Kann man jedem Kleinkind beibringen, seinen Namen zu schreiben?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von brilliantblue 01.10.10 - 15:06 Uhr

Hallo!

Wollte mal fragen, ob eigentlich jedes Kind zwischen 2 und 3 Jahren lernen könnte, seinen Namen zu schreiben, wenn man es in der Hinsicht etwas "fördert"?

Es ist so, dass mein Sohn (28 Monate) seinen Namen schreibt, auch ein paar andere Wörter wie "Mama", "Papa", "Omi" und anderes in dieser Schwierigkeitsstufe, auch ohne dass ich ihm die Reihenfolge der Buchstaben sagen würde. Wenn ich ihm die Buchstaben "diktiere", schreibt er noch viel mehr Wörter. Er hat großes Interesse daran, so dass ich es ihm immer mal wieder gezeigt habe. Jetzt frage ich mich, ob er da ein besonderes Talent hat oder ob das eigentlich jedes Kleinkind lernen könnte, die meisten Eltern es bloß nicht den Kindern beibringen.

Er spielt auch schon "Alle meine Entchen" und "Hänschen klein" auf dem Klavier. Auch da frage ich mich, ob er dafür einfach Talent besitzt oder ob man das jedem Kind dieser Alterstufe beibringen könnte. Ebenso schreibt und liest er alle Zahlen bis weit über 100.

Bevor ihr aber über mich herfallt: Es ist nicht so, dass ich ihn zu irgendwas zwinge! An allem, was er macht, hat er totales Interesse und wenn er keins mehr hat, höre ich sofort auf, es ihm beizubringen.

LG, Brilli

Beitrag von lucie.lu 01.10.10 - 15:20 Uhr

Hallo,

schwer zu sagen. Ich selber konnte mit knapp 5 Jahren Kinderbücher lesen - ich habe mich so sehr dafür interessiert, dass man es mir beibringen musste *lach*, sonst hätte ich keine Ruhe gegeben. Habe auch schon mit 14 Monaten den ersten 3-Wort-Satz gesagt..

Ebenfalls mit knapp 6 fing ich an Akkordeon zu spiele und war nach kurzer Zeit besser als Drittklässler..

O.k., ich habe ein gewisses sprachliches und musikalisches Talent, bin dafür aber recht faul *schäm* - und es gibt sicherlich Tausende, die besser sind als ich...

Andere Kinder kann ich nicht beurteilen, unser ist jetzt 16 Monate alt, spricht nicht viel (wird aber billingual erzogen), hat ca. einen 15 Wörter- bzw. Lauteschatz.. mag aber wiederum sehr gerne Schlagzeug spielen, was er mittlerweile ganz gut beherrscht.

Ich denke mir, dass die Interessen der Kleinen schon in etwa dahindeuten, wo auch Talente sind..

Kann Euer Sohn z.B. die Musikalität von den Eltern geerbt haben?


LG - Lucie

Beitrag von tokee21 01.10.10 - 15:28 Uhr

Hallo!

Also meine kann es nicht... Sie kann ein paar Sachen "lesen", weil sie sich das Schriftbild eingeprägt hat, aber das warś... Sie kennt auch einige Buchstaben von einem Puzzle (A-Z aus Holz). Die Feinmotorik würde zum Schreiben auch gar nicht reichen, sie schafft nur Striche und Kreise, kreiert aber daraus noch nichts...
Auf meinem Klavier hackt sie auch immer fleißig rum, eigene Kompositionen. ;-) Aber sie blättert das Notenbuch immer um, bevor sie weiterspielt. #verliebt
Dafür singt sie aber schon etliche Lieder und das gar nicht schlecht.
Freu Dich einfach an dem Talent und "förder" es weiter! Ist jetzt mal meine Meinung.
Ich glaube, jedes Kind hat so seine Vorlieben, die es dann zu verbessern versucht. Meine z.B. liebt puzzlen und macht schon die Puzzles 4+.

LG
Iris & Finnja (*08.02.08)

Beitrag von rmwib 01.10.10 - 15:34 Uhr

HUHU

wir hatten es ja schon öfter beide ;-) bei uns (24 Mo) ist momentan das Größte, auf die Waage zu steigen dazu zu brüllen "Zölf und vier" dann macht er sich leichter in dem er sich z.B. am Wannenrand hochstemmt und brüllt dann "neun und sieben" #rofl Zahlen liest er bis 20, zählt bis 50 ca.-
Er liest bzw. erkennt auch seinen Namen, Mama, Oma, Aida #bla interessiert sich auch für Buchstaben. Aber schreiben kann er nix, da fällt die Feinmotorik aus, wir sind noch bei Krickelkrakel und ab und zu mal Punkte und Schnecken.
Klavier haben wir gerade erst angefangen. Er erkennt das Lied, was ich spiele usw. aber selber hämmert er da nur wie irre drauf rum #rofl
Ich denke schon, dass Dein Zwerg ein außergewöhnliches Kind ist und außergewöhnliche Dinge tut. Sicher kann man das ein Stück weit fördern und forcieren aber die Veranlagung und das Interesse dafür müssen schon auch dabei sein, damit das geht ;-) ich glaube nicht, dass jedes 2 1/4 Jährige sowas könnte, wenn man nur wollte ;-)

GLG

Beitrag von celia791 01.10.10 - 15:56 Uhr

Hallo,

ich denke, beibringen kann man das wahrscheinlich schon. Aber die meisten haben in dem Alter denke ich mal, noch gar kein Interesse daran. Ich habe mal einen Bericht im Fernsehen gesehen, in dem "Kindergärten" auf der ganzen Welt gezeigt wurden. In Deutschland haben die Kinder es tatsächlich am besten, sie dürfen hier ihre Kindheit auskosten.
In Japan hingegen wird schon ab dem Mutterleib das Kind gedrillt, da werden nervenanregende Massagen am Kind im Bauch durchgeführt, bestimmte Musik gehört. Im Kleinkindalter zeigen die Mütter den Kindern immer wieder im Sekundentakt Schriftzeichen, einfach damit sie sich schonmal einprägen. Ab dem 3. Lebensjahr gehen sie dann in die Vorschule, da wird Disziplin und Konzentration geübt und auch Schriftzeichen und ein bisschen Lesen, einfaches Rechnen gelernt. So wie man dort sehen konnte, haben das alle Kinder mitgemacht, weil sie es nicht anders kennen.
Also, es geht schon. Allerdings ist es dann ja noch etwas anderes, ob ein Kind das "muss" oder ob es das, wie Dein Sohn von sich aus macht. Er hat wahrscheinlich eine grosse Wissbegier und vielleicht auch ein musikalisches Gehör.
Vielleicht hat er ja auch eine Hochbegabung in manchen Bereichen.
Die Kinder einer Freundin sind hochbegabt. Sie hat mir allerdings mal gesagt, dass sie vor der Schule nichts in Richtung Buchstaben und Zahlen extrem gefördert hat, einfach aus dem Grund, weil sie dann in der Schule ja schon alles können und sich langweilen. Sie hat die Kinder dann in Musik und Sport, Kunst gefördert. So hatten sie im KIGA keine Langeweile und hatten später in der Schule keinen Stress, weil sie zuviel konnten. Sie sind einfach sehr gut mit dem Stoff klargekommen.
Die Grosse hat vor kurzem von der 9 in die 11 übersprungen und ist immer noch Stufenbeste.
Es stand schon im Kindergarten zur Debatte, sie früher einzuschulen oder sie überspringen zu lassen. Die Eltern haben dass aber immer abgelehnt, wegen dem Sozialverhalten, was ja auch da sein soll.
Sie haben halt immer für "andere" Gehirnnahrung gesorgt.

Lg Celia.

Beitrag von chini 01.10.10 - 17:02 Uhr

Hi,

ich glaube, dass man nicht jedem 2-jährigen Kind das Schreiben beibringen kann. Euer Sohn scheint da sowohl das Interesse als auch die notwendige Feinmotorik mitzubringen.

Unser Sohn hat sich schon immer für Buchstaben und Sprache interessiert. Bereits mit 3 kannte er das gesamte ABC und schrieb erste Wörter. Mittlerweile ist er 5 und darf im Kindergarten auch mal am Computer seine Wieso?Weshalb?Warum? - Bücher abtippen ;-)

Unsere Tochter ist jetzt 3 und ich denke, dass wir sie genauso gefördert haben wie ihren Bruder. Jedoch hat sie noch Probleme den Stift richtig zu halten. Außer einem Strichmännchen malt oder schreibt sie rein gar nichts. muß sie auch nicht. Dafür ist sie wunderbar beweglich und ganz toll im Turnen und Tanzen :-)

Lg Chini

Beitrag von itsmyday 01.10.10 - 20:02 Uhr

Hi!

Ist das zufällig Dein erstes Kind? #kratz

Irgendwie machen das (fast) nur Erstgeborene......mein Großer war auch so drauf. #freu

Entweder es liegt daran, dass man einfach mehr Zeit hat, sie anzuregen oder sie leben einfach total in der Erwachsenenwelt mit.....oder sie langweilen sich einfach zu Tode (noch) ohne Geschwisterchen. ;-) :-p

LG Itsy

Beitrag von brilliantblue 07.10.10 - 17:26 Uhr

Hi!

Ja, das ist er :-)

Ich glaube auch keinesfalls, dass man beim zweiten Kind überhaupt noch viel Zeit zum "Fördern" hat.

LG, Brilli

Beitrag von cherry19.. 01.10.10 - 20:07 Uhr

Also ich persönlich finde es schon hart, dass er das schon kann!

Schreiben und Klavier..
Vielleicht ja n kleines Supertalent ;-)
Nee, ernsthaft. Vielleicht ist er ja hochbegabt.
Schon allein, das Interesse so früh dafür zu haben, finde ich erstaunlich. Muss er ja schon ein Weilchen haben, denn lernen musste er es ja auch erstmal.
Kann schon sein, dass er hochbegabt ist. Jedoch is es auch möglich, dass dies echt nur aus dem Interesse heraus geschehen ist und andere dann später aufholen und er erstmal "stehen bleibt". Das wirst du erst im Lauf der Jahre feststellen können.
Erstaunlich finde ich es allerdings so oder so :-)

Beitrag von nana141080 01.10.10 - 21:03 Uhr

Hi,

ich kenne 2 Kinder die mit 18 Monaten komplette Sätze sprachen. Mit 2 1/2 viel lesen konnten und mit knapp 4 sehr viel schrieben...in Sätzen.

Als dann mit ca. 8J. der IQ test fertig war, waren beide Kids "nur" bei 126!

Also, ich denke du solltest so weitermachen wie bisher und mit den Jahren eben de Talente fördern wie er es möchte. Später werden Erzieher und Lehrer Tips geben können.

Besonders die Sozialkompetenz sollte gefördert werden damit sie trotz Hochbegabung immer "mithalten" können bei Gleichaltrigen und nciht zu Außenseiter werden.

VG Nana

Beitrag von froehlich 01.10.10 - 22:27 Uhr

Also ich find's definitiv aussergewöhnlich!!!! Ich glaube nicht, daß man das jedem Kind dieser Altersstufe beibringen könnte und schon gar nicht, daß viele andere Kinder all diese Dinge in diesem Alter FREIWILLIG tun! Würde ich im Blick behalten. Vielleicht ist Dein Sohn ja einfach wirklich hochbegabt.