An die Berufstätigen Mami's....

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von luje 01.10.10 - 16:11 Uhr

Wird Euch manchmal auch alles viel zu viel??

Ich arbeite 30 Std/Woche, der Zwerg ist 7 und geht zur Schule, mein Liebster arbeitet Vollzeit und ist oft auch geschäftlich unterwegs.

Ich habe rund 45 min Fahrtweg zur Arbeit, bin somit also von 7.15 - ca 16.30 außer Haus.

Im Moment habe ich das Gefühl, ich krieg nichts mehr gebacken, bin völlig erschöpft und alles ist nur noch lästig.

Der Haushalt, die "Termine" vom Zwerg, die "Verpflichtungen" in der Schule - am liebsten würde ich mich irgendwo einbuddeln.
Dazu kommt, dass ich dann auch noch so schrecklich pingelig bin und immer alles sauber und ordentlich haben muss. Ich glaub, ich steh mir selbst im Weg.

Ich kenne das so nicht von mir, habe eigentlich alles immer super hin bekommen. Aber seit den Sommerferien wächst mir irgendwie alles über den Kopf.

Kennt einer von Euch dieses gefühl oder hat jemand von Euch einen Rat, wie ich aus diesem "Tief" wieder herauskommen kann?

Beitrag von lebelauter 01.10.10 - 16:16 Uhr

meine tipps:

früher aufstehen und den casablitzblanka.de Plan durchgehen


2 mal pro woche hast du abends frei - bezahl also entweder babysitter oder sprich es mit deinem mann ab. in der zeit tust du was ür dich. die zeit ist gut angelegt.

gib die bügelwäsche zur bügelei. ich hab da nen ganz guten tarif ausgehandelt.

einmal pro woche solltest du dir ne putzhilfe gönnen, die alles gründlich säubert-

LG

LL

Beitrag von luje 01.10.10 - 16:23 Uhr

Zu dem ersten Tipp:

Noch früher packe ich nicht - definitiv.

Bügelfrau: Hatte ich, habe ich nicht ausgehalten, weil die in meinen Augen total langsam war. Sie war zwei Mal da, danach hab ich sie nie wieder angerufen, aber Bügelei nehme ich sofort in Angriff.

Danke #blume

Beitrag von luka22 01.10.10 - 22:39 Uhr

So ging es mir auch. Habe auch frohlockend eine Haushaltshilfe eingestellt und musste feststellen, dass es mir nicht viel bringt, denn das Schlimmste bei uns ist die Unordnung und das ständig drohende Chaos. Das ist aber nicht ihre Aufgabe, unsere Unordnung aufzuräumen. Und ehrlich gesagt: wenn ich bei uns tippitoppi aufräume, dann ist das Durchwischen der leichteste Part. Manchmal habe auch ich mich gefragt, was sie 2,5 Stunden bei uns zu Hause gemacht hat...

Liebe Grüße
Luka

Beitrag von lebelauter 05.10.10 - 13:01 Uhr

bei der bügelei geb ich die sachen ab udhol sie 1,2 tage später wieder ab... gebügelt, gefaltet oder auf dem bügel, ganz nach wunsch.

einfach rein in den schrank - fertig.

es gibt sogar leute, die ihre sachen nicht nur bügeln, sondern auch waschen lassen.

rechne das mal mit spitzem bleistift durch...

wartungskosten/reparaturen/neuanschaffung waschmaschine (nach einiger zeit)

waschmittel, weichspüler und deren einkauferei und schlepperei
wasserverbrauch
stromverbrauch

das alles einzusparen und dafür immer frisch gewaschene und gefaltete wäsche zu haben?!

ICH wasche zwar selbst, aber ich hab schonmal mit dem gedanken geliebäugelt...

LG

Beitrag von widowwadman 02.10.10 - 11:44 Uhr

Ich bin beruflich inklusive Pendelei und Kind wegbringen/abholen meist 10 Stunden taeglich ausser Haus, mein Mann auch. Manchmal, wenn ich ein Meeting weiter weg habe, kann das natuerlich noch laenger sein.

Meine Tochter ist 21 Monate alt und geht Vollzeit in die Krippe. Der Haushalt wird halt abends gemacht. Wir haben ne Wohnkueche, also koennen wir gemeinsam kochen/spuelen/putzen (meine Tochter liebt es zu helfen), da faellt es einem nicht so schwer.

Waesche waschen etc ist nun auch nicht so ein Riesenakt. Buegeln macht mein Mann, alles andere aufraeumen, fegen, saugen, Rasenmaehen, wechseln wir uns ab/machen wir gemeinsam.

Ne Putzhilfe brauch ich nicht und geb mein Geld da lieber anders aus.

Beitrag von claerchen81 01.10.10 - 16:37 Uhr

Hi,

vor dem Mutterschutz habe ich mit 34 h fast Vollzeit gearbeitet und hatte über 60 min Fahrtzeit eine Strecke, im Winter gern 120 min eine Strecke. Das ging seit unser Sohn 1 Jahr alt war. Mein Mann hat um 08:30 angefangen und ihn zur TaMu gebracht, abgeholt wurde er Di-Do von meinem Mann um16:30, Fr. von mir um 15:00 und montags hatte ich frei, da war er ganz bei mir (hatte mir extra die Stunden auf 4 Tage verteilt wg. der langen Fahrtstrecke).

Ich bin um 05:00 aufgestanden und war vielfach um 18:00 Uhr zuhause, selbst mit Kind am Fr., da wir danach noch einkaufen waren oder anderes erledigt hatten. Montag konnte ich für Haushalt & Co. und ganz für unseren Sohn nutzen. Wochende war familienheilig, da gab´s nur Spaß, keine Pflichten.

Bei solche einem Einsatz relativiert sich der Putzanspruch normalerweise ganz schnell. Ist mir doch wurscht, ob alles blitzt, bin eh nicht da ;-) Das Kind und die Familie zählt. Da ich mit Arbeit mehr verdiene, als eine Haushaltshilfe kostet, greife ich lieber darauf zurück.

Wenn du immernoch Zeit hast, pingelig im Haushalt zu sein (wußtest du, dass das erwiesenermaßen depressiv macht?), dann hast du einfach die falschen Prioritäten. Die Tipps meiner Vorschreiberin finde ich super, man muss sie nur annehmen wollen (früher aufstehen geht immer, ist halt die Frage, ob man das auch will).
Hexen kann keiner, es gibt nur 3 Möglichkeiten:
1) Ansprüche runterschrauben
2) Hilfe akzeptieren, auch wenn es dann anders gemacht wird
3) an den eigenen Ansprüchen zerbrechen.

Sollte doch jmd. ein Wundermittel hier aus dem Hut zaubern, bitte ich auch um Info, die Problemlösung würde ich gern sehen ;-).

Gruß, C. - zugegeben überhaupt nicht perfektionistisch sondern pragmatisch.

Beitrag von ayshe 01.10.10 - 16:55 Uhr

##
1) Ansprüche runterschrauben
2) Hilfe akzeptieren, auch wenn es dann anders gemacht wird
3) an den eigenen Ansprüchen zerbrechen.
##
So sieht es aus ;-)

Ich habe mich für 1 und 2 entschieden.
Man gewöhnt sich daran.

Und man macht immer mehr und mehr 10 Dinge gleichzeitig.

Beitrag von marion2 01.10.10 - 17:34 Uhr

Hallo,

ja, manchmal ist mir alles zu viel.

Besonders im Moment, da meine Töchter meinen eine Phase haben zu müssen...;-)

Gut, dann siehts hier eben manchmal aus wie auf nem Truppenübungsplatz.

Ich versuche, das so lange zu ignorieren, bis ich Zeit hab.

Gruß Marion

Beitrag von mizie 01.10.10 - 18:07 Uhr

Jaaa MIR ist seit einigen Wochen die blöde Arbeiterei auch zuviel geworden.
Ich habe wegen der Arbeit meine JUngs im Alter von 12 und 11 Jahren in der Betreuung angemeldet und da bleibt mir zu wenig zeit zum Vokabeln lernen denn um 6 Uhr abends brauch ich damit dann nicht mehr ankommen.
Also in der Grundschulzeit fand ich da gings noch aber JETZT in der realschule da pfeift schon ein anderer Wind und ich grübel schon die ganze Zeit ob ich die Arbeit nicht sausen lasse da die Kids definitiv zu kurz kommen!
Meine Pflegeeltern waren auch damals beide berufstätig in Vollzeit und ich muß sagen man hat zu wenig Zeit sich im ruhigen zu erklären usw weil jeder irgendwann den Motor runter fährt.
LG

Beitrag von scotland 01.10.10 - 18:53 Uhr

Ja. Ich habe drei Kinder und arbeite Vollzeit. Damit ich Kinder und Job unter einen Hut bekomme, arbeite ich 5x Vormittags, 1-2x nachmittags und 2x abends.

Letzten Mai habe ich echt sowas wie ein Burnout bekommen. Nichts ging mehr. Da hat mich mein Chef für eine Woche auf Geschäftsreise nach Südfrankreich geschickt #schein. Dann ging es wieder ein bisschen.

Diesen Sommer habe ich dann sechs Wochen freigenommen und wir sind die gesamte Zeit weggefahren. Jetzt bin ich wieder etwas erholt.

Hol dir auf jeden Fall Hilfe - lass die Bügelfrau daheim bügeln und mach einen Stückpreis aus, dann ist es wurst, wie lange sie braucht.

LG
Scotland

Beitrag von sumalie72 01.10.10 - 19:21 Uhr

Hallo

Ja, kenne das nur zu gut. Ich gehe um 05:30 aus dem Haus, und bin um 16:00 wieder zu hause. Mein Arbeitsweg ist auch ca. 48km's.

Ich fuehle mich auch ausgepowered und bin sehr muede.

Mein Mann ist auch viel unterwegs. Diese Woche war er die ganze Woche in Ghana. Morgen kommt er endlich wieder.

Ich habe das Gefuehlt dass ich einfach mal raus muss. Ganz alleine, und moechte nur fuer ein paar Stunden meine Ruhe haben.

Dazu kommt noch dass ich gerade total erkaeltet bin.

Naja, wird auch wieder besser, hoffe ich.

Schoenes WE
Gruss
Heike

Beitrag von alexma1978 01.10.10 - 20:22 Uhr

Hallo,

ja, das kenn ich. Du machst mir aber ein wenig Angst. Hab gedacht, dass es mit einem siebenjährigen Kind kein Problem mehr ist.
Meine beiden sind 3,4 Jahre und vier Wochen alt. Genau heute in einem Monat arbeite ich wieder Vollzeit. Mein Mann bleibt zwar sechs Monate zu Hause. Auch kümmert er sich super um die Kinder. Aber organisatorische Dinge und Haushalt sieht er nicht so. Männer halt:-) Nicht falsch verstehen. Er kocht, putzt, macht die Wäsche. Halt alles was anfällt. Aber leider nicht immer so, wie es mir passt. Muss deshalb dringend an mir und meinen Ansprüchen arbeiten. Haben jetzt auch noch eine Haushaltshilfe. Die putzt 1mal pro Woche und bügelt fast alles (wir brauchen beide bei der Arbeit immer Blusen bzw. Oberhemden). Das hilft schon sehr.

Werden die KInder nicht einfacher? Oder ist der Alltag aufgrund Hobbys etc. anstrengender?

Gruß,

Alexandra

Beitrag von nele27 01.10.10 - 21:35 Uhr

+++ Er kocht, putzt, macht die Wäsche. Halt alles was anfällt. Aber leider nicht immer so, wie es mir passt. +++

Da empfehle ich Dir dringend, nicht weiter einzugreifen.... wenn putzen und kochen derzeit SEIN Job ist, dann lass ihn den auch so machen, wie er das will.

Stell Dir den Aufschrei hier im Forum vor, wenn der Mann einer der Hausfrauen hier ihr sagen würde, wie sie zu putzen hat :-)

Mein Mann war knapp 1,5 Jahre in Elternzeit und hat den Haushalt auch anders geführt als ich das jetzt tun werde. Aber ich habe mich gehütet mich da einzumischen.

LG, Nele

Beitrag von alexma1978 02.10.10 - 13:18 Uhr

Hallo Nele,

Du hast ja Recht. Deshalb hab ich ja auch gesagt, dass ich dringend an meinen Ansprüchen arbeiten muss.
Will meinem Mann auch nicht zu viele Vorschriften machen. Obwohl ich manchmal innerlich platze:-)
Er ist halt so ein ganz entspannter Typ (genau das Gegenteil von mir). Ihn stört es nicht, wenn seine Akten in Marmelade liegen (sind beide Juristen). Kann auch maL passieren, dass er mit einer Anzughose im Garten spielt (wenn Sohnemann sofort Aufmerksamkeit verlangt).

Lieben Gruß

Beitrag von nakiki 02.10.10 - 13:41 Uhr

Hallo!

Nein, Kinder werden nicht einfacher. Sorry, wenn ich dir die Illusion nehme.
Mit kleinen Kindern Vollzeit zu arbeiten ist kein Problem. Je älter die Kinder werden desto schwieriger wird es, da sie Hobbys haben und eventuell auch noch in der Schule Hilfe benötigen. Ebenso werden Spielfreundschaften wichtiger und wenn man dies alles ermöglichen möchte, wird es sehr schwierig auch noch Vollzeit zu arbeiten.

Am ehesten klappt es noch, wenn beide Elternteile zeitversetzt arbeiten können.
Ich freue mich schon, wenn die Kinder noch älter werden und alleine zu Verabredungen bzw. Hobbys fahren können. Dann wird es hoffentlich entspannter.

Gruß nakiki

Beitrag von 1familie 01.10.10 - 21:02 Uhr

Hallo,

auch bei mir ist es gerade etwas anstregender, aber ich denke das hat mit dem Wetter zu tun.
Es ist grau und es regnet - es ist einfach trist, die Kinder spielen bei Regen leider nicht mal in einer pfütze. Sie gehen bei Regen nicht raus und demzufolge sind sie weniger ausgelastet.

Der Grosse (7) hat auch gerade eine sehr anstrengende Phase, an allem wird gemeckert, genörgelt oder eben mal geheult #schock
Da bin ich im Moment echt froh, wenn er sagt: Mama bin bei Tobi :-)
Der Kleine ist glücklicherweise gerade echt harmlos .....

Aufstehen tue ich morgens um 4, denn ich gehe um 5 aus dem Haus um 6 bin ich auf Arbeit und um 12 hab ich Feierabend :-)
Ich räume den Dreck der Männer von morgens weg und Gott sei Dank hab ich eine Putzperle :-) die einmal die Woche kommt.
Irgendwie komme ich abends nicht vor 12 ins Bett - ich bin einfach nicht müde :-(

Ich brauche SONNE

LG

Beitrag von joshua0709 01.10.10 - 21:50 Uhr

Ja , klar, ich kenne dieses Gefühl auch und das schlimme: Man sieht es mir auch an.
Ich arbeite Vollzeit im Schichtdienst (Anästhesiepflege) und bin eben auch mal am WE oder Nachts aktiv.
Werden Du und deine Arbeit genug wert geschätzt? Denn das ist nämlich auch mitunter ein Problem, dass man den Eindruck hat wie ein Blöder zu schuften, alles korrekt zu erledigen und es allen recht machen will.
Jene Kollegen von mir, die sich selbst am nächsten sind, sind auch die Entspanntesten. Von denen kann man lernen!
Kontakte pflegen, gesundes Essen, gute Erziehung, gemeinsame Mahlzeiten und und und...alles wichtig, aber manchmal eben nicht zu schaffen. Und das darf auch mal sein. Das heißt ja nicht, dass es von jetzt an immer so "unperfekt" sein wird, aber es passiert nichts schlimmes und das dreckige Bad putzt mit Sicherheit auch kein anderer (bei mir schon: Mein Mann, der vorwiegend Hausmann ist):-p, außer er wird dafür bezahlt. Das muss man sich aber auch leisten können.
Ich glaube die meisten (auch und gerade wenn sie nicht arbeiten) kennen diese Zeiten!
LG
Joshua0709

Beitrag von annesarah2002 03.10.10 - 07:49 Uhr

hallo,

lass den haushalt auch mal haushalt sein.

ich arbeite von 6.30 bis 7.30 und von 11.10-16.15 uhr. jeden tag, auch freitag.
mein mann ist zwar zu hause, aber seid einem verkehrsunfall vor 20 jahrne und einem schweren herzinfarkt im letzten jahr stark eingeschränkt. er ermüdet schnell und schafft halt nicht sehr viel. mein mann macht die küche und die wäsche. mehr geht nicht. um den rest kümmere ich mich. am WE.... ich habe gelernt, nicht mehr so pingelig zu sein. am we brauche ich 1-2 stunden, dann blitzt wieder alles. dafür nehme ich mir in der woche genug zeit für die termine und die kinder. was anderes gibts nicht. wenn besuch kommen will, soll er am we kommen.

lass denhaushalt haushalt sein, dann geht es dir gleich viel besser. und soviel kann ja nicht anfallen, wenn man den ganzen tag nicht da ist. ist bei uns zumindest so. und mein mann macht nicht so viel dreck.

lg manu mit sarah, anne, patrick und danny an der hand und krümelchen im herzen