Chef droht mit Kündigung...

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von wintertraum0 01.10.10 - 15:04 Uhr

Hallo zusammen,

ich möcht mich kurz bei euch vorstellen. Ich bin 27 Jahre und in der 20. Woche und freu mich schon rießig auf unseren kleinen Wurm.

Bis jetzt war auch immer alles super und dann kam auf einmal alles Knüppeldicke...

Also, ich fang einfach mal an zu schreiben. Im August habe ich es meinem Arbeitgeber gesagt, dass ich schwanger bin. Da ich in einer kleinen Gemeindeverwaltung arbeite, bin ich zuerst zum Personalchef und im Anschluss dann gleich zum Bürgermeister, erster Kommentar vom Personalchef war "oh mein Gott, verstehens mich nicht falsch ich freu mich schon für Sie, aber das kommt jetzt unerwartet" vom Bürgermeister kam nur "herzlichen Glückwunsch, wollen Sie dann weiter bei uns arbeiten, bzw. wielange wollen Sie in Elternzeit"... naja bisschen enttäuscht, von den Reaktionen war ich schon, aber ich habe dann nur gesagt, dass ich mich schon sehr freue und dass ich natürlich in Elternzeit gehen möchte und dass ich gerne im Anschluss daran wieder arbeiten möchte. Soweit so gut, war das Thema erstmal erledigt und es kam auch ziemlich gleich eine Stellenausschreibung für mich, in der jemand zur Elternzeitvertretung befristet erstmal auf zwei Jahre kommen sollte. Als dann die ersten Anrufe auf die Stellenanzeige und auch persönliche Anfragen kamen, wurde immer nachgefragt ob die Stelle evtl. nach den zwei Jahren verlängert wird, bzw.wie es dann ausschaut. Und vom Personalchef wurde immer gesagt, die Option auf einen unbefristeten Vertrag im Anschluss an die zwei Jahre würde sehr gut ausschauen. Als ich das mitbekam fand ich diese Aussagen schon merkwürdig, dachte mir aber nichts schlimmes dabei.
So seit ich meine wunderschöne Nachricht in der Arbeit erzählt habe sind nun drei Wochen vergangen und ich bekam auf einmal extreme Bauchschmerzen und meldete mich krank. Der Arzt stellte dann vorzeitige Wehen fest und schrieb mich eine Woche krank. Am Donnerstag klingelte dann das Telefon bei mir zuhause und mein Chef war dran und meinte es wäre wichtig, dass ich sofort in die Arbeit käme, er müsse was wichtiges mit mir durchsprechen. Ich war zwar nicht erfreut, aber bin dann doch in die Arbeit gefahren und dort wurde ich dann von Bürgermeister und Personalchef empfangen und alle Kollegen ignorierten mich und wurden ganz leise und gingen... Komisch dachte ich... aber dann kams.

Die beiden erklärten mir in ihrem Büro, dass eine Zusammenarbeit mit mir nicht mehr möglich sei und sie möchten, dass ich einen Aufhebungsvertrag unterschreibe bzw. sonst eine fristlose Kündigung ihrerseits ausgesprochen werden würde. Ich war total geschockt und wusste nicht wie mir geschah... wusste nicht was mir vorgeworfen wird... dann erklärte der Personalchef, also es wurde festgestellt, dass ich in der Zeiterfassung manipuliert hätte (ich habe aber bereits in der Personalabteilung gemeldet gehabt, dass ein Fehler im Programm vorhanden war und ich diesen zusammen mit der externen Firma behoben habe, hierfür hatte ich sogar noch eine ausgedruckte E-Mail die dies bestätigte, diese Meldung lag ca. 6 Wochen zurück und wurde damals auch akzeptiert und ohne weiteres hingenommen) und jetzt wurde behauptet, dass ein Kontakt mit dieser externen Firma auch nie da gewesen sei, dies hätten Sie sogar schriftlich von dessen Geschäftsführer. Da alle Beweise gegen mich sprechen, sollte ich sofort den Aufhebungsvertra unterschreiben, da sie mir hiermit entgegenkamen und dass nur tun, um meinen späteren Einstieg ins Berufsleben zu erleichtern. Wen ich dies nicht tue, bekäme ich eine fristlose Kündigung, zumal würde der Bürgermeister (er arbeitete früher bei der Polizei und trumpfte daher mit allem möglichem rechtlichen und strafrechtlichen Gerede auf) mein Vergehen strafrechtlich verfolgen lassen und dann würde auch in mein Führungszeugnis Urkundenfälschung o.ä. erwähnt. Ich war fix und fertig wollte mich rechtfertigen, aber sie glaubten mir einfach nicht, mir ging es auch nicht gut, hatte totale Bauchschmerzen und fühlte mich total schlecht und hatte totale Angst! Ich wusste nicht wie ich reagieren sollte und dann wurde gesagt, ich solle am Freitag wiederkommen, bis dahin ist der Aufhebungsvertrag vorbereitet und ich kann dann auch gleich unterschreiben. Ich willigte völlig fertig ein und ging heim... dort angekommen erzählte ich s meinem Freund, dieser rief dann sofort im Arbeitsgericht an und sagte, er fährt am nächsten Tag mit, wir holen den Aufhebungsvertrag, sowie alles was mir vorgeworfen in Kopie ab und lassen dann alles im Arbeitsgericht prüfen... So kams dann auch und mir wurde sogar alles in Kopie mitgegeben und dann nur noch gesagt, wenn ich bis Montag den Vertrag nicht unterschrieben zurückgebe wird fristlos gekündigt.
Dann gings ins Arbeitsgericht, diese sagten, dass diese Kündigung nicht rechtens sei und die Gemeinde mich nur wegen der Schwangerschaft loswerden möchte... Ich soll mich wieder bei ihnen melden, sobald ich eine Kündigung in Händen halte... ok... dann gings wieder Richtung Heimat aber irgendwie nicht wirklich glücklich über die Auskunft, dann haben wir unseren Rechtsanwalt eingeschaltet, er hat uns dann auch für Montag einen Termin gegeben, ich solle in der Gemeinde Bescheid geben, dass ich nichts machen und unterschreiben werde bevor ich nicht mit meinem Rechtsanwalt gesprochen habe. So habe ich es dann auch gemacht. Der Anwalt hat uns dann das gleiche gesagt, wir sollen nicht unterschreiben, wenn reichen wir ein Klage ein. Ich soll sobald ich die Kündigung habe wieder kommen, alles weitere macht dann er. So verging dann eine Woche ohne, dass ich etwas gehört habe... versuchte mich zuhause auszuruhen, war ja noch krankgeschrieben... dann kam am Samstag ein Schreiben vom RA der Gemeinde, für eine Fristlose Kündigung liegt keine Genehmigung des Gewerbeaufichtsamtes vor, sie bitten aber um einen Anruf bei Ihnen bezüglich eines Aufhebungsvertrages, da der Bügermeister den Eindruck hätte, dass ich an einer Fortsetzung des Arbeitsverhältisses ohnehin kein Intresse mehr habe.
Soweit so gut, ich war erstmal froh, dass sie mich nicht rauswerfen können, aber einen Aufhebungsvertrag wollte ich auch nicht, jetzt deshalb nicht, da es finanziell, bezüglich Elterngeld, Gehalt etc. für mich ja schlecht aussieht. Jetzt wollte ich kämpfen...

ABER es stimmt, ich möchte jetzt in der momentanen Situation nicht gleich wieder in die Arbeit... jetzt bin ich noch eine Woche krank, aber dann... dann muss ich wieder hin und davor habe ich richtig Angst, vorallem auch weil das ganze noch nicht geregelt ist.

Mein Frauenarzt sagt, er kann mich nicht krankschreiben, denn dann könnte diese Krankschreibung ja wieder für mich schlecht ausgelegt werden, da ich ihnen dann ja für unrechtsames Krankschreiben gekündigt werden könnte.
Bin zur Zeit echt verzweifelt, schlaf kaum noch... jetzt wollte ich es einfach mal loswerden, vielleicht könnt ihr mir ja ein paar Tips geben, wie ich dass an meinem ersten Arbeitstag am 11. Oktober hinbekommen soll :-(


Es tut mir leid, dass ich hier so jammere... aber jeder sagt immer freuen Sie sich und schauen Sie nach vorne, das ganze regelt sich schon... was ich mir momentan beim besten Willen nicht vorstellen kann. Was soll ich nur tun???

Liebe Grüße

Beitrag von nadja.1304 01.10.10 - 15:13 Uhr

Zum einen leg ihnen deine E-mail vor, zum anderen verlang, die Stellungnahme des Geschäftsführers dort zu sehen. Und wende dich an eine Anwalt. Nimm dazu den Aufhebungsvertrag ruhig mit, unterschreib den bloß nicht!!!! Sag ihnen auch, was du damit vorhast. Das klingt für mich nach juristischem Hickhack, da werden dir Laien nicht so gut helfen können. Allerdings ist der Bürgermeister ziemlich dämlich, wenn er glaubt, dich so loswerden zu können. Sowas macht die Runde, und die nächsten Wahlen kommen sicher.

Also Kopf hoch und alles Gute. Reg dich nicht zu sehr auf, auch wenns schwer fällt, aber denk an dein Baby.

LG Nadja 23+6

Beitrag von momo29 01.10.10 - 15:14 Uhr

So eine unverschämtheit.
Das würde ich mir nicht bieten lassen,ich würde zu einem anwalt gehen und mich mal richtig beraten lassen.
Und zu deinem Fa du hast durch diese sache ja richtig stress und das hat auswirkungen auf das wohl deines kinders.
Meine Fa hat mir damals ein berufsverbot wegen mobbing ausgestellt.
Sobals Du und das kind gefährdet bist muss dein Fa handeln.
Und ohne Anwalt bekämen die von mir nicht eine Unterschrift oder mündliche aussage.

Halt die ohren steiff und suche dir bloss Fachmänischen rat.



lg momo

Beitrag von roxy262 01.10.10 - 15:14 Uhr

huhu

also wahnsinn was dein AG da veranstaltet, da fragt man sich echt wo da die menschlichkeit geblieben ist!
und so bekommt man ja echt angst ein baby zu bekommen, wie es dann mit der arbeit weiter geht...

also ich würde nicht wieder auf arbeit wollen, vielleicht kann dich der HA krank schreiben? finde die reaktion von deinem FA auch doof, das muss erstmal einer nachweisen können, aber naja...

wenn dich keiner weiter krank schreibt hilft nur augen zu und durch auch wenns mega schwer ist! aber dein AG ist echt es letzte wenn ich das mal so sagen darf!

lg

Beitrag von michback 01.10.10 - 15:16 Uhr

Hallo,

geh zu deinem FA. Schildere ihm die Situation. Meines Erachtens kann man in dem Fall von Mobbing sprechen. Frag ihn ob er dir aus diesem Grund ein BV ausstellt.

LG
Michaela

Beitrag von wuestenblume86 01.10.10 - 15:16 Uhr

Seit der Bekanntgabe deiner Schwangerschaft bist du vor einer Küdigung bis zum Ende der Elternzeit geschützt ;-) und bloß keinen Aufhebnungsvertrag unterschreiben.

Es ist schwer, aber ich würde wieder zur Arbeit gehen und deine Arbeit dort so gut es geht verrichten...die Stimmung ist zwar gedrückt, aber sie können dir ja nix.
Die Mails bzgl. deiner Zeitkarte wirst du ja sicherlich auch noch alle haben :-) druck dir auf der Arbeit alles aus und schaff es nach Hause zur Sicherheit.

Beitrag von buegelfee2010 01.10.10 - 15:17 Uhr

Oh man das darf doch nicht wahr sein. Da bleibt mir wirklich die Spucke weg. Das ist eine abolute Frechheit, was die da mit Dir machen. Einen Aufhebungsvertrag würde ich auch niemals nicht unterschreiben, Du bist eh derzeit nicht kündbar.

Da Du wohl nach der Elternzeit eh schlechte Karten haben wirst, dort wieder zu arbeiten (die müssen Dich zwar glaub ich erstmal ein paar Wochen wiedernehmen, können Dich dann aber kündigen), würde ich über ein Beschäftigungsverbot nachdenken. Dein FA hat sicher Verständnis, dass Dich das psychisch total fertig macht und sowas legt sich dann auch aufs Kind. Die andere Alternative ist Arschbacken zusammenkneifen und auf Arbeit gehen, aber ich fürchte, die werden Dir das dort nicht leicht machen und am Ende schieben die Dir noch irgendetwas unter.

Beitrag von 19luna82 01.10.10 - 15:19 Uhr

Huhu du Arme,

habe zwar nicht so massiven Gegenwind bekommen aber auch ziemlich, weil ich verlangt habe das Mutterschutzgesetz umzusetzen... (ist ne lange gschichte) weil der ganze Stress mir ziemlich auf die Seele geschlagen ist hat mein FA direkt ein Beschäftigungsverbot wegen Mobbing ausgesprochen.

Vielleicht wäre das eine Möglichkeit für dich, denn den Spießrutenlauf würde ich nicht durchhalten.

Liebe Grüße und fühl dich#liebdrueck

Beitrag von kosmee 01.10.10 - 15:19 Uhr

Auch du meine Güte!!!
Laß dich mal #liebdrueck!

Das ist ja einfach unglaublich! Mir fehlt die Sprache.

Find ich aber gut, dasss ihr gleich was unternommen habt und du nix unterschrieben hast!

Echt heftig jmd so unter Druck zu setzen- bei vorzeitigen Wehen!

Hast du nicht eine gute Kollegin, die zu dir hält und dir berichten kann, was bei dir auf der Arb gerade abgeht? Rückendeckung wäre gut!

Kann total nachvollziehen, dass du da nicht mehr hin willst!

Würd dir echt gern helfen.... Du Arme!:-(

Beitrag von kondi87torin05 01.10.10 - 15:22 Uhr

huhu,

also ich kann dir von mir sagen das es wie folgt läuft: bin gekündigt worden auf grund der schwangerschaft weil mein ag mich genauso loswerden wollte wie deiner. habe mir gleich beim regierungspräsidium in der Abteilung für mutterschutz rat gesucht und diese sagten mir , das ein kündigung oder ein aufhebungsvertrag nicht rechtens ist denn ab dem tag wo man die schwangerschaft feststellt ist der beginn des Mutterschutzes und somit darf die bis 4 monate nach Beburt des Kindes nicht gekündigt werden. Mein chef hatte dann notgedrungen die kündigung zurück genommen und hat mir dann im mai ein beschäftigungsverbot ausgeschrieben. wenn dein chef das nicht macht frag einfach mal bei deinem fa nach oder bei der krankenkasse. der chef macht keine einbüßen da er das geld von der krankenkasse wieder bekommt.

ps. nix unterschreiben

lg madlen et+1

Beitrag von leelala 01.10.10 - 15:26 Uhr

Frag deinen FA nach einem Beschäftigungsverbot...das ist Mobbing! Da für bekommt man auch ein BV

Ich drück dir die Daumen!

Beitrag von kerstini 01.10.10 - 15:29 Uhr

Haijaijaih! Da ist ja ganz schön was los bei dir!

Ich bin ja prinzipiell eher gegen ein schnelles BV aber hast du deinen FA mal drauf angesprochen? Im Notfall kannst du da auch deinen Hausarzt fragen.
Das geht ja mal gar nicht was deine Chefs sich da leisten! #contra

Kann echt verstehen das das für manche Chefs ein Problem ist, aber dann dürfen sie keine jungen Frauen einstellen. Mit sowas muss ich als AG nunmal rechnen. Sind die Vorwürfe von wegen Manipulation der Zeiterfassung denn jetzt aus dem Weg geräumt? Würde im Notfall auch noch mal bei der Firma selbst anrufen und nachfragen wieso gesagt wurde sie hätten nie von dir gehört.

Ansonsten lass dich nicht unter Druck setzen! Ich würde NICHT wieder hingehen! Klar sieht es sch... aus wenn du nicht mehr kommst, aber deine Gesundheit geht nunmal vor. Darf ich fragen wie weit du schon bist?

Keine Sorge die können dich nicht rausschmeissen. Allerdings würde ich mir nach dem MuSchu ne neue Stelle suchen :-) Is ja furchtbar was es alles gibt heut zu Tage!

Ich wünsche dir ganz viel Kraft die nächste Zeit! Lass Dich nicht unterkriegen und achte gut auf Dich!

Alles Gute!


Kerstin mit#sternMadita &#sternLeo *08.09.09+ und #stern12.SSW u Ida 25.SSW #verliebt

Beitrag von wintertraum0 01.10.10 - 16:05 Uhr

Danke für eure vielen Antworten und euer Mitgefühl!

Ich werde nächste Woche nochmal mit meinem FA reden, vielleicht klappts ja mit so einem Beschäftigungsverbot. Ich dachte dieses BV gibts nur bei medizinischen Gründen, so hat es mir ein bekannter Allgemeinmediziner geagt.

Und ich werde sicher nichts unterschreiben liegt ja auch schon alles beim Rechtsanwalt.

Ich bin in der 20. SSW, hab also gerade Habzeit!! Ich freu mich schon so auf unsren kleinen Zwerg :-)

Ich hoff es klappt, dass ich bis alles geregelt und geklärt ist, nicht mehr in die Arbeit muss. #aerger

leider gibts keine Kollegen im Rathaus, mit denen ich so wirklich dicke war, bzw. die ich gerne fragen würde, da ich erst seit einem Jahr dort arbeite (habe nämlich gewechselt, weils näher zum Fahren ist, ein unbefristeter Vertrag war und weil mir eine Teilzeistelle für evtl. Famlienplanungen in nächster Zeit beim Vorstellungsgespräch angeboten wurden aber daran erinnert sich jetzt natürlich keiner mehr) ich hatte mehr mit unseren Bauhofmitarbeitern zu tun, die kriegen aber vom Rathausgeschehen eher weniger mit

Lg

Beitrag von lovely-angel85 01.10.10 - 15:52 Uhr

Also du darfst GAR NICHT gekündigt werden in der Schwangerschaft! ;)

Dein Chef wäre in der beweispflicht, dass es NICHT an der ss liegt!

Beitrag von schneffi 01.10.10 - 15:55 Uhr

Hallo!
Erstmal gut, dass du dich nicht hast unter Druck setzen lassen und ncihts unterschrieben hast!!!
Ich habe bei einer Versicherung eine Ausbildung gemacht und mein Chef hat von heute auf morgen, ohne Vorwarnung, versucht mich mit seinem Anwalt unter Druck zu setzen. Ich sollte angeblich vertrauliche Daten veruntreut haben, sie schlugen mir dann auch einen Aufhebungsvertrag vor, ansonsten wollten sie mich auf Schadensersatzverklagen- also eine ganz ähnliche Geschichte!! Nur mit dem Unterschied, dass nicht ich schwanger war, sondern die LG meines Chefs, die eifersüchtig auf mich war #augen Deswegen wohl der miese Rausschmiss!
Auf jeden Fall war ich so doof und hab unterschrieben! Das ganze ging dann zur Schlichtungsstelle und ich wurde freigestellt, der Vertrag zwei Monate später aufgehoben...
Was ich damit raten will: Unterschreibe auf keinen Fall den Aufhebungsvertrag!!! Diese Idioten wissen genau in welcher Zwickmühle du steckst, bezüglich weiterarbeiten usw...
Hast du vllt einen Hausarzt den du schon länger kennst, der dich krankschreiben würde?? Ich finde es nicht in Ordnung, dass dein FA dich nicht krankschreiben will! Schließlich hast du schon mit vorzeitigen Wehen zu tun und dort nochmal hinzugehen finde ich eine Zumutung, gerade für eine Schwangere!!!
Vllt musst du nochmal mit nem anderen FA reden???

Die Gesundheit deines Babys geht vor und ich würde es bis zum Arbeitsgericht kommen lassen, ich bereue heute noch so schnell klein bei gegeben zu haben, denn eig hätte ich gute Chancen gehabt, zu "gewinnen" vor Gericht, schließlich waren auch die Anschuldigungen meines Chefs haltlos und erfunden :-(


LG
Schneffi & Eumeline 36.SSW.

Beitrag von dark-kitty 01.10.10 - 16:03 Uhr

Wirklich ganz, ganz wichtig: nichts unterschreiben!!! Niucht weiter rechtfertigen!!! Du kennst ja sicher den Spruch: "Ich sage nichts ohne meinen Anwalt!" Wenn du wirklich arbeiten gehen willst, bleib ruhig, halre dir immer vor Augen, dass es nicht deine Schuld ist, tu so, als wäre nix gewesen. Schwer... - ja, das weiß ich. #liebdrueck

Ich weiß allerdings nicht, ob es wirklich so gut ist, wenn du arbeiten gehst. Du musst ja Angst haben, dass sie dir doch noch eine Grube graben und du reinfällst. Gefährliche Angelegenheit - was sagt dein Anwalt denn dazu?

Sprich mit deinem FA wegen eines BV. Dir muss doch die Situation sehr nahe gehen, gut ist das nicht für den Krümel. Du hattest ja schon ohne Stress Wehen... Ich hab meinem FA damals geschildert, wie es mir ging: ich konnte nachts nicht mehr schlafen, ging mit Bauchweh zur Arbeit, mir war ständig übel...hinzu kamen starke Unterbauch-, Kopf- und Rückenschmerzen, ein viel zu hoher Blutdruck... Ich denke, dir geht es nicht viel anders, oder? Frag einfach nochmal nach.

Alles Gute! #liebdrueck

Beitrag von schnattrinchn 01.10.10 - 17:10 Uhr

:-[ Boah, das ist der Hammer!!!
Kann mich nur den anderen anschließen- bloß nix unterschreiben und einen guten Anwalt nehmen, bzw. auch in anderen Einrichtungen fachmännischen Rat suchen.( Vielleicht gibt es ja in einem Familienberatungszentrum o.ä. weitere Hilfe?)
Notfalls hilft es vielleciht auch noch zusätzlich damit zu "drohen" sich an die Medien zu wenden...falls euer BM wirklich so klug sein sollte wie er tut, wird er sich das bestimmt gaaanz schnelle anders überlegen. Zeig das du keine kleine Schachfigur bist die er hin und her schieben kann, sondern auch zurückschlagen kannst!!!
Alles Gute für euch!!
LG,Schnatti#winke

Beitrag von ingece 01.10.10 - 17:19 Uhr

Also, ich wäre auch für ein BV wegen Mobbings. Zumal das ja nicht mal erfunden ist. Das stellt dir dein FA garantiert aus. Und es hat außerdem den Vorteil, dass Gras über die Sache wachsen kann. Du bist dann erstmal weg für lange Zeit, dein Chef hat keinerlei finanzielle Einbußen und du kannst dann nach der Elternzeit wiederkommen. Wer weiß, ob es dann noch derselbe Chef ist? Oder du suchst dir bis dahin was anderes. Aber dafür hättest du ja dann Zeit.
Und ich würde alles nur noch schriftlich machen und da auf keinen Fall noch mal hinfahren, schon im Interesse deines ungeborenen Kindes.

Alles Gute
ingece

Beitrag von balooni 01.10.10 - 18:10 Uhr

Hallo,

zur rechtlichen Seite kann ich leider auch nichts sagen ... würde auf jeden Fall versuchen, den Schriftverkehr mit dieser anderen Firma zu bekommen, oder irgendwie Beweise, das du das damals als Fehler erkannt hast und zu korrigieren versuchtest. Vielleicht kennst du noch den Namen von demjenigen, mit dem du korrespondiert hast? Kann er dir das bestätigen? Ist ja auch ne Lüge von dem Chef, wenn er sagt, du hättest das nie gemacht....

Zum Thema nicht mehr arbeiten wollen: Klarer Fall von Mobbing und psychischem Druck, der dein Baby schädigen könnte, dein FA soll ein Berufsverbot aussprechen. Damit hast du keine Einbußen beim Mutterschutz/Elterngeld.(dein Chef übrigens auch nicht, falls er damit ankommt - er bekommt das alles erstattet von der KK)

Alles Gute für die SS#liebdrueck, und echt schlimm, das es solche A...löcher gibt auf der Welt. Die sollten selber gefeuert werden!!

LG, Anja

Beitrag von elapko 01.10.10 - 18:43 Uhr

Huhu,

ganz ehrlich und ohne Umschweife - geh bitte zum Anwalt (am besten einen für Arbeitsrecht spezialisierten)! Ich arbeite selbst bei einem Arbeitsrechtler und Dein Fall ist nicht selten. Klar möchte Dich der AG am liebsten raushaben (es gibt nicht ohne Grund ein Kündigungsverbot während der SS...). Eine SS ist teuer für den AG, also ists ihm lieber, die "böse Schwangere" ist weg... Hätte zwar nicht gedacht, dass Behörden da auch so skrupelos sind, eher in der freien Marktwirtschaft... Aber gut... Und so einfach ists nicht eine Schwangere los zu werden (also eigentlich ists überhaupt nicht einfach)... Aber das ist alles so fach- und einzelfallspezifisch, dass ich Dir echt nur raten kann, zum Anwalt zu gehen - auch wenn der Geld kostet, evtl. hast Du ja eine RSV - und natürlich NICHT den Aufhebungsvertrag (der in der jetzigen Situtation auch sicherlich z.B. Auswirkungen aufs ELTERNGELD etc. haben dürfte) zu unterschreiben!!

Und dann würde ich noch einen anderen FA aufsuchen, denn Mobbing (und darunter zähle ich persönlich das, was gerade mit Dir gemacht wird, schon, weil Du psychisch leidest und unter Druck gesetzt wirst) ist ein Krankschreibungsgrund!

Viele Grüße und alles Gute!!!
elapko

Beitrag von wintertraum0 02.10.10 - 13:34 Uhr

Danke für all eure Antworten.

Ich werde kommende Woche nochmal mit meinem FA reden, bezüglich des Berufsverbotes ansonsten auch noch einen anderen FA aufsuchen.

Ich bin bereits bei einem Anwalt und bin echt froh drüber... vorallem froh, dass mein Freund so zu mir gestanden ist und das alles in die Hand genommen hat. Sonst wär ich evtl. schon arbeitslos... ich allein hätte die Kraft nicht gehabt!

Ich habe immer noch Angst, wenn ich nur dran denke, eine Woche noch, dann könnt ich evtl. da wieder hin müssen....

Das schlimme ist ja, ich bin sogar immer gerne in die Arbeit gegangen und jetzt so etwas. Ich komm mir vor wie im schlechten Film...

Tausend Dank nochmal und viele liebe Grüße

Beitrag von wintertraum0 09.10.10 - 11:46 Uhr

Hallo ihr Lieben,

ich dacht mir ich berichte euch weiter, es hat das letzte Mal gut getan einmal alles loszuwerden und die viele hilfreichen und lieben Tipps von euch zu erhalten.

Ich bin diese Woche zu einem anderen Fraunarzt gegangen, dieser hat mir ein Beschäftigungsverbot ausgestellt. Hier war ich erstmal sehr froh und ich habe die erste Nacht seit dem ganzen Theater wieder richtig gut geschlafen.

Aber jetzt gehts weiter, das wäre ja schließlich zu schön wenn jetzt alles bergauf gehen würde. Jetzt gabs mit der Post einen Brief vom AG, indem die Abmeldung zur Sozialversicherung lag, sowie ein weiteres Kuvert mit meiner Gehaltsabrechnung in der es hieß Arbeitslohn für Oktober 0,00 Euro. Ach ja und mein Zeitkonto für September wurde mir auch ausgedruckt mitgeschickt, indem meine Arbeitszeiten bis 10.09. vermerkt, ab 13.09. meine Krankheit, sowie der Gesamtsaldo von meinen 80 Überstuden zum 30.09. vermerkt sind. Also alle drei Sachen in einem Kuvert.

Jetzt sitz ich hier und krieg so wies ausschaut zum 15. kein Geld überwiesen. :-[ Ich werd es alles gleich am Montag meinem Anwalt geben, und schauen wies weiter geht.

Bin ich jetzt eigentlich noch versichert??
Das kann der AG doch nicht machen, schließlich habe ich ja auch noch keine Kündigung erhalten... ich bin echt am verzweifeln und weiß nicht wie das alles noch weitergehen soll.

Liebe Grüße