Entzündung im Bein nach Zeckenbiss!!!

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Beitrag von hilde24 01.10.10 - 21:20 Uhr

Guten Abend,

ich mache mir große Sorgen um meinen Sohn (9 Jahre).

Er kam Gestern von der Schule nach Hause und sagte mir, dass im seine rechte Wade schmerzen würde, ich schaute sie mir dann an und sah einen Einstich und einen roten Fleck von 4,5 cm durchmesser. Die Stelle war sehr Heiß und ich fragte meinen Sohn was geschehen sei.

Er sagte mir das er vor einer Woche im Sportunterricht eine Zecke an der Stelle hatte und hat dies der Lehrerin gezeigt. Die Lehrerin sagte meinem Sohn das er die Zecke rausziehen sollte und nach draußen bringen soll. Für meinen Sohn war damit die Sache erledigt (daher hatte er mir auch nichts davon erzählt, denn danach war alles in Ordnung).

Ich habe die Zecke auch nicht bemerkt, da ich meinen Soh nicht auf Zecken kontrolliert habe, da wir nicht im wald oder sonst was waren.

Nunbin ich Gestern sofort mit Ihm zum Kinderarzt und er hat aufgrund des Zeckenbisses eine Entzündung in der Wade. Er verschrieb Antibiotika was er 10 Tage nehmen muss und wir müssen acht geben ob sich eine Blutvergiftung bildet oder die Anzeichen einer Hirnhautentzündung.


Was mich irritiert ist, hätte die Lehrerin mich nicht informieren müssen? Klar hätte das mein Sohn auch machen können, aber wie Kinder sind, denken sie über solche Sachen nicht nach.

Habe auch schon Kontakt zur Schule aufgenommen da mein sohn auch nicht zur Schule darf, er soll das Bein nicht belasten. Aber der Schule scheint dies egal zu sein, die geben mir als Mutter die Verantwortung.


Wie seht Ihr das, hätte man mich informieren müssen und was kann evtl. passieren.


Ich danke für die Zeit die Ihr fürs lesen investiert habt und mir einen Rat geben könnt.


Danke.

Beitrag von munirah 01.10.10 - 21:39 Uhr

Deiner Verärgerung kann ich verstehen!

Aber hätte eine Information etwas verändert? Vielleicht hättest du das Bein deines Sohnes beobachtet.

Wo fängt es an, dass Lehrer die Eltern informieren müssen? Bei einer Zecke oder vielleicht schon bei einem kleinen Kratzer (aus dem ja auch wer weiß was werden kann)

An einer ehemaligen Arbeitsstelle musste ich genau dokumentieren, wann ich wem ein Pflaster, Verband oder so gegeben habe, und warum. Auch bei jeder Kleinigkeit. Das war von Bedeutung, falls wir mal Ansprüche wegen eines Berufsunfalls geltend machen wollten.

Da dein Sohn den Zeckenbiss während der Schulzeit hatte, ist die Frage, ob man das als Schulunfall sehen kann.
Da nach einem Zeckenbiss auch nach längerer Zeit noch Probleme auftreten können, solltet ihr dieses Thema nicht unter den Teppich kehren. Aber Schuldzuweisungen bringen jetzt nichts. Jetzt ist wichtiger, wie dein Sohn auf jeden Fall abgesichert ist. Hat die Lehrerin den Zeckenbiss irgendwie protokolliert?

LG MUnirah

Beitrag von hilde24 01.10.10 - 21:50 Uhr

Hallo,

danke dir für deine antwort.

Ich mache Ihr keinen Vorwurf, dieser wäre auch nicht angebracht. Nur hätte sie mich informiert hätte mein Sohn schon eine Woche früher in die Hände des Kinderarztes kommen können, dann wäre es vielleicht nicht zur Entzündung gekommen.

Wenn ein Turnbeutel vergessen wird, werde ich informiert aber da nicht.

Wir müssen abwarten und weiter beobachten.


Dane dir

Beitrag von froehlich 01.10.10 - 21:55 Uhr

DOCH! Sorry, daß ich nochmal schreibe, aber irgendwie regt mich die Geschichte echt auf! Ich finde, Du solltest Ihr sehr wohl einen Vorwurf machen!!!!! Damit sie sich's merkt für's nächste Mal!

Beitrag von hilde24 01.10.10 - 21:56 Uhr

Hallo.

ich werde am Montag das Gespräch mit Ihr suchen und sachlich mit Ihr darüber reden und Ihr auch die Folgen klar machen.

Beitrag von froehlich 01.10.10 - 21:49 Uhr

JA, ich finde die Lehrerin hätte Dich in der Tat sofort informieren müssen! Jeder informierte Mensch (noch dazu jemand, der tagtäglich mit Kindern zu tun hat!) weiß, daß Zeckenbisse grundsätzlich beobachtet werden müssen - denn aus einem Zeckenbiss kann sich ja nicht nur eine Gehirnhautentzündung, sondern auch eine Borriliose entwickeln (ebenfalls sehr gefährlich, mein damaliger Freund hatte als Erwachsener einmal eine solche Erkrankung nach einem Zeckenbiss). Ich kann schon nicht nachvollziehen, daß sie einfach Deinen SOHN angewiesen hat, die Zecke zu entfernen! Zecken dürfen schließlich nicht einfach so "rausgezogen" werden, sondern müssen fachmännisch entfernt werden, damit der Kopf nicht stecken bleibt. Ein Kind ist damit definitiv überfordert. Und KLAR hätte eine frühe Meldung etwas geändert - womöglich wärst Du schon viel früher zum Kinderarzt gegangen, spätestens aber beim ersten roten Flecken um die Bissstelle herum, nicht erst jetzt, wenn der Durchmesser des Flecks schon fast 5 Zentimeter beträgt! Kurzum: ich würde sehr wohl weiter Rabbatz machen! Ich gehöre weiß Gott nicht zu den Müttern, die immer gleich hysterisch zum Dok rennen, wenn irgendwas ist, oder die Lehrer(in) für alles verantwortlich machen. Aber an dieser Stelle muß ich sagen liegt einfach ein Fehlverhalten vor. Ich glaube ja bestimmt, daß mit Deinem Sohn alles gut gehen wird (drück die Daumen), aber mit der Lehrerin bzw. mit dem Direktorat würde ich trotzdem nochmal ein strenges Wort reden.

Alles Gute, Babs

Beitrag von hilde24 01.10.10 - 21:53 Uhr

Hallo,

ich danke dir für deine Antwort.

Genau so sehe ich das auch, hätte ich es gewusst, wäre ich eine Woche früher zum Arzt und man hätte René sofrt behandeln können.

Für das vergessen eines Turnbeutels wird man ja auch informiert.

Vielen Dank

Beitrag von munirah 01.10.10 - 22:00 Uhr

Panik bringt bei Zecken gar nichts. Zecken sollen so bald wie möglich entfernt werden. Aber wenn der Kopf stecken bleibt, ist nicht dramatisch, nur sollte man dann eher beobachten! Wichtig ist, dass die Zecke nicht gequetscht wird, damit keine Borreliose übertragen wird. Und wenn man die Stelle gleich noch desinfiziert, um so besser.
Aber dann bleibt nur noch beobachten. Und selbst das schützt nicht unbedingt. Ich hatte schon einen weitaus größeren Fleck und Borreliose, als ich zum Arzt kam - trotz Beobachtung!

Beitrag von luka22 01.10.10 - 22:20 Uhr

Boah! Das finde ich allerhand. Als Lehrerin und Mutter hätte ich auf gar keinen Fall so gehandelt. Erstens kann man eine Zecke nicht "einfach so" mit den Fingern rausziehen. Es kann gut sein, dass der Kopf der Zecke steckegeblieben ist und die Entzündung verursacht. So ist es meinem kleinen Bruder passiert.
Noch weniger kann ich verstehen, dass die Lehrerin dich nicht informiert hat. Jeder Mensch weiß, dass man einen Zeckenbiss kontrollieren muss. Andererseits ist sie vielleicht davon ausgegangen, dass es dir dein Sohn sicher erzählt! Aber, wenn er jetzt mit Antibiotika behandelt wird, habt ich wahrscheinlich nichts zu erwarten.

Grüße
Luka

Beitrag von hilde24 01.10.10 - 22:22 Uhr

Hallo,

wie hättest Du denn gehandelt?

Beitrag von luka22 01.10.10 - 23:02 Uhr

KEINE AHNUNG #schock.

Tatsächlich hatte ich nie so einen Fall und habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht. Ich weiß nur:
1. Ich würde nie das Kind dazu auffordern mit seinen Fingern die Zecke rauszupulen. Nie und nimmer.
2. Ich würde sie selber auch nicht rausholen...ich schwitze da bei meinen eigenen Kindern Blut und Wasser. Und was machst du, wenn tatsächlich der Kopf drinnen bleibt? #zitter Da wäre ich als Mutter not amused.

Andererseits weiß ich, wie komisch es für ein Kind sein muss mit Fremdkörper am Bein Sport zu machen. Außerdem sollte eine Zecke sofort entfernt werden. Andererseits wäre es übertrieben, wegen einer Zecke die Eltern anzurufen und das Kind abholen zu lassen.

Da ich also auf keinen grünen Zweig kommen würde, würde ich einen Kollegen fragen, was er/ sie tun würde. Wie ich meine Kollegen kenne, würde die nicht lange rumfackeln und die Zecke mit einer Pinzette entfernen und ich wäre fein raus ;-).
Ich muss mich tatsächlich informieren, was in so einem Fall zu tun wäre. Gott sei Dank hat mich urbia auf diesen Trichter gebracht!

Grüße
Luka :-)

Beitrag von froehlich 01.10.10 - 23:13 Uhr

Ja, das stimmt! Meine Überlegung als Lehrerin wäre gewesen, die Mutter zu informieren und das Kind samt Zecke zum Arzt zu schicken. Auf KEINEN Fall hätte ich die Sache einfach ad acta gelegt und ich finde auch, daß man von einem 9-jährigen Kind nicht unbedingt erwarten kann, daß es sich an den Vorfall Mittags nach der Schule noch erinnert. Da liegt die Aufsichts- und Handlungspflicht eindeutig bei der Lehrerin.

Beitrag von luka22 01.10.10 - 23:40 Uhr

...ich bin bei diesem Thema sowieso sehr sensibel, da wir zeckentechnisch in einem gefährlichen Gebiet wohnen. Hier ist jede 3. Zecke mit Borrelioseerregern infiziert...deswegen würde ich es auch als Lehrerin nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Grüße
Luka

Beitrag von munirah 02.10.10 - 08:11 Uhr

Aber deshalb ein Kind zum Arzt schicken? Zum Zecken entfernen??? Um so länger die Zecke drin bleibt, umso größer ist die Gefahr einer Borreliose!!!

Ich habe inzwischen immer einen Zeckenentferner in Scheckkartenformat (aus der Apotheke) bei mir, um meinen Kindern die Zecken zu entfernen. Und wenn ich es mir nicht zutrauen würde, würde ich sofort jemanden suchen, der es macht, aber nicht abwarten!

Beitrag von barbarelle 02.10.10 - 08:56 Uhr

Wenn man die Zecke beim Arzt entfernen lässt, wird diese ins Labor eingeschickt und auf FSME/Borreliose-Erreger untersucht.

Die Ergebnise sind schnell da (max. 24 Stunden) und dann kann der Arzt entsprechend agieren, zumal FSME ein Virus ist. Da greifen Antibiotika nicht und die Folgen (Hirnhautentzündung etc.) machen sich erst in einer Woche bemerkbar - und selbst dann nicht eindeutig.

Bei Borreliose sollte man schnellstmöglich zu Antibiotika greifen. Spätestens nach 4 Tagen. Nach 2 Tagen sieht man schon ob sich ein roter Kreis gebildet hat und ab da heißt es: Antibiotika. Das konnte die Themenstarterin nicht, weil sie es nicht wusste und der Sohn erst später
etwas erzählt hat.

Da hat die Lehrerin etwas fahrlässig gehandelt.

Man soll ja selbst entfernte Zecken auf ein Stück Tesa-Film kleben und in die Praxis bringen. Damit sie untersucht werden kann.

Gruß
Barbarelle

Beitrag von munirah 02.10.10 - 10:50 Uhr

Da erzählt jeder etwas anderes... Dann müsste ich ja pro Jahr mindestens 10 Zecken untersuchen lassen (für die ganze Familie)!

Übrigens ist der rote Kreis nach einer Borrelieninfektion nicht unbedingt so schnell da! Das kann auch Wochen (!) dauern. Ich hatte das erst nach zwei Wochen, und es hat sich rasend schnell ausgebreitet. Und das trotz Beobachtung!

Beitrag von barbarelle 02.10.10 - 11:54 Uhr

Bei uns ist es so und ich bin sehr vorsichtig bei diesem Thema, nachdem ich fast meinen Mann an FSME verloren hätte.

Aufgrund einer Erkrankung darf er sich auch nicht impfen lassen.

Nun gut. Ich mache das und wenn es 20 x im Jahr ist. Unser Hausarzt will es so und die Eltern hier verfahren auch so. ;-)

Wohnt ihr in einem Risikogebiet?

Grüße
Barbarelle

Beitrag von munirah 02.10.10 - 13:11 Uhr

Nicht direkt, aber wir sind einige Wochen jährlich in einem Risikogebiet (Borreliose). Normalerweise verbrauchen wir da schon eine Menge Autan, was aber auch nicht immer wirkt bzw. unsere Spaziergänge sind manchmal zu lang

Beitrag von janamausi 02.10.10 - 08:31 Uhr

Hallo,

ich finde es heftig, dass die Lehrerin zu deinem Sohn sagt, er soll die Zecke einfach so mit den Fingern rausziehen #schock Beim "Zeckenziehen" muss man aufpassen, dass der Kopf nicht drinnen bleibt und wenn man lange an der Zecke "rumpuhlt"und die Zecke sich bedroht fühlt, gibt sie ihr "Gift" ab. Es gibt z.B. zum ziehen eine extra Zeckenkarte, die das Ziehen vereinfacht.

"Zecken ziehen" traue ich mich nicht mal und lasse es immer vom Arzt machen.

Ich würde der Lehrerin da gehörig auf die Füße treten, dass sie deinem Sohn einfach gesagt hat, er soll die Zecke ziehen und ihn nicht samt Zecke heimgeschickt hat.

Gute Besserung für deinen Sohn!

LG janamausi

Beitrag von manavgat 02.10.10 - 10:03 Uhr

Solche Sachen passieren.

Aber ein Hinweis: es gibt Unfallversicherungen, die Zeckenbisse als Unfall eingeschlossen haben. Überprüfe Eure Police und melde das - wenn inkludiert - an die Versicherung.

In seltenen Fällen können Zeckenbisse eine dauerhafte Behinderung zur Folge haben.

Gute Besserung für Deinen Sohn

Manavgat

Beitrag von ratpanat75 02.10.10 - 17:54 Uhr

Hallo,

ich finde es unverantwortlich, dass die Lehrerin deinem Sohn gesagt hat, er solle die Zecke selbst mit den Fingern entfernen #schock.
Eine Zecke muss unbedingt richtig entfernt werden.

Das Problem ist, dass Lehrer keine Zecken ohne das Einverständnis der Erziehungsberechtigten entfernen dürfen.
Wir mussten für den Kindergarten eine Einverständniserklärung unterschreiben.
Selbstverständlich werden wir in Fall eines Zeckenbisses beim Abholen darüber informiert.

Ich finde, die Schule hätte dich anrufen sollen, um dich über den Vorfall zu informieren und dich entscheiden zu lassen, was jetzt geschehen soll.

Ich würde auf jeden Fall mit der Lehrerin sprechen.

LG

Beitrag von sassi31 03.10.10 - 02:05 Uhr

Also bei einem 9-Jährigen erwarte ich schon, dass er sowas selber zuhause erzählt. Ich finde nicht, dass das die Aufgabe der Lehrerin ist. Übrigens hätte das wohl eine Entzündung auch nicht verhindert. Die wenigsten Ärzte (die ich kenne) würden einfach so, weil eine Entzündung entstehen könnte (aber nicht muss), Antibiotika verschreiben.