Ich hab sie gewogen

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von wir3inrom 01.10.10 - 22:21 Uhr

Hallo zusammen,

wir hatten ja gestern dieses desaströse Gespräch mit dem Arzt im KH, bei dem er mir unterstellte, zu wenig Milch zu haben, obwohl meine Tochter gut zugenommen hatte.

Jetzt dachte ich mir eben, so, dem zeig ich's, ich wieg Merle mal vor dem Stillen und danach, um zu sehen, dass ich eben doch genug Milch habe. Muss dazu sagen, dass wir 6-8 nasse Windeln pro Tag haben und sie sich nach den Stillmahlzeiten auch nicht beschwert.

Vor dem Stillen (inkl. Kleidung): 3470g
Nach der rechten Brust: 3485g
Nach der linken Brust: 3525g

#schock

Das sind insgesamt nur 55g! Das ist doch viel zu wenig, oder nicht??
Oh Mann, ich bin grad total durch den Wind. :-(
Was mach ich denn jetzt? Zufüttern wollte ich eigentlich nicht, aber wir haben kommenden Mittwoch wieder einen Termin im KH zur Gewichtskontrolle.

Komplett ratlose Grüße aus Italien
Simone mit Merle (heute genau 3 Wochen alt)

Beitrag von haruka80 01.10.10 - 22:33 Uhr

Liebe Simone,

mach dich bitte nicht verrückt, ich hatte ein Kind mit Trinkschwäche, der 3 Wochen brauchte um seine Geburtsgewicht wieder zu bekommen. Bis er 4 Wochen alt war, hat er pro Mahlzeit 40ml getrunken-und das innerhalb von 1 !!! Stunde, also mit mehrmaligem Wecken.
Ich habe gepumpt und hatte immer in Etwa die Menge an Milch, die mein Sohn wollte, sprich, als er 3 Wo alt war, hab ich alle 3-4 Std 30-50ml gepumpt.Ok, Stillen kommt mehr raus, aber vom Ding her meine ich, es gibt einfach Kinder, die können einfach grad anfangs nicht mehr trinken. Meine Hebi hat andauernd geschaut und gewogen und hin-und-herüberlegt, hab massig Stilltee und Malzbier getrunken, Kind wollte nicht an die Brust, Stillberatung gemacht (war super, aber auch die kam zu dem Schluss, das Anlegen zwar gut ist, aber mein Sohn einfach zu früh kam und es daher nicht klappt und er einfach zunehmen muß).
Warst du mal bei ner Stillberaterin? ich meine jetzt nicht während des KH-Aufenthaltes, sondern danach.

L.G.
Haruka

Beitrag von eumele76 01.10.10 - 22:34 Uhr

Hi,

guck mal hier:

http://www.stillkinder.de/who_kurven.html

Lg,
Nina

Beitrag von caramaus 01.10.10 - 22:42 Uhr

Also ich würde bei einmaligem Wiegen noch keine Panik schieben. Manchmal trinken die Mäuse weniger und melden sich dann eben nach 30min wieder. Das sagt doch noch gar nichts aus. Wichtiger ist doch, ob sie insgesamt gut zunimmt und das war (mein ich mich zu erinnern) der Fall. Du hast ja auch nicht immer Hunger auf ein 3-Gänge-Menue, manchmal reicht ein kleiner Snack auch aus. Vertrau einfach darauf, dass die Kleinen sich schon das holen, was sie brauchen.

C.

Beitrag von lilalaus2000 01.10.10 - 22:50 Uhr

Liebe Simone

bitte mach dir keine sorgen, meine hat mit 3 wochen am tag nur 300 ml max getrunken, ich war am heulen. sie hat erst gar nicht aus der brust getrunken, ist leider ein flaschenkind (keine milch)
aber das ist egal solange sie zunimmt.
ich habe meine immer jeden abend so eine stunde nach dem abendlichen essen um ca 19 uhr gewogen, nackig!

sie nahm so 10-20 g zu am tag.

der kinderarzt meinte noch, dass sie wenig trinkt, aber sie sei wohl ein guter futterverwerter und da sie bei den "U" untersuchungen auch klasse drauf war ists halt ok.

einige kinder können das essen einfach besser ausnutzen, daher keine bange und viel spaß mit der kleinen merle

Beitrag von perserkater 01.10.10 - 23:38 Uhr

Hallo

Warum MUSST du ins KH? Würde ich einfach nicht machen wenns Kind sonst gesund ist. Und ich diskutiere nicht mit Ärzten wenn sie meinen ein Baby muss zugefüttert werden obwohl es zunimmt. Wo ist denn da die Logik?

LG

Beitrag von wir3inrom 02.10.10 - 09:12 Uhr

Weil die ersten Kontrolluntersuchungen hier im KH gemacht werden..

Beitrag von lilly7686 02.10.10 - 00:29 Uhr

Vergiss das wiegen gaaaanz schnell wieder!
Um Himmels Willen, wer hat dir das eingeredet???

Es ist so: diese Wiegerei stimmt meist nicht. Nur weil dein Kind nach dem Trinken "nur" 55g mehr wiegt als vorher?
Das war 1.
Und zweitens: dein Kind trinkt immer unterschiedlich. Ich merke bei meiner Kleinen auch schon: mal trinkt sie mehr, mal weniger. Ganz ohne Waage wohlgemerkt.
Manchmal da saugt und trinkt sie zwar, aber mehr auch schon nicht. Manchmal saugt sie richtig gierig, und dann hört man richtig, wie die Milch ihr in den Mund schießt, weil sie so gierig zieht!
Okay, bei deiner wird mans noch nicht so merken, weil sie erst 3 Wochen alt ist. Aber verstehst du was ich meine?
Heute isst du zum Frühstück ein Butterbrot und trinkst nen Kaffee. Morgen isst du ein Spiegelei mit Butterbrot, nen Toast mit Schinken und trinkst dazu nen Kaffee und ein Glas Orangensaft (nicht wörtlich nehmen, ist ein Beispiel ;-) ).

Mach dich nicht verrückt, dein Baby trinkt genug, solang es brav zunimmt.
Mein Tipp: schmeiß die Waage sofort weg (oder verkauf sie über Ebay oder so). Wiegen reicht einmal im Monat oder alle 6 Wochen oder so.
Dieses Wöchentliche wiegen ist doch totaler Schwachsinn. Hab ich anfangs auch gemacht. Hat mich nur verrückt gemacht (Arzt bei der Mutterberatung meinte ja auch, ich soll zufüttern weil sie mal ne Woche weniger zugenommen hatte; dass sie die Wochen zuvor immer 300g und mehr pro Woche zugelegt hat, war ihm irgendwie egal).

Also lass das Wiegen und entspann dich.

Alles Liebe

Beitrag von kati24la 02.10.10 - 10:20 Uhr

Hallo!

So jetzt werde ich dann rund gemacht, aber das ist mir egal!

Sagt mal, warum geht ihr eigentlich zu Ärzten, wenn Ihr die Ratschläge nicht befolgt und eurer Meinung nach weder vom Stillen noch von sonstwas ne Ahnung haben?????
Wozu dann der ganze Sums???
Der Arzt meinte, du sollst evtl. zufüttern, sollst nochmal zur Gewichtskontrolle kommen! Schön! Dann Still mal weiter wie bisher und wenn der Arzt am Mittwoch sagt, das reicht nicht, dann füttere zu!
Wenn das für dich von Anfang an nicht in Frage kommt, dann geh erst garnicht hin!

Ich verstehe das alles nicht.
Manche Mütter laufen von Pontius zu Pilatus und wenn dann die Ärzte etwas sagen, was nicht Ihrer eigenen Meinung entspricht, wird der Arzt als Depp dargestellt!
Warum der ganze sch***** dann????
Die Ärzte wollen doch die Kinder nicht krank machen und ich unterstelle denen auch keine böse Absicht, was Stillen oder Ernährung angeht! Wer das tut, der sollte mal im stillen Kämmerlein darüber nachdenken und sich evtl. behandeln lassen.

Das ist doch alles der WAHNSINN! Sind hier viele schon schlauer als Ärzte, die jahrelang studiert haben und erfahrungen haben, die keine einzige Mutter hier aufbringt??? Und dann auch noch die Leute dabei bestärken, NICHT auf den Arzt zu hören. Das finde ich fahrlässig!

LG Kati

Beitrag von tabi 02.10.10 - 11:39 Uhr

Weil Kinderärzte im Allgemeinen wenig bis garkeine Ahung von Kinderernährung geschweige denn vom Stillen haben.
Sie haben studiert, aber nicht das Weltwissen sondern eben nur Medizin. Das beinhaltet nicht mal im Ansatz das Thema Stillen!
Und zufüttern muss man nur wenn das Kind nicht zunimmt sondern abnimmt und das kontinuierlich!
Merle nimmt aber zu, was sie während einer Mahlzeit zu sich nimmt ist völlig unerheblich.
Mal im Vergelich:
Sara trinkt pro Mahlzeit so 70 ml und nimmt pro woche 250gr zu- und sie ist bereits 7 Wochen alt!
Also nicht verrrückt machen lassen, weiter stillen und gut ist!

Lg

Beitrag von kati24la 02.10.10 - 12:12 Uhr

Weil Kinderärzte im Allgemeinen wenig bis garkeine Ahung von Kinderernährung geschweige denn vom Stillen haben.

---> aber die Mütter hier! #ole#nanana

Ich würde mir das nie anmaßen!!!

Beitrag von anom83 02.10.10 - 14:00 Uhr

Hallo,

das die Mütter hier teilweise mehr Ahnung haben als die Ärzte liegt oft einfach daran, weil viele von ihnen in engem Kontakt zu einer ausgebildeten und anerkannten Stillberaterin stehen. Und DIESE, hat nun einmal am meisten Ahnung!!!

LG Mona

Beitrag von muehlie 02.10.10 - 15:13 Uhr

Die wenigsten Kinderärzte haben schon mal selbst ein Kind gestillt und/oder den gesamten Stillalltag mit all seinen Problemen und Phänomenen mitgemacht. Die Mütter allerdings schon!

Beitrag von tabi 02.10.10 - 18:28 Uhr

Sorry du gehörst wohl zu den Flaschenmamis.
Ich hab definitv merh Ahnung vom Stillen als mein Arzt. Ich habe zwei Kinder gestillt und ich habe genug mit Stillberatungen geredet

Beitrag von muehlie 02.10.10 - 15:10 Uhr

Der Arzt konstatiert, dass das Kind gut zugenommen hat, vermutet aber gleichzeitig, dass die Mutter zu wenig Milch hat. Für diese Vermutung gibt es überhaupt keinen Anlass. Ich glaube nicht, dass man zu einem solchen Arzt uneingeschränktes Vertrauen haben muss.

"Die Ärzte wollen doch die Kinder nicht krank machen und ich unterstelle denen auch keine böse Absicht"

Ärzte sind allerdings oftmals nicht völlig unabhängig. Es ist allseits bekannt, dass Pharma- und andere Konzerne, sehr gerne mal Prämien oder Provisionen an Ärzte dafür zahlen, dass diese gewisse Produkte unters Volk bringen. Das wird in Italien sicherlich nicht anders sein als anderswo.

Und ganz allgemein: wenn ein Kinderarzt - wie man es hier oft lesen kann - Ratschläge zur Babynahrung abgibt, die ganz eindeutig den offiziellen weltweit uneingeschränkt geltenden Empfehlungen der WHO widersprechen, dann hat dieser Kinderarzt ganz offensichtlich eine große Wissenslücke.

Beitrag von hej-da 02.10.10 - 17:30 Uhr

Liebe Kati.

Generell bin ich ebenfalls der Meinung, dass man seinem KIA vertrauen sollte, er keine bösen Absichten haben wird, etc.

Aber:
Hast du selbst gestillt? Wenn, dann weißt du vielleicht, welch unnötiger Quatsch grad auf diesem Gebiet verbreitet wird. Wie Mütter tagtäglich von anderen verunsichert werden usw..
Die Antworten der beiden Damen über mir sind leider richtig! Ärzte sind in den seltensten Fällen die richtigen Ansprechpartner wenns ums Stillen geht.
Auch Hebammen können nicht immer adäquate Antworten geben.......richtig aufgehoben ist man mit Stillproblemen bei einer Stillberaterin. Diese hat eine fundierte Ausbildung und eben auch Stillerfahrung.

Ich selbst stille nun seit 16 Monaten und maße mir durchaus an, bei Stillproblemen bessere Lösungsvorschläge und Hilfe geben zu können, als manch ein KIA, der niemals gestillt hat, keinen Milchstau hatte usw......

Beitrag von sabrinaa81 02.10.10 - 10:58 Uhr

55g sind ja 55ml

ben hat zu dem zaitpunkt pro mahlzeit nur 40 ml getrunkenn.. alle 3 std.

und er ist jetzt propper :)

also keine panik.. alles ist gut

Beitrag von steffi0413 02.10.10 - 21:44 Uhr

Hallo Simone,

das hat überhaupt keine Bedeutung wieviel sie auf einmal trinkt. Sogar das hat auch keine Bedeutung wieviel sie in 24 Stunden trinkt. Wichtig ist nur wie oft sie in 24 Stunden angelegt wird (mind. 8-12x), ob sie mind. 6 nasse Windel und 2 mit Stuhl (bis 4.-6. Lebenswoche) pro Tag hat und mind. 110 g pro Woche (im Durchschnitt!!!!) zunimmt. Natürlich von Minimumgewicht und nicht vom Geburtsgewicht gerechnet!!!
Wiegen von aller Mahlzeit macht nur Stress für Dich.
Wieviel hat sie zugenommen, was der Arzt für zu wenig hält?

LG
Steffi

Beitrag von wir3inrom 03.10.10 - 11:46 Uhr

Das ist es ja, er hält es nicht für zu wenig.
Er sagte, sie habe ausreichend zugenommen, trotzdem bezweifle er, dass ich genug Milch habe..
Sie hat vom Minimumgewicht innerhalb von 16 Tagen 450g zugenommen.

Beitrag von anom83 03.10.10 - 13:10 Uhr

Na,

wenn noch nichtmal dein Arzt der Meinung ist, dass sie zu wenig zugenommen hat, warum dann du? Und wieso meinst du du hättest zu wenig Milch?

Kinder wachsen nun mal nicht alle gleich und nehmen auch nicht gleichschnell zu. Wenn du dir wirklich solche Sorgen machst, dann solltest du mit deiner Hebi, oder besser noch, einer anerkannten Stillberaterin sprechen. Die wird dir das ganz sicher schnell ausreden....

LG Mona

Beitrag von wir3inrom 03.10.10 - 13:18 Uhr

Der Arzt sagte, er bezweifle ich hätte genug Milch, obwohl meine Tochter gut zugenommen hat.
Eine Nachsorgehebamme gibt es hier nicht, sonst hätte ich mich mit der schon längst beraten.

Beitrag von anom83 03.10.10 - 13:25 Uhr

Hallo,

dann lass deinen Arzt zweifeln. Deiner Tochter geht es gut, sie nimmt gut zu!
Sind ihre Windeln auch immer schön nass, dann ist alles bestens! Weißt du warum dein KiA an deiner Milchmenge zweifelt?

Schau mal hier: www.lalecheliga.de da kannst du nach einer Stillberaterin suchen unter deiner Postleitzahl.

LG Mona

Beitrag von wir3inrom 03.10.10 - 13:34 Uhr

Er ist ja nicht mein Kinderarzt.
Hier muss man 3 Wochen nach der Entbindung zur ersten Kontrolle nochmal ins Krankenhaus. Warum er zweifelt, weiß ich nicht. Vielleicht sind die italienischen Ärzte so, dass sie Mütter gerne verunsichern. Keine Ahnung.

Beitrag von steffi0413 03.10.10 - 21:03 Uhr

Hallo,

das ist mehr als super Gewichtsentwicklung! Windel sind auch ok, dh. alles ist in Ordung. #freu
Lasse Dich nicht verunsichern und mache Dir kein Stress.
Lasse den Arzt erzählen, sage immer brav "ok" und dann mache was deine Gefühle und die Tatsachen sagen! ;-)

Noch eine kleine Bemerkung zu den gemessenen 55g. Habe ich gestern vergessen zu schreiben. Wenn Du unter Druck und Stress stillst, dass kann den Milchspendereflex negativ beinflussen. Ich glaube diese Situation war dazu schon genug stressig....
Die Babys trinken nicht immer die gleiche Menge, alles zwischen 10g und 220g ist normal, aber Babys die nach Bedarf gestillt werden trinken nur sehr selten mehr als 80g. Das ist für sie viel idealer als selten grosse Mengen zu trinken.
Ich weiss nicht wann Du gemessen hast, aber zB. morgens haben alle mehr Milch als abends (dafür ist aber abend fetter, also sättigender).

LG
Steffi

Beitrag von wir3inrom 04.10.10 - 10:57 Uhr

Víelen Dank!
Das mit den 80g wusste ich nicht, das läßt mich natürlich gleich viel ruhiger atmen. :-)