Hilfe, leichte "Schädigung" des Gehirns...

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von benita2020 01.10.10 - 15:01 Uhr

Hallo,

also kurz zur Vorgeschichte,

mein Sohn, 5 Jahre alt ist entwicklungsverzögert.
Er hatte bei der Geburt die Nabelschnur um Hals und Arm, die Herztöne sanken ab.. Nach der Geburt war alles in Ordnung er war zwar blau, aber es musste nur Fruchtwasser abgesaugt werden, da war alles in Ordnung.
Er hatte dann seitdem er 2 Jahre alt war immer wieder Mittelohrentzündungen, im Ohr war wohl alles zu eng um abfließen zu können, Hörfähigkeit lag bei 30%, daher sprach er auch bis zum Alter von drei kein verständliches Wort, bis er Paukenröhrchen bekam, ab da wurde es stetig besser.. Er gilt zwar jetzt noch als entwicklungsverzögert von der Sprache her, aber nur noch ca. 5 Monate zurück, im Gegensatz zu 18 Monaten zu Beginn. Er bekommt Frühförderung und Logopädie. Ansonsten unserer Meinung nach ein normal entwickeltes Kind.
Aufgrund dessen, dass sein Kopf ziemlich groß ist musste er im August drei Tage im Krankenhaus untersucht werden, Ultraschall aller Organe, EKG, EEG, MRT, diverse Blutabnahmen usw. Bei den Blutwerten passte wohl der Schilddrüsenwert nicht, daher mussten wir heute nochmal zum Kinderarzt zur erneuten Blutabnahme. Die gute Frau von der Frühförderung ist ja der Meinung, dass er aufgrund dessen "solch" ein Verhalten hat. Er ist ein ziemlicher Dickkopf und stellt auf stur wenn ihm was nicht passt, bei uns ist das sehr selten der Fall daher für uns kein Grund zur Sorge, bei der Frühförderung passiert das wohl öfter..
Na ja jetzt zu meiner eigentlichen Frage, ich habe heute dann doch schon die Ergebnisse der MRT's bekommen. Und zwar liegt eine "leichte Schädigung " im Gehirn vor, im Frontallappen. Die wollten dann wissen ob er bei der Geburt Sauerstoffmangel hatte.. Sie könnten jetzt nicht feststellen woher das kommt, es könnte daher kommen oder von einer Infektion während der SS, von den Wehenhemmern die ich ich zwei Monate lang bekam oder es wäre nach der Geburt irgend etwas gewesen. Die Entwicklungsverzögerung könnte davon kommen, oder aber auch nicht. Er gilt jetzt nicht als behindert, seine Intelligenz ist auch nicht davon beeinträchtigt, man müsse das jetzt einfach so hinnehmen und wenn er sich weiter so gut entwickelt wie bisher müsste man sich auch keine Gedanken machen. Es muss auch nicht weiter kontrolliert werden.. Ich weiß nur irgendwie gar nicht wie ich damit umgehen soll.. Habt ihr von so etwas schon mal gehört? Wenn man sowas hört, dann denkt man doch als erstes an Behinderung oder sonst etwas. Irgendwie lässt mir das keine Ruhe obwohl die Ärztin sich alle Mühe gegeben hat, mich zu beruhigen. Ich wollte nur mal wissen, ob jemand von euch Erfahrungen mit so etwas hat

LG

Beitrag von wemauchimmer 01.10.10 - 15:21 Uhr

Also Erfahrungen mit sowas habe ich nicht, aber das hört sich alles nach einer vollkommen überflüssigen Diagnose an.
Jeder Mensch nutzt nur einen kleinen Teil seiner Gehirnzellen und das Gehirn ist so eingerichtet, daß es Verletzungen und Ausfälle in hohem Maße kompensieren kann. Was bedeutet, daß das einfach überhaupt keinen Einfluß hat.
Die wollen halt was Abrechnen und ihren Gerätepark amortisieren.

Beitrag von cazie71 01.10.10 - 16:17 Uhr

Hallo.

Ich denke auch, dass du dir deswegen keine Sorgen machen brauchst. Wenn es was Schlimmeres wäre, hätten die untersuchenden Ärzte ja wohl ganz anders geredet und andere Therapiemaßnahmen in Betracht gezogen.
Denke, dass er Kleine mit Frühförderung und Logo super gut beraten ist . Und wenn er eh so gut entwickelt wird sicher bald alles gut und er ist schnell auf dem gleichen Stand wie Gleichalterige! ;-)

lb. Grüsse und alles Gute!!!

Beitrag von clarks31 01.10.10 - 17:07 Uhr

Hallo,

ja ich kenne das. Unsere Tochter ist ein ehemaliges Frühchen, mit erheblichen Startschwierigkeiten. Sie ist im Bereich der Motorik verzögert, bzw. sie hat eben Koordinations- und Gleichgewichtsprobleme. Sie wird bald 6 Jahre alt und bekommt seit ihrer Geburt KG bzw. Ergo. Sprachlich und kognitiv ist sie fit. Da sich die Symptomatik nicht wirklich viel bessert sind wir ins SPZ überwiesen worden. Da geht man von einer Schädigung des Kleinhirns aus, die diese mildere Form der Dyspraxie verursacht. Der Kinderneurologe hat uns von einem CT bzw. MRT abgeraten. Der Grund: die Symptome verändern sich nicht und die Therapie bleibt auch gleich. So ersparen wir ihr eine Vollnarkose (sie hat auch noch einen Herzfehler). Wir haben uns dann auch dagegen entschieden, obwohl es für mich besser wäre. Mir würde es leichter fallen damit umzugehen, wenn ich wüsste das wirklich ein Defekt vorliegt. Aber um mich geht es nicht.
Man muss versuchen sein Kind so anzunehmen wie es ist, mit allen Stärken und Schwächen. Mir fällt es manchmal echt schwer, vor allem wenn man das Gefühl hat das nichts mehr vorwärtsgeht.
Ich konnte Dir jetzt vermutlich nicht wirklich helfen, aber du bist nicht alleine.

LG
Clarks

Beitrag von kati543 01.10.10 - 20:02 Uhr

Kinder sind sehr flexibel und anpassungsfähig was die Entwicklung der Gehirnzellen angeht. Es kann schon sein, dass dein Sohn eine Schädigung während der Geburt davon getragen hat. Aber offensichtlich hat er es geschafft, dass irgendwelche anderen Gehirnzellen die Funktionen übernommen haben - also alles kein Problem. Laß dich nicht fertig machen. Du schreibst doch selber, du würdest dein Kind als normal entwickelt ansehen.