Nachehelichter Unterhalt nachträglich veränderbar?

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von leasonne 30.09.10 - 13:33 Uhr

Hallo,

mein Partner ist nun seit 1 Jahr geschieden. Für die Kinder (10+12) bezahlt er Unterhalt und auch für die geschiedene Frau einen monatlichen Betrag als "nachehelichen" Unterhalt. Dieser wurde auf 1,5 Jahre festgesetzt, somit muss er noch ein halbes Jahr bezahlen.
Die geschiedene Frau hat seit fast 3 Jahren eine neue Beziehung (in der Ehe begonnen) und zieht mit diesem Mann nun offiziell zusammen. Besteht die Chance, dass mein Partner aus dem Unterhalt für die Exfrau herauskommt? Sie hat damals bei Urteilsfestsetzung nur bis 13 Uhr täglich gearbeitet, nun arbeitet sie täglich 1 Stunde mehr. Kind 1 geht bis 16 Uhr zur Schule und Kind 2 bis 13 Uhr (ist dann alleine bis Mutter kommt).
In dem Urteil steht allerdings der Satz "nicht abänderbar".
Haben wir eine Chance dagegen anzufechten?

Wer kann uns da weiterhelfen?

Beitrag von ppg 30.09.10 - 14:46 Uhr

Ich finde es immer geil, wenn eine Next anfängt sich in Dinge reinzuhängen, die sie nix angehen.

Es hat seinen Grund , warum ein nachehelicher Unterhalt über einen so kurzen und überschaubaren Zeitabschnitt eingesetzt worden ist. Und ein Verschuldungsprinzip gib es weder bei Scheidungen noch bei Unterhaltszahlungen. Außerdem steht deutlich im Urteil, nicht abänderbar. Also ist es auch nicht abänderbar!

Mein Tip: Halt die Füße still und Dich aus allem heraus, was die ehemalige Ehe betrifft. Das ist definitiv nicht Deine Baustelle. Für meinen Ex Mann wär solche Einmischung gar ein Trennungsgrund ( Und nein, ich bekomme keinen Unterhalt - auch nicht für die Kinder, aber andere Geschichte )

Ute

Beitrag von leasonne 30.09.10 - 16:51 Uhr

Hallo Ute,

ehrlich gesagt bin ich etwas erstaunt, dass du mich hier angreifst.
Denn es war seine Bitte an mich, dass ich im Internet mich erkundige. Er selbst hat hier keinen Account und ist mit Internet nicht bewandert. Schließlich haben wir nun miteinander eine Familie wo auch Kinder im Spiel sind. Somit fehlt uns das Geld an allen Ecken.
Seine Ex hat ihn nach Strich und Faden betrogen (den anderen Mann hatte sie parallel während der Ehezeit).
Die Situation hat sich völlig geändert bei ihr (sie verdient inzwischen viel mehr wie bei der Festsetzung des Unterhalts) und die ganze Lage hat sich verändert durch das zusammenziehen mit dem Partner.

Somit hör bitte auf mich hier anzugreifen. Er bezahlt den Unterhalt für die Kinder auch weiterhin gerne.... die beiden sind ihm sehr wichtig. Nur warum sollte er für seine Ex zahlen die mit ihrem Partner auf extrem großem Fuße lebt? Da kann ich ihn sehr gut verstehen, dass er das nicht mehr einsieht.

LG

Beitrag von ppg 30.09.10 - 18:40 Uhr

Solange könnt ihr doch noch gar nicht zusammen sein, wenn Dein Partner erst seit einem Jahr getrennt ist.

Und das DIR Geld an allen Ecken und Enden fehlt, nur weil Dein Freund seine Altlasten zahlt ist kaum vorstellbar - schließlich hast Du doch auch vor diesem Mann irgendwie existiert. Und wenn Du einen Mann brauchst, der Dir die Rechnungen zahlt, darfst Du halt nicht auf Second - Hand - Männer zurückgreifen

Es ist vollkommen nebensächlich ob seine Ex viel mehr verdient wie vor einem Jahr ( was ich zu bezweifeln wage ) oder was mit ihren Freund ist. Und wenn sie in goldene Kloschüsseln sch....., es ist vollkommen nebensächlich, was die Unterhaltsregelung angeht. Auch ob die Ex Deinen Freund betrogen hat oder nicht ist nicht mehr Thema.

Fakt ist, das es sicherlich verdammt gute Gründe vor Gericht gab, damit dieser ( außergewöhnliche ) Unterhaltsanspruch festgesetzt worden ist. Außerdem wurde festgesetzt das dieser Anspruch unabänderlich ist - was noch außergewöhnlicher ist. Ich denke da wär Dein Freund der passende Ansprechpartner, um Dir die Gründe hierzu darzulegen.

Du als Next hast Dich einfach aus diesen Belangen komplett herauszuhalten - es ist nicht Deine Baustelle. Und wenn dein Freund nicht in der Lage ist einen Computer zu bedienen, ist er doch sicherlich befähigt seinen Anwalt anzurufen, falls er das Bedürfniss hätte , die Unterhaltsangelegenheit neu aufzurollen. Das er dies nicht tut, sollte Dir Grund genug sein, Dich nicht in seine Angelegenheiten einzumischen.

Persönliche Meinung:
Neidische Zweitfrauen, die der EX nicht das schwarze unter den Nägeln gönnen, sind einfach nur unangenehm und zutiefst unsympatisch. Vernünftige, kluge Frauen repektieren die Vorgeschichte ihrer Partner.

Ute

Beitrag von windsbraut69 01.10.10 - 06:33 Uhr

Die Kinder, die Du erwähnst, sind doch nicht seine, oder?
Du mußt doch mit Deinen Kindern vorher auch gelebt haben...

Gruß,

W

Beitrag von manavgat 30.09.10 - 16:53 Uhr

Da Du den Unterhalt nicht zahlst, verstehe ich gar nicht, warum Dich das interessiert.

Und wegen einem halben Jahr ein Fass aufmachen?

Wie blöd ist das denn?

Gruß

Manavgat

Beitrag von leasonne 30.09.10 - 17:03 Uhr

Hallo,

ich hab eben schon Ute geantwortet. Es ist der Wunsch meines Partners das zu klären.
Indirekt zahle ich klar den Unterhalt mit.... schließlich leben wir zusammen und ich muss ihn finanziell mit auffangen. Uns fehlt momentan an allen Ecken das Geld... klar dass das an den Nerven meines Partners zerrt.

Ich hatte mir eigenlich eine fachliche Antwort gewünscht. Mein Partner wollte seine Anwältin kontaktieren... ich jedoch würde es lieber ohne Gericht regeln.... den Kids zuliebe. Daher die Frage hier im Forum.

Beitrag von windsbraut69 01.10.10 - 06:31 Uhr

Wie wollt Ihr das denn ohne Gericht und Anwalt klären?
Fragt die Ex doch einfach, ob sie Verständnis für Eure finanzielle Situation hat und ihm freiwillig den Unterhalt erläßt!

Gruß,

W

Beitrag von redrose123 01.10.10 - 07:39 Uhr

Tja wir sind ja nur die Next mal sehen wie die Damen sich fühlen wenn sie in so einer Lage sind ;-) Aber die die dir hier sagen es ginge dich als next nichts an sind die die das Geld rausziehen weisste ;-) So sind sie eben #rofl

Beitrag von badguy 01.10.10 - 11:30 Uhr

Nee, du, das siehst du völlig falsch, die hier so rumgräten, sind die Ex! #rofl#rofl#rofl

Ich finds auch immer süß. Die Ex sind immer der oder die Bösen, die Neuen immer die Guten. Und unterm Strich sitzt für jede/n Ex irgendwo ein Mann oder eine Frau, die sich bei einem Gläschen Wein/Bier darüber freut, die alte Pestnelke los geworden zu sein.

Ich kenn das Gefühl wenn einem selbst das Geld überall fehlt, während jemand anders komfortabel lelbt. Aber immer locker bleiben, Zeiten ändern sich und Zeiten ändern dich.

An Stelle der Verfasserin würde ich versuchen, dieses halbe Jahr auszusitzen. Das Ding ist unabänderlich, zusammenziehen hin oder her und eine Stunde mehr Arbeit, das kostet zu viel Nerven...

Beitrag von redrose123 01.10.10 - 20:06 Uhr

Ich reg mich nicht mehr drüber auf ;-) Nur will man als neue Frau wie auch immer doch wissen was auf einen Zukommt, was an Kosten da anfallen. Ich war am Anfang auch nicht allwissend mit allden Zahlungen und Kosten....Das man sich nicht informieren darf, ohne gleich angegangen zu werden find ich frech.

Klar das halbe Jahr geht auch rum....Heute sage ich das wäre mir egal, traumhaft wenns nur noch ein Halbes Jahr ist :-)

Beitrag von ppg 01.10.10 - 18:40 Uhr

Falsch geraten:

Ich bin Ex und Next.

Aber in die finanziellen Verpflichtungen meines Partners mische ich mich nicht ein , weil ich mich und meine Kinder selbst versorge - so wie ich es auch schon VOR unserer Beziehung getan habe.

Ich bin selbstbewußt und stolz auf meine eingen Leistungen - da ist kein Platz für Neid

Ute