Wann wird diese Zeit jemals ein Ende haben....

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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von miss_manu 01.10.10 - 09:40 Uhr

Hallo!

Habe momentan wieder ne richtige Depri-Phase. Nach über vier Jahren Kiwu und einer FG wird die Frage in meinem Kopf:" Werde ich jemals ein Kind bekommen" immer lauter.
Mein Mann hat ein eingeschränktes Spermiogramm, ich keinen natürlichen Eisprung. Trotz mehrerer Versuche künstlicher Befruchtungen hat es damit nie geklappt, ss wurde ich im Clomizyklus mit Auslösen, doch leider eben FG.
Hab momentan 2 Freundinnen, die schwanger sind, mehrere Verwandte und Bekannte (teilweise jünger als ich), die grad kleine Babys zuhause haben. Hab schon Angst in meinen Facebook-Account zu schauen, da nämlich jeden Tag irgendwelche Babyfotos oder Schwangerschaftsnews drin stehen.
Bei jedem befreundeten bzw. Verwandten Paar, auf dessen Hochzeit wir eingeladen sind, krampft es mir innerlich den Magen zusammen, wenn ich daran denke, dass die jetzt sicher auch bald schwanger sind. Und soll ich euch was sagen? Alle Paare, die auf unserer Hochzeit waren und NACH uns geheiratet haben, haben mittlerweile ein oder mehrere Kinder bzw. sind grad schwanger. ALLE.
Es ist so frustrierend. Ich merke, dass meine Mitmenschen meine Lage bedauern und oft fühle ich mich dadurch noch schlechter, als die "arme kinderlose" zu gelten. Keine Rücksichtnahme wär mir aber auch nicht recht.
Es kommt mir oft so vor, egal was die anderen sagen oder tun, nichts kann mich trösten, nichts mir ein wirkliches Gefühl der Zufriedenheit geben.
Manchmal denke ich mir, mein Leben verläuft wie in Trance und dass ich erst wenn ich ss bin wieder RICHTIG Leben werde.
Sorry fürs ausheulen, ich freue micht über jede Antwort.
lg manu

Beitrag von nico-m 01.10.10 - 09:50 Uhr

#danke
Ich sag jetzt einfach mal nur "Danke" für Deinen gefühlvollen Beitrag. Denn Du schreibst mir sooo aus der Seele. Ich empfinde haargenau so wie Du es beschreibst.:-(

Im Freundeskreis sind alle schwanger, auf der Arbeit haben alle ihre Babys bekommen. Das tut so weh!

Und ich merke ständig: Ich muss mich irgendwie schützen vor den Gefühlen, die mich so umhauen. Nur wie? Ich schäme mich dafür, wenn ich argwöhnisch werde, wenn mal wieder jemand #schwanger geworden ist. Komme mir dann wie ein böser, mißgünstiger Mensch vor.#schmoll

Es ist auch ätzend, weil man sich so "versagermäßig" vorkommt, obwohl das totaler Quatsch ist. Einerseits will man, dass die Mitmenschen sensibel mit einem umgehen, auf der anderen Seite kränkt es einen, wenn man das Gefühl hat, "bedauert" zu werden.

Aber eins habe ich gemerkt: Bei den meisten Schwangeren oder Müttern erfährt man im Nachhinein, dass auch nicht alles so einfach war, wie man selbst immer glaubte. Viele haben auch laaange geübt, viele hatten Fehlgeburten. Nur: Darüber spricht kaum jemand.

Ich wünsche Dir von Herzen ganz viel Glück#klee, ganz viel Kraft.#liebdrueck
Wir werden auch noch unsere Babys im Arm halten!#winke

Beitrag von muffi74 01.10.10 - 10:11 Uhr

Hallo Manu
Du sprichst mir aus der Seele mir geht es genauso. Jeder in unserem Umkreis ist schwanger oder hat schon Kinder und das tut dann so weh. Und in der familie find ich es dann besonders schlimm habe auch gar keine lust zu den Schwiegereltern zu fahren wenn die Schwester meines Mannes mit ihren 2 Kindern da ist. Denn dann geht es auch immer um die Kinder und selber wird man fast immer Links liegen gelassen !! Mir graut schon in zwei Wochen auf die Hochzeit zu gehen wo Alle mit ihrem Nachwuchs kommen!!
Aber ich denke immer wieder irgendwann muss doch unser Glück auch mal kommen und auf diesen Tag hoffe ich!!

Ganz liebe Grüße von einer traurigen claudi

Beitrag von -gummel- 01.10.10 - 10:12 Uhr

Hallo
Erst mal als ich deinen Text gelesen habe dachte ich da schreibt eine 38 jährige wo ich dann den Satz verstehe würde "Werde ich jemals ein Kind bekommen". Dann habe ich in deine Visitenkarte geguckt und gesehen du bist erst 28 Jahre alt. Ich bin fast 31 und stelle mir auch nach zig Versuchen nicht die Frage "werde ich jemals ein Kind bekommen" Den ich weiss ich habe noch mindestens 9 Jahre Zeit wenn nicht sogar mehr wenn eine Cousine mir mit 44 gerade erzählt hatte sie ist schwanger dann werde ich das doch mit meinem AMH Wert auch schaffen.

Natürlich man ist eine erfahrene Mami und keine junge Mami auch ich wollte das erste Kind mit 25 haben. Aber ich weiss trotzdem das ich auch mit diesem Alter jetzt später mit meinem Kind im Sandkasten buddeln werde, Fussball spielen oder was man halt sonst macht.

Im Gegensatz auch zu den jungen Mamis haben auch wir ein gefestigtes Standbein ja wir können unseren Kindern neben Liebe auch etwas bieten.
Erst gestern habe ich erfahren das meine Nichte mit 17 Schwanger geworden ist keine Ausbildung. Nur damit sie eine grössere Wohnung bekommt und mehr Geld von der Arge. Schön sie wird jetzt früh Mutter aber ist das ein Leben? Mir tut das ungeborene Kind jetzt schon leid.

Manchmal denke ich mir, mein Leben verläuft wie in Trance und dass ich erst wenn ich ss bin wieder RICHTIG Leben werde.

Dieser Satz könnte von mir sein weisst du was mir da geholfen hat.
Mir einen Hund anzuschaffen. Ja klingt komisch aber er ist wie ein kleines Kind fordert man muss sich um ihn kümmern ihn erziehen. Je nach Alter hat er seine Trotzphase und er bringt mich einfach auf andere Gedanken. Seit ich ihn habe bin ich nicht mehr traurig kann alles viel gelassener angehen. Guter Nebeneffekt ist auch ich komme in die frische Luft und habe in der Zeit mehr abgenommen als in meinen Fastenkuren geschafft habe. Nach solchen Versuchen hat man halt dann doch mal 2-3 Kilo mehr drauf.

Gebe einfach nicht auf und es gibt in der not auch noch andere Wege um an euer Wunschkind zu kommen. Wenn es auch der Weg der Adoption oder des Fremdspermas ist..

Beitrag von tritratrullalala 01.10.10 - 10:20 Uhr

Hallo,
erst einmal: Wir alle kennen diese Phasen.

Letztens schrieb hier eine Frau, dass es ihr hilft, dass sie einen Plan B entwickelt hat, für den Fall, dass die schlimmste Befürchtung eintritt und sie keine eigenen Kinder bekommt. Das scheint mir eine gute Methode zu sein. Nur darauf zu setzen, dass es klappt, scheint mir eine riskante Taktik zu sein. Wenn du schreibst, dass du erst wieder lebst, wenn du schwanger bist, finde ich etwas beängstigend, um ganz ehrlich zu sein.

Ich habe sicher gut reden. Ich bin in einem Alter, wo es ein Riesenglück wäre, wenn es noch klappt. Insofern bin ich schon auch darauf eingestellt, dass es nicht klappen könnte. Es wird mich gewiss auch extrem traurig machen, so es denn so ist. Aber ich weiß, dass ich auch ohne Kinder ein schönes und erfülltes Leben haben werde. Ich mache das ja schon eine Weile. ;-)

Ich würde dir raten, dein Leben jenseits des KiWu zu füllen und reich zu machen. Hast du Nichten und Neffen, die eine engagierte Tante gebrauchen können? Eine überforderte junge Mutter im Freundeskreis, die vielleicht mal heilfroh wäre, ihr Kind einen Nachmittag abzugeben? Die positive Energie von kleinen Kindern ist UNSCHLAGBAR! Hast du eine Oma, die viel zu selten Besuch bekommt? Hast du Hobbies, die du vernachlässigst? Eine Stadt, in die du schon seit Jahren reisen willst? Eine Stufe auf der Karriereleiter, die dich lockt?

Ich weiß, es ist nicht einfach. Ich habe bei meinem FB-Account einen alten Kumpel ausgeblendet, der zu dem Zeitpunkt Vater geworden ist, als ich ET gehabt hätte (hatte leider eine FG). Das konnte ich eine ganze Weilt auch nicht ertragen. Aber irgendwann muss man auch wieder auf seine Leute zugehen, sonst endet man allein und bitter in der viel zu großen Wohnung.

Noch was Positives zum Abschluss: Du bist noch jung, deine Chancen, mit einer ICSI schwanger zu werden, stehen nicht schlecht. Auch wenn es sich für dich nicht so anfühlt: Die Statistik ist auf deiner Seite.

Alles Gute.

Beitrag von fuxx 01.10.10 - 11:00 Uhr

Super Beitrag, vielen Dank dafür!!!

Ich finde ein Leben ist auch ohne Kind durchaus lebenswert.
Wir sollten uns nicht zu sehr darauf versteifen, dass wir nur mit Kindern glücklich werden. Es gibt so viel zu entdecken und zu tun, da wäre es schade, wenn wir uns aufgrund eines unerfüllten KiWus eingraben würden.

Mädels, auch ich habe diese Phasen, in denen es mir schlecht geht, weil ich immer noch nicht ss bin - aber wir sollten dem Leben dennoch POSITIV ins Auge sehen!!

Uns allen#klee#klee

Beitrag von lisa890 01.10.10 - 13:03 Uhr

Hallo,

ich finde Deinen Beitrag wirklich klasse und er strahlt soviel positive Energien aus. Das tut wirklich gut mal sowas zu lesen! Und Du hast absolut Recht, vielleicht gibt es eine Nachbarin die sich über regelmässigen Besuch freut (oder sie hat ein Kind und würde sich über 2 Stunden kinderfrei riesig freuen).

Ich wünsche Dir alles Gute für Deine Zukunft und ich drücke Dir die Daumen für alles was Du Dir wünscht!

LG lisa890

Beitrag von mino06 01.10.10 - 10:58 Uhr

huhu manu,

du sprichst mir aus der seele #liebdrueck

ich habe auch oft tage an denen würde ich mich am liebsten vergraben und nicht wieder raus kommen. aber irgendwie muss es weiter gehen.

aber manchmal frage ich mich wie???
immer wieder muss man sich das glück von anderen ansehen oder dann sachen hören und wann ist es bei euch soweit oder gestern habe ich erst wieder von einer freundin gelesen wie schön es doch ist mutter zu sein... klatsch das hat gesessen.... :-[ #klatsch

manchmal denke ich schon ich bin schon total überempfindlich als ob man bei mir in ein minenfeld treten tut.

ich kann gut gemeinte ratschläge usw. einfach nicht mehr hören und am schlimmsten finde ich wenn jemand sagt ihr seit doch noch jung und habt noch alle zeit der welt :-[

hallo hat jemand mal nachgedacht das es einen das herz zerreißen tut, das der scheiss schmerz immer extremer wird????

ich kann dir keinen rat geben wie man damit umgehen soll weil ich selber oft das gefühl habe ich zerbreche daran und werde halt immer zorniger :-[

ich wünsche dir alles gute und viele liebe grüße tine die jetzt auch mal bissl dampf abgelassen hat #winke#winke

Beitrag von abbrummbaer 01.10.10 - 11:18 Uhr

Hallo,

du bist nicht damit alleine... Haben jetzt 4 jahre und 2 FG und die tolle nachricht, das es nicht an ihm liegt... Bei mir aber irgendwie auch net, da mit clomi (1/4!!! schwierig zurechtzubrechen!) und auslösen alles super wird... also zyklustechnisch, aber nix funktioniert! Ich hab auch noch eine schwester die ss ist... 2. kind 2. mann der auch nicht mehr bei ihr ist... 2 cousinen die grad mit baby rumlaufen... und viele Mitstudentinnen die sich ihre wunschplan erstellen bei den praktikas, da sie ja ss sind... Und ich? Ich bekomm den rest... ganz toll... versuche jeden monat abstand davon zu nehmen, aber irgendwann mach ich dann auch so ne depriphase mit... Gott sei dank hab ich hier in urbia super liebe mädels kennengelernt, (die nun aber an nummer 2 oder 3 arbeiten mittlerweile) aber bei denen ich mich ausheulen kann. Denn die sprüche: wird schon irgendwann; kopf nicht hängen lassen, das kind sucht sich den zeitpunkt selbst aus; kann ich einfach nimmer hören... Also kopf hoch ;-)

Chaka wir schaffen das... früher oder später ( bei uns halt später :-))

Gruß

Beitrag von sandblumen 01.10.10 - 12:46 Uhr

Hallo manu, ich kann dich verstehn,es wir immer etwas wehtun. es verblasst mit der zeit. gib nicht auf, ich tu es nach 2fehlgeburten hoffe ich auch noch. das gefühl kenne ich gut. wenn du magst kannst du bei mir dein Herz ausschüten. Ich denke wir können uns gegenseitig helfen.Natürlich nur wenn du magst. LG Micha#winke

Beitrag von projektname-remruew 01.10.10 - 13:06 Uhr

Hallo Ihrs,

ich habe meine ganz eigene Meinung zu Userinnen wie Dir, Manu, und Frauen, die immer wieder Postings dieser Art zum Anlass nehmen, Ihre eigene Meinung (die -wer hätte das gedacht- aus der Seele der andern spricht), kundzutun. Wie romantisch!
Meine Sicht der Dinge ist eine ganz andere.

Die mit dem Plan B, die bin ich. Sogar einen Plan C gibt es schon.
Einen Hund habe ich auch. Den allerschönsten!
Und Freunde, ganz viele und liebe Freunde, die um unseren Wunsch nach einem Kind Bescheid wissen.
Ausserdem habe ich eine wundervolle, ausgewogene, gleichberechtigte Ehe. Ich habe einen Job, der mir Spaß macht, kann mir auf Grund meiner Karriere, die ich früh gestartet habe, sogar richtig tolle Urlaube leisten. Und das machen wir, wann immer es geht.
Mein Ausgleich erlange ich durch Sport, in schlechten Momenten habe ich tolle Freundinnen und auch meinen Mann, mit dem ich über ALLES reden kann. Es geht mir gut. Denn ich habe ein leben nach dem KiWu.

Mein Problem: Ich habe zusammen mit meinem Mann den (bisher) unerfüllten Wunsch nach einem Kind.
Das ist darauf zurückzuführen, dass wir beide ein medizinisches Problem haben, bei dem uns geholfen wird. Nicht mehr.

Der Unterschied zu Euch ist der folgende:

Ihr habt Freundinnen, Bekannte, sogar Verwandte, die schwanger werden. Gemeinerweise auch ganz ohne Nachhilfe, einfach so, nur mit S.E.X. Das ist furchtbar, zumindest für Euch.
Auch im Internet: Immer diese fruchtbaren Frauen, die in öffentlichen Foren und anderen Plattformen die Geburt Ihrer Kinder "anprangern", einfach schlimm ist das.
Und die sind ja auch Eurer Meinung nach noch gar nicht dran! Recht habt Ihr, alle nach Euch geheiratet, die haben doch überhaupt noch kein Recht auf ein Kind. Ihr seid doch eigentlich dran.
Und dann all die unglücklichen Hochzeiten, wo nur Kinder (der anderen natürlich, weil Ihr habt ja ungerechterweise noch keine) rumirren und Ihr, die Aussätzigen, ganz allein und einsam, natürlich völlig Spaßbefreit, rumsitzt.

Fragt Ihr Euch wirklich, warum Ihr Euch schlecht fühlt ? Voller Neid auf das Schönste, was es gibt. Auf das, was Ihr Euch so sehr wünscht ?
Seht Ihr es nicht als harten Schlag ins Gesicht einer jeden Frau, die durch die selbe Hölle gegangen ist wie Ihr und nun mit einem Kind belohnt wurde und Eure neiderfüllten Schreibereien hier lesen muss ?

Ganz ehrlich, ich kann Euch nicht verstehen. Ihr suhlt Euch in Selbstmitleid, Neid, teilweise hasserfüllt tragt Ihr Euch von Behandlung zu Behandlung, vergiftet Eure Seele mit diesen Gedanken. Ihr stellt Euch selbst hin als "Versager", "arme Kinderlose", "Bedauerlich", als "Links liegengelassen".

Das alles, was Ihr beschreibt, habe ich nie nie nie erlebt. Vielleicht, meine Damen, liegt das daran, dass ich nie einer Frau dem Kind geneidet habe, mich niemals als o.g. Randgruppe gesehen habe und auch nie diese Art negativer Gedanken pflegte. Einige Mädels hier, die ich kennenlernen durfte, wurden schwanger. Einige haben sogarerst "nach mir" angefangen. Eure Meinung dazu: "Gemein, die ist doch noch gar nicht dran"!
Meine ganz ehrliche Meinung nach einem winzigem Stich im Herzen: "Gut so, ihr ist die Mühle der Behandlungen erspart geblieben".
Stellt Euch vor, ich habe sogar jetzt noch herzlichen Kontakt mit diesen Frauen.

Ihr wisst nicht zu schätzen, was die Medizin Euch an Chancen bietet. Ihr sucht alles Negative zusammen und übrig bleibt: IHR!
Aber Ihr seid es am Ende des Tages, die Euren Kindern Werte beibringen müsst.
Und darum kann ich Euch nur einen wirklich gutgemeinten Rat geben:
Überdenkt mal, ob Eure Werte mit ethischen und charakterlichen Grundvoraussetzungen übereinstimmen.

Und dann kommt endlich runter von Eurem "Alles-ist-so-gemein-und-ungerecht-Gehabe".





Beitrag von blattgoldflieger 01.10.10 - 14:18 Uhr

Harte und deutliche Worte, aber auch Worte, die den richtigen Punkt treffen. Wenn man nicht aus sich selbst heraus Glück und Zufriedenheit schöpfen kann, wird einen auch ein Kind da nicht rausholen können.

Beitrag von daphnia 01.10.10 - 15:31 Uhr

Ist ja schön für dich, dass du so ein positiver Mensch bist, aber manchen Menschen kann es helfen, negative Gefühle irgendwo mal abzuladen.

Mir auch. Ich verbringe gerne Zeit mit den Kindern meiner Freunde, aber wenn ich nicht darüber reden könnte, dass ich auch gerne welche hätte, auch wenn das leider nicht von alleine geht, würde mir das sehr viel schwerer fallen.

Und Leute, die das gleiche Problem haben (wie z.B. in einem "fortgeschrittener Kinderwunsch"-Forum), sind da einfach die besseren Gesprächspartner als Leute, bei denen das Kinderkriegen wie von selbst zu laufen scheint.

Neid und Selbstmitleid sind keine schönen Gefühle. Ich denke niemand hier ist stolz darauf. Aber auch diese Gefühle sind menschlich und wir können sie nicht überwinden, wenn wir uns nicht damit auseinandersetzen. Vorwürfe helfen da wenig.

Beitrag von jennyspice 01.10.10 - 15:55 Uhr

Sehr wahre und weise Worte #pro

Auch ich muss zugebenm, dass ich manchmal gemeine Depriphasen habe, aber irgendwie sind wir doch selbst schuld daran, wenn wir glauben ohne baldige Schwangerschaft und Kind kein lebenswertes Leben zu haben #kratz Diese Vergleiche mit Anderen bringen einen auch nicht wirklich weiter, denn es wird immer jemand geben, bei dem alles läuft, wie geschmiert, aber auch viele Menschen auf dieser Welt, die "wirkliche" Probleme haben.

Allerdings ist es auch nicht zu einfach, sein Leben trotz unerfülltem Kinderwunsch wieder zu schätzen und zu mögen, denn auf eine solche Situation ist niemand vorbereitet und am Anfang ist es auch sehr schmerzhaft, den Gedanken an ein Leben ohne Kind überhaupt nur im Ansatz zuzulassen. Mir ging es jedenfalls so. Mein Plan war so genial, erst mal ein paar Jahre Karriere, dann das Kind und in Elternzeit schnell Dissertation zu Ende schreiben. Leider musste ich erkennen, dass es onnciht funktioniert und dass es Dinge gibt, die auch mit Fleiss, guter Planung und einem einigermaßen schlauen Köpfchen nicht funktionieren #schock

Inzwischen bin ich aber so weit, meinen Plan B und C zu stricken und mein Leben wieder zu genießen ;-) Hey, ich habe auch einen tollen Mann, der auch noch mein bester Freund ist. Wir sind beruflich erfolgreich und haben daher auch entsprechende finanzielle Möglichkeiten. Außerdem haben wir auch liebe Freunde, einen Hund, der nicht immer so super ist, den wir aber trotzdem mögen ;-) und eigentlich ein erfülltes Leben. Meine Dissertation werde ich ab nächstem Jahr trotzdem zu Ende schreiben und dannhalt vorübergehen Teilzeit arbeiten und außerdem wird so langsam der nächste Skiurlaub geplant!

Ganz ehrlich, mir geht es viiieeeel besser, seit ich nicht mehr mit einer baldigen Schwangerschaft plane und deswegen dieses und jenes darauf ausrichte!

So, das war mein Wort zum Wochenende ;-)

LG, Jenny

Beitrag von krtecek 01.10.10 - 16:47 Uhr

Hi du .-) du weißt sowieso, dass du mein Lienblingsuser bist, weil deine Einstellung sehr reif ist ABER, ich finde in diesem Beitrag bist du zu hart..
Ich habe hier nichts von hass gelesen oder ?

Ich bin mit dir bisl nicht einverstnaden in dem Punkt mit negativen Gefühlen...wenn man ein sehr großes Bedürfnis hat, dann gehören Enntäuschungn und negative Gefühle dazu...im Gegenteil, würdest du behaupten, negative Gefühle..das ist dir fremd, dann sag ich dir: entweder verdrängst du es (auch eine Art Umgangmechanismus) oder ist einfach dein BEDÜRFNIS nicht so groß..

ich glaube, dass es eher damit zu tun, welchen Raum man diesen negativen Gefühlen gibt und wie man es auslebt...

es ist glaube ich vollkommen o.k. über eigene Niederschlagenheit zu sprechen, sonst bräucte man nicht hier zu sein...

ich bin gott sei dank aus dem forum raus...die Dame hat mich zitiert..ich schrieb damals, als es darum ging ,was hilft einem, um die Zeit zu überstehen, dass ich einen plan B habe ABER damit war nicht gemeint, dass ich z.B. an meiner Karriere arbeite ABER, dass ich mich u.A. an eigene Kinder (so schrieb ich es damals) nciht klammern muss...Ich weiß, dass es menschliche Bedürfnisse gibt, die man nicht mit irgendwelcher Karriere überdecken kann (zumidnest bei den meisten Frauen)...ich glaube aber Plan B heißt bisl Kreativität glaichzeitig muss aber diese plan B den Wunsch nach Kind erfüllen, sonst scheitert es iin den meisten Fällen...

Beitrag von sofiaentchen 01.10.10 - 13:22 Uhr

Hallo:-)
Ich lese den Beitrag und denke mir:warum machen sich die Frauen so verrückt und kaputt! Aber nur,weil ich Euch dazu folgende Geschichte erzählen möchte:Eine Freundin von mir war auch so,Sie hat sich sooo verrückt gemacht,ständig daran gedacht,ein Versuch nach dem anderen hinter sich gebracht! Nach einem Jahr künstlicher Befruchtung,hatten die Ärzte Sie aufgegeben und meinten Sie sollte jetzt Ihrem Körper zu liebe eine Pause einlegen,gesagt getan! Sie sagte zu Ihrem Mann: Wir ziehen jetzt um (eine kleinere Wohnung) wir brauchen vorerst kein leeres Kinderzimmer! Also eher wir uns verseht haben,sind die beiden in einer 2 Zimmer Wohnung umgezogen,haben sich von Ihrem letzten gespartem Geld ein neus Schlafzimmer gekauft,einen Urlaub gebucht und Sie hatte wie blöde mit geholfen die Umzugskisten zu schleppen!
JAAA genau sie war in der Lage mal 6 Wochen lang abzuschalten,man hatte mich das gefreut:-)
Und was ist in den 6 Wochen passiert???
JAAA Sie wurde SCHWANGER!!!
Trotz der schweren Kisten,trotz des stresses der Wohnungssuche und dann noch die rennerei in den Möbelhäusern:-)
Und dann waren es auch gleich noch ZWILLINGE:-) ( leider ist eins nicht weitergewachsen:-(
Tja nun sahs meine liebe Freundin auf Ihren gepackten Kisten in einer kleinen 2 Zi. Wohnung und ein neues Schlafzimmer,was sauteuer und riesen Groß war:-)
Was ich damit sagen will ist: IHR müsst abschalten! Verhindert Babygeschäfte,kauft Euch was! Fahrt in den Urlaub und wenn es nur die Ostsee ist! Ernährt Euch mal so richtig schlecht (Burger usw):-)
Geht mit einer Freundin wieder bis Morgens Tanzen (ps egal wie alt man ist)!
Macht Dinge,die mit einem Baby vielleicht nicht so machbar wären:-)
Oder vielleicht einfach mal 3 Wochen keinen Sex haben um dann sich darauf wie beim ersten mal zu freuen:-) (Na gut blöde idee,würde mir auch nicht gefallen:-p
Ich hatte eine ganz schwere Herzerkrankung mit 24Jahren und ich weiß was die Psyche alles so mit einem machen kann:-(
Deswegen: Ablenkung,ablenkung und das nicht nur für einen oder 2 Tage... Einen ganzen Monat oder 2!!!
Ich hoffe ich habe jetzt hier niemanden verärgert:-(
Viele,grüße Sofia

Beitrag von tritratrullalala 01.10.10 - 14:03 Uhr

Na ja, das mit dem "Kopf frei kriegen - uns schwupps bist du schwanger" ist leicht gesagt. Frau kann per Gedanken halt nicht die Eileiter freipusten.

Sicher gibt es Frauen, bei denen der Kopf blockiert. Aber in diesem Forum sind in erster Linie Frauen unterwegs, bei denen der Körper blockiert. Wo die Eileiter dicht sind, die Hormone aus dem Lot oder wo der Partner ein schlechtes Spermiogramm hat, das auch nicht besser wird. Für solche Leute mit einem organischen Leiden sind diese "Macht Euch locker, dann klappt das schon"-Sprüche eher kränkend, weil es beinhaltet, dass sie selbst mit ihrer falschen Haltung die Verantwortung für ihre Misere tragen. Was faktisch einfach nicht stimmt.

Beitrag von sofiaentchen 01.10.10 - 15:31 Uhr

Hallo:-)
Also vorweg bin ich ja auch in diesem Forum,weil es ja bei uns auch nicht so einfach klappt!
Ich habe Pco und muss auch Hormone nehmen,so ist es ja nicht!
Das Spermiogramm meines Freundes war mehr schlecht als recht!
Als er seine Psyche mal ein wenig aufgemuntert hatte,siehe da war das Spermiogramm auch gleich viel besser! Ich sage ja nicht,dass das bei jedem gleich so sein muss! Aber das ewige gejammere das hilft doch auch nicht!!!
Ich habe auch lediglich von einem Beispiel erzählt! Und sie hatte kein leichtes Jahr das kannste mir glauben!
Ich spreche auch aus Erfahrung,vielleicht nicht das gleiche Thema,aber ich hatte 4 Jahre ganz doll (durch meine Herzerkrankung) mit der Psyche und man glaubt nicht,wie die in den Körper eingreift!
Ich hatte z.B. Herzrhythmusstörungen,obwohl mein EKG in ordnung war! Da meinte der Arzt knallhart zu mir:ich bekomme hier ein Ding an der Glocke ich muss unbedingt zum Psychologen! Ich dachte nur hat der einen Knall,wie redet der denn,ich habe doch Anzeichen ich bilde mir das doch nicht ein!
Schlussendlich hatte ich dann mit 26 (also knapp 2 jahre später) doch eine Therapie gemacht.... und was soll ich sagen,die Symptome sind so gut wie weg gegangen!
Dazu kam eine neue Liebe (das heißt Ablenkung pur) und nun denke ich sehr selten an mein altes Leben und freue mich auf das was jetzt ist und wenn jetzt auch dazu gehört das ich noch ewig auf mein Baby warten muss,dann ist das so:-)
Der Körper ist stark und kann auch mal versagen,bei dem einen mehr bei dem anderen weniger!
Aber die Psyche ist das schwächste was der Mensch hat!!!
Manchmal reicht einem Menschen nur wieder etwas vertrauen in sich selbst und schon ist alles wieder im Lot!
Aber bis dahin ist es manchmal auch ein langer Weg:-(
Und deswegen sollte man sich auf andere Dinge konzentrieren!
Ich selber habe schon viele Babybücher gelesen,aber noch mehr Bücher über die Psyche:-)
Ps mal so am Rande,wäre auch schon mal eine Ablenkung:-)
Und für die nachgewiesenen Körperlichen beschwerden,sollte man den Ärzten wirklich mal ein wenig mehr vertrauen schenken:-)
Wir leben doch in einer Welt wo man sooo viele Möglichkeiten hat um an ein kleines Baby zu kommen!
Viele,grüße Sofia

Beitrag von projektname-remruew 01.10.10 - 14:23 Uhr

Hallo liebe Sofia,

mir persönlich machen Beiträge dieser Art immer etwas Mut.

Ob Du allerdings jemanden verärgert hast:
Ja, leider! Denn Du sprichst Dinge an, die viele hier verlernt haben.Und deswegen werden Beiträge dieser Art immer als besonders lästig und überflüssig betrachtet.

Aber Du, mach dir nichts draus! Noch viiiiel viel schlimmer und verhasster sind Beiträge dieser Art von Userinnen, die direkt betroffen sind. Oha, die erleben hier dann immer ihr blaues Wunder. Amüsant zu lesen, aber weit unter der Gürtellinie....das kommt davon, dass die schwangeren dann zu denen gehören, die sich immer vordrängeln....die wären nämlich eigentlich noch nicht dran gewesen #rofl

Dann gefolgt, also praktisch an Platz 3, sind die, die diiirekt nach der 1. ICSI (IVF,IUI etc.) schwanger wurden und Mut machen möchten. Die kriegen's dann auch immer ganz ganz dicke :-) Sind nämlich auch noch nicht dran.

Also, ich freue mich für Deine Freundin. Tut mir leid um ihren Zwilling, der es nicht geschafft hat. Aber vielleicht, in all dem Baby-Stress, vielleicht hat sie ja nochmal so viel Glück....in 1-2 Jahren...

Liebe Grüße

Beitrag von krtecek 01.10.10 - 17:17 Uhr

hi liebe Manu, ich muss gott sei dank diesem Forum nicht mehr angehören, trotzdem muss ich dir sagen, dass man im Nachhinein manchmal bestimmte Sachen anders sieht.

Die Zeit, die du beschreibst, war bei mir gleich. Es waren alle Damen um mich herum schwanger, ich stand auf dem U-Bahnbahnsteig und da liefen manhmal die Tränen..

Gleichzetig sagten wir uns o.k. dann wenn es nicht klappt, machen wir uns die Zeit anders schön und wir hatten erfüllten 7 Jahre zusammen..als wäre herz in zwei Stellen gebrochen..eine der tollen Beziehung und eine des ,,Mangels´´..ich ließ mich aber nie hängen und es kam auch nie soweit, dass ich mich im Sumpf der Gefühle verloren hätte..

Nach 7 Jahren entschieden wir uns die Hilfe der Ärzte anzunehmen, weil es einfach an der Zeit war..

Dann kam eine tolle Nachricht, dass wir SS sind..wenn man die Hilfe der Ärzte in AQnsprcuh nehmen muss, geht man in die SS schon sowieso mit gebrochenen Nerven..

ich hatte exakt (!!!!) 1 Woche, in der wir uns noch vorsichtig freuten und dann kam ein Trauma, das bis jetzt andauert. ich bekam blutungen, ich legte mich hin...erlebte wirklich schreckliches..und stand in der 35.SSW auf, als meine Tochter auf mein Drängen nach einem monatelangem KH-Aufenthalt geholt wurde..die psyche musste sich schnell erholen, die Gesundheit nciht mehr..ich habe seitdem so starke gesundheitliche probleme, dass mir klar war, NIE wieder ein kind..

da ich keinen Es hatte, mein Mann OAT III..haben wir nicht verhütet. wir schliefen exakt 2mal in diesem ersten halbjahr zusammen..jo, ich wurde ungeplannt, ungewollt, unerwünscht SS...o.k. dann Abbruchgedanken..es ist eine Art Posttraumatische Belastungsstörung..

obwohl ich kein Kind mehr wollte, entschied ich mich wahrscheinlich (weil ich feige war) das kind auszutragen..

Dieses Trauma dauert an, ich habe seit der 20SSW Schmerzen bekommen, dass man verrückt wird. Nehme Schmerzmedis und werde allerspätestens in der gleichen Woche entbinden..

Warum ich es dir schreibe ? oft sage ich mir, wenn ich nur gewußt hätte, was folgen wird, würde ich nie kinder haben wollen...von dem Gedanken bin ich schnell weg und es bleibt immer in meinem Kopf, dass man nicht weiß, wofür eine bestimmte Phase gut ist und dass man nicht alles um jeden Preis wollen sollte (wie es in den fernöstlichen Religionen der Fall)..

Ich weiss nie, ob ich je in meinem Leben gesuned werde..auch jetzt konnte ich sagen, warum grade ich ?!?!?! ich mache es nicht, grundsätzlich nicht..ich nehme diesmal den tatsächlich Schmerz und arbeite mich bis zur Ermüdung, damit ich am Tage keine Schmerzmitteltablette nehmen muss..ich arbeite jeden tag an mir, akzeptiere meine Schmerzen, lasse mich aber nie unterkriegen..

Diese ganzen Gefühle sind wie Wolken am Himmel, sie sind da, sie BEHERRSCHEN mich aber nicht!! und das wollte ich, dass meine Botschaft ist..

Du bist irre-jung, um mit einer ICSI oder IVF schwanger zu werden, erlebe deine Zeit der zweitsamkeit in voller Fülle, bestreite negative Gefühle nicht aber versinke nicht in ihnen, da tust du dir nicht gut!!!

und am Ende gehst du hier raus mit einem Baby, nur die ,,richtige´´ Zeit weiß keiner..

Sei herzlich#liebdrueck, Krtecek

Beitrag von felicat 01.10.10 - 23:51 Uhr

Hallöchen,

ach es ging mir laaaange genau so. Am schlimmsten war wirklich diese Depri-Phase, in die ich fiel als wir erfuhren, dass der Bruder meines Mannes Papa wird - obwohl er es eigentlich nicht wirklich wollte.
Und keiner nahm Rücksicht auf unsere Gefühle oder verstand unsere Situation... :-[

Auch ich hab gesagt, ein Leben ohne Baby ist für mich kein lebenswertes Leben, und ich bin dann mit der Schwangerschaft total aufgeblüht. Aber auch davor gab es einige, wenige Momente, in denen ich glücklich war, weil ich mal kurz nicht dran dachte.

Wir haben Ende 2004 mit dem KiWu angefangen, Oktober 2005 kam dann die erste ICSI.
Erst nach insgesamt 8 (!) Versuchen waren wir im September 2008 schwanger.
Meine Zwillinge liegen jetzt in ihrem Bettchen und schlafen #verliebt

Habt ihr denn die Möglichkeit weitere Versuche wie IVF oder ICSI zu machen? Wo werdet ihr denn betreut?

Im übrigen bin ich auch aus Österreich, sogar aus Niederösterreich ;-) Und auch unser Alter ist ähnlich (bin 26).

Melde dich gerne, wenn du was wissen magst, wir waren in Wien im Goldenen Kreuz und können die nur allerwärmstens empfehlen!

LG und alles Gute, Astrid