Wer hat Kiga gewechselt und ist in Nachbarort gegangen?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von hasiteddy 02.10.10 - 12:29 Uhr

Hallo,

wollte mal wissen, ob jemand sein Kind aus dem Kiga im Ort rausgenommen hat und in einen Kiga in einer anderen Ortschaft untergebracht hat bzw. gleich von vornherein dort angemeldet hat.

Was waren die Kriterien?

Ich meine jetzt eher kleine Dörfer, wo es nur 1 Kiga gibt und keine grösseren Städte.

(Das Kind kommt ja dann auch in die Grundschule im eigenen Ort trotz Kiga-Besuch im Fremdort, folglich kaum Kontakte dann in der Schule)

Hat das jemand trotzdem gemacht?

Danke !

Beitrag von anela- 02.10.10 - 12:55 Uhr

Also wir haben ein Haus im Nachbardorf gekauft und ziehen dort anfang des Jahres hin. Unsere Tochter wird dann auch den Kiga wechseln. Der Hauptgrund ist eben auch, daß sie mit den Kindern dann auch zusammen zur Schule kommt.

Der neue Kindergarten ist dann auch nur einen knapp 1 km und wir können mit dem Fahrrad oder zu Fuß hin. Jetzt müssen wir knapp 10 min mit dem Auto fahren (bei uns im Dorf gibt es gar keinen Kiga, sie geht zur Zeit in einem anderen Nachbardorf in den Kiga)

Beitrag von schnee-weisschen 02.10.10 - 13:06 Uhr

Hallo,

unser Sohn ist im Dorf in den KiGa gegangen. Am Anfang auch gerne.
Genau so lange, bis er schon abends schrie, wenn er wusste, dass am nächsten Tag KiGa wäre.
Wir sind der Sache dann auf den Grund gegangen. Er wurde von einer Erzieherin (der Leiterin des KiGas) beschimpft und körperlich angegangen (mit Gewalt festgehalten und gezwungen, in einem Raum zu bleiben).

Nachdem wir das wussten, haben wir ihn sofort rausgenommen.
Er geht jetzt seit 2 Jahren in nächsten Dorf in den KiGa und ist glücklich.
Wir mussten es uns genehmigen lassen, denn selbstverstänlich ist es leider nicht, dass man sich den KiGa frei aussuchen kann (zumindest, wenn man auf dem Dorf wohnt).

Was die Schulkontakte betrifft... da machen wir uns überhaupt keine Gedanken. Erstens kennt ihm Dorf sowieso jeder jeden (also auch unter den Kindern), und zweitens ist unser Sohn so kontaktfreudig, dass er diesbezüglich keine Probleme zu erwarten hat.


LG

sw

Beitrag von stringersmum 02.10.10 - 13:21 Uhr

Moin,

ja, wir wohnen in einem 2000 Seelenkaff mit 2(!) Kindergärten und unsere Tochter besucht einen Kindergarten 2 Käffer und 10 Km weiter.
Als sie drei wurde war ich hochschwanger und mir war wichtig, dass der Kindergarten Alltag ist, wenn das Baby kommt. Also hatte ich keine Zeit, auf einen Platz in meinem Wunschkindergarten im Ort zu warten.
Ich hatte mir völlig unvoreingenommen beide Kindergärten vorher angesehen: Einen fand ich gut und beim anderen hatte ich ein schlechtes Gefühl. Die Kommunikation mit der Leiterin klappte überhaupt nicht, das Konzept habe ich nicht verstanden und ich hatte den Eindruck, dass sie nicht nah an den Kindern ist.
Also habe ich nach Alternativen gesucht und gefunden. Ich bin mit unserem Kindergarten zufrieden.
Das Grundschulproblem haben wir auch, der Kindergarten liegt sogar in einem anderen Landkreis.
Ich überlege, sie zum letzten Kindergartenjahr wechseln zu lassen, das ist aber noch nicht entschieden.
Kontakte im Ort könnten natürlich mehr sein, aber sie besucht mit großer Begeisterung das Kinderturnen (das ist wirklich klasse hier) und demnächst werde ich sie motivieren, den Kindergottesdienst zu besuchen. Ich hoffe, dass sie dann trotzdem einen guten Schulstart haben wird.
Was ich etwas schwierig finde, sind die Spielverabredungen nach dem Kindergarten. Auch wenn ich bereit bin, mein Kind zu fahren, für andere Eltern ist es natürlich nicht so attraktiv, ihr Kind 10 Km zu karren wenn es doch auch nebenan spielen kann. Aber bisher klappt auch das einigermaßen.
Für uns überwiegen die Vorteile, weil der Kindergarten wirklich engagiert arbeitet.
LG Helga