Stuttgart 21...

Archiv des urbia-Forums Politik & Philosophie.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Politik & Philosophie

Hier ist der Platz, mit anderen Politik- und Philosophieinteressierten über Parteien, aktuelles politisches Geschehen, Sinnfragen etc. zu diskutieren. Wir bitten insbesondere in diesem Forum um einen sachlichen und konstruktiven Diskussionsstil!

Beitrag von musiclirana 30.09.10 - 21:03 Uhr

Hallo Stuttgarter,

Mensch was ist da bei euch los?!

Meine besser Hälfte und ich wählen keine CDU mehr!! Eine Sauerei was da abläuft...

#schock

Beitrag von scrapie 30.09.10 - 23:02 Uhr

Oh ja#schock

Frau Merkel meinte ja, man müsse konsequent sein um sein Ego vor der EU nicht zu verschmutzen... aber das man dafür über Leichen gehen muss, das hätt ich nicht erwartet...

hat sie sich schon dazu geäussert?

Beitrag von peterpanter 01.10.10 - 08:47 Uhr

Hi,

ich habe mich gestern gefragt ob ich in Geographie nicht aufgepaßt habe?

Aber seit wann liegt Stuttgat in Nord Korea oder bezieht das Regime in Stuttgart neuerdings seine Sicherheitskräfte von dort .


grüßle

peter

PS die Wortwahl ist absicht und die Abwahl Gewissheit!!!

Beitrag von dropsi_2 01.10.10 - 10:37 Uhr

Hallo,

mal ganz ehrlich: ich bin kein Freund von unserer Regierung, aber die Demonstranten haben doch selber Schuld!

Das Projekt ist seit 15 Jahren beschlossene Sache, da muss man jetzt so nen Film drehen??

Welcher Irrsinnige schleppt Kinder und Babies mit zu einer DEMO, von der zu erwarten ist, dass sie umschlägt?

Es sollten sich mal alle Parteien an die Nase fassen!

Beitrag von peterpanter 01.10.10 - 10:51 Uhr

So ein Unsinn!!

oder bist du auch selber Schuld wenn Du mit etwas nicht einverstanden bist und es friedlich äußerst um dann eine in die Fresse geschlagen zu bekommen.

Beitrag von dropsi_2 01.10.10 - 10:56 Uhr

Wenn ich mich bewusst in eine Situation begebe, von der ich weiß, das sie sich über Wochen hochgeschaukelt hat und umschlagen kann? Selbstverständlich.

Beitrag von icecream 01.10.10 - 11:06 Uhr

Hey,

als Frau eines Polizisten weiss ich, dass die Polizei nie ohne mehrmalige Warnung Wasserwerfer oder Pfefferspray einsetzt.
Und wenn das Werfen von Gegenständen der Demostranten auf die Polizei Deiner Ansicht nach friedlich ist - also ich weiss ja nicht.

In dem Bericht in SWR 3 gestern kam deutlich raus, dass die Demostranten zwei Stunden von der Polizei aufgefordert wurden, den Park zu räumen.
Als dies nicht geschah, kam es eben zum Einsatz von Wasserwerfern.
Und wenn das Werfen von Gegenständen der Demostranten auf die Polizei Deiner Ansicht nach friedlich ist - also ich weiss ja nicht.

Ich bin der Ansicht, wem dann etwas geschieht ist selbst schuld und braucht die Schuld weder bei der Polizei noch bei der Regierung zu suchen.

Ebenso die Schüler.
Die Demostration war beantragt und genehmigt, für die Innenstadt, nicht aber für den Park. Dazu kommt, dass die Schüler von den Schulen keine Erlaubnis hatten, somit geschwänzt haben.

Und wenn ich dann in dem Bericht höre, dass eine 68 jährige Frau, nachdem sie im Radio von den Unruhen hörte, sich auf den Weg in den Park macht und sich dann hinterher beschwert, dass sie nass wurde - da hört für mich das Verständnis auf.

Die Polizei macht auch nur ihren Job -
und ich denke, dass keiner der Polizisten freiwillig und aus Spass an der Freude bis zu 18 Stunden Dauerdienst macht.

Gruss von einer Frau, die Angst um ihren Mann hat -
der seit gestern im Hexenkessel von Stuttgart steht.

Beitrag von daddy69 01.10.10 - 11:14 Uhr

"als Frau eines Polizisten weiss ich, dass die Polizei nie ohne mehrmalige Warnung Wasserwerfer oder Pfefferspray einsetzt. "

#rofl

Ja, ist klar. Es gibt ja in Deutschland auch keine Fälle willkürlicher Polizeigewalt.

Zu den Schülern: Sie hatten vielleicht keine Genehmigung für den Park. Aber woanders würde man Demonstranten wegtragen. Nicht mit Pfefferspray und Wasserwerfern vertreiben.

Die Polizisten müssen sich von den Kindern auch enorm bedrängt fühlen, wenn die Kinder dann teilweise mit gebrochenen Nasen rauskommen.

Beitrag von laura1985 01.10.10 - 11:20 Uhr

Ja vor den Schülern konnten sie noch mal so richtig ihre Macht ausüben und den Schülern ausserhalb des Klassenzimmers zeigen was Demokratie bedeutet

Beitrag von icecream 01.10.10 - 12:00 Uhr


Oh mann,
die machen auch nur ihren Job,
so wie viele Millionen andere Arbeitnehmer auch.

Ich weiss nicht, warum immer die Polizei zum Buhmann abgestempelt wird ???

Beitrag von zeitblom 01.10.10 - 12:53 Uhr

"zeigen was Demokratie bedeutet "

Stimmt, denn offensichtlich haben diese Schüler nicht gelernt, Mehrheitsentscheidungen zu akzeptieren.

Beitrag von ks83 01.10.10 - 15:07 Uhr

Und deshalb muss man Körperverletzung begehen??

Beitrag von zeitblom 01.10.10 - 16:10 Uhr

Man "muß" nur sterben... aber bekanntermaßen hat der Staat das Gewaltmonopol und unter bestimmten Umständen das Recht, Gewalt anzuwenden.
Ich verstehe nicht, daß man nach mehrfacher Aufforderung, das Gelände zu verlassen, dem nicht Folge leistet. Sich dann zu beklagen, daß man "gewaltsam vertrieben" wurde, finde ich jämmerlich. Was hat man erwartet?

Beitrag von ks83 01.10.10 - 16:24 Uhr

Das Schlimme ist,dass der Staat das Gewaltmonopol viel zu oft unverhältnismäßig einsetzt.
Ich habe schon mehrfach am eigenen Leib gespürt, wie schnell die Polizei zu doch sehr fraglichen Mitteln greift - und damit die Stimmung nur weiter anheizt.

Beitrag von zeitblom 01.10.10 - 16:39 Uhr

naja, wie oft eine Frage von Henne und Ei....
aber auch hier gilt: im Zweifel für den Angeklagten. Das Interesse, Schlagzeilen zu produzieren, ist doch bei den Demonstranten wesentlich größer.... und da ist denn mitgefangen, mitgehangen.

Beitrag von ks83 01.10.10 - 16:48 Uhr

Hmm,also sind Schüler (ergo KINDER) selber Schuld,wenn sie ein verletzt werden? Ich bin mir nicht sicher, ob sie in diesem Alter schon abschätzen können,mit welchen "Gefahren" sie rechnen müssen. Natürlich wird es für sie nur eine willkommene Abwechslung zum Schulalltag sein und weniger politisches Interesse dahinter stehen, aber gerade aus diesem Grund finde ich es noch verwerflicher, wie dort vorgegangen wurde.

Beitrag von zeitblom 01.10.10 - 16:59 Uhr

"nicht sicher, ob sie in diesem Alter schon abschätzen können,mit welchen "Gefahren" sie rechnen müssen"

Nun, angeblich sind sie so informiert, daß sie sich eine fundierte Meinung gegen diesen Bahnhof bilden konnten... nun kennen sie auch die Gefahren von emotionalisierten "Demonstrationen" und können später sich an ihr Heldentum erinnern, sich in die Tradition der Anti-Atomkraft-Anti-Flughafen-Anti-Nato-Doppelbeschluss-Anti-etc.-Kämpfer stellen....

Beitrag von ks83 01.10.10 - 17:46 Uhr

Ich bin ja selten um ein paar Worte verlegen - aber du hast es geschafft ;-)
Du hast schon irgendwie Recht - aber irgendwie auch nicht. Hmm - wie du sagtest: Henne und Ei. Oder vielleicht doch eher Äpfel mit Birnen?? (im Sinne von: Da kannst davon ausgehen,dass im Unterricht sicher intensiv über das Thema gesprochen und diskutiert wurde - aber ich glaube kaum,dass man im Sportunterricht gelehrt hat,wie man sich auf bösen,bösen Demonstrationen zu verhalten hat ;-) )

Beitrag von icecream 01.10.10 - 17:46 Uhr

#pro

Beitrag von laura1985 01.10.10 - 21:30 Uhr

nein sie haben nicht gelernt,das Demokratie anscheinend bedeutet das man brutal mit Wasserwerfern und Pfefferspray angegriffen wird wenn man gegen ein Projekt ist,das zwar vor 15 Jahren beschlossen wurde,sich aber in diesen Jahren so verändert hat,das es nicht mehr zu vertreten ist!!!Außerdem wurde es erst 2009 unterschrieben!

Und wahrscheinlich hat ihnen auch niemand gesagt,das die Bürger nichts mehr zu melden haben,das ein Projekt auf Biegen und Brechen durchgesetzt werden soll,aus Angst das die Bürger sich sonst nicht mehr alles gefallen lassen und womöglich noch öfters auf die Strasse gehen und sich wehren!(und das friedlich wohl gemerkt)

ach ja auch wenn die Schüler ein Polizei Auto besetzt haben und nach mehreren Aufforderungen dieses nicht verlassen haben,ist es noch lange kein Grund seine Macht so beweisen zu wollen und Wasserwerfer und Pfefferspray auszupacken,man kann sie auch,so wie es sonst immer gemacht wurde, weg tragen!!!

Bald ist Landtagswahl schönen Gruss an Mappus,Schuster,Frau Merkel und Co.:-p

Beitrag von zeitblom 04.10.10 - 09:49 Uhr

" auch wenn die Schüler ein Polizei Auto besetzt haben und nach mehreren Aufforderungen dieses nicht verlassen haben,ist es noch lange kein Grund seine Macht so beweisen zu wollen und Wasserwerfer und Pfefferspray auszupacken"

Es gibt Millionen Menschen, die eine andere Auffassung vertreten. Viele gehen sogar soweit, in Fällen, wo ihr Eigentum bedroht ist, das Recht zu töten in Anspruch zu nehmen.

Die Tatsache, daß viele gemeinsam demonstrieren, führt leider oft zur Illussion, daß sie eine Mehrheit repräsentieren. Dies ist aber nicht unbedingt der Fall.....

Beitrag von daddy69 04.10.10 - 10:07 Uhr

Woanders werden Demonstranten auch verhaftet und zum Tode verurteilt. Also was soll der Vergleich?

Und natürlich wird durch Bilder in Medien oft etwas suggeriert, was nicht den Tatsachen entspricht. Aber ich denke, die Gegner des Bauvorhabens wären bei einer repr. Umfrage in der Mehrheit - nicht nur wegen der aktuellen Bilder.

Man könnte in den Medien ja auch mal wieder verstärkt die enorm gestiegenen Baukosten anführen. Und die Schwächen der Konzeption des neuen Bahnhofs.

Beitrag von zeitblom 04.10.10 - 10:33 Uhr

Eben. Immerhin behaupten hier einige, der Polizeieinsatz sei undemokratisch und Dtl. sei keine Demokratie mehr... (und letztlich können die Baugegner über diese Einsätze froh sein: soviel Publizität hätte ihre Demonstration in einer Provinzstadt sonst nie erhalten)

"Aber ich denke, die Gegner des Bauvorhabens wären bei einer repr. Umfrage in der Mehrheit"

Glaubst Du? Sollte also vor Baubeginn ein Volksentscheid durchgeführt werden? Vielleicht alle zwei Jahre, ob der Bau fortgesetzt oder ggf. doch begonnen werden sollte? Dann sollte man sich aber nicht wundern, daß die Baukosten noch höher steigen...


Mich erinnert dies alles an die Demonstrationen gegen die Vergrößerung des Frankfurter Flughafens.

Beitrag von daddy69 04.10.10 - 10:57 Uhr

Ich bin gar kein so starker Befürworter von Volksentscheiden - weil sich der Bürger meist gar nicht über die Folgen seiner Entscheidung bewusst ist.

Dass Baukosten im Nachhinein steigen können ist klar - hier sind sie aber enorm gestiegen. Und die damalige Zustimmung der Regierung oder was auch immer geschah auf Grund wesentlich niedriger Zahlen. Außerdem sollen wohl wichtige Gutachten über geologische Gegebenheiten gar nicht erst beachtet worden sein.

Man muss ja nur mal kurz nach Köln kucken, um zu sehen, was dabei rauskommen kann.

Beitrag von laura1985 04.10.10 - 13:58 Uhr

zeitblom :

"Es gibt Millionen Menschen, die eine andere Auffassung vertreten. Viele gehen sogar soweit, in Fällen, wo ihr Eigentum bedroht ist, das Recht zu töten in Anspruch zu nehmen."


ja das ist wohl wahr,aber sehr traurig,vielleicht solltest du nach Texas ziehen? da könnetst gebrauch davon machen :-p
Und in Stuttgart ist die Sache klar,wäre jetzt ein Volksendscheid wären dei mehrheit der Bürger gegen S21! Mappus und Co. sind doch richtig am rudern#schwitz!und lange halten die den Druck auch nicht mehr aus!
und es werdem jedesmal mehr Demonstranten,abflauen tut das sicher
nicht!!






Grüssle


http://www.youtube.com/watch?v=mF-Nsu-jjV8