stillen und zufüttern klappt das?

Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von mayaklein25 30.09.10 - 21:32 Uhr

huhu
habe jetzt4 monate voll gestillt...und es war auch bislang alles super...aber momentan ist echt der wurm drin....seit gut 4 wochen wird jonas alle 30 minuten wach und hat hunger....bin schon total übermüdet und fertig. bin jetzt am überlegen ihm abends vorm zu bett gehen eine flasche 1er milch zu geben.will aber sonst normal weiter stillen tagsüber und auch nachts wenn nötig

meint ihr das würde klappen? hat das wer erfahrung mit?
habe angst das er dann die brust verweigert. genieße das stillen eigentlich sehr...nur so gehts nicht mehr weiter.

lg maya(bitte nicht steinigen):-(

Beitrag von engel0704 30.09.10 - 22:01 Uhr

Guten Abend #winke

...das kommt mir bekannt vor! So war das damals bei meiner Großen, sie kam Nachts aller halben Stunden und schlief beim Stillen ständig ein. Da war ich so fertig, dass die Hebamme meinte, es wäre besser, Abends vorm Schlafen ne Flasche Fertigmilch zu geben...so hats dann geklappt, sie hat länger geschlafen, da sie satt war und stillen ging nebenbei auch 7 Monate gut #freu

Also, probier es aus und mach mit dem Stillen trotzdem weiter. Wünsch dir viel Kraft und gutes Gelingen! ;-)

LG Engel

Beitrag von bine3002 30.09.10 - 22:03 Uhr

Ja, das kann funktionieren, vor allem, weil er ja noch oft genug an die Brust geht.

Ich würde einen sehr kleines Saugerloch nehmen, damit er noch ordentlich saugen muss. Statt 1er würde ich Pre nehmen. Und ich würde mich auf maximal 2 Flaschen am Tag beschränken. Wir hatten eine Abendflasche und dann nochmal je eine halbe am Tag, wenn mal jemand anderes aufgepasst hat (Opa oder Babysitter). Diese Flasche war dann eher zum Überbrücken, dsewegen reichte meist eine halbe.

Ich habe 19 Monate lang gestillt. Geschlafen hat meine Tochter aber nicht besser, das kam erst viel später.

Beitrag von lillyfee0381 30.09.10 - 22:34 Uhr

Hi,

also ich stille meine kleine jetzt genau 5 Monate durch! Wir haben zwischendurch auch immer wieder Phasen wo sie öfter an die Brust will. Gerade wenn sie ´nen Schub hat, dann kommt sie mir manches Mal jede Stunde. Ich persönlich habe mich damit abgefunden und gebe ihr dann einfach was sie braucht. Die Muttermilch reicht auf jeden Fall aus. Dein Körper passt sich ja den Bedürfnissen des Babys an, also brauchst du dir keine Sorgen machen, dass die Muttermilch nicht reichen würde. Der Meinung bin ich zumindest.
Es gibt zwar auch Flaschenmilch die man zum Stillen zusätzlich nimmt, aber ich würde die Finger davon lassen. Meine Hebi hat immer gesagt das alles was du dem Baby zusätzlich gibst, die Menger der Muttermilch reduziert! Daher hat mich die Sache mit dem zusätzlichen füttern immer abgeschreckt.

Aber letztendlich musst du das selbst wissen. Ich an deiner Stelle würde vorsichtshalber mal mit dem Kinderarzt oder deiner Hebi sprechen.


Gruß Anke

Beitrag von lucaundhartmut 30.09.10 - 23:32 Uhr

Hi maya,

zufüttern kann i. d. R. gut klappen.

Es gilt jedoch, folgende Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten:

- Mutterbrust ähnlich geformte Sauger verwenden
- kleinste Saugergröße der bevorzugten Marke verwenden
- Fläschchen (wenn es geht) von einer anderen Person als der Mutter füttern lassen (ist dies nicht möglich, dann erst kurz die Brust, dann das Fläschchen anbieten)
- möglichst Pre-, statt Einsermilch verwenden, da Premilch zum Zufüttern besser geeignet ist
- dem Kind zu einer festgelegten Tageszeit (nicht unbedingt Uhrzeit) das Fläschchen geben

Nicht alle Kinder vertragen es gut, die Milch ihrer Mutter und Presäuglingsmilch gefüttert zu bekommen, aber die meisten.
Und in unseren Breitgeraden gibt es so bekömmliche Säuglingsmilch zu kaufen, dass keine Mutter ein schlechtes Gewissen haben muss, wenn sie ihr Kind nicht oder "nur" teilweise per Brust ernährt (viele Frauen haben ja auch keine andere Wahl).

Es gibt zwar viele, die das Zufüttern verdammen, doch sind die Argumente dafür oft nicht stichhaltig.
Zudem kommen sie nicht selten von Menschen, die selbst (erfolgreich) zugefüttert haben, dazu heute nicht mehr stehen wollen oder das Zufüttern auf falsche Art und Weise angegangen sind.


LG
Steffi