind ist schüchtern, aber sehr wißbegierig.Er ist neugierig und sehr klug.Sehr naturverbunden.
Ich glaube ,dass das Prizip "Lerne von selbst in Deinem Tempo"sehr gut zu ihm paßt.

Beitrag von manavgat 30.09.10 - 11:51 Uhr

Da muss man aufpassen.

Ich habe Kinder schon zur Vollbeschulung hier gehabt, um die Defizite aufzuarbeiten, damit sie in einer Regelschule Fuß fassen.

Die Kinder hatten sich jeweils in der Kuschelzone eingelebt und leider gar nichts gelernt.

Im Moment diskutieren wir über Kandidat Nr. 3. Auffällig ist, dass es Geschwisterkinder gibt, die sich hervorragend da entwickeln.

Gruß

Manavgat

Beitrag von ppg 30.09.10 - 10:54 Uhr

Ich hatte beide Kinder auf einer Montessori Grundschule - den Kindern gefiel es gut, aber gelernt haben sie nicht wirklich.

Beide haben gerne gerechnet, aber nicht gern geschrieben und gelesen. Meine Tochter konnte nach der ersten Klasse kein einziges Wort schreiben oder lesen. Wir haben dann auf eine Regelgrundschule umgeschult, beide Kinder haben jeweils eine Grundschulklasse wiederholt, damit sie ausreichend Grundlagen für das weitere Schuleben haben.

Mittlerweile besuchen beide die Klassen 7 und 8 an einer Realschule und haben sehr gute Noten und werden wohl beide nach der 10 aufs Gym wechseln und Abi machen.

Ob das nach den kompletten 4 Jahren auf der Montessori Grundschule auch der Fall gewesen wäre , wage ich nach unseren Erfahrungen zu bezweifeln.

Ute

Beitrag von nane75 30.09.10 - 10:59 Uhr

Das hört sich ja nicht gut an!
Die Montessori Ganztagsschule hier geht bis zur 10.Klasse!Erst dann kann man übertreten oder eben einen Beruf erlerne.

Beitrag von ppg 30.09.10 - 11:14 Uhr

Mein Sohn war ( und ist es bis heute noch ) ein sehr neugieriges Kind. Dennoch hat es nur nach Laune und Tagesform mitgearbeitet. Und so hin und wieder braucht er eben einen "Tritt in den Hintern" sonst schiebt er Dinge , die er nicht mag, ewig vor sich her.

Wir hätten nach der M. -GS die Möglichkeit gehabt aufs Montessori Gym. überzuwechseln. Heute bin ich heilfroh, das wir uns umentschieden haben, weil uns von immer mehr Seiten zugetragen wird, das das Montessori Abitur in der Wirtschaft kein gutes Image hat. Und ehrlich, mir ist klar warum das so ist.

Letztlich ist es Deine Entscheidung. Unsere war ein Fehler, die meine Kinder leider mit einem zusätzlichen Schuljahr ausbügeln mußten.

Ute

Beitrag von nane75 30.09.10 - 11:41 Uhr

Du bringst mich jetzt ins grübeln, da ich überall nur positives gehört habe.
Was haben denn die Lehrer gesagt, dass Deine Kinder nach 1 Jahr weder schreiben noch lesen konnten?Fanden die das ok?
Wie haben Sie es aufgefasst, dass du Deine Kinder von der Schule genommen hast?
Haben sich Deine Kinder durch das Montessori Konzept verändert?

Es wäre nett, wenn du mir meine Fragen beantwortest.Ich weiß es sind viele...Danke Dir!

Beitrag von ppg 30.09.10 - 12:12 Uhr

Die Lehrer waren der Meinung das die Lust zum Lesen schon noch kommen wird - mir war das zuwenig.

Lesen und schreiben war ( und ist es eigentlich noch ) ein Problem meiner Tochter. Lust enwickelt sie erst jetzt, mit 13, aber nur wenn es ums chatten geht. Ihre Schulaufgeben machts sie, ihre Deutschnote pendelt zwischen 2 und 3 , aber freiwillig würde sie kein Buch anfassen, obwohl der Rest der Familie viel ließt.

Natürlich wurde das Konzept nicht verändert. Es hieß, das meine Kinder eben nicht für dieses Schulkonzept geeignet sind.

LG Ute

Beitrag von nane75 30.09.10 - 12:14 Uhr

Noch eine Frage,
was würdest du sagen, wie muss ein Kind sein um für das Schulkonzept geeignet zu sein?

Beitrag von ppg 30.09.10 - 12:19 Uhr

Ich denke, das die Kinder sehr motiviert sein müssen. Aber ich habe meine Zweifel, ob man soviel Selbstdisziplin von einem Grundschüler erwarten kann.
Es mag da bestimmt Ausnahmen geben, aber bei mir gehörten beide Kinder nicht dazu, obwohl sie auf den Regelschulen gute Leistung erbringen.

LG Ute

Beitrag von arkti 30.09.10 - 18:38 Uhr

Niemals Montessori und schon gar nicht wenn man nicht dahinter steht.
Montessori muss auch zuhause gelebt werden.

Beitrag von lisasimpson 30.09.10 - 20:23 Uhr

ich würde dir raten schau dir die schule nan.
Montessoripädagogik hat hand und fuß.
Ich bin da voll und ganz überzeugt von. ich glaube daß wirkliche Bildung nur so und nicht anders funktioniert- daher habe ich mir alles, was meine bildung anbelangt auch selbst erarbeitet- und das obwohl mir 13 jahre bayerisches schulsystem das auszutreiben versucht haben:)

ABER: noch viel stärker als an öffentlichen regelschulen ist die Lehrerpersönlichkeit in einer Montessorischule entscheidend- denn mit dem lehrer lebt (oder stirbt) das Konzept.

UND: du brauchts geduld. du mußt wirklich davon überzeugt sein, daß dein kind (so wie ALLE kinder) lernen wollen und lernen werden- aber eben nicht alle zur gleichen zeit das gleiche.
ja vielleicht lesen und schreiben kinder (die voher keinen montessori kindergarten besucht haben) nicht nach 3 monaten wie in ner regelgrundschule- aber das darf eben auch nicht dein ziel sein. du darfst nicht erwarten, daß dein kind "funktioniert"- sondern daß es lernen will.
ein problem ist wirklich wen ndu dann mit privater nachhilfe oder üben zu hause das "ausbügeln" willst.
du mußt zutrauen zu deinem kind haben. sonst geht das nicht.

befass dich mit dem Konzept und schau dir den lehrer an - davon würde ich die entscheidung abhängig machen

lisasimpson

Beitrag von nane75 01.10.10 - 09:08 Uhr

Danke für Deine Antwort, genauso werde ich es machen!

Beitrag von why-is-me-so-dumb 01.10.10 - 08:19 Uhr

Hallo,

habt Ihr bereits bedacht, dass Ihr als verheiratetes Paar in einer Montesorischule 40 Stunden im Monat ehrenamtlich mitarbeiten müsst? So ist das zumindest bei den Montesorischulen in und um München.
Für uns war das nicht mit dem Beruf vereinbar. Und unser Sohn kommt zum Glück auch auf der Regelschule gut zurecht.

LG, Sophie

Beitrag von nane75 01.10.10 - 09:07 Uhr

Wir müssen 50 Stunden jährlich mitarbeiten.Das ist ok für uns!Wir kommen auch aus dem Münchner Umland!

Beitrag von geli0178 01.10.10 - 23:43 Uhr

Hallo,

wir haben zwei Montessori Schulen in unserer Stadt und die zwei sind so verschieden wie Tag und Nacht. In die eine Schule würde ich ohne Probleme mein Kind geben, in die andere Schule auf gar keinen Fall. Wie in vielen Schulen hängt es auch bei Montessori daran wie die Lehrer sich bemühen. Da kann das Konzept noch so gut oder schlecht sein es sind immer die Lehrer die einen großen Anteil am Erfolg oder auch Misserfolg haben.
Ich kenne im Bekanntenkreis zwei Montessorie Fälle mit unterschiedlichem Ausgang. Beide Kids haben den Montessorie Kindergarten besucht bzw besuchen ihn noch. Kind C hat danach zehn Jahre die Montessorie Schule besucht und danach ihr Fachabi angefangen. Kind L wird vom Besuch einer Montessorie Schule vom Kinderarzt abgeraten. Grund: Kind L ist gut im Lernen und sehr selbstbewusst, aber es nutzt die Gelegenheiten aus sich immer wieder zurückzuziehen so stark aus, dass es sich nicht an den Gruppenaktivitäten beteiligt weil es es das nicht muss.
Schau Dir die Schulen an und spreche ggf. mit dem Kinderarzt über das Thema.

Alles Gute

Geli