Bin total verzweifelt!

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von maexchen123 01.10.10 - 13:17 Uhr

Hallo,
war super lange nicht mehr hier, und meine beiden Jungs sind inzwischen 2,5 und 5 Jahre alt, aber seit es mir so schlecht geht, musste ich immer mal wieder an dieses Forum denken und nun bin ich wieder da.
Ich weiss gar nicht, wo ich anfangen soll, wird sicher länger werden, sorry schonmal dafür.
Vor ca. vier Jahren sind wir aus dem Haus, in dem die Schwiegereltern die untere Etage bewohnten, und immer noch bewohnen, aus der ersten Etage ausgezogen.
Damals war Max 1,5 und Paul noch nicht geboren.
Hat mit den Schwiegereltern nicht so recht geklappt und ich wollte unbedingt aus Bottrop weg, wo mein Mann aufgewachsen ist.
Also hat mein Mann zugestimmt, dass wir in ein Miethaus nach Gelsenkirchen-Buer ziehen, wo wir wirklich niemanden kannten, und uns durch Kindergarten, Krabbelgruppen alles neu aufgebaut haben. Ein Jahr nach dem Umzug dorthin wurde in der gleichen Siedlung ein Mieteckhaus mit 150 qm und grossem Garten frei, ich also meinen Mann wieder bearbeiten, und wir sind dann in das grössere Haus gezogen.
Nun ist in den letzten zwei Jahren die Miete auf knapp 1600 Euro angestiegen, und trotzdem wir beide gut verdienen, wurde es immer schwerer das Haus zu halten, kein Urlaub, und jeder Cent für Gärnter, Putzfrau, Garten...., ja, das Geld hätte man sich evtl. sparen können, aber ich bin einfach wirklich nicht die super Hausfrau!
Also haben wir uns vor drei Monaten entschieden auszuziehen und uns zu verkleinern, Eigenkapital anzusparen und vielleicht nach einigen Jahren etwas zu bauen, kaufen...
Welche Dummheit haben wir also gemacht?! Bei der Schwiegermutter im Haus wurd ne Wohnung frei und wir sind wieder zurück nach Bottrop, 85 qm, kein Garten, an einer 4spurigen Strasse, zweite Etage, aber eben nur 700 Euro warm.
Ich weiss nicht, was mich geritten hat, aber mein Mann hat hier in Bottrop sehr viele Freunde und war super glücklich, und jetzt kommts, ich bin hier supersuper unglücklich, fast schon depressiv.
Ich hasse die Wohnung, ich hasse die Schwiegermutter, und ich hasse auch die Gegend!
Ich merke nun, wo wir knapp 3 Monate hier wohnen, dass ich wieder zurück nach Buer muss, denn da ist mein Zuhause, na super.
Ausserdem war unser kleiner Sohn in Buer vormittags in einer superschönen Kita, und wo ist er jetzt jeden Vormittag ununterbrochen vorm Fernseher? Bei der Schwiegermutter!
Ich vermiss alles, die anderen Mamas, die Kindergärten, die Stadt, einfach alles!
Ich dachte, ich wäre ja älter und toleranter geworden, und das würd schon gehen!
Unser grosser Sohn hängt extrem an der Schwimu und ist ständig unten, heute z.B. hat sie mir verkündet, dass der Junge nun endlich mal Winterschuhe braucht, und sie mit ihm geht, immer unterschwellig, dass ich das ja eh alles nicht gebacken bekomme!
Max hat sich super im neuen Kindergarten zurechtgefunden und freut sich, dass er jeden Mittag bei der Oma Essen bekommt, obwohl ich um 12 nun extra immer Feierabend mache und weniger arbeite, damit ich da bin, aber da wir Paul ja bei Oma abholen müssen, steht das Essen schon vor dem laufenden Fernseher auf dem Kindertisch, und ich kann gar nix dagegen tun.
So, ich hoffe, dass das jetzt nicht zu lang war, aber ich bin schon so weit, dass ich mich von meinem Mann trennen würde, nur um hier weg zu kommen, dass das für meinen Mann mit mir echt schwer ist weiss ich, und das tut mir auch leid, aber was soll ich denn nur machen, wenn ich nur noch heule und gar nicht mehr nach hause will.
Ich hoffe auf Euren Rat.
Danke und liebe Grüsse aus Bottrop
Anke

Beitrag von frotteemonster 01.10.10 - 13:24 Uhr

Ja aber was sagt denn dein Mann zu der ganzen Sache?
Der muss dein Unwohlsein doch merken?

So wie ich es verstanden haben ist dies doch nur eine Übergangslösung bis ihr selbst was kaufen könnt....
halte durch würde ich jetzt sagen.

Beitrag von maexchen123 01.10.10 - 13:29 Uhr

Mein Mann will nicht unbedingt aus Bottrop wieder weg, sagt aber, wenn ich was passables gefunden habe, soll ich es ihm zeigen, und dann schauen wir weiter.
Ich will ja auch nicht, dass er immer nachgeben muss, aber sonst müsste er in Bottrop bleiben und ich geh zurück nach Buer, was ja auch nicht die Lösung ist.
Bis Max nächstes Jahr in die Schule kommt, müssen wir uns aber mal entscheiden, die Kinder sollten ja auch nicht darunter leiden, nur weil die Mutter Banane ist!
Aushalten werde ich es hier nicht mehr lange, mir geht es jeden Tag schlechter und sogar meine Mutter, die in Baden-Baden lebt und mit der ich mich wirklich nicht so besonders verstehe, oder besser verstanden habe, da es etwas besser geworden ist, sagt, dass sie sich um mich sorgen macht, weil ich nur heule, und dass ich vielleicht professionelle Hilfe brauche, ach ich weiss echt nix mehr!

Beitrag von frotteemonster 01.10.10 - 13:36 Uhr

Wir wohnen auch mit Schwiegermama in einem Haus - bzw. sie bei uns in einer Einliegerwhg.

Es gibt Tage da bin ich auch tierisch genervt,....
aber ich mittlerweile über viele Dinge stehen und verdrehe dann einfach nur die Augen.

Nütz doch die Gelegenheit. Wenn Schwiegermama mit im Haus ist macht ihr zwei doch mal einen schönen Abend am Wochenende, damit du mal wieder Spass und Vorfreude empfinden kannst.

Das tun wir auch und wir sind schon seit langem wieder mehr als Eltern und das tut unheiml. gut.

Wir haben uns damals sogar Bewusst dafür Entschieden der Schwiegermama in der Einliegerwhg. ein Lebenslanges Wohnrecht einzuräumen....

Wir wollten sooo gerne bauen, aber bei uns im Dorf einfach unmöglich... viel zu teuer. Wir wollten hier aber keinesfalls weg eben wegen den Kindern, deswegen übernahmen wir das Elternhaus meines Mannes.
Würde es immer wieder so machen...

Wenn es dir aber so schlecht geht, viell. steckt ja mehr dahinter als du wirklich dir eingestehen möchtest.

Beitrag von karna.dalilah 01.10.10 - 13:34 Uhr

Worin genau liegt es deine Unzufriedenheit?
Setz dich durch und lass dir deine Verantwortlichkeiten von der Schwiegermutter abnehmen!
Schuhe kaufen liegt in deiner Verantwortlichkeit, also kaufst du welche und zwar wann und welche DU für nötig erachtest!
Du bestimmst wann dein Kind Zeit mit Oma verbringt und auch deine Kinder werden auf Dauer mit klaren Reglungen zufriedener sein.
Räumliche Distanz kann die Sache vereinfachen.
Also zeige deiner Schwiegermutter und den Kindern deine Grenzen und lass nicht zu dass sie übertreten werden.
Es sind immer zwei...einer der die Dinge tut, der andere der es zuläßt!
Natürlich schließt das aufzeigen von Grenzen nicht aus, dass man Dinge wie Schuhe kaufen gemeinsam machen kann.
Auch das bei Oma andere Regeln gelten als bei dir, wirst du nicht ändern!
Ändern kannst du aber, dass deine Kinder so viel Freizeit vor dem Fernseher fristen.
Unternimm mit Oma und Kindern draußen etwas!
Es gibt sicher Kindertreffs, Spielplätze usw.
Baue neue soziale Kontakte auf.
Kopf hoch und los ;-)

Viel Kraft und Spaß!
Karna

Beitrag von maexchen123 01.10.10 - 13:48 Uhr

Danke für Deine Antwort.
Ja, was das eigentliche Problem ist, versuche ich herauszufinden, ich glaube es ist alles zusammen.
Plötzlich nicht mehr zwei, sondern nur noch ein Kinderzimmer, kein Garten mehr, an einer lauten Strasse, nur noch die Hälfte an Quadratmetern, in der zweiten Etage, und dann kommt am Ende auch noch die Schwiegermutter dazu, und, dass es mir hier auch von der Umgebung nicht so gefällt.
Ich fand es immer so schön im Herbst oder zu Weihnachten das Haus und den Vorgarten zu dekorieren, hier hab ich die Herbstdeko einfach hingeklatscht, und gefallen tut es mir überhaupt nicht, es ist mir sogar ziemlich egal.
Ich versteh das selbst alles nicht, aber es ist so eine grosse Traurigkeit und Leere in mir, die ich nicht erklären kann.

Beitrag von karna.dalilah 01.10.10 - 14:57 Uhr

Vorweg es gibt einige die in der selben Wohnsituation wie ihr leben.
Nicht alle sind deshalb unglücklich!
Die Wohnsituation ist also durchaus kein Grund für deine Traurigkeit.
Vielleicht ist es ja die Assosation die du mit deiner alten Wohnung (Haus mit Garten,ländlich) verbindest.

Du kannst entweder die Assosation ändern oder deine Wohnsituation abmildern/ändern.
Besprich dich mit deinen Mann, schaut nach einem Schrebergarten, sucht eine neue Wohnung in der Umgebung evt Nachbarorten.
Geh mit den Kindern auf Spielplätze, Familientreffs, besuche Kurse- baue neue soziale Kontakte auf :-)

Nimm den Herbst mit seiner Farbenpracht und allem was es mit sich bringt als neuen Anfang :-)

Beitrag von reethi 01.10.10 - 15:04 Uhr

Hallo!

Setz Dich mit Deinem Mann zusammen und sprecht Euch ab was Ihr Beide wollt. Anscheinend wisst Ihr das nicht so richtig... Erst zieht Ihr aus, in ein anderes Haus ein, nach einem Jahr schon wieder ein anderes Haus und nun schon wieder, und eigentlich bald schon wieder... Meine Güte :-)

Ernsthaft... redet und findet raus womit Ihr Beide leben könnt und wollt. Und findet vor allem einen Kompromiss. Ich finde es ziemlich unfair von Dir zu sagen Du denkst darüber nach Deinen Mann zu verlassen, um wieder zurückzuziehen, nachdem er ja bisher anscheinend immer mit Dir mitgezogen ist. Warum kein anderes Haus in Bottrop?

Außerdem setzte klare Regeln mit Deiner Schwiegermutter auf.

VG
Neddie

Beitrag von .roter.kussmund 01.10.10 - 15:05 Uhr

"Max hat sich super im neuen Kindergarten zurechtgefunden und freut sich, dass er jeden Mittag bei der Oma Essen bekommt, obwohl ich um 12 nun extra immer Feierabend mache und weniger arbeite, damit ich da bin, aber da wir Paul ja bei Oma abholen müssen, steht das Essen schon vor dem laufenden Fernseher auf dem Kindertisch, und ich kann gar nix dagegen tun."

du könntest euer kind im kindergarten mitessen lassen und ihn anschließend selbst abholen.

Beitrag von alpenbaby711 01.10.10 - 19:39 Uhr

Das du unglücklich bist ist eine Sache bei euch das du aber der Schwiegermutter nicht Kontra geben kannst wenn sie dir dein Kind "wegnimmt" ist deine eigne Schuld. Setz dich durch!
ela

Beitrag von titarosali 01.10.10 - 22:40 Uhr

Beginnt nicht aller Ärger im Leben mit der Realisierung des Wunsches nach eigenen 4Wänden,dem eigenen Heim und der Finanzierung dessen?

Warum ist eine solche "Unfreiheit" erstrebenswert? Mit weitreichenden Konsequenzen für das eigene dann unfreie Leben, für die Kinder,...

Beitrag von gh1954 01.10.10 - 23:36 Uhr

Blödsinn!

Wenn man richtig plant, ist man nicht unfrei, sondern freier als in einer Mietbude.

Mein Haus ist bezahlt und erziele gegebenfalls einen guten Erlös für mein Haus, nämlich DAS Geld, das ich in den letzten 22 Jahren keinem Vermieter in den Rachen geworfen habe.

Beitrag von luka22 02.10.10 - 00:09 Uhr

...also unsere Hausbank freut sich auch enorm über unseren Kredit :-).
Aber Alles in Allem gebe ich dir Recht. Die Zinsen darf man nicht ausrechnen, aber mit vernünftiger Tilgung muss man ja nicht unbedingt 30 Jahre abbezahlen. Miete jedoch lebenslänglich.

Grüße
Luka

Beitrag von froehlich 05.10.10 - 21:31 Uhr

Ganz ehrlich? Hört sich so an, als müsstest Du da RAUS! Und ich kann das supergut verstehen. Mit den Schwiegereltern in einem Haus? Bei ständig laufendem Fernseher? NEVER.
Da gibt's nichts zu retten. Ich kann sogar verstehen, daß Du notfalls eine Trennung ins Auge fasst. Aber soweit muß es ja hoffentlich nicht kommen. Beginne sofort nach Wohnungsalternativen zu suchen, investiere Deine Energie da hinein, führe KEINE fruchtlosen Diskussionen mit Mann und Schwiegereltern, Du reisst Dich jetzt zusammen und findest ein neues Nest für Eure Kleinfamilie. TU's!!!!!