Studentinnen mit Kind

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von sopi601 01.10.10 - 22:42 Uhr

Hallo,
ich bin zwar auch Studentin mit Kind(ern), jedoch habe ich diese vor meinem Studium bekommen und sie sind schon in der Schule. Ich beziehe BAfög (alleinerz.) Nun überlegen mein Partner (nicht Vater der Kinder) und ich, wann wohl der beste Zeitpunkt für Nachwuchs wäre. Also entweder wäre das am Ende des Studiums (Prüfungszeit), nach dem Studium, während des Referendariats oder danach. Das danach würde aber noch3-4 Jahre dauern und soooo lange wollten wir dann auch nicht warten.
JEdenfalls wollte ich mich hier mal unverbindlich umhören, wann denn wohl finanziell und nervlich der bestmögliche Zeitpunkt ist.
LG

Beitrag von lisbeth86 01.10.10 - 22:54 Uhr

hallo,

also ich steh momentan vor der gleichen frage. ich studiere auch noch und habe sozusagen mitten im studium meine tochter bekommen und wir bekommen es finanziell und organisatorisch ganz gut hin (auch ohne großeltern in der nähe). momentan überlege ich, wann wir das nächste kind bekommen sollten. wahrscheinlich werden wir es so machen, dass ich nächsten august die verhütung absetze und dann schauen was passiert. im ws 11/12 hab ich examensprüfungen, sodass das kind dann nicht vor ende der prüfungszeitraums kommt. und nach dem jahr babypause könnte ich dann ins referendariat einsteigen. und mit den familienpunkten sind die chancen einen referendariatsplatz zu bekommen noch etwas besser.
es kommt natürlich sehr darauf an, wie familienfreundlich deine uni ist und wie dein studium aufgebaut ist.
meine devise: irgendwie geht es immer weiter. ich will auf jeden fall nicht noch 3 oder 4 jahre warten (müsste ich nämlich auch, wenn ich erst noch referendariat machen würde)

Beitrag von postrennmaus 01.10.10 - 22:55 Uhr

Ich habe meine Tochter genau vor meiner Abschlussarbeit bekommen. Ich war damals fast scheinfrei. 2 Prüfungen musste ich noch schreiben. Und ganz ehrlich, das waren die beiden schlechtesten Noten im Studium. Stillen und die damit verbundene Stilldemenz haben echt meine Konzentrationsfähigkeit extrem eingeschränkt. Ich würde es nie wieder in einem Prüfungszeitraum planen.
Wann es für dich am besten passt, kann ich schwer einschätzen. Kommt ja drauf an, ob dein Freund dich finanziell absichert. Dann könnte es evtl nach dem Studium passen. Aber das ist aus der Ferne schwer zu beurteilen.

Lg Anja

Beitrag von lillylustig 01.10.10 - 23:29 Uhr

Hallo,

wenn ich die Wahl hätte, würde ich ein Kind während des Referendariats bekommen. Da wärest du schon im Schulalltag angekommen (sofern du Lehramtsanwärterin bist) und das 1. Examen läge hinter dir. Außerdem würdest du bereits verdienen, was sich ja letztendlich auf das Elterngeld auswirkte. Du könntest also ein Jahr Elternzeit nehmen und dich dann nahtlos wieder in das Referendariat einfügen.

Der Vorteil hier ist - und das sehe ich aus meiner Position, denn ich habe erst das Kind bekommen und dann, als es 8 Monate war, mit dem Referendariat begonnen - dass du bereits vermutlich die erste Hälfte der zwei Jahre geschafft haben wirst, deine Schule und das ganze Prozedere drumherum kennst und damit die super stressige Zeit zum Beginn des Refs hinter dir läge. Und glaube mir, mit einem kleinen Kind weiß man zu dieser Zeit kaum, wo einem der Kopf steht.

Dann könntest du das Kind mit einem Jahr in die Kita geben und das Ref beenden. Auch kein Spaziergang, aber mit einigen organisatorischen Überlegungen gut machbar.

Wenn du allerdings schon weißt, dass du sowieso nicht prompt einen Platz bekommst, dann könntest du natürlich auch überlegen, dir zwischen dem 1. Examen und dem Beginn des Refs zwei Jahre Zeit zu lassen. (Könnte aber finanziell doof sein.)

Ich wünsche dir alles Gute.

lilly

Beitrag von rmwib 02.10.10 - 09:16 Uhr

Finanziell kann ichs Dir nicht sagen, ist ja individuell verschieden. Ich hab mittendrin mein Kind bekommen. Prüfungszeit sowie Referendariat halte ich dafür für gänzlich ungeeignet, da hast Du doch NULL Zeit Dich um einen Säugling zu kümmern #gruebel

Beitrag von kasiru 02.10.10 - 10:20 Uhr

Also ich hab mit dem Mops mein 1. Staatsexamen gemacht und bin jetzt im Referendariat und wir planen das zweite. Klar kann man das nicht alleine, aber mit dem Partner und geteilter Arbeit geht das schon. Man konzentriert sich auf das wesentliche und ein nicht so tolles Prüfungsergebnis ist nicht so schlimm, weil man hat ja etwas viel wichtigeres zuhause. Man wird wesentlich entspannter! So ist zumindest meine Erfahrung....

LG
kasiru

Beitrag von rmwib 02.10.10 - 12:24 Uhr

Naja, ich kann mich auf meinen Freund diesbezüglich nicht verlassen, der arbeitet eigentlich rund um die Uhr, heißt Kind(er) ist/sind mehr oder weniger allein meine Geschichte was Versorgung im Alltag angeht. Und wenn ich mir überlege, wie mein Zwerg als Baby war... ich hätt da nix parallel geschafft. Entspannter geworden bin ich auch im Bezug auf "was wirklich wichtig ist" und was halt nicht ;-) aber ich glaub mit nem KITA Kind schafft man nachher doch etwas mehr und ganz unwesentlich sind die Examensergebnisse ja auch nicht- hier kannste zumindest den Ref Platz vergessen, wenn die Prüfungen scheiße gelaufen sind.

Beitrag von sopi601 02.10.10 - 09:49 Uhr

Guten morgen, und vielen Dank für die Antworten.
Tja is nicht so leicht, vorallem weil ich dann ja mit 3 Kindern und Schule, Kita, Geld und Nerven jonglieren muss. Die Variante mit 1 Jahr Pause im Ref hört sich so nüchtern ganz gut an. Gut, bis zum Ref wären es vermutlich 1,5 Jahre, das klingt ganz realistisch. Naja wer weiß was bis dahin noch geschieht, zumal mein Partner derzeit auch noch in einer beruflichen Umbruchsituation ist.
LG und nochmal Danke!

Beitrag von krissy2000 02.10.10 - 16:38 Uhr

Ich wuerde auf jeden Fall bis nach dem Stundium und Ref warten, da du vorher mit Baby keine Zeit hast. Baby sowie Studium und Haushalt und noch andere Kids zu Hause sind anstrengend. Was soll da beim Abschluss rauskommen? Sicher nichts besonders gutes. Du brauchst Kraft dafuer und mit Baby sind die Naechte kurz!
Lg Krissy

Beitrag von carstella 02.10.10 - 23:40 Uhr

Huhu,

wirst Du Lehrerin oder Juristin???

Ich hab meine erste Tochter im Referendariat bekommen. Ich hätte zwar auch schon während des Studiums ein Kind bekommen, aber mein Freund war zu "vernünftig" für ein solches Abenteuer. Nun ja - dann musste ich halt bis zum Referendariat (Jura) warten.

Ich hab im Feb. mit dem Referendariat begonne und wurde im April schwanger. Im Januar kam dann das Kind. Ich habe dann erstmal für ein Jahr ausgesetzt und das Elterngeld genossen. Auch wenn das Referendargehalt nicht üppig war, so hat das Elterngeld zusammen mit dem Gehalt meines Freundes locker zum Leben gereicht. Lara ging dann mit einem Jahr in die Kita und ich konnte das Referendariat fortsetzen. Es war schon nicht ganz einfach, weil sie sich schwer eingewöhnen ließ und viel krank war. Da war ich froh, dass ich gerade in der Anwaltsstation war und dort die Möglichkeit einer etwas freieren Zeiteinteilung hatte.

An sich war es schon eine tolle Zeit ein Kind zu bekommen. Das Referendariat ist - was die zeitliche Flexibilität angeht - dem Studium schon sehr ähnlich. Ich hab es genossen, bei schönem Wetter einfach mal einen Tag frei machen zu können und mit meiner kleinen an den See oder in den Tierpark zu fahren. Wenn man irgendwo angestellt ist, ist das leider nicht mehr möglich. Deshalb habe ich diese Freiheit auch gern ausgenutzt. Die Examensvorbereitung war nicht schön, aber die wäre auch ohne Kind nicht schöner gewesen. Ich habe dann 3 Monate vor dem Examen noch einmal drei Monate Elternzeit genommen, um noch etwas mehr Zeit zum Lernen zu haben, da ich dadurch, dass Lara oft krank war, erst spät mit dem Lernen anfangen konnte. Letztendlich ist das Examen aber super gelaufen.

Jetzt habe ich mein zweites Kind zwei Monate nach Beendigung des Referendariats bekommen. Das Gute ist, dass das Thema Lernen und Examen nun abgegessen sind. Dafür steht mir aber noch immer die Jobsuche bevor. Ich möchte mir zum Sommer nächsten Jahres etwas suchen. Da werde ich aber nun auch wieder ein Jahr aus der Materie raus sein. Ich hoffe, dass wird kein Nachteil bei der Jobsuche. Irgendwie wäre es schon besser zu wissen, dass man nach der Elternzeit irgendwohin "zurück" kann. Aber dafür habe ich zwei gesunde und süße Kinder! Was will man mehr. Und das mit dem Job wird schon werden!

Liebe Grüße
carstella