blöde kommentare

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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von daphnia 30.09.10 - 10:04 Uhr

Kann ja sein, dass ich überempfindlich bin, aber als ich gestern das Puregon aus der Apotheke geholt habe, konnte sich die Apothekerin nicht verkneifen, einen blöden Spruch rauszuhauen.

"Sie wissen schon, dass Sie sich da ganz schön was zumuten?"

Ach, nee. Ich spritz mir das Zeug zum Spaß, wissen Sie?

Hätte ich gerne gesagt. War aber zu perplex, um einfach mein Rezept zu nehmen und mir das Zeug woanders zu besorgen.

Und das war in der Apotheke, die mit unserem KiWU-Zentrum zusammenarbeitet und die Medikamente deshalb vorrätig hat. Das Nasenspray hatte ich mir in einer anderen Apotheke besorgt (die hätten beinahe nicht rechtzeitig liefern können) und da hat man mir nur "alles Gute" gewünscht.

Kriegt ihr auch solche unnötigen Kommentare zu hören, oder bin ich da an eine besonders bescheuerte Apothekerin geraten?

Beitrag von staubfinger 30.09.10 - 10:09 Uhr

#schock ich wäre auch sauer und das bei der Kiwu Apo. Das würde ich beim nächsten Termin mal kurz neiläufig erzählen.

Ich gehe eigentlich auch zur Kiwu Apo weil sie dor alles haben. meine Hausapo ist mir aber viel lieber. Da fragt man intressiert nach und drückt die Daumen. Leider sind die nicht immer so gut ausgestattet...

Nicht ärgern sondern gehen ist wohl am besten.

Lieben Gruß#liebdrueck
Staubfinger

Beitrag von carmen7119 30.09.10 - 10:11 Uhr

Meine Patentante arbeitet ihr Leben lang in einer Apotheke.Sie hat mir ständig versucht klar zu machen wie gefährlich das doch alles sei und das wäre es doch nicht wert!

Hallo?????

Sie haben ja irgendwie recht!!!!!!!!
Aber helfen tuts auch nicht!!!!

Carmen :-)

Beitrag von andarielle 30.09.10 - 10:27 Uhr

Mein erstes und letztes Clomi-Rezept. Apothekerin schaut drauf, bricht in Gekichere aus, holt die Packung, kichert immer noch und wünscht mir viel Spaß *dabei*...#aerger...

Ein ähnlich spaßiges Erlebnis hatte ich mit Schmerz-Medikamenten nach 2 OPs vor ein paar Wochen - "oh, das ist aber schon harter Tobak, den Sie da bekommen, wollen Sie es nicht erstmal mit Ibuprofen probieren"... ey, hallo?

Wenn ich in einer Apo solche Rezepte vorlege, mag ich maximal hören, ob ich weiß wieviel ich wann nehmen muß und vielleicht noch ein "alles Gute für Sie", aber garantiert nicht solche Kommentare! #klatsch

Viele Grüße
Anda

Beitrag von motmot1410 30.09.10 - 10:52 Uhr

Was geht die das an?
Unverschämt! Bei uns in der Apotheke waren sie immer super nett und da wir so oft Medis nachkaufen mußten bzw. auch einiges bestellt werden mußte, kannte sie uns nachher schon.
Ich bin mir sicher, dass ihnen dort klar, was wir gerade machen. Aber NIEMAND hat sich uns gegenüber dazu geäußert. Man hat uns nur über die Lagerung aufmerksam gemacht. Und das erwarte ich auch von einem Apotheker. Ansonsten brauchen die sich nicht beschweren, wenn die Konkurenz aus dem Internet immer größer wird.

Beitrag von daphnia 30.09.10 - 10:53 Uhr

Oh, Mann. Pharmaziestudenten sollten vielleicht mal ein paar Psychologiekurse besuchen, anstatt den ganzen Tag im Labor zu stehen.

Danke für die Antworten :-) Hatte schon Angst, dass ich einfach nur hysterisch bin.

Beitrag von blattgoldflieger 30.09.10 - 11:19 Uhr

Ich finde das extrem unprofessionell. Ich glaube, ich wäre da noch mal hingegangen, nachdem ich mich gesammelt habe. Oder hätte zumindest eine Mail geschrieben, falls möglich. Das geht einfach gar nicht. Es gibt ja Apotheken, wo ein "Diskretionsabstand" markiert wird. Wozu braucht man den, wenn die Apothekerin indiskret ist?

Ich habe bislang nie irgendeinen doofen Kommentar gehört. Gerade von der Apotheke, die mit der KiWu zusammenarbeitet, würde ich das nötige Fingerspitzengefühl erwarten.

Beitrag von daphnia 30.09.10 - 11:31 Uhr

Ich hab jetzt meinen Mann hingeschickt. Müssen eh noch die zweite Packung Puregon abholen, die gestern nicht vorrätig war. Er regt sich bei soetwas nicht so auf wie ich. Ist ja eigentlich schöner, wenn man jemandem ganz sachlich erklären kann, dass er sich danebenbenommen hat.

Beitrag von lucccy 30.09.10 - 11:27 Uhr

Hallo,

ich weiss nicht, ob solche Kommentare immer so gemeint sind, wie man sie wahrnimmt.
Vielleicht hat die Apothekerin eigene Erfahrungen mit dem Thema und dachte an die pychische Komponente, die man am Anfang des Themas und vor den Behandlungszyklen gerne verdrängt? Oder auch an die Fälle, wo "sie sind schwanger" und "wir fahren sie sofort in den OP" in einem Atemzug genannt werden?

Wie lange dauerte eigentlich Deine Aufklärung über die ICSI in der Praxis, die nicht die Behandlung durchführt?

Aber ja: früher hätte ich genauso gedacht wie Du.

Gruß Lucccy

Beitrag von motmot1410 30.09.10 - 11:38 Uhr

Ich finde es trotzdem unverschämt. Denn selbst wenn es so gemeint war, unterstellt sie einem indirekt, dass man nicht im Stande ist sich ausführlich zu informieren. Und das finde ich auch ganz schön frech. Immerhin kennt sie die Person nicht annähert, die vor ihr steht. Außerdem steht auf dem Rezept ja auch nicht drauf, die wievielte Behandlung es ist.

Beitrag von lucccy 30.09.10 - 12:03 Uhr

Hallo,

es kommt da auch auf den Tonfall an. Und den müsste man schon selber hören.
Und sich ausführlich informieren und wirklich auf die Tagweite gefasst sein, das sind zwei Paar Schuhe. Ich würde der Apothekerin heute (nach mehreren ICSIs) mit Nein antworten.

Gruß Lucccy

Beitrag von motmot1410 30.09.10 - 12:12 Uhr

Na und? Meine Mutter hat eine Leber transplantiert bekommen und wußte vorher natürlich auch nicht, was da auf sie zu kommt. Aber sie hatte halt keine andere Wahl und genauso geht es uns mit unserem Kinderwunsch. (auch, wenn die Alternative nicht ganz so dramatisch gewesen wäre) Und genauso wie es der Apotherkerin nicht zu steht, die Entscheidung eines Lebertransplantierten zu kommentieren, verhält es sich mit der Entscheidung eines Kiwu-Paares. Ich finde einfach, dass solche Aussagen total distanzlos sind.

Beitrag von lucccy 30.09.10 - 12:59 Uhr

Hallo,

ich finde, man kann eine Lebertransplantation nicht mit einer Kiwu-Behandlung vergleichen. Zumal Kiwu-Medikamente für ganz unterschiedliche Behandlungstypen nutzbar sind, je nach Krankheit und Dosierung.
Ganz nebenbei: wo hat die Apothekerin denn die Entscheidung kommentiert? Ich las im Ursprungsbeitrag nichts von "würd ich nicht machen" oder "würd ich ihnen abraten".

Gruß Lucccy

Beitrag von blattgoldflieger 30.09.10 - 11:56 Uhr

Es ist eigentlich egal, wie solche Kommentare gemeint sind. Ich finde, ein Apotheker hat das einfach nicht zu kommentieren, was er an Medizin rausreicht - egal ob Fußpilz, Verstopfung oder Kinderwunschbehandlung. Ich möchte - so ich nicht ausdrücklich danach frage - nicht die persönliche Einschätzung des Apothekers zum meinem Scheidenpilz, meinen Magenproblemen oder eben meinem Kinderwunsch hören. Oder anders gesagt: Mein Problem geht ihn nichts an.

Wenn ich den Apotheker seit Jahren kenne und man eine Gesprächsebene hat, ist das etwas Anderes. Aber jemand wildfremden so einen Spruch mit auf den Weg zu geben, finde ich unprofessionell.

Beitrag von lucccy 30.09.10 - 12:54 Uhr

Hallo,

dann haben wir ein völlig unterschiedliches Berufsbild vom Apotheker. Für mich sind Apotheker nicht nur Packungsabgeber sondern auch Berater. Sie kennen die Medikamente und können mich auch auf Nebenwirkungen (psychisch oder physisch) oder Wechselwirkungen beraten.

Gruß Lucccy

Beitrag von miss_manu 30.09.10 - 13:01 Uhr

Hallo!

Ich finde auch dass es einen Apotheker nichts angeht. Vor allem Kiwu ist ein heikles Thema und die Dame sollte eigentlich wissen, dass wir uns nicht gerne mit Medis vollpumpen sondern eben keine andere Wahl haben. Indirekt sagt sie ja damit auch: "warum lassen Sie es nicht einfach sein", oder?
Sagt sie etwa zu einem Krebspatienten, der seine Medis holt:"Naja, da muten Sie sich aber schon viel zu, wieso sterben sie nicht einfach?"
War jetzt überspitzt formuliert, aber es geht ums Prinzip.

Ich verstehe den Apotheker auch nicht nur als einfachen Packerlgeber und habe selbst schon in Apotheken nach Wechselwirkungen bzw. Erfahrungen mit einem Medikament gefragt. Doch genau DAS ist der Punkt: Ich habe danach gefragt.

Ich glaube auch nicht, dass die Apothekerin das Kommentar böse gemeint hat, dennoch ist es unprofessionell und absolut unangebracht!

Beitrag von lucccy 30.09.10 - 13:18 Uhr

Hallo,

was alle hier aus der Frage doch hören...

Vielleicht hätte die Apothekerin ja auch noch gute Tips gehabt und sei es nur der mit dem Eiswürfel. Den hatte ich übrigens auch aus der Apotheke und nicht von urbia. ;) Ich hab auch nicht gefragt, sondern nur zugehört, als man mir dieses Gespräch angeboten hat. Bis dahin dachte ich auch, ich wäre gut informiert gewesen...

Gruß Lucccy

Beitrag von blattgoldflieger 30.09.10 - 13:15 Uhr

Beratung ist etwas Anderes als Bewertung. Und ein Satz wie "Sie wissen schon, was sie sich da zumuten" hat für mich etwas Wertendes. Und vor allem ist es ein persönlicher Kommentar, der nichts mit dem Medikament oder der Behandlung zu tun hat. Und der einem darüber hinaus auch nicht weiterhilft. Denn schlauer in Bezug auf die Nebenwirkungen ist die Kundin danach ja auch nicht. Höchstens verunsichert. Und das kann ja wohl absolut nicht die Aufgabe des Apothekers sein.





Beitrag von lucccy 30.09.10 - 13:23 Uhr

Hallo,

tja, das Sender-Empfänger-Problem. Ob es nun eine Wertung oder doch nur der Versuch war, ein Gespräch anzubieten, wird wohl immer das Geheimnis dieser Apothekerin bleiben.

Gruß Lucccy

Beitrag von miss_manu 30.09.10 - 13:29 Uhr

Hallo Lucccy,

Ein Gespräch anbieten kann man aber auch auf eine andere Art und Weise.
Nochmals: es geht nicht um die Absicht der Apothekerin, die werden wir sowieso nie erfahren.
Es geht um ungebetene, wertende Kommentare einer fremden Person, die auf unprofessionelle Art und Weise geäußert wurden.

Sie hätte beispielsweise Sagen können: "Wenn Sie möchten kann ich Ihnen noch einiges über die Nebenwirkungen des Medikamentes erklären" oder "Wurden Sie bereits vom behandelnden Arzt über die Wirkungsweise des Medikaments aufgeklärt?" Das sind vollkommen wertfreie Angebote, keine Neunmalklugen Von-oben-herbab-Weisheiten wie "Na sie wissen aber eh was sie sich da antun, oder?", was einerseits die Unterstellung inkludiert, die Patientin wisse nicht was sie da nehme und andererseits das Medikament an sich als etwas gefährliches und schlechtes bewertet.
Hoffe ich konnte mich klar ausdrücken.

Gurß, Manu

Beitrag von lucccy 30.09.10 - 13:42 Uhr

Hallo,

dann sind wir uns ja fast einig. Ich denke nämlich, dass ein "sie wissen, was sie sich da antun" auch je nach Tonfall unterschiedlich aufgefasst werden kann und somit entweder von-oben-herab sein kann oder auch ehrliches Bedauern.
Und ich denke, dass es hier nicht nur um die Nebenwirkungen des Medikaments gehen sollte, sondern um die Behandlung generell. Und einige Risiken habe ich zwas mal gehört oder gelesen, aber richtig bewusst wurden sie mir erst viel später.

Gruß Lucccy

Beitrag von daphnia 30.09.10 - 11:57 Uhr

mmhh, wenn man darüber nachdenkt, wird so etwas in der Art schon dabei gewesen sein. Ich bin sicher, sie meinte das nicht böse.

Aber künstliche Befruchtung ist nunmal ein heikles Thema, und wenn die Apothekerin nichts davon hält, muss sie das ja nicht an den Leuten auslassen, die anders keine Kinder kriegen können.

Meine FÄ hat mir halt erklärt, was die in der KIWU-Klinik für Möglichkeiten haben. Dass es ne ICSI sein muss, wusste sie ja nicht, obwohl sie sehr sicher war, dass es an meinem Mann liegt. Ich bin zur KIWU-Klinik gegangen und hab noch ein bisschen gehofft, dass es doch an meinen Hormonen liegt, aber mit ner IVF hatte ich eigentlich schon gerechnet.

Mir zu unterstellen, ich hätte nicht richtig über die Sache nachgedacht, steht einer Apothekerin wirklich nicht zu.

Beitrag von fuxx 30.09.10 - 12:14 Uhr

also ich finde Ihr dramatisiert das Ganze zu sehr.
Ich glaube nicht, dass die Dame Dir irgendwas unterstellen wollte, vielmehr wollte Sie zu verstehen geben, dass die Medikamente wirklich eine Menge Nebenwirkungen haben können.
Ich bin fest davon überzeugt, dass viele Ärzte einfach irgendwelche Medikamente verschreiben ohne die genauen Nebenwirkungen zu kennen. Apotheker kennen sich mit den Mitteln meist wesentlich besser aus.

Nimms Ihr nicht übel, ich glaube nicht, dass Sie Dir was negatives sagen wollte.

Beitrag von motmot1410 30.09.10 - 12:26 Uhr

Es spricht ja auch nichts dagegen, wenn der Apotheker über Nebenwirkungen aufklärt. Aber die Kundin zu fragen, ob sie wisse, was sie sich damit antue, ist etwas anderes.
Und was bringt diese Frage? Und was bietet sie, als Alternative?
Klar, birgt eine IVF/ICSI Risiken in sich. Und auch psychisch ist so eine Behandlung nicht leicht weg zustecken. Aber: Was ist die Alternative?
Meine Frauenärztin (die eigentlich nie schnell zur Chemie-Keule greift) meinte in dem Beratungsgespräch auch, dass sie zu einer ICSI raten würde. Auch wenn die Behandlung belastend sei, könne sie uns aber eventuell schnell zu unserem Wunschkind verhelfen und damit unsere Ehe auch wieder entlasten. Immerhin zerrt ein unerfüllter Kinderwunsch sehr stark an den Nerven und ohne Behandlung sicher nicht weniger, als mit.
Das ist jedenfalls meine Meinung und letztendlich muß das jedes Paar für sich entscheiden.
Und böse gemeint hin oder her. Ich möchte nicht meine ganz persönlichen Lebensentscheidungen von irgendeiner wildfremden Person kommentiert habe.

Beitrag von lucccy 30.09.10 - 13:09 Uhr

Hallo,

was war das schwierigste an Deiner ICSI? Hast Du eine Überstimu (mit KH-Aufenthalt) gehabt? War Dein SST gleich eindeutig? Hast Du vorher negative Versuche (GV nach Plan, IUI, ...) gehabt?

Gruß Lucccy

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