Zwangsversteigerung / Miete / Auszug.... Fragen dazu

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Forum: Haushalt & Wohnen

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Beitrag von pralinentraum 01.10.10 - 19:10 Uhr

Hallo...

Eventuell kann mir hier jemand weiterhelfen.
Das Haus meiner Eltern ist vor ca 2 Wochen versteigert worden und das Gebot ist vor ca 1 Woche vom Richter Rechtsgültig angenommen worden.
Wie sieht das rechtlich aus, müssen meine Eltern ab sofort Miete zahlen oder erst wenn die Grundbucheintragungen durch sind und alles notariell beglaubigt? Ich konnte nichts dazu im Internet finden, nur das wenn alles durch ist der neue Eigentümer die Wohnung innerhalb von 3 Wochen Zwangsräumen kann.
Meine Eltern haben sich sofort nach der Versteigerung um eine neue Wohnung gesucht und ziehen bis Ende Oktober um.

Wenn sie Miete zahlen sind sie dann doch offiziell Mieter und haben das gesetzliche Kündigungsrecht?? Der Käufer war da und will das meine Eltern jetzt bis zu seinem Einzug seine Darlehensraten bezahlen, da er schließlich auch 6 Monate Kündigungsfrist hat.
Von der neuen Wohnung haben ihn meine Eltern nicht informiert, da sie ja räumen müssen nach dem Gesetz und esals Selbstverständlich ansehen.

Wer weiß wie die genaue Gesetzeslage ist zu den ganzen Fragen, damit ich meine Eltern über´s Wochenende beruhigen kann. Montag nach der Arbeit gehen sie zum Anwalt und zeigen dem den Zettel über Mietzahlungen den sie unterschreiben sollten. Zum Glück haben sie meinen Rat angenommen und nicht unterschrieben und dem Käufer gesagt sie werden es vom Anwalt überprüfen lassen.


LG pralinentraum

Beitrag von fensterputzer 01.10.10 - 19:17 Uhr

Der Käufer war da und will das meine Eltern jetzt bis zu seinem Einzug seine Darlehensraten bezahlen, da er schließlich auch 6 Monate Kündigungsfrist hat.
Von der neuen Wohnung haben ihn meine Eltern nicht informiert, da sie ja räumen müssen

Der Typ ist ja niedlich was gehen deine Eltern SEINE Verbindlichkeiten an... traumtänzer!

Das Haus geht in sein Eigentum sobald er im grundbuch eingetragen ist denn dann ist es erst festgestellt das er gezahlt hat.

Beitrag von pralinentraum 01.10.10 - 19:24 Uhr

Hallo...


Danke, also ist es richtig was ich meinen Eltern geraten habe.
Erst zahlen, wenn er im Grundbuch steht und nur wenn der Anwalt es vorher gesehen hat.
Hoffentlich dauert es ein Paar Tage, da meine Eltern eigentlich die Übergabe machen wollen wenn alles eingetragen ist und bis dahin wollten sie raus sein.
Im Moment sind wir froh das alles erledigt ist und sie die Geier an die sie seit fast 20 Jahren knapp 18% Zinsen gezahlt haben los sind. (nach langer Krankheit Kredit verkauft an Wucherbank).


LG

Beitrag von werner1 01.10.10 - 20:12 Uhr

Das Haus geht mit dem Zuschlag auf den neuen Eigentümer über (wenn die Bank nicht Bedenkzeit verlangt), es gibt keinen Notar, dafür ist ja der Rechtspfleger da, und ob der Ersteigerer bezahlt oder nicht, interessiert nur das Gericht.

freundliche Grüsse Werner

Beitrag von purzel2312 02.10.10 - 14:15 Uhr

Hallo!

Das ist nicht richtig.

Wir haben unser EFH in einer Zwangsersteigerung erworben und waren mit Zuschlag am Ende der Versteigerung neue Eigentümer.

Die Altbesitzer haben mit unserer Eintragung ins Grundbuch und unserer Bezahlung des Hauses nichts zu tun.

Wir haben uns damals mit den Altbesitzern unseres Hauses gütlich über den Auszugstermin geeinigt.

Das ist auch das, was ich jedem Empfehlen kann. Klar kann man als neuer Besitzer das Objekt auch zwangsräumen lassen. Dann mus man aber damit rechnen, die Kosten hierfür allein tragen zu müssen.

Beim Alteigentümer ist ja oft nix mehr zu holen, wird ja ein Grund für die Zwangsversteigerung gegeben haben...

Gruß,

Andrea

Beitrag von raupe-nimmersatt 05.10.10 - 16:27 Uhr

"Das Haus geht in sein Eigentum sobald er im grundbuch eingetragen ist denn dann ist es erst festgestellt das er gezahlt hat."

Das stimmt so nicht. Da es sich hier um eine Zwangsversteigerung handelt, wird er mit Zuschlag Eigentümer. Ist was anderes als beim freihändigen Verkauf.

Selbstverständlich haben Eltern nicht für seine Verbindlichkeiten aufzukommen. Er kann jedoch für die Zeit, die die Eltern das Haus nach Zuschlag noch bewohnen, eine Nutzungsentschädigung verlangen.

Beitrag von sternschnuppe215 02.10.10 - 08:30 Uhr

coole Sache ... nee der Käufer kann nicht erwarten, dass wer SEINEN Kredit zahlt ... #rofl

ab zu Anwalt, ihnen wird sicherlich ne angemessene Frist zum Auszug gesetzt ... mehr ist nicht zu erwarten.

:-p