Kind, Karriere und wo bleibt die Familie (Teil 2)

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von gotschie 30.09.10 - 14:52 Uhr

Hallo,

ich starte mal ein 2tes Posting.

Mir geht es nicht um die Wertschätzung des Staates, sondern auch darum das Familie keinen natürlichen Standpunkt mehr hat. Es kommt mir so vor, dass DINK's (Double income no kids) einen höheren Stellenwert haben. Es ist nicht mehr "normal" Kinder zu haben.

Sollten dann doch mal welche kommen, dann ist das Geschrei groß, dass man ja nicht den selben Lebensstandard wie vorher hat und auf die ganzen Annehmlichkeiten nicht mehr verzichten kann.

Die Kinder kommen dann am Besten in die Kindertagesstätte, damit alle in der Familie Vollzeit arbeiten gehen können. Natürlich reicht dann das Geld um eine Haushaltshilfe anzustellen, Nachhilfe für die Kids extern einzukaufen. Dies ist für mich nichts anderes wie eine Umverteilung der Leistungen zu tun, die ich selbst auch erbringen könnte.


"Viel eher ist es darauf zurückzuführen, dass auch Mütter ein Leben außerhalb der Familie brauchen, sich verwirklichen wollen ect."

Klar soll die Mutter auch einen Beruf haben, aber zumindest sollte dies zurückgefahren werden, wenn die Kinder noch klein sind. Werden die Kinder größer, dann kommt die Berufstätigkeit auch wieder. Es soll ja keiner bis zur Rente Hausfrau und Mutter sein. Auch kann der Vater diese Rolle übernehmen. Knackpunkt ist hier nur wieder, dass die Männer meistens mehr verdienen.

Außerdem läßt es sich nicht verleugnen, dass die Mütter die Bezugsperson Nr. 1 sind (auch wenn jetzt alles wieder aufschreien) und aus diesem Grund heraus auch die Berufskürzung in Kauf nehmen. Mütter bekommen nunmal die Kinder.


"Ich bin "stolz" darauf, dass ich mit den Kindern morgens um 7Uhr das Haus verlasse und wir erst um 17Uhr (oder später) zuhause sind. Ich möchte meinen Kindern ein gutes Vorbild sein und uns (später) einen gewissen Lebensstandart ermöglichen. "

Warum stolz ? Was machst Du mit Deinen Kindern noch, wenn Du um 17.00 Uhr zuhause oder später bist? Ich glaube kaum, dass Du dann noch mit Ihnen spielen tust, Dich mit Ihnen auseinandersetzt.

"Der Staat ist eher der Feind der Arbeitenden geworden...werden doch den Hartz 4- Empfängern jetzt noch mehr Möglichkeiten gegeben, an alles günstiger zu kommen.
Das ist ein Thema, welches man mal zerpflücken müsste...denn DA liegt der Fehler hier.
Aber gut...das ist ein ganz anderes Thema und diese Diskussion gehört nicht in deinen Beitrag. "

Ja, genau darin liegt auch das Problem. Die Arbeit sollte vernünftig entlohnt werden und zwar so, dass man es sich als Familie leisten kann, dass einer ein paar Jahre zurücksteckt. Der Einstieg zurück in die Arbeitswelt sollte dann erleichert werden - motiviert sind die Leute ja. Es kann nicht sein, dass sich Arbeit nicht mehr lohnt.

Gruß
Gotschie

Beitrag von sweety03 30.09.10 - 15:08 Uhr

Und warum machst Du ein zweites Posting auf?
Ich denke, es haben sich mehr als genug Leute an der Umfrage beteiligt.

Sweety

Beitrag von perserkater 30.09.10 - 15:20 Uhr

Hallo

Ich konnte schon in der letzten Diskussion dein Problem nicht erkennen.

"Früher" war Frau zwar oft zu Hause aber der Haushalt war ein anderer. Da wurde Wäsche mit der Hand gewaschen, keine Spülmaschine, kein Staubsauger, keine Heizung - Kohle schleppen, kein Auto zum Supermarkt usw. Eine Hausfrau zu sein war damals ein Vollzeitjob! Da konnte die Mutter auch nicht ständig die Kleinen betütteln, die waren auf sich gestellt, verbrachten den Tag mit Geschwistern oder Nachbarskindern. Da sehe ich keinen großen Unterschied zu einem Kindergarten mit Fremdbetreuung.

Du willst zu Hause bleiben? Dann tu es. Und sei froh, dass du in Deutschland lebst. Kein anderes Land hat so viele Möglichkeiten 3 Jahre zu Hause zu verbringen. Die meisten Frauen dieser Welt haben weder Mutterschutz noch Elternzeit und trotzdem haben sie eine glückliche Familie mit allen was dazu gehört.

Davon ab, wie kann man sich nur so abhängig machen? Wenn mich mein Mann morgen verlässt möchte ich selber für mich (und die Kinder) sorgen können. Das nimmt mir doch keiner ab (außer Vater Staat aber das ist keine Lösung).

LG

Beitrag von nele27 30.09.10 - 16:17 Uhr

Richtig!!

Noch meine Oma hatte als Hausfrau ordentlich zu tun: Drei Kinder, schwerbehinderten Ehemann, 1000 qm Nutzgarten und keine elektrischen Küchengeräte. Stattdessen Teig mit dem Löffel aufschlagen, Wäsche mangeln, Kleidung nähen/ flicken usw usw usw.

Sie wäre nicht auf die Idee gekommen, den ganzen Tag um die Kinder rumzutüddeln #schock Die haben sich selbst beschäftigt. Man sah sich zu den Mahlzeiten.

Dass eine Mutter mit 1-2 Kindern und sonst nichts zu tun den ganzen Tag ihren Nachwuchs bespaßen kann, ist eine sehr neue Entwicklung, wie es sie auch fast nur bei uns gbt.

LG, Nele

Beitrag von floh79 30.09.10 - 19:57 Uhr

Sehe ich genauso!!

Beitrag von ida85 30.09.10 - 15:23 Uhr

Also zum einen verstehe ich auch nicht ganz warum Du noch ein 2. Posting aufmachst, zum anderen verstehe ich Dein „Gerede“ nicht wirklich, was ist eigentlich genau Dein Problem?? Soll doch jeder so leben wie es ihm für richtig erscheint.

Ich persönlich bin alleinerziehende Mutter und arbeite Teilzeit. Ich arbeite gerne und bin gerne Mutter, ich kann es mir nicht vorstelle, „nur“ Mutter zu sein. Arbeit ist für mich eine willkommene Abwechslung und Herausforderung.

„Warum stolz ? Was machst Du mit Deinen Kindern noch, wenn Du um 17.00 Uhr zuhause oder später bist? Ich glaube kaum, dass Du dann noch mit Ihnen spielen tust, Dich mit Ihnen auseinandersetzt. „
-> so ein Blödsinn. Wenn ich meinen Sohn nach der Arbeit abhole, dann hat er bis er ins Bett geht meine volle Aufmerksamkeit. Wir spielen, essen, reden, ich erzähle Geschichten etc.

Wer sagt, welcher Weg „richtig“ ist? Nur weil es früher so war, dass die Frau mehrheitlich zu Hause geblieben ist, soll es so bleiben?

LG

Beitrag von ayshe 30.09.10 - 15:33 Uhr

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zum anderen verstehe ich Dein „Gerede“ nicht wirklich, was ist eigentlich genau Dein Problem??
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Ist mir auch nicht wirklich klar, tröstet mich ja, daß du und perserkater das ähnlich empfinden.


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„Warum stolz ? Was machst Du mit Deinen Kindern noch, wenn Du um 17.00 Uhr zuhause oder später bist? Ich glaube kaum, dass Du dann noch mit Ihnen spielen tust, Dich mit Ihnen auseinandersetzt. „
-> so ein Blödsinn. Wenn ich meinen Sohn nach der Arbeit abhole, dann hat er bis er ins Bett geht meine volle Aufmerksamkeit. Wir spielen, essen, reden, ich erzähle Geschichten etc.
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#pro
Mir drängt sich gerade der Gedanke auf, daß diese Vorstellung evtl. daher kommt, daß man es über Väter so oft liest?
Eben auch hier bei Partnerschaft?
Väter, die nach Hause kommen und sofort erstmal die nächsten Stunden auf dem Sofa verbringen? #kratz

Beitrag von ayshe 30.09.10 - 15:29 Uhr

Hallo,

vllt kann ich jetzt dein erstes Post jetzt besser verstehen.
Aber ich sehe deine Sichtweise oder deine Behauptung nicht als solche vorhanden.
Du schilderst ja eher Paare, die eben gar keine Kinder haben wollten und dann eben ihr Leben auch gar nicht so ändern, wie andere, die es eben auf Kinder abstimmen wollen. #kratz

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Außerdem läßt es sich nicht verleugnen, dass die Mütter die Bezugsperson Nr. 1 sind (auch wenn jetzt alles wieder aufschreien) und aus diesem Grund heraus auch die Berufskürzung in Kauf nehmen. Mütter bekommen nunmal die Kinder.
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Bei uns nicht wirklich.


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"Ich bin "stolz" darauf, dass ich mit den Kindern morgens um 7Uhr das Haus verlasse und wir erst um 17Uhr (oder später) zuhause sind. Ich möchte meinen Kindern ein gutes Vorbild sein und uns (später) einen gewissen Lebensstandart ermöglichen. "
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Ehrlich gesagt, so etwas habe ich noch nie gehört.
Ich weiß nicht, woher du dieses Bild hast, aber vllt erscheint es dir größer als es ist.

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Was machst Du mit Deinen Kindern noch, wenn Du um 17.00 Uhr zuhause oder später bist? Ich glaube kaum, dass Du dann noch mit Ihnen spielen tust, Dich mit Ihnen auseinandersetzt.
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Oh doch, selbstverständlich, warum auch nicht?

Beitrag von lisboeta 30.09.10 - 15:32 Uhr

Weißt du ganz erhrlich, warum verkämpfst du dich so für das Thema?

- Wer sagt, dass die Mutter die Bezugsperson Nr. 1 ist, das sind doch alles nur von dir daher gesagte Plattitüden.
- wer sagt, dass Mütter nicht arbeiten sollten, haben sie doch früher auch schon immer getan.

Lass es doch jede so machen wie sie es will oder muss. Ganz erhlich ich kenne alles von Mutter zu hause, Mutter in Teilzeit, Mutter in Vollzeit, Vater zu hause und und ... jeder Variante hat Vor und NAchteil. Aber wichtig ist doch, dass die handelnden Personen glücklich.

#winke
lisboeta

Beitrag von manu10.04.76 30.09.10 - 16:06 Uhr

Hallo

Nur ganz kurz: Meine Großeltern beiderseits, sowohl die Eltern meiner Mutter wie auch die Eltern meines Vaters hatten sehr viel Landwirtschaft, Äcker, Tiere etc. alles was so dazu gehört u. a. noch Weinberge. Die eine Oma hatte 11 Kinder und die ander 8 Kinder.
Die Kinder mussten genauso mit anpacken, meinst du das war früher schöner und besser ?
Ich glaube kaum !!
Meine Kleine wächst mit viel mehr Spaß, Freizeit und viel kindgerechter auf und das obwohl ich halbtags arbeite.
LG Manu

Beitrag von anyca 30.09.10 - 16:09 Uhr

Also ich komme zwar nicht täglich, aber manchmal schon erst um 17 h nach Hause, und selbstverständlich kümmere ich mich dann um die Kinder (bin ja froh, wenn ich eben Schuhe und Jacke ablegen kann, bevor mir jedes meiner Mädel ein Bilderbuch in die Hand drückt ;-)

Auch gemeinsames Abendbrot und ausführliches Gutenachtritual (mit noch mal Vorlesen) gehört bei uns dazu.

Beitrag von fallnangel 30.09.10 - 17:01 Uhr

Ich kann mich den anderen posterinnen nur anschliessen. Das "Hausfrau und Kinder"-Ding wie wir es heutzutage kennen da wir oft selbst mit solchen Muettern aufgewachsen sind, ist eine sehr neue Entwicklung des Wirtschaftsbooms. Frauen, deren Hauptfokus auf der Kinderbetuetelung lag gab es vor 100 Jahren noch nicht. Die meisten unserer Grosseltern waren arbeiten ob nun im heimischen Betrieb falls Bauern oder eben in den Fabriken. Und wie bereits erwaehnt, die Kinder liefen nebenher. Mein Vater (er ist in den 40ern geboren), wurde von seiner Mutter einfach an den Feldrand gelegt als baby und das war dann sein "Kindergarten". Seine Geschwister haben sich um ihn gekuemmert nicht die Mutter.
Ich finde es vollkommen ok dass wenn du dir es leisten kannst und es dir Spass macht Hausfrau und Mutter zu sein dies auch mit vollem Herzen zu tun, jedoch finde ich es nicht gut dass du arbeitende Muetter versuchst ins schlechte Licht zu ruecken und dich dabei auf Tradition berufst. Dem ist naemlich nicht so. Kinder werden so oder so gross und ich kenne jede Menge Muetter die arbeiten oder zur Schule gehn und die keine psychisch verkorksten Kinder haben - mein eigenes mit eingeschlossen.
lG

Beitrag von susa31 30.09.10 - 17:15 Uhr

"Klar soll die Mutter auch einen Beruf haben, aber zumindest sollte dies zurückgefahren werden, wenn die Kinder noch klein sind. Werden die Kinder größer, dann kommt die Berufstätigkeit auch wieder. Es soll ja keiner bis zur Rente Hausfrau und Mutter sein. Auch kann der Vater diese Rolle übernehmen. Knackpunkt ist hier nur wieder, dass die Männer meistens mehr verdienen."
ich kanns nur nochmal sagen: das möge doch am besten jeder so machen, wie er mag. du konstruierst hier eine kinder- und familienfeindlichkeit, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann.

Beitrag von hedda.gabler 30.09.10 - 18:46 Uhr

>>> du konstruierst hier eine kinder- und familienfeindlichkeit, die ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. <<<

Dem stimme ich voll zu.

Beitrag von ayshe 01.10.10 - 08:09 Uhr

Ich auch, ich kann es auch nicht nachvollziehen.

Beitrag von geralundelias 30.09.10 - 18:26 Uhr

#aerger
Mein Posting dazu scheint dich ja sehr "gezwickt" zu haben...warum schreibst du mich nicht über die VK an, wenn du weiter darüber reden möchtest? War ein zweites Posting dazu nun nötig?


___________________ZITAT_____________________________
Warum stolz ? Was machst Du mit Deinen Kindern noch, wenn Du um 17.00 Uhr zuhause oder später bist? Ich glaube kaum, dass Du dann noch mit Ihnen spielen tust, Dich mit Ihnen auseinandersetzt.
_____________________________________________________

Ich habe "Stolz" ganz bewusst in Anführungszeichen gesetzt in der Hoffnung, dass verstanden wird, was ich meine.
"Stolz" bezieht sich darauf, dass ich etwas aus meinem Leben machen werde...für die Kinder und für mich!
Ich habe mir ein Ziel gesetzt, welches ich erreichen möchte. Momentan bin ich auf dem besten Weg dorthin und reiße mir verdammt nochmal den Hintern dafür auf.
Und ja, ich nehme mir das Recht heraus zu sagen "Darauf bin ich stolz!"

Und es ist für mich eine Selbstverständlichkeit, dass die Zeit mit den Kindern am Nachmittag intensiv genutzt wird! Selbstverständlich wird gespielt, gebastelt, gemalt, getobt, gesungen...Wir machen nichts anderes, als andere Familien auch...die Zeitspanne ist eben nur kleiner.
Meinen Kindern geht es in dieser Situation gut. Sie sind glückliche Personen und weisen in keinster Weise Anzeichen einer "Schädigung" auf.

Vor Kurzem habe ich übrigens in der "World Press" einen Artikel darüber gelesen, dass in einer Studie der Oxford Uni ermittelt worden sei, dass beschäftige Mütter sich länger und intensiver mit den Kindern beschäftigen würden, als diejenigen, die zuhause sind.

Ich bin übrigens alleinerziehend und somit fällt die Option "Einer bleibt zuhause" sowieso weg.
Ich muss einfach schauen, dass ich für meine kleine Familie etwas auf die Beine stelle.Das geht nicht, wenn ich zuhause sitze oder irgendwo eine Teilzeitstelle habe, die mir nicht gefällt und bei der ich zusätzlich auf Hartz4 angewiesen wäre. Meiner Meinung nach ist das nichts für die Zukunft.
Wenn ich nicht allein für unseren Lebensunterhalt zuständig wäre, dann würde ich es bestimmt auch anders machen...das Kleine Gehalt dazu verdienen und meine/unsere Zeit anders einteilen.
Mir macht es auch nicht jeden Tag Spaß, acht Stunden in der Schule zu sitzen und abends ab 21-22Uhr noch ein paar Stunden zu lernen. Ich weiß aber, wofür ich es mache und das ist es letztendlich, was uns alle glücklich macht.

Was ist daran nicht verständlich?

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass es mich schon ein bisschen wütend macht, dass man keinen Respekt erfährt...
Weder als Hausfrau, noch als Vollzeitbeschäftige erfährt man irgendwo Respekt. Wie man´s macht, ist es für andere verkehrt.










Beitrag von geralundelias 30.09.10 - 19:21 Uhr

Nachtrag:

Was machst DU denn eigentlich?

Beitrag von gotschie 04.10.10 - 10:10 Uhr


Hallo,

ich habe gesehen, dass Du noch ganz jung bist und auch ziemlich jung Deine Kinder bekommen hast.

Bei mir war es der umgekehrte Fall. Ich war lange Zeit arbeiten und habe wirklich in meinem Traumjob auch etwas "Karriere" gemacht. Somit ist es mir nicht schwer gefallen jetzt etwas zurückzusstecken. Außerdem kann ich immer auf eine gute Ausbildung, sehr viele Fortbildungen, Berufserfahrung zurückgreifen.

Zur Zeit habe ich als 400,-EUR Kraft (in meinem Beruf), aber halt nicht mehr so wie früher, was im Moment o.k. ist. Ich möchte meine Tochter nicht ganztags in den Kindergarten stecken, weil nachmittags eh nicht mehr so viel läuft (ist bei uns im Kiga so) und sie lieber selbst fördere. Wir unternehmen viel, basteln zur Jahreszeit (klingt furchtbar altmodisch) und gehen zu einigen Gruppen (Musik, Tanz) am Nachmittag. Sie wird auch mein einigstes Kind bleiben und deshalb möchte ich die Zeit intensiv genießen. (wahrscheinlich geht dies, weil ich vorher die Zeit intensiv auf der Arbeit genossen habe)

Deshalb schreibe ich ja, dass meistens nach 17.00 Uhr nicht mehr viel laufen wird. Es weiß wie es ist "Vollzeit" zu arbeiten - dies habe ich tageweise auch mit Kind gemacht, aber ehrlich gesagt war dann außer Abendessen, Geschichtelesen und kurz spielen nicht mehr viel vom Tag übrig.

Dies zu mir !

Beitrag von hedda.gabler 30.09.10 - 19:04 Uhr

Herrgott, das ist ja alles noch schlimmer, als Dein erster Beitrag ...

... ich frage mich wirklich, was Du Dir mit folgenden Aussagen eigentlich einbildest und kann mich noch nicht wirklich entscheiden, ob ich Dich nur anmaßend oder schlicht dumm finde.

>>> Mir geht es nicht um die Wertschätzung des Staates, sondern auch darum das Familie keinen natürlichen Standpunkt mehr hat. Es kommt mir so vor, dass DINK's (Double income no kids) einen höheren Stellenwert haben. Es ist nicht mehr "normal" Kinder zu haben. <<<

Woher nimmst Du diese Binsenweisheit. In kaum einem anderen Staat wird so viel für Familien getan wie in Deutschland, sowohl in finanzieller als auch in anderer Hinsicht. Hier kann jeder Kinder bekommen, egal mit welchem Einkommen, und wird finanziell abgesichert.
Und wenn die DINKs (ohne Deppen-Apostroph bitte) Wertschätzung entgegen gebracht wird, dann aufgrund der Tatsache, dass diese Menschen mit ihren Steuern Familien nicht gerade wenig unterstützen und sich der Staat gleichzeitig genau von diesem Klientel Kinder wünscht und deswegen auch das Elterngeld eingeführt wurde, um eben diese Gutverdiener zu animieren, Kinder zu bekommen (und das auch Väter Elternmonate nehmen). Und das hat ja auch funktioniert.
Aber zu behaupten, dass den DINKs mehr Wertschätzung entgegen gebracht wird als Familien, ist einfach nur dummes Gewäsch ... allerdings gebe ich Dir in einem Recht: Es gibt durchaus Familien, denen wenig Wertschätzung entgegen gebracht wird ... diese Sozialhilfedynastien, die ihre Familienplanung auf Kosten des Staates betreiben oder Menschen, die Kinder ganz bewusst in die Bedürftigkeit hineinplanen. Und ich finde, dass so viel Verantwortungslosigkeit und Schmarotzertum nicht unbedingt mit Wertschätzung noch belohnt werden muss.

>>> Sollten dann doch mal welche kommen, dann ist das Geschrei groß, dass man ja nicht den selben Lebensstandard wie vorher hat und auf die ganzen Annehmlichkeiten nicht mehr verzichten kann. <<<

Ich frage mich echt, in was für Kreisen Du Dich bewegst ... ich kenne so etwas gar nicht, auch nicht bei Normalverdienern.

>>> Die Kinder kommen dann am Besten in die Kindertagesstätte, damit alle in der Familie Vollzeit arbeiten gehen können. Natürlich reicht dann das Geld um eine Haushaltshilfe anzustellen, Nachhilfe für die Kids extern einzukaufen. Dies ist für mich nichts anderes wie eine Umverteilung der Leistungen zu tun, die ich selbst auch erbringen könnte. <<<

Nur kein Neid ...

>>> Klar soll die Mutter auch einen Beruf haben, aber zumindest sollte dies zurückgefahren werden, wenn die Kinder noch klein sind. <<<

Was bildest Du Dir eigentlich ein?

>>> Werden die Kinder größer, dann kommt die Berufstätigkeit auch wieder. <<<

Jo, aber zu welchem Preis ... wenn ich nicht viel vom Berufsleben erwarte, mag das so sein. Aber zum Glück gibt es viele Frauen, die nicht Jahre in ihre Ausbildung investiert haben, um dann alles in die Tonne zu kloppen.

>>> Es soll ja keiner bis zur Rente Hausfrau und Mutter sein. Auch kann der Vater diese Rolle übernehmen. Knackpunkt ist hier nur wieder, dass die Männer meistens mehr verdienen. <<<

Ja, dafür wurde zum Beispiel das Elterngeld eingeführt.

>> Außerdem läßt es sich nicht verleugnen, dass die Mütter die Bezugsperson Nr. 1 sind (auch wenn jetzt alles wieder aufschreien) und aus diesem Grund heraus auch die Berufskürzung in Kauf nehmen. Mütter bekommen nunmal die Kinder. <<<

Mein Gott, wenn ich schon so Hobby-Soziologen höre, wird mir ganz anders.

>>> Warum stolz ? Was machst Du mit Deinen Kindern noch, wenn Du um 17.00 Uhr zuhause oder später bist? Ich glaube kaum, dass Du dann noch mit Ihnen spielen tust, Dich mit Ihnen auseinandersetzt. <<<

Du bist einfach nur frech und unverschämt.

>>> Ja, genau darin liegt auch das Problem. Die Arbeit sollte vernünftig entlohnt werden und zwar so, dass man es sich als Familie leisten kann, dass einer ein paar Jahre zurücksteckt. Der Einstieg zurück in die Arbeitswelt sollte dann erleichert werden - motiviert sind die Leute ja. Es kann nicht sein, dass sich Arbeit nicht mehr lohnt. <<<

Du verstehst es einfach nicht. Es gibt viele Frauen, die wollen einfach nicht zurückstecken ... die definieren sich nicht nur als Mutter, sondern eben auch über ihren Job. Und das jetzt mal völlig unabhängig davon, ob ein Einkommen ausreicht oder nicht. Und es gibt viele Berufe, bei denen man nicht Jahrelang draußen sein kann, ohne den Anschluß zu verpassen.

Und natürlich lohnt sich Arbeit immer noch mit dementsprechender Ausbildung und dementsprechenden Qualifikationen.

Du verbeißt Dich hier in ein Thema ... und glänzt dabei nur mit Halbwissen und kruden, selbst entworfenen Gesellschaftstheorien, die vielleicht auf Dich passen, aber Du bist nicht der Nabel der Welt.

Mann, Mann, Mann ...

Gruß von der Hedda.

Beitrag von lisasimpson 30.09.10 - 19:56 Uhr

Wunderbar- du nimmt mir die Worte aus dem Mund (und ganz besonders freue ich mich über den "Deppen-Apostroph"- einer der wenigen orthographischen Fauxpas, die mir in den Augen brennen)

lisasimpson

Beitrag von susa31 30.09.10 - 20:01 Uhr

#pro da kann man sich alle weiteren worte sparen - zumal sie ohnehin vergebliche liebesmüh wären.

Beitrag von ayshe 01.10.10 - 08:11 Uhr

Und es gibt auch 1000 Gründe, warum Mütter arbeiten.

Bei der TE hört es sich für mich immer an, als würden es alle nur tun, damit sie zu Gucci können.

Beitrag von gotschie 30.09.10 - 20:17 Uhr


Auch wenn viele mich hier angreifen schreibe ich nur von meine Beobachtungen um mich herum. Es soll keine Hetze sein noch ist es meine persönliche Meinung.

Nach meine Meinung soll jeder sein Leben so organisieren wie er möchte oder muß. Da gibt es viele Facetten.

Außerdem habe ich kein persönliches Problem, da mein Leben geregelt ist mit Kind, Arbeit und Familie. Wir sind sehr glücklich damit.

Ich wollte damit niemanden verletzen.

Gruß
Gotschie



Beitrag von hedda.gabler 30.09.10 - 20:37 Uhr

Also, bitte ... Deine Beiträge strotzen nur so von Deiner Meinung (die Du Dir aus Deinen Beobachtungen um Dich herum bildest) und jetzt behauptest Du, dass es sich bei Deinen Beiträgen nicht um Deine persönliche Meinung handelt.
Nicht zu fassen!

Du willst auch niemanden angreifen?
Dann solltest Du Dir vielleicht mal Deine Beiträge ganz in Ruhe zu Gemüte führen ... vielleicht begreifst Du dann mal selbst, was Du alles vom Stapel gelassen hast ... wüste Unterstellungen (z.B. >>> Was machst Du mit Deinen Kindern noch, wenn Du um 17.00 Uhr zuhause oder später bist? Ich glaube kaum, dass Du dann noch mit Ihnen spielen tust, Dich mit Ihnen auseinandersetzt. <<<) und verblendete dogmatische Anweisungen, wie Mütter zu sein haben (z.B. >>> >>> Klar soll die Mutter auch einen Beruf haben, aber zumindest sollte dies zurückgefahren werden, wenn die Kinder noch klein sind.<<<) ...

... und als Krönung gibst Du Dich auch noch generös, indem Du jedem erlaubst, sein Leben so zu organisieren wie er möchte oder muss?!

Ohne Worte.


Beitrag von gotschie 30.09.10 - 20:47 Uhr


Hallo Hedda,

hast Du das Posting von Zahnweh unten gelesen. Genau von diesen Beobachtungen spreche ich. Ich wollte niveauvoll diskutieren und nicht so eine Hetz lostreten.

Ich selbst bin da sehr tolerant - vielleicht nicht in dem Punkt, wo es um die Qualitätszeit mit dem Kind geht. Dies kann ich mir schlecht vorstellen, dass man abends nach einem Vollzeitjob noch die Nerven und die Zeit hat. (zum Basteln, Kneten ).

Gruß und schönen Abend
Gotschie

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