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Forum: Unterstützter Kiwu

Dein Arzt hat Hindernisse für eine normale Empfängnis festgestellt und du bist in Behandlung in einer Kinderwunschpraxis? Hier kannst du dich mit anderen über die künstliche Befruchtung etc. austauschen. Auch nützlich: Lexikon der Abkürzungen. Unser Kinderwunschmediziner Dr. David Peet beantwortet deine Fragen in unserem Expertenforum.

Beitrag von chilischote 02.10.10 - 17:33 Uhr

Hallo,
ich glaube ich gehöre jetzt wohl ganz offiziell hier her...
Durch meine Vorgeschichte kann ich nur noch durch eine IVF schwanger werden. Für manche von euch ist das zwar unvorstellbar, aber ich weiß nicht, ob wir diesen Schritt gehen sollen.
Ich/ wir wünschen uns ein Kind, manchmal erscheint mir auch alles ganz sonnenklar und ich würde sofort mit der Therapie beginnen, aber an Tagen wie heute überkommen mich 1000 Zweifel und Gedanken und dann weiß ich nicht mehr, ob ich es nicht besser alles hin schmeißen soll und meinen Kinderwunsch begraben soll. Aber genau das kann ich nicht. Und das ist das einzige Konstante, egal wie ich mich fühle, den Kinderwunsch aufgeben, dagegen sträubt sich in mir alles.
Kennt ihr das auch? Macht noch jemand diese Phasen durch? Wer kann mir einen Rat geben?

Beitrag von tritratrullalala 02.10.10 - 17:44 Uhr

Hallo,
ich hatte künstliche Befruchtung ganz am Anfang meines Kinderwunsches immer klar augeschlossen - jetzt stehe ich vor der 3. ICSI. Ich habe auch viele Bedenken (bei mir vor allem wegen meines Alters), aber eben auch diesen starken Wunsch, der so groß ist, dass er mich diese anstrengende Behandlung durchstehen lässt. Du bist in einem Alter, wo du dir durchaus Zeit lassen kannst, in dich hinein horchen. Wenn du noch Zeit brauchst, bevor du bereit bist, diesen SChritt zu gehen, dann brauchst du die Zeit eben. Und wenn du zu dem Schluss kommst, dass du das nicht möchtest, dann ist es eben auch so.

Ich weiß nicht, ob ich diesen beschwerlichen Weg der künstlichen Befruchtung gegangen wären, wenn ich schon ein Kind hätte. Schwer zu sagen.

Wie sieht denn dein Mann die Sache?

LG

Beitrag von chilischote 02.10.10 - 17:56 Uhr

Danke für deine Antwort.
Meinen Mann beschäftigt es weniger als mich. Er möchte gerne noch ein Kind, würde sich darüber sehr freuen, aber er kann auch damit leben, wenn wir keines mehr bekommen.
Uns haben sie in der KIWU Klinik gesagt, je jünger wir sind, umso höher ist die Chance, dass es klappt.
Ich hatte auch künstliche Befruchtung klar ausgeschlossen... und jetzt ist es der einzige Weg zum Ziel...
Was wäre bei einem 2. Kind der ausschlaggebende Punkt es nicht zu wagen?

Beitrag von tritratrullalala 02.10.10 - 19:17 Uhr

Klar, wenn du jünger bist, sind die Chancen besser. Aber auf ein Jahr wird es nicht ankommen.

Ich glaube, man kann es rational kaum erklären, warum man es wagt oder warum nicht. Wenn ich rational wäre und in die Statistik gucken würde, würde ich es in meinem Alter lassen. Aber der Wunsch nach einem Kind ist stärker als meine Vernunft und alle vernünftigen Argumente dagegen. Ich empfinde das wie ein Wippe. Auf der einen Seite die Ängste und Fakten, auf der anderen Seite der Wunsch nach einem Kind. Und der wiegt bei mir schwerer. Vielleicht bist du noch nicht an dem Punkt, an dem dein Wunsch so drängend ist, dass er schwerer wiegt als alles andere und die Wippe in Richtung IVF kippt. Vielleicht kommst du auch nie an den Punkt. Aber da kann man keine Pro und Contra Liste schreiben.




Beitrag von firneregiel 02.10.10 - 18:08 Uhr

Hallo chilischote,

mir geht es wie dir. Nach 2 ELSS und der Diagnose verschlossene EL bleibt uns nur noch die IVF. Und auch ich bin am überlegen, ob das einen Sinn hat? Was, wenn die erste IVF nicht klappt? Dann haben wir Geld zum Fenster rausgeschmissen und so locker sitzt das Geld bei uns auch nicht. Der Kinderwunsch bleibt, das ist klar, aber zu welchem Preis? Wir haben jetzt erstmal für ein Jahr eine Pause eingelegt um auch das nötige Geld zu sparen, aber ob es letztendlich dann wirklich auf eine IVF rausläuft wissen wir noch nicht.

Ich wünsch dir viel Glück
firne

Beitrag von stef333 02.10.10 - 18:18 Uhr

Hallo
Ich war in einer ganz ähnlichen Situation wie du , ich habe mich immer vor einer künstlichen gesträubt es erschien mir unnatürlich und ich ging sogar soweit das ich sagte Gott hats nicht gewollt also bleib ich ohne Kinder . Wenn da nicht immer wieder die Zweifel durchgekommen wären irgendwann sind sie eben so stark geworden das ich mich damit beschäftigte und es ernsthaft in erwägung zog efine künstliche Befruchtung machen zu lassen .
Vor 11 Tagen wurden mir zwei befruchtete Eizellen wieder eingesetzt und nun bin ich in der Warteschleife , selbst wenn es nicht geklappt haben sollte, was ich nicht hoffe , bereue ich diesen Schritt nicht denn wenn du erstmal ein gewisses Alter hast ,dann ists zu spät und du wirfst es dir warscheinlich vor das du nich den Versuch gemacht hast . Ich bin 37 und ich möchte nicht noch älter werden ohne ein Kind :-)
Positives Denken ist ein besonders gutes Mittel und man sollte nicht so viel an die Nachteile denken finde ich #liebdrueck
Alles liebe wünsch ich dir

Beitrag von nicoleadriana 02.10.10 - 18:25 Uhr

Wir wollten auch nie eine IVF machen lassen.
Allerdings haben wir bereits ein eigenes, gesundes Kind. ( Das war ein Wunder, dass das geklappt hat)

Der Kinderwunsch nach einem weiteren Kind war aber so stark, dass er immer und immer wieder sich in den Vordergrund schlich- und ich schließlich kaum noch an etwas anderes denken konnte.

Ich habe viele Monate es mit homöphatischen Mitteln probiert, war bei meinem Ffrauenarzt in Behandlung und habe mich schließlich nach vielen Gesprächen in eine Kinderwunschklinik überweisen lassen.

Das höchste unserer damals vorstellbaren Gefühle war eine IUI.

Insgesamt sind es dann aber doch 3 IVF Versuche geworden.
Beim dritten Versuch hat es- Gott sei dank- geklappt.

Ich habe diese Entscheidung bis heute aber nicht bereut.

Beitrag von osterglocke 03.10.10 - 11:49 Uhr

Liebe Chilischote,

Wir hoffen seit 4 Jahren auf Nachwuchs und haben im April erfahren, dass wir vermutlich nur mit einer IVF eine realistische Chance haben #augen. Wir hatten inzwischen wirklich auch Sorge, dass wir einfach weitere Jahre verstreichen lassen und hoffen und hoffen und hoffen und dabei älter werden und dann die Chancen einer künstlichen Befruchtung auch sinken, ist uns doch zu groß. 4 Jahre sind schon eine lange Zeit .

Im September ging es jetzt bei uns mit der IVF los #huepf...

Ich muss echt sagen, dass ich mich erst mit dem Gedanken sehr schwer getan habe und mich jetzt aber freue. Ich möchte einfach in 10 Jahren das Gefühl haben, dass wir alles versucht haben, slebst wenn es dann nicht klappen sollte #zitter...

Die Entscheidungsfindung war bei uns auch ein Prozess, vorallem bei mir. Wir haben uns auch erst mal gesagt wir warten 2009 noch ab und dann gehen wirs an. Mein Mann wollte eigentlich noch schneller eine künstliche Befruchtung machen. Er hat damit weniger Probleme als ich.

Ich bin gerade einfach froh, dass uns geholfen werden kann und dass wir nichts unversucht lassen. So schwer diese Entscheidung auch war...
LG
Osterglocke

Beitrag von chilischote 03.10.10 - 21:38 Uhr

Vielen, vielen Dank euch allen für die lieben Antworten und Gedanken.
Wir, mein Mann und ich haben heute noch einmal über alles gesprochen und uns dazu entschieden eine IVF zu wagen.
Wir wünschen uns noch ein Kind und eine IVF ist unser Weg dazu. Natürlich werden uns immer wieder Zweifel und VORALLEM Ängste überkommen, aber wenns klappen sollte, werden die in den Hintergrund treten.
Und sollte es nicht klappen, haben wir alles versucht.
Wir leben in Italien und haben das große Glück, dass uns hier 3 volle Zyklen gezahlt werden. Versuche, bei denen eingefrorene Eier hergenommen werden, zählen nicht dazu...
Danke euch allen!
Andrea