Soll ich die Erzieherin darauf ansprechen ?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von kk79 30.09.10 - 16:31 Uhr

Hallo!

Wir haben nächste Woche das erste Entwicklungsgespräch im KiGa. Unser Sohn ( wird im Oktober 3 Jahre ) geht seit März in den Kindergarten.
Er ist allen in der Eingewöhnungsphase aufgefallen durch seine Sprachfähigkeiten und andere Dinge (er kann das ABC usw.).
Alle sprechen mich im KiGa auf seine ungewöhnliche Entwicklung an - nur die Erzieherin nicht...soll ich sie darauf ansprechen ? Ich würde gerne mal die Einschätzung einer Expertin hören - auch weil wir bald die U7a beim KiA haben.
Soll man ihn gezielt weiter fördern oder einfach "normal" fördern und mit ihm spielen ?
Möchte ja nicht als Mutter gelten die ihr Kind als das Tollste der Welt hält, wenn ihr versteht was ich meine...#kratz

LG Katja

Beitrag von claudi2712 30.09.10 - 17:15 Uhr

Hallo Katja,

so ein Entwicklungsgespräch wird ja unter vier Augen geführt. Ich würde erstmal abwarten, möglicherweise (bestimmt) wird sie es von sich aus ansprechen. Wenn Du das Gefühl hast, sie sagt gar nichts dazu - dann kannst Du ja immernoch anfangen bzw. nachhaken.

Wenn ich ehrlich bin, ist meine Tochter für mich auch das tollste Kind der Welt - so soll es doch auch sein oder? Die Erzieherin wird sich nicht daran stören, sie wird es wohlwollend zur Kenntnis nehmen:-)

Keine Angst, sie wissen das bestimmt richtig einzuordnen - nämlich als Interesse am eigenen Kind - und das sehen sie - leider, leider, leider - auch nicht NUR in ihrem Berufsalltag.

Alles Liebe
Claudia

Beitrag von kk79 01.10.10 - 15:04 Uhr

Hallo Claudia !

Danke für Deine Antwort! Natürlich denkt jede Mutter ihr eigenes Kind wäre das Tollste und Schönste - soll ja auch so sein !!!
Ich werde mich an Deinen Rat halten und die Erzieherin erstmal erzählen lassen. Sie ist von Natur aus eine sehr ruhige und kontrollierte Frau (was ja nicht unbedingt schlecht ist bei dem Job) allerdings ist es für Eltern schwer mit ihr ins Gespräch zu kommen...man muß ihr alles "aus der Nase" ziehen...dennoch schätze ich Sie sehr.
Da mein Mann mitkommt zum Gespräch werden wir ja dann mehr wissen...

LG Katja

Beitrag von josilena 30.09.10 - 19:47 Uhr

hallo

also wir haben uns mit unserer kinderärztin drüber unterhalten und in der kita werden die kids immer vom bestimmten stellen beobachtet und die beobachterin hat uns dann auf unsre große angesprochen ...

dann hat wohl ein gespräch statt gefunden zwischen kinderarzt und der stelle und dann wurde uns mitgeteilt bzw empfohlen unsre große in ne förderung gehen zulassen ...

wir hatten ne weile überlegt weil man wie du schon geschrieben schnell "abgestempelt" so von wegen unser kind ist überaus schlau usw. wir haben nie an sowas gedacht ...

ja und dann kam alles ins rollen ...

bereue es aber nicht der förderung zugestimmt zuhaben !!!

mfg josi

Beitrag von kk79 01.10.10 - 15:09 Uhr

Hallo Josi !

Welche Beobachter denn ? Im KiGa sind doch nur die Erzieherinnen, oder welche Personen meinst Du?
Und welche Förderung bekommt deine Tochter?

LG Katja

Beitrag von zahnweh 30.09.10 - 20:05 Uhr

Hallo,

ich würde ehrlich gesagt erst mal abwarten!


Zum einen das Entwicklungsgespräch und was sie da so erzählt.
zum anderen was der Kinderarzt sagt bei der U7a. Immerhin kennt er Dein Kind ja schon länger und kann die gesamte Entwicklung einschätzen.

Falls sie bei diesem Gespräch noch nicht drauf eingeht, würde ich einfach mal "beobachten". Bei uns wird eine Entwicklungsmappe geführt und viel mitgeschrieben.
Dann ist es auch so, dass manche etwas, wie soll ich sagen, unangenehm, reagieren, wenn Eltern von der weiten Entwicklung ihres Kindes vortragen. Da wäre mir ehrlich gesagt ein gutes Miteinander wichtiger.
Ich denke, sie wird sich schon melden, wenn ihr etwas auffällt. Bei Problemen durch Unterforderung würde ich allerdings was sagen. Aber wirklich nur dann.

Gezielt fördern heißt für mich auf die Bedürfnisse des Kindes einzugehen, darauf zu achten, was das Kind genau jetzt braucht und nicht erst irgendwann. Nicht was andere für "normal" halten, sondern eben mit Blick auf DEIN Kind.
Dazu gehört auch Schwächen anzuerkennen und aufzumuntern, etwas trotz Schwächen zu VERSUCHEN, aber ohne dabei zu überfordern.
Meine sagt oft "kann das nicht lleine". Beispiel Schuhe allein anziehen: Wenn ich das Gefühl habe, sie könnte es mit ETWAS Übung, weil sie motorisch schon in der Lage dazu ist, dann bitte ich sie, es selbst zu probieren. Wenn ich merke, sie kann es motorisch noch nicht, dann helfe ich ihr mehr.
Bei ihren Stärken genauso. Sie liebt Zahlen. Wenn sie fragt antworte ich ihr und biete ihr Spiele, die zu meinem Kind passen!

Und ähnliches erwarte ich von den Erzieherinnen auch. Mein Kind liebevoll zu betreuen und soweit möglich individuell auf sie einzugehen, bzw. sie als Ganzes zu nehmen. Für Stärken neue Herausforderungen schaffen und Schwächen ermuntern es wenigstens immer mal wieder zu versuchen.
Egal wie weit mein Kind in welchem Bereich ist.

Eingreifen würde ich, wenn mein Kind (stark) ausgebremst würde: "nein das darfst du nicht, dafür bist du noch zu klein" (bei Messern ok, bei Brettspielen oder Buchstaben schreiben, fände ich diese Aussage nicht ok).

Im Kindergarten kann mein Kind lernen, dass es Kinder gibt, die weiter sind als sie oder auch welche die noch Hilfe brauchen. Bei uns wird darauf wert gelegt, dass sich die Kinder ihren persönlichen Fähigkeiten gemäß sich gegenseitig helfen.
Wenn ein 4jähriger die Schuhe zubinden kann und ein 6jähriger nicht, dann wird er ihm helfen dürfen. Dafür hilft ihm das Große Kind bei was anderem.