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Archiv des urbia-Forums Kids & Schule.

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von ines0407 30.09.10 - 13:20 Uhr

Hallo zusammen!

Irgendwie ist mir das Herz ein bisschen schwer. Mein Sohn ist jetzt in die Schule gekommen und er wollte unbedingt mit den beiden Nachbarsjungs zusammen in eine Klasse. So, nun ist es ja so, dass bei dreien meist einer zuviel ist. Privat zum spielen klappt es eigentlich recht gut, nur in der Schule ist momentan meiner das fünfte Rad am Wagen. Mir tut das echt weh für ihn. Bin da eh so sensibel. Er kannte auch keine anderen Kinder in der Klasse und da Kontakte herstellen ist ja erst mal schwierig. Man kann da auch keinen gesunden Abstand zu halten, weil es direkte Nachbarn sind. Ich weiß nicht, wie ich ihn stärken soll, vielleicht auf ein anderes Kind in der Klasse zuzugehen. Hätten wir ihn doch bloß mit den Kindergartenkindern auf die Schule getan, da kannte ich auch gar keine Machtkämpfe her.

Wie handhabt ihr sowas? Haltet ihr Euch raus, nimmt Euch das auch mit oder bin ich die Einzige....


Danke fürs Ausheulen

Beitrag von claudia1500 30.09.10 - 14:07 Uhr

Hallo,

ist es nur für dich so schwer oder für deinen Sohn auch? Erfahrungsgemäß sehen die Kleinen das meist ganz anders und heute ist der gut und morgen der. Gib ihm ein bißchen Zeit sich mal richtig einzugwöhnen, ist ja doch noch alles neu für ihn.

LG Claudia

Beitrag von sweety03 30.09.10 - 14:18 Uhr

Hallo,

da würde ich mir überhaupt keine Gedanken machen, denn die Kinde regeln das erfahrungsgemäß ganz gut selbst und empfinden das gar nicht so krass wie wir Erwachsenen.
Beschwert er sich über die Situation? Wenn nicht, lass es so laufen, wenn doch, ermutige ihn, auf andere Kinder zuzugehen und sich zu verabreden. Wenn er da noch etwas zurückhaltender ist, frag ihn, welches Kind er nett findet und ruf die Mutter an.
Meine große Tochter ist jetzt gerade in die 2. Klasse gekommen und brauchte zu Anfang der 1. Klasse auch noch etwas Schützenhilfe von mir.
Im zweiten Halbjahr der ersten Klasse hat sie dann ihre Verabredungen allein organisiert.

Sweety

Beitrag von jazzbassist 30.09.10 - 17:48 Uhr

Eigentlich finden Kinder in diesem Alter noch sehr schnell und sehr spielerisch Freunde; da wird es eher in der Pubertät komplizierter, wo sich dann erste peer groups o.ä. bilden. Also normalerweise wäre ich dazu geneigt, mich da als Elternteil rauszuhalten und einem Kind die Chance zu geben, einen eigenen Weg zu finden und hier eigene Erfahrungen zu sammeln. Manchmal braucht das einfach nur Zeit, den passenden Mut zu finden - da kann man Kinder eigentlich als Elternteil gut aufbauen und einfach Mut zusprechen, hier auch mal auf andere Kinder zuzugehen.

Wenn ich jedoch das Gefühl hätte, dass es das Kind selbst belastet (oder merke, dass ein Kind hier nicht mehr alleine weiterkommt), würde ich ihn da aber etwas unter die Arme greifen. In dem Alter kann man da als Elternteil eigentlich noch sehr sehr leicht eingreifen. Veranstalten Sie doch z.B. eine Halloween Party, wo Ihr Sohn ein paar Kinder aus seiner Klasse einladen kann. Ein bisschen Gruseln, ein bisschen (von Eltern dirigiertes) gemeinsames Spielen (halt Gruppenspiele), viel Naschen und, schon finden Kinder da möglicherweise recht schnell zusammen. Selbst wenn sie etwas schüchterner sind. Vielleicht sogar mit Übernachtung und Nachtwanderung - wenn sie da noch 1-2 Eltern finden, die Ihnen da ein wenig bei unter die Arme greifen. Kinder schweißen bei so etwas eigentlich recht schnell "zusammen".