Wie gehen eure Kinder mit einer FG bzw. MA um?

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von schachti2005 02.10.10 - 14:20 Uhr

Hallo!


Habe gestern meine FÄ aufgesucht, weil ich mich nicht mehr schwanger fühlte und sie bestätigte meine Befürchtung. :-(
Unser Wurm lebt schon eine Woche nicht mehr. Letzte Woche Montag noch habe ich das Herz schlagen sehen. #heul
War gestern 10+4.
(Die Schwangerschaft war von Anfang mit Schmierblutungen verbunden, welche nur durch Utrogest verschwanden. Die haben wahrscheinlich alles herausgezögert...)

Nun ja. Wir haben damit nicht gerechnet. Unsere 2 Großen kamen gesund auf die Welt und die Schwangerschaften verliefen problemlos.
Daher hatten wir es schon allen gesagt, auch unsern Kindern.
Marvin (wird 5) begreift das ganze noch garnicht und fragt auch nicht.
Leonie aber wollte gestern, dass ich dem Baby ein Stück ihrer Frikadelle runter schicke, damit es wieder "aufwacht". #herzlich #heul
Sie fragt jetzt auch immer wieder, was ich machen könne damit es weiterlebt?
Das tut weh.
Ich versuche ihr schon alles zu eklären.
Aber sie ist 6 Jahre alt.

Also an Mamis unter euch, welche schon Kinder haben und dann so einen Verlust erleiden mussten:
Wie haben eure Kinder das verarbeitet?



LG Sandy

Beitrag von himmelswusel 02.10.10 - 14:40 Uhr

hallo,

erstmal ein leises herzliches beileid von mir....

ich habe zwei sternenkinder, meine tochter war beim ersten 5 und beim zweiten 7.....

sie hat sich selber vorwürfe gemacht und sehr gelitten, frage am besten mal deinen gyn, ob er bei einem gespräch helfen kann, meiner war super lieb und sie konnte mit hin und er hat auch mit ihr geredet.....

gebe deinen kindern einen ort zum trauern und auch dir und einem mann.

z.b. stelle einen engel irgendwo hin , mit denen deine kinder reden können....

meiner tochter habe ich erklärt, das der körper vergraben wird und das lächeln vom baby nun auf einer wolke sitzt und auf uns aufpasst ;) das findet sie super.....so sind ihre "geschwister" immer bei ihr.

mitlerweile bin ich in der 38. woche und meine tochter hat oft gefragt lebt es noch, ich habe sie oft mit einbezogen...auch beim gyn war sie bei um ihn zu sehen.......

ich wünsche euch viel kraft und alles gute

Beitrag von lieke 02.10.10 - 14:57 Uhr

Hallo Sandy,

Über das mit der Frikadelle kann ich schmunzeln, solche "Schoten"kenn ich.
Tja, da hast du dir jetzt wohl ein zusätzliches Problem eingebrockt, für mich volkommen unverständlich, wieso man so kleinen Kindern so früh von einer Schwangerschaft erzählt, gerade wenn es auch nicht problemlos läuft. Aber das hilft dir ja jetzt auch nicht weiter.

Ich denke, am besten fährst du damit, wenn du/ihr so offen wie möglich über alles sprecht. Da du ja schon von einem "Baby" geredet hast, müssen sie das Ganze jetzt auf ihre eigene Weise einsortieren. Sie müssen leider ihren eigenen Trauerprozeß durchleben. Vielleicht kaufst du ein Buch über die Entwicklung eines Menschen und erklärst was alles passieren muß, damit neues Leben entsteht, und dass sehr oft dabei etwas schiefgeht. Ich würde auf jeden Fall betonen, dass es "normal" ist, dass ein so kleiner Embryo sich mal nicht weiterentwickelt, damit sie selber keine Angst bekommen zu sterben - so wie Mamas Baby. Das ist etwas, was ich von vielen anderen Müttern höre, allerdings mehr bezogen auf spätere FGen und stille Geburten. (leite inzwischen eine Selbsthilfegruppe zum Thema Trauern mit Kindern).

Meine Kinder mussten mit fast 4 Jahren ihren Bruder beerdigen. Inzwischen kommen sie ganz gut damit klar, aber ich bin auch 3 Jahre später noch oft erstaunt, wie tief der Verlust sitzt. Es ist nicht mit einer FG zu vergleichen, aber sie waren immerhin noch keine 4! FGen habe ich ihnen immer verschwiegen, ich weiß aber, dass sie fühlten, dass ich traurig war, darüber haben wir auch geredet, aber die erneute Konfrontation mit dem Tod und mit meinen Ängsten habe ich ihnen erspart.

Deine Tochter geht logisch-praktisch an die Sache ran, das ist ein gutes Zeichen. Nachhaken würde ich eher beim Sohn, der sich nicht äußert. Je nachdem wie intensiv das Baby schon einen Platz hatte in eurer Familie ist für jeden auf seine Art jetzt natürlich auch der Verlust schmerzhafter. Auch musst du damit rechnen, das evtl die Trauer der Mutter das größere Problem ist, als der Verlust des Geschwisterchens. Das kann auch ganz schon weh tun!

Ich würde mir da jetzt erstmal noch nicht so viele Sorgen machen, denn eine Woche ist ja auch noch nicht wirklich lange her. Gib ihnen Zeit! (Und dir auch!)

Alles Gute,
Lieke


Beitrag von dievio 02.10.10 - 20:15 Uhr

Ich habe lange drüber nachgedacht ob ich zu deinem ersten Absatz was sagen soll, vorallem weil du selbst ein Kind verloren hast. Aber ich finde diesen Satz sehr gedankenlos und unangemessen.

Du hast geschrieben du hast deinen Kindern deine Fehlgeburten verschwiegen, sie haben aber gefühlt das du traurig bist ... meinst du ernsthaft, dass diese für deine Kinder unbegründete Traurigkeit besser zu verkraften war?

LG Viola

Beitrag von lieke 02.10.10 - 21:00 Uhr

Hallo,

wenn es unbegründete Traurigkeit wäre, hättest du Recht, aber so war es nicht. (habe auch geschrieben, dass ich mit ihnen darüber geredet habe). Sie wussten, dass ich um ihren Bruder weine, und wir gehen ja auch zusammen zum Friedhof, wo das ja auch thematisiert wird. Von den FGen an sich wissen sie nichts, ich finde man macht es für so kleine Kinder dann größer als es ist. Die Trauer um die FGen war bei mir in erster Linie auch ein Wiederaufreissen der viel, viel größeren Wunde.

Ich habe auch lange darüber nachgedacht, ob ich den ersten Absatz einfach weglassen soll, hat aber nicht geklappt. Ich finde es gedankenlos, seine Kinder miteinzubeziehen, wenn die SS in einem noch so unsicheren Stadium ist. Ich kann es nicht nachvollziehen. Vielleicht habe ich dafür einfach zuviel mitgemacht, um so unbekümmert zu sein. Ich weiß aus Erfahrung sehr gut, was es für ein trauerndes Kind bedeutet, im Alltag zurecht zu kommen.

Natürlich kann eine Mutter die Trauer über eine FG nicht verbergen, auch wenn die Kinder nichts von der SS wissen, aber es ist ein Unterschied, ob das Ungeborene schon als "Baby" in der Familie existiert -und so verstehe ich es hier- oder ob eine Mutter ihren Kindern ihre Traurigkeit erklärt, etwa mit Worten wie, "ich hatte gehofft, dass wir ein Baby kriegen, aber jetzt ist es doch nicht so. Darum bin ich traurig."

Eines meiner Kinder hatte fast ein Jahr lang bei jedem Husten Angst zu sterben. "Das Baby war doch auch erst gesund und ist gestorben? Du warst doch mit dem Baby auch beim Doktor und es ist tot?" Das kann man seinen Kindern nun wirklich ersparen. Kinder malen sich die wildesten Dinge aus, und wenn die Eltern traurig sind ist es kindeigen, sie nicht zu belasten und nicht zu fragen, damit sie nicht noch trauriger werden. Eine sehr gefährliche Kombination!

Naja, deshalb auch mein Rat an die TE, die FG nicht als Tod eines Babys darzustellen, sondern als natürlichen Prozeß bei der Entwicklung eines Menschen. Den Prozeß habe die Großen ja zum Glück schon mit Erfolg hinter sich gebracht.


LG,
Lieke

Beitrag von jwoj 02.10.10 - 18:02 Uhr

Hallo Sandy,

wir haben nach der FG (10. SSW) eine kleine Kerze aufgestellt und ein Ultraschallbild, auf dem der kleine Körper zu sehen ist. Das steht auch heute noch bei uns im Wohnzimmer (etwas versteckt, aber wir wissen ja wo). Meine Tochter (4,5 Jahre) kommt immer mal wieder mit dem Bild zu mir und sagt mir, dass sie es schade findet, dass das Baby nicht leben durfte. Er sagt sie: "Armes Baby!", darauf dann immer: "Aber wir bekommen noch ein Baby, Mama, und darauf freue ich mich!"

Ich glaube, es spielt immer eine Rolle, wie man selbst damit umgeht. Man darf natürlich auf keinen Fall dem Kind das Gefühl geben Mitschuld zu sein - das passiert recht schnell, wenn man mit ihnen nicht spricht.

Ich sehe keinen Grund, den Kindern die FG zu verschweigen. Natürlich baue ich es nicht im Detail aus, was da passiert ist, aber das ich trauere bekommt sie ohnehin mit. Warum sollte ich ihr da etwas vormachen? Kinder kommen mit solchen Situationen besser zurecht als man denkt. Ich selbst bin etwas ärgerlich darüber, dass meine Mutter mich vor dem Thema Verlust/Tod so versteckt hat in der Kindheit. Vielleicht könnte ich heute damit besser umgehen, wenn sie sensibel vermittelt hätte, dass der Tod zum Leben gehört, anstatt mich abzuschotten davon.

Von meinem Abgang in der 5. SSW weiß meine Tochter allerdings nichts. Das wäre wirklich zu abstrakt zu verstehen, denke ich.

Beitrag von schachti2005 02.10.10 - 18:37 Uhr

Hallo!


Danke euch allen für eure Antworten.


Das mit dem Ultraschallbild und einer Kerze dazu geht mir auch schon die ganze Zeit durch den Kopf.
Ist wunderschöne Idee!

Meine Mutter hat nur gestern die ganze Zeit versucht mich dazu zu überreden, dass ich das Kleine beerdigen lassen soll.
(Unser Pfarrer, welcher morgen aber verabschiedet wird, hat es hier durchgesetzt, dass auch so frühe FG beerdigt werden können. Seine Frau hatte mehrere...)
Sind ja wie du merkst in der Kirche.
Aber mein Mann und ich sind uns einig, dies NICHT zu tun.

Wie gesagt, so eine kleine Gedenkstätte mit Bild und Kerze finde ich wunderschön. #herzlich



LG Sandy

Beitrag von simisa 02.10.10 - 19:31 Uhr

Hallo,
also ich hatte meinen Kindern gar nicht erzählt, dass ich schwanger war, die haben gar nichts mitbekommen. Gerade um solche Belastungen von kleinen Kindern fernzuhalten würde ich es immer wieder so machen erst was zu sagen, wenn der Bauch sich deutlich wölbt. Ein Kind kann sich doch sonst gar nichts unter einer SS vorstellen. Erklären kannst du so kleinen Kindern das noch nicht.

Beitrag von jwoj 02.10.10 - 19:42 Uhr

Bei sehr kleinen Kinder sehe ich das auch so, bei älteren allerdings nicht. Das müssen die jeweiligen Eltern abwägen.
Unsere Kleine hat es sicher nicht in Gänze verstanden, aber sie hat sie hat verstanden, dass da ein Kind auf dem Weg war und es nicht geschafft hat. Wir reden immer wieder darüber und ich habe nicht das Gefühl, dass sie es nicht versteht bzw. nicht damit umzugehen weiß.

Im Erwachsenenalter meint man zu wissen, dass Kinder nichts verstünden. Ich meine, Kinder verstehen mehr, als es uns ab und an recht ist. Wenn ich traurig bin, soll mein Kind wissen warum. Warum lügen?

Es lässt sich wahrscheinlich gut darüber streiten, ob man dem Kind damit gut tut. Geschadet hat die Geschichte unserer Tochter nicht. Sie ist immernoch die gleiche.

Beitrag von kimitill 02.10.10 - 20:08 Uhr

Hallo Sandy,

erst mal eine #kerze in stiller Trauer. Ich hatte meine FG 2008, muss heute immer noch wenn ich das Lied "timbaland apologize" höre an mein Sternchen denken. Meine Tochter war damals 6 Jahre als wir unser Würmchen verloren haben, sie war sogar beim FA dabei als er sagte "das sieht nach einer FG aus".

Chiara war voll lieb, als wir zu hause waren, sie nahm mich in den Arm und hat mich nur getröstet. Ich habe viel und lange Zeit immer wieder weinen müssen und sie frage dann meinen Mann immer wieder "weint sie wegen dem Baby". Wir haben viel darüber geredet. Was wir kurz darauf machten. Wir suchten abends als es eine sternenklare Nacht war einen Stern raus bzw. sie suchten den Stern raus. Und beschlossen das dieser Stern unser kleines Brüderchen wäre, der immer auf uns runterschaut und immer über uns leuchtet. Auch heute nach über 2 Jahren sagt sie immernoch (meist zu dem hellsten Stern am Himmel - mittlerweile ist sie 8 Jahre), schau da oben schaut unser Baby zu uns hinunter. Das finde ich immer soooo schön.

Mittlerweile haben wir ein 1 Jahre altes Brüderchen, das unser voller Stolz ist. Wir sind so dankbar für diesen Engel der uns dann doch noch auf die Erde zu uns geschickt worden ist.

Ich wünsche dir viel Kraft, Kraft den Schmerz zu verarbeiten und ein schönes Plätzchen in deinem Herzen für dein Sternchen zu finden. DENN VERGESSEN WERDEN WIR SIE NIE!!!!!

Alles Gute

Karin

Beitrag von kimitill 02.10.10 - 20:10 Uhr

Ach ja, ich habe meiner Tochter versucht zu erklären, das mit dem Baby irgendwas nicht in Ordnung war, das es nicht weiterleben konnte, das es krank war. Das hat sie eigntlich ganz gut verstanden.

Beitrag von morla29 02.10.10 - 22:08 Uhr

Hallo,

da bei uns kam die kleine Schwester stil in der 31. ssw zur Welt und beide haben sie gesehen und hatten sie auf dem Arm. Und das, obwohl uns die Psychologin, die uns damals in der Klinik betreut hat, davon abgeraten hat.

Heute bin ich froh darüber. Sie habe es gut verstanden. Die beiden haben mir gezeigt, wie natürlich getrauert werden kann. Ich hab sehr viel von beiden gelernt.

Für sie ist ihre kleine Schwester immer vorhanden. Wenn sie gefragt werden, wie viele Geschwister sie haben, sagen wie zwei Schwestern.

Manchmal sind sie sehr traurig, weil sie ihre Schwester gerne bei sich hätten.

Bei einer FG ist das etwas schwirieger finde ich, denn das Baby ist für ein Kind dann nicht so real.

Viele Grüße
morla
mit zwei Mädels an der Hand (3 und fast 5)
und einem Mädel tief im Herzen (still geb. 29.1.10 - 31. ssw)

Beitrag von lieke 02.10.10 - 23:02 Uhr

Hallo Morla,

verstehe ich dass richtig, dass die Psychologin euch davon abgeraten hat, dass deine Kinder ihre tote Schwester ansehen?

Uns haben nämlich verschiedene Professionelle (Schwestern, Soziale Betreuung, Mitarbeiterin der Räumlichkeiten, wo die verstorbenen Patienten hinkommen) unabhängig voneinander zu geraten - obwohl mein Mann und ich sich das anfangs absolut nicht vorstellen konnten. Wie verschieden die Ansichten doch sind!

Wir haben uns dann überzeugen lassen und ich habe auch positive Erfahrungen damit gemacht. Die Kinder haben uns auch geholfen, offen alles anzusprechen, vor allem Fremden gegenüber.

Ich finde es toll, dass ihr euch nicht habt beirren lassen!

LG,
Lieke

Beitrag von morla29 04.10.10 - 20:14 Uhr

Hallo,

ja, die Psychologin (Kinderpsychologin) hat uns abgeraten. Sie meinte, ein Foto reiche den beiden. Danach hatten wir ein Gespräch mit dem Pfarrer und der hat uns dazu geraten, dass die beiden ihre kleine Schwester sehen. Er habe als Kind selbst dies durchgemacht und wäre heute froh, sein Geschwisterchen gesehen zu haben.

Wir haben auch jede Hebamme gefragt und das beste war die Nachthebamme: Erst sagte sie nein, dann hat sie mitbekommen, wie mein Mann und ich über unsere Töchter gesprochen haben und dann sagte sie: Jetzt muss ich meine Meinung ändern. Zeigt sie den beiden.

Ich muss sagen, dass ich froh bin, dass die beiden sie gesehen und berührt haben. Sie wissen, dass es sie wirklich gab.

Gruß
morla

Beitrag von jada1983 02.10.10 - 22:20 Uhr

Liebe Sandy,

erstmal tut es mir sehr leid was passiert ist. #liebdrueck

Das mit den Kindern ist sehr schwierig. Natürlich sagt man sich hinterher, warum hab ich es so früh gesagt. Aber man denkt ja auch nicht an sowas. Weil einem selber passiert ja sowas nicht... :-( Leider ist es halt doch so, dass es jedem passieren kann.

Ich habe meinem Sohn (acht Jahre) erst dieses Jahr erzählt, dass er Geschwister hat, die leider nicht leben konnten. Hab´s ihm aber auch erst gesagt, nachdem ich gewusst habe, das es Ihn unglaublich belastet kein Geschwisterchen zu haben. Er dachte, das ich keines mehr will. Und hat auch schon ganz komische Geschichten in der Schule erzählt. Z. B.erzählte er, als seine Lehrerin meinte das sie schwanger ist, das seine Mama auch schwanger ist und ein Mädchen bekommt obwohl es nicht stimmte #heul
Und lauter so Geschichten.

Als ich ihm das erzählte, freute er sich im ersten Moment richtig arg, so dass ich schon gar nicht mehr gewusst habe, was ich sagen soll. Er lachte, hüpfte und freute sich und weisste warum. Weil er Geschwister hat. Im ersten Moment hätte ich heulen können, weil er so lachte.
Doch ca. ne halbe Stunde später, fing er an zu heulen und das 45 Minuten lang. Ich bekam ihn nicht mehr ruhig, es war furchtbar. Wir redeten noch lange und ich probierte ihm das alles zu erklären. :-(

Über Nacht hab ich mir natürlich noch Gedanken gemacht und mich entschlossen ihm die Möglichkeit zu geben, eines (da wir fünf #sternkinder haben, war es etwas viel) zu benennen. Er meinte sofort, ohne zu überlegen, dass er möchte, das das Baby Lara heißt. Er weiß, das wir ihn so nennen wollten, wäre er ein Mädchen geworden. Ich fand das sehr goldig.

Jetzt, ein halbes Jahr später kommt es immer wieder vor, dass er einfach so anfängt zu weinen, weil er möchte, dass die Babys da sind. Es ist sehr schwierig für mich.
Letzte Woche hat bei Supertalent ein Junge für seine tote Schwester gesungen. Da saß mein Kind da und heulte ohne aufzuhören.

Naja, also du siehst es ist schwierig und ich weiß heute noch nicht, ob ich es ihm sagen soll, wenn ich ss bin. Mich graut es jetzt schon davor. Weil ich weiß, er würde sich soooo freuen, aber ich habe Angst das ich es wieder nicht behalten darf. Ich würde ihm einfach sehr gerne seinen #herzlichenswunsch erfüllen... #heul

Ich wünsche Dir auf jeden Fall gaaaanz viel Kraft für die nächste Zeit.

Viele liebe Grüße
Jada mit Stinki ganz feste an der Hand und fünf #sternchen ganz dolle im #herzlich

Beitrag von adewunmi78 03.10.10 - 20:34 Uhr

hallo,

ich habe unsere Tocher in der 18. SSW still entbunden. Ich habe 3 Söhne 8 7 5 Jahre alt... Wir haben ein Foto von ihr und es steht mitten im Raum wo es für jeden gut zu sehen ist, sie ist ein ganz normaler Teil von uns... für uns ist sie der schönste Stern am Himmel. Wir haben sie an einem wunderschönen Tag beerdigt und ab und zu besuchen wir ihr Grab.

In den ersten Tagen tat es weh ihren Namen so unbeschwert von den Kindern zu hören..., aber es ist die beste Medizin für uns alle über sie zu sprechen... meine Söhne sagen ganz oft: "wir haben eine Schwester und sie wohnt im Himmel" Es ist nun das normalste von der Welt... und es ist gut so...

Beitrag von gingerbun 04.10.10 - 12:18 Uhr

Hallo,
bei meiner FG wusste unsere Tochter noch nicht dass sie hätte unter Umständen ein Geschwisterchen bekommen.
Wenn doch hätte ich ihr einfach gesagt wie es ist: Nämlich dass das Kleine nicht ganz gesund war und es so hätte nicht gut leben können. Und dass es eben gehen musste und mit Sicherheit ein neues kommen wird. Ich kann mir vorstellen dass Kinder mit dieser wahrheitsgetreuen Erklärung am besten umgehen können.
Alles Gute Euch!
Britta

Beitrag von chara 05.10.10 - 08:36 Uhr

hi,

erstmal tut es mir leid das auch du sowas schlimmes mitmachen musstest.

mein sohn war drei jahre alt, als ich seine schwester in der 23ssw still zur welt bringen musste.

da ich schon ziemlich weit war und auch schon bauch hatte, kam er damals immer und streicheltet meinen bauch und meinte das er sich freut das seine schwester bald da ist.

nachdem es passiert ist, kam er immer noch und sagte das gleiche.

ich nahm ihn und erklärte ihm das seine schwester eingeschlafen sei und jetzt ein kleiner engel geworden ist und im himmel lebt, aber immer auf uns aufpassen wird und uns vom himmel aus sieht.

mittlerweile ist er sechs jahre und weiss immer noch das seine schwester im himmel ist.

manchmal kommt er und sagt das er seine schwester vermisst. er verlangt auch selber an ihr grab zu gehen und das tun wir dann auch.

ich würde es ihr sagen. das krümmelchen von euch gegangen ist und das sie nur noch im himmel weiterleben kann.