Unterhalt Ausgaben - Offenlegung

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von kimmi 01.10.10 - 14:43 Uhr

Hallo,

ich bin jetzt seit über einem jahr von meinem mann getrennt und er hat auch regelmässig unterhalt bezahlt. alerdings ist dieser nur unter uns ausgemacht, weil wir noch nicht vor gericht waren und auch noch nicht geschieden sind. ich muss sagen die höhe des unterhalts ist relativ hoch, weil er sehr gut verdient, aber auch durchaus in der gegend wie es gesetzlich rauskommen würde.

nun fängt er an, dass er von mir monatlich aufstellungen darüber haben will wofür das geld ausgegeben wird. ich empfinde es als einen ziemlich eingriff in meine privatsphäre und möchte ihm dies einfach so nicht gewähren. er ist ohnehin sehr gut darüber informiert was ich mit meiner tochter in der freizeit unternehme, welche kurse sie gerade macht etc. er sieht, wenn sie neues gewand, spielzeug oder fahrrad hat. da kann er sich ein gutes bild darüber machen wieviel ich für sie ausgebe. aber das ich ihm irgendwelche listen und rechnungen vorlegen soll kommt mir höchst komisch vor. Ich kann doch auch nicht kontorllieren wie er die zeit mit unserer tochter verbringt wenn sie bei ihm ist.

Wie handhabt ihr das?
Jetzt droht er mir, dass wenn ich es nicht tue, er vor gericht geht.

Danke & Liebe Grüße,
kimmi

Beitrag von october 01.10.10 - 15:01 Uhr

Hallo,
du bist zu nichts verpflichtet und wenn du partout nicht willst, lass dich davon auch nicht unter Druck setzen.
Du kannst ihm doch eine grob Aufstellung zusammenstellen, aus der hervorgeht, dass du viel mehr Geld für sie ausgibst, als er zahlt.
Kindergartenkosten, Anteil Miete + BK, Pauschale Lebensmittel, Kleidung etc. Da müsstest du schnell 400-500 € zusammenhaben.
Gehst du Teilzeit oder gar nicht arbeiten? Dann kommt der Verdienstausfall durch die geringere Arbeitszeit und evt. Verdienstausfall durch entgangene Karrierechancen hinzu.
Du bist schnell beim Unterhaltsbetrag angelangt, ohne dass du ihm regelmäßig Rechnungen oder Listen präsentieren musst.

Lg Annika

Beitrag von silbermond65 01.10.10 - 15:45 Uhr

Geh zum JA ,laß dir den genauen Unterhalt berechnen ,einen Unterhaltstitel darüber ausfertigen und gut ist.Eventuell ist der gute Mann ja der meinung ,er zahlt zuviel.
Ich bekomme zwar für beide Kinder keinen Unterhalt vom Vater ,sondern nur für die Kleine UV ,aber ich würde garantiert keinem Vater auf jeden Cent genau vorrechnen ,wofür ich wieviel ausgebe.
Warum?

Beitrag von stormkite 01.10.10 - 17:47 Uhr

Na ja, dann soll er vor Gericht gehen ... schadet ja nichts.

Im Ernst, es hebt sicher die Zahlungsmoral, wenn Mann weiß, das das Geld auch tatsächlich dem Kind zugute kommt. Von daher wäre ich sicher bereit, meinem Exmann eine grobe Kostenaufstellung zukommen zu lassen. Aber ganz sicher nicht eine detaillierte Abrechnung über jeden Pups.

Ich weiß ja nicht, was du an Unterhalt bekommst, und ob das die Lebenshaltungskosten für eure Tochter übersteigt. Bei mir deckt der Unterhalt für die beiden Kinder in etwa 2/3 der Miete.

Lebst du auch vom Kindes-Unterhalt? Oder verdienst du zusätzlich? Grundsätzlich sehe ich es so, das Kinder am Lebensstandard der Eltern teilhaben sollten. Finde aber auch, das sich erwachsene Frauen durchaus selber erhalten können sollten, außer die Kinder sind noch sehr klein ...

Kite



Beitrag von anja676 02.10.10 - 09:56 Uhr

Hallo,

Du musst gar nichts. Ich habe es - kurz nach der Trennung - für ein halbes Jahr so gehandhabt, dass ich für mich alles aufgeschrieben habe, was Ausgaben ausschließlich für meine Tochter anging. Irgendwann kam mal ein dummer Spruch vom Vater, dass es mir ja gut geht mit dem Unterhalt, den er bezahlt. Daraufhin habe ich ihm mal vorgelesen, wieviel Geld ich wofür ausgegeben habe und seither war Ruhe.

Lass Dir nicht drohen, wenn er will, kann er vor Gericht gehen.

LG Anja

Beitrag von manavgat 02.10.10 - 10:12 Uhr

Lass ihn drohen.

Er hat keinen Anspruch und es geht hier nur um die Macht.

Ich würde an Deiner Stelle vorbeugen und mich zumindest mal anwaltlich beraten lassen ob es nicht sinnvoller ist, wenn Du den Unterhaltsanspruch titulieren lässt.

Ich würde jedes Gespräch über die Verwendung des Unterhalts mit den Worten: das diskutiere ich nicht! abwürgen und das Thema wechseln.

Gruß

Manavgat

Beitrag von kimmi 04.10.10 - 08:58 Uhr

Danke für die antworten. Es bestärkt mich in dem wie eich empfinde.

Ja, ich arbeite 30 stunden pro woche und verdiene auch nicht schlecht. Könnte mich und meine tochter auch ohne den unterhalt erhalten - das soll heissen, ich lebe mit sicherheit nicht auf seine kosten. Aber wie schon erwähnt wurde unsere tochter soll vom lebenstandard beider elternteile profitieren und dem dient der unterhalt auch.

Liebe Grüße,
Kimmi