Langsam schleicht sich das schlechte Gewissen ein...

Archiv des urbia-Forums Frühchen.

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Forum: Frühchen

Obwohl die Überlebenschancen für früh geborene Kinder immer besser werden, müssen vor allem Eltern von extrem Frühgeborenen oft für die gesunde Entwicklung ihres Kindes kämpfen. Der Frühchenmediziner Dr. Matthias Jahn beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von snoopy601 30.09.10 - 12:32 Uhr

Hallo Ihr Lieben!

Die Zeit ist so schnell vergangen und langsam kommt das schlechte Gewissen...
Noch 6 Wochen dann wird die Maus ein Jahr und der Kiga geht los!
Eigentlich freue ich mich wieder "richtig" arbeiten zu gehen (gehe seit April schon 2 Nachmittage die Woche) aber jetzt kommt der Wehmut... :-(
Sie ist doch noch so "klein" und ausser sich rollend fortzubewegen, macht sie auch noch gar keine Anstalten zwecks Vierfüßler, Krabbeln, Sitzen und so! Dazu ist sie auch noch soooo sehr "Mama Kind"!!!
Momentan denke ich es war ein Fehler sie schon mit einem Jahr anzumelden, aber da wusste ich ja auch noch nicht das es ein Frühchen wird... :-(
Hab ganz schön Bammel was da alles auf uns zukommt! #zitter

Wann gingen/gehen Eure Mäuse in den Kiga und wie war die erste Zeit???
Kann mir mal jemand ein wenig Mut machen???

Danke und LG Snoopy mit Mausi (33+3 mit 1.600 Gramm + 41 cm)

Beitrag von nasenbaer81 30.09.10 - 12:42 Uhr

Hallo Snoopy,

dieses Gefühl kenne ich auch. Marlon kam bei 34+1 spontan mit 2350g und 46cm zur Welt. Inzwischen ist er 1Jahr alt und geht seit 1 September in die Krippe. Ich muss auch wieder arbeiten.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass er sein Frühchen-Status bereits abgelegt hat und als normal entwickeltes Kind gilt.
Ihm macht es Spaß. Er schmeißt mich jetzt sogar raus. Kaum fällt das Wort "Tschüß" fängt er an zu Winken und grinst. Ganz nach dem Motto: "Geh ruhig, ich pack das schon!" Ich finds auch süß, wie die anderen Kinder sich um ihn kümmern. Er ist eben der Jüngste.
Ihr habt doch die Probezeit zusammen. Keiner wird euch mit Macht auseinanderreißen. Alles erfolgt schrittweise und dem Kind angepasst.
Probiert es aus, es wird schon werden.
Und die Wiedersehensfreude beim Abholen ist auch toll.

Es ist das erste Loslassenkönnen der Kleinen. Ein kleiner Schritt zum Erwachsenwerden. In den meisten Fällen fällt es der Mama fiel schwerer als dem Kind.

Liebe Grüße
Nicole

Beitrag von maschm2579 30.09.10 - 13:36 Uhr

Hallo,

bei uns in der Gruppe sind 2 Frühchen. 1x meine Tochter geb mit 36+0 und dann die Tochter meiner Freundin geb 30+0.
meine Tochter kam mit 7,5 monaten in die Krippe und wechselte in die jetztige mit 11 Monate. Sie konnte weder robben, sich hochziehen oder ähnliches. Nach 4 Wochen Krippe war sie standfest und ist wie ne geistekranke gekrabbelt #freu
Die Tochter meiner Freundin hat innerhalb 6 Wochen ALLES aufgeholt und ist mittlerweile größer und schwerer als meine Tochter. Genauso spricht sie mehr. Die zwei sind nur 10 Tage auseinander.

Krippe kann also nur gut tun und schadet mit sicherheit nicht.

lg und alles gute
Maren

Beitrag von snoopy601 30.09.10 - 22:39 Uhr

Vielen Dank... Solche Worte hab ich echt gebraucht!!! :-D

Beitrag von belala 30.09.10 - 13:56 Uhr

Hallo snoopy,

ich finde deine Entscheidung richtig!

Ich kann deine Gefühle und Sorgen nachvollziehen, aber dein Kindchen wird dort richtig viel lernen und sich schneller entwickeln als du schauen kannst.
Wir Mütter neigen doch schnell dazu unseren lieben Kleine gar nciht so viel zuzutrauen oder aber auch die Bequemlichkeit kann sich schnell einschleichen.

Meine Püppi, geboren 24+3 SSw mit reichlich Komplikationen, kam mit etwa 20 Monaten (also 16Mon korr) in die Krippe.
Durch Nachahmung hat sie schnell viel gelernt und was ich mit der Bequemlichkeit meine, war es so, dass wir unserem Kind das Essen eher per Löffel und in Breiform anboten.
Im KiGa nahm sie sofort den Löffel in die Hand und aß alleine.

Viele Krankheiten (die bei jedem Kind normal sind) hatte sie bereits im ersten Jahr mitgemacht, weil sie eine ältere Schwester hat.

Mein Fazit:
Eine gute Kinderkrippe/-garten ist eine hervorragende Fördereinrichtung für die lieben Kleinen.

LG, belala die ihr Kind anmeldete als es noch auf der Intensivstation lag

Beitrag von mausmadam 30.09.10 - 14:56 Uhr

Ja, ich kenne das. Unsere Große war 8 Wochen, als ich wieder arbeiten ging.
Jetzt, bei den Zwillis, bin ich 2 Jahre zu Hause.
Es hat beides Vor- und Nachteile.
Vorteil ist, dass die Große weniger gefremdelt hat und überhaupt sehr aufgeschlossen ist. Nachteil ist die tgl. Trennung, die grad am Anfang oft mit Tränen war und ich manchmal mitheulen hätte können.
Bei den Zwillis bin ich ja jetzt schon über ein Jahr zu Hause (hatte BV) und obwohl ich genug zu tun habe, fällt mir manchmal die Decke auf den Kopf. MIr fehlt das "unter Men schen sein" oder halt mal nicht mehr nur Mami sein.
Andererseits geniesse ich das auch.
Jedes Kind ist da anders, in der Gruppe meiner Großen ist ein Mädchen, die immer noch fast jeden Tag weint, wärend unsere oft nicht mal mehr zum tschüss sagen kommt, weil sie schon ab ist in ihre geliebte Puppenecke :-p




Video unserer Süßen
http://www.youtube.com/watch?v=z7W5LQW6eRE

Beitrag von loewenhummel 30.09.10 - 21:32 Uhr

Meine Tochter, geboren 36+1 kam jetzt im September mit acht Monaten in den Kindergarten in eine super tolle Familiengruppe. Sie hat auch erst kurz vorher robben gelernt. Es gefällt ihr suuuper, sie guckt total gebannt den anderen Kindern beim Spielen zu, wuselt durch den ganzen Raum, die größeren kümmern sich total süß um sie, also wirklich alles gut. Nur dort schlafen, naja, das ist halt Zeitverschwendung und wird überbewertet, aber das ist zuhause nicht viel anders ;-)
Mach dir keine Sorgen, es wird ihr gefallen!

Beitrag von loewenhummel 30.09.10 - 21:40 Uhr

Ach ja, stell dich auf viele Infekte ein, wir haben grad die dritte fiebrige Erkältung innerhalb von vier Wochen (aber immer nur 2-3 Tage), das hat die Eingewöhnung natürlich ein bisschen verzögert. Wenn ich jetzt wieder arbeiten geh, befürchte ich, dass die Kinderkrankentage schnell aufgebraucht sind, da müssen dann halt die Großeltern ran...