Die ersten vier Wochen sind um! Antragskind

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Beitrag von julisa 01.10.10 - 11:16 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich habe ja dieses Jahr meine zwei Mädels in die Schule ziehen lassen müssen!

Meine Große *27.09.2003 regulär, die Mittlere *09.12.2004 als Antragskind!

Nach vier Wochen wollte ich euch mal ein Erfahrungsbericht zukommen lassen, beide Kinder gehen in verschiedene Klassen:

Die Große:

Wie gesagt am Montag 7 geworden, tut sich recht schwer mit der Eingewöhnung. Sie kann nicht auf "fremde" zugehen und ist daher oft allein.
Wenn ihr etwas nicht passt, hält sie eher den Mund, anstatt mal ihre Meinung zu äußern(dies leider nur in Gegenwart der Lehrer, im Hort oder zu Hause oder in der KiTa macht sie ihren Muns schon auf)
Hat Spaß am Rechnen (noch, da sie auf mich kommt, wird das nur 4 Jahre anhalten), mit dem Schreiben hat sie einige Schwierigkeiten, schreibt teilweilse spiegelverkehrt(was laut Lehrer kein Thema ist)
Ansonsten man geht noch gerne hin, aber die Lust hält sich schon in Grenzen.

Die Mittlere:

Wird am 09.12. 6 und ist die jüngste in der Schule. Hat am ersten Schultag dem Lehrer schon gezeigt, wer vor ihr steht: (alle bekamen eine Lesezeichen von den 2.Klässern, sie wurde übersehen, ging in der Klasse direkt auf den Lehrern zu und sagte mit Händen in den Hüften: Ich habe kein Lesezeichen bekommen. Wurde natürlich sofort nachgeholt).
Sitzt neben ihrer besten Freundin aus der KiTa, hat aber auch schon neue Kinder kennengelernt und war auch schon beim Spielen.
Schreibt Buchstaben so perfekt nach, wie ich es noch nie gesehen hat (wobei als sie anfing das F mit einem Lineal zu schreiben, habe ich mich eingemischt)
Hat Spaß am Rechnen, an Kunst, am Sport und ist wie gesagt Feuer und Flamme. Manchmal sogar so extrem, dass ich sie bremsen muss ( Gestern wollte sie ihrem Lehrer einen Brief schreiben (unsere Kinder lernen schreiben nach Nobert Schramm) und es klappte halt nicht wirklich, da sie sehr unkonzentriert war. Sie wollte das Wort Herr schreiben kam bis zum H und hörte dann auf einmal ein D????#kratz ich habe ihr dann gesagt, sie solle es für heute sein lassen, weil man an ihrer ganzen Art gemerkt hat, dass es keinen Zweck hat. Sie bekam einen Wutausbruch vom Feinsten und wollte es nicht einsehen. Papa hat es dann letztendlich geschafft, sie davon zu überzeugen, es später zu machen)
Ich kann nur sagen, es war für unsere Tochter die richtige Entscheidung und zur Zeit bereue ich nichts.

LG Eva

Beitrag von motzkuh05 01.10.10 - 11:29 Uhr

Hallo,
schön, dass es für deine Kleine so gut klappt.
Aber wie fühlt sich denn die Große damit, dass die jüngere Schwester zusammen mit ihr eingeschult wurde? Ich stelle es mir ganz furchtbar für sie vor.
Lg Motzkuh

Beitrag von julisa 01.10.10 - 11:36 Uhr

Sie war zwar nicht recht glücklich, aber da beide nicht in die gleiche Klasse gehen, hat sie keine Probleme mehr, sondern ist froh, die kleinere an ihrer Seite zu haben.

Beitrag von luka22 01.10.10 - 22:30 Uhr

Das stelle ich mir auch übel vor. Vor allem, wenn die Kleine tatsächlich "besser" lernt als die Große. Dann wird ein "Ätschibätschi" wohl nicht lange auf sich warten lassen. Meine sind auch 1, 5 Jahre auseinanander und mein größter Horror wäre es gewesen, wenn mein Sohn ein Jahr hätte zurückgestellt werden müssen. Dann wäre er mit der kleinen Schwester in derselben Klassenstufe...das geht gar nicht für einen großen Bruder :-).
Aber jeder entscheidet eben nach eigenem Wissen und Gewissen und das ist auch gut so.

Grüße
Luka

Beitrag von rossi67 01.10.10 - 11:32 Uhr

Hallo Eva,
schön, dass es eurer Kleinen so gut in der Schule gefällt. Ob es die richtige Entscheidung war, könnt ihr erst in ein paar Jahren beurteilen. Jetzt ist noch alles neu und interessant. Die Probleme kommen später. Und glaube mir, ich weiß wovon ich schreibe. Aber unser Kind hat am 21.08. Geburtstag. Eures ist ja noch fast vier Monate jünger.
Unsere zweite hat am 29.12. Geburtstag und ich wäre NIEMALS auf die Idee gekommen, sie auf Antrag in die Schule zu geben. 3 Tage später, oder wie bei euch, drei Wochen später und sie wäre ein ganz normales 2011-Kind gewesen.
Ich würde nie wieder ein Kind auf Antrag einschulen. Es geht nicht um Intelligenz. Es geht um Feinmotorik, es geht um soziale Kompetenzen und es geht um Frustrationstoleranz.
Aber jetzt ist es nunmal so.
Gruß
R.

Beitrag von julisa 01.10.10 - 11:39 Uhr

Das ist mir klar, und ich bin gespannt wie es weiterhin läuft.

Aber ich wollte mein Kind nicht einschulen, sie kam im letzten Sommer auf mich zu und sagte mir über mehrere Wochen hin, ihr ist langweilig und das haben wir berücksichtigt.
Feinmotorisch, soziale Kompetenzen und Frustrationstoleranz sind bei ihr mehr vorhanden, als bei der Großen, daher kamen auch von Erzieherseite keinerlei Einwände.

LG Eva

Beitrag von sonne0410 01.10.10 - 14:09 Uhr

Hi,

na das mit der Frustrationstoleranz kam in Deinem Beitrag aber etwas anders rüber;-).

Alles Gute für Deine Mädels

Sonne mit ihren Mädels

Beitrag von julisa 01.10.10 - 14:22 Uhr

Sagen wir mal so, wenn sie sich selber frustet, ist es nicht so.
Aber im Allgemeinen kommt sie mit Frust gut klar;-)

LG Eva

Beitrag von gemela 01.10.10 - 17:53 Uhr

Hallöchen,

mal eine Frage.
Wer ist Norbert Schramm #kratz?

Grüßle, Grit

Beitrag von lisabet 01.10.10 - 19:15 Uhr

Na Norbert Schramm, der ehemalige Eiskunstläufer#rofl.

Nein. Ich habe auch keine Ahnung. Wahrscheinlich ein Herausgeber eines Lesen-Lernbuches für Erstleser.

Beitrag von gemela 01.10.10 - 20:39 Uhr

Na den kenne ich auch :-).
Aber den hätte ich niemals mit Schreiben, Lesen und Rechtschreibung in Verbindung gebracht.
Man lernt nie aus.

Dank Dir #winke

Beitrag von froehlich 01.10.10 - 22:04 Uhr

Genau dieser "Wutausbruch vom Feinsten" zeigt für mich, daß Dein Kind noch überhaupt nicht reif für die Schule ist. Wie soll das weitergehen auf die Dauer? Na gut, Ihr habt entschieden, dann ist es eben jetzt so. Aber "F" mit Lineal geschrieben und hampeliges Briefeschreiben ist nun wirklich keine Empfehlung.... . Mir tut Deine ältere Tochter leid. Dein Beitrag liest sich wie "Pechmarie und Goldmarie". Seltsamer Vergleich einer Mutter, tut mir leid. Und ehrlich gesagt: mir sind etwas schüchterne Kinder lieber, als die, die immer gleich mit den Händen in den Hüften dastehen und ihr Recht einfordern. Nichts für ungut.

Beitrag von loeckchen_2004 03.10.10 - 12:36 Uhr

Ob es richtig war das Kind so früh einschulen zu lassen oder nicht, werden die Eltern in ein paar Jahren sehen....

ABER ein "wutausbruch vom Feinsten" spricht doch nicht gegen eine Einschulung, das ist eine ganz normale Reaktion von einem Kind bei dem etwas nicht geklappt hat und wir stark das ausgeprägt ist kommt auf den Menschen selbst an und nicht wann er eingeschult wurde. Natürlich wird das mit den Jahren besser aber davon sollte man keine Einschulung abhängig machen.

Außerdem finde ich, dass kein Mensch darüber urteilen kann ob ein fremdes Kind schulfähig ist oder nicht, das fällt uns Eltern schon schwer und auch den Erziehern nicht immer leicht wie soll das dann ein fremder können der das Kind noch nie gesehen hat. Vielleicht würdest du ganz anders denken wenn du das Kind sehen würdest aber nicht wüßtest wie alt es ist