Immer noch so traurig, und der Partnter geht seinen Alltag nach

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Forum: Frühes Ende

Manche Schwangerschaft geht leider vorzeitig zu Ende. Es kann helfen, sich hier mit anderen über das Erlebte auszutauschen; aber auch Fragen zu medizinischen Themen sind willkommen. Hilfreich können auch diese urbia-Artikel sein: Fehlgeburt und Sternenkinder.

Beitrag von annajung1975 02.10.10 - 23:34 Uhr

Leider muss ich euch nochmal schreiben, weil ich vor Weinen und Schüttelfrost nicht in den Schlaf finde. Und mein Partner Klettern ist. Die letzten Tage war er müde, wollte abends nicht reden, ist auf dem Sofa eingeschlafen.

Bei mir wird Dienstag nun die AS sein. Unser Sternenkind ist wahrscheinlich Anfang dieser Woche 9+ gegangen. Und ich bin so traurig, kann gar nicht "Alltag" leben. Und habe auch Angst vor dem endgültigen Hergeben, der AS.

Schlimm ist für mich, dass mein Partner schimpft, dass der Termin der AS auf einen wichtigen Termin bei ihm fällt, er wollte mich dann nur abholen. Ich schaffe es aber nicht alleine, will Beistand haben. Vielleicht kommt er jetzt widerwillig mit...Das wünscht man sich nicht in dieser Situation. Eigentlich ist er nicht unfeinfühlig, aber in dieser Situation habe ich das Gefühl er spürt nichts. Wirklich nichts.

Auch geht mein Partner normal arbeiten, Donnerstag nach dem ERgebnis bis 19.00, Freitag bis 19.30, heute am Samstag bis 15.00, ich bin mit den 2 Kindern alleine, und heute abend ist er noch "klettern" gegangen. Er meinte, jeder verarbeite es eben anders.

Ich wünsche mir aber jemanden an meiner Seite, der dem komischen Gefühl in mir, die Trauer und Schuld beisteht. Auch bin ich so erschöpft, ich könnte nur schlafen, das geht natürlich mit zwei anderen Kindern nicht.

Ihm ist sein Alltag wichtiger, Arbeiten, Klettern, auch das Verreisen, dann am Donnerstag. Er fährt mit einem Freund auf eine Hochgebiegstour, alles als ob nichts wäre. Und für mich bricht die Welt ein Stück zusammen diese Tage. Vielleicht versteht ihr mich.

Euch liebe Grüße, es tut gut, euch schreiben zu können, die ihr vielleicht ähnliches erlebt/erlebt habt.

Anna

Beitrag von chiqui 02.10.10 - 23:49 Uhr

Hallo Anna,

es tut mir sehr leid was du durchmachen musst.
Vielleicht kann ich dir bezüglich deines Mannes ein bisschen helfen.

Wir waren nach der stillen Geburt von Philip Leandro zusammen bei einem Psychologen- er gezwungenermassen, weil es mir sehr wichtig war.
Der Psychologe hat ganz klar gesagt, dass Männer es ganz anders verarbeiten, eben weil sie in den Alltag schneller als wir zurückkehren müssen. Da ich so schwach bin zur Zeit, muss er quasi die Rolle des Starken übernehmen.
Ausserdem ist es leider so, dass eine Schwangerschaft für Männer erst sehr spät tatsächlich Realität wird. Und so, fällt ihre Trauer wesentlich weniger intensiv aus. Ich will nicht damit sagen, dass es ihnen egal ist, aber es ist sehr viel entfernter also für uns. Der Psychologe sagte mir auch ganz klar, dass die Trauerzeit für ihn auch kürzer sein wird. Mein Mann musste auf Grund seiner Arbeit bereits am Tag nach der Geburt wieder voll arbeiten und ist wieder komplett in seinem Rhytmus- ABER er schaufelt sich Freiräume, damit er bei mir sein kann und ruft auch regelmässig an.
Am Rande bemerkt:
Ich war bei der Geburt bereits in der 23. SSW und hatte ordentlich Bauch. Aber als der Kleine geboren wurde, ist mein Mann zusammengebrochen, weil er zum ersten Mal so richtig realisiert hat, dass da ein richtiges kleines Männlein in meinem Bauch gewachsen ist!

Das dein Mann einen wichtigen Termin nicht verschieben kann, kann ich verstehen, aber ich würde darauf bestehen, dass er sich auch Zeit nimmt, für dich und eure Kinder. Vielleicht redest du nochmal mit ihm und bittest ihn ganz deutlich nicht klettern zu gehen?

Ganz liebe Grüsse und viel Kraft für dich,
Anita

Beitrag von nefer-tari 03.10.10 - 00:23 Uhr

Hallo Anna,

ich denke eher das sich dein Mann in die Arbeit und Freizeit stürtzt um nicht daran erinnert zu werden- das er nun kein drittes mal Papa wird. :-( Denn ich denke ihm tut ews genau so weh- aber Männer verarbeiten es nicht mit weinen und in sich gehen, sondern sie überspielen es und verbergen ihre trauer. Und sie wollen uns auch damit schützen- denn wäre uns geholfen wenn er auch hilflos neben uns sitzen würde? Sie stürzen sich in den Alltag um zu verstehn und verarbeiten. Denn Männer sind eben anders gestrickt als wir - und das ist auch gut so. laß ihm etwas Zeit mit dem reden- und er will auch nur den wichtigen Termin- um dem Ereignis- das sich nicht ändern läßt- aus dem Weg zu gehen. Aber leider geschiet es, ob er dabei ist oder nicht! Fühl und denk dich mal in deinen Mann rein- ich denke du weist es eigentlich schon- den du schreibst ja selber er ist nicht unfeinfühlig. Nimm ihn mal in den Arm und du wirst fühlen wie er im MOment drauf ist- auch er braucht Hilfe und Trost- Nur Männer würden es nie Zugeben!!!! Für ihn ist es nicht einfach den Gedanken zu löschen- bald wieder so einen Kleinen Winzling im Arm zu haben, ein Geschöpf das ihn mal Papa genannt hätte...

Laß ihm Zeit, bzw. euch- ich/wir kenn/en das- wir haben unser Sternenkind am 9.9.10 verloren- auch in der 9SSW.

Laß dich #liebdrueck und viel Kraft.

nefer-tari mit Marc an der Hand und #stern 9SSW.

Beitrag von krtecek 03.10.10 - 02:16 Uhr

hi liebe Anna, du hast bereits zwei unterschiedliche und wirklich gute Antworten bekommen. Ich habe kein kind verloren, erlebe aber exakt wie du ein Trauma und eins habe ich shocn hinter mir..Mein mann sagte nach der ersten SS zu mir: Es tut mir leid, ich konnte es nicht verstehen, weil ich esn icht erlebt habe, ich kann dir nur beistehen..Mit diesem beistehen verstand und versteht er, dass er mir zuhört, wenn ich von Selbstmord gesprochen habe, wenn ich so immens verwezifelt war, dass es nicht mehr auszuhalten war...Ja, dies muss man von einem Partner verlangen können ABER
die Männer (und dies wurde bereits gesagt) sind mit diesem Zeug anders belanstet, sich verarbeiten es anders und sie wollen auch anders darüer sprechen...und es ist nur gut, dass sie anders sind, sonst würde es nicht funtkionieren..das klettern kann so oder so ausgelegt werden...eine Art Traumabearbeitung oder auch eine flucht...es ist aber irre wichtig, dass jemand den Überblick behält, wenn ihr beide gleich betroffen wäret, endest du in der klapse..

für das trösten muss dann zum Teil deine Mama (????), deine beste Freundin oder auch hier sein...

Du schreibst, du hast twei kinder, hast du nicht die möglichkeit alles zu paqcken und zu deiner mama, Verwandten zu fahren, Stück Verantwortung abgeben, damit du nich so überlastet bist ?!?!?

Eins muss ich sagen ist aber unapettitlich..Es war eure gemeinsame SS und zu einer ausschabung sollte dich der partner wortlos begleiten..das ist so eine Grenzerfahrung..
Ich musste am Freitag zu einem Gespräch in die klinik, schon als ich das gebäude betrat, bekam ich sofort herzrasen und fing an zu heulen..und ich sagte klar, dass ich ihm dabei haben will...meine Trauma ist leider noch nicht zu ende..er darf und soll sein normales leben haben, nur bei wichtigen Terminen will und muss ihn dabei haben, das schaffe ich nicht alleine..

bitte, bestimmt Sachen muss man einfordern..und er muss auch bisl sehen, wie alleine fu dich fühlst, man darf nut nit zu viel wollen

Beitrag von francie_und_marc 03.10.10 - 08:20 Uhr

Liebe Anna!

Wie die anderen Mädels schon geschrieben haben sind Männer in der Trauerbewältigung ganz anders wie wir Frauen. Wir schreien und weinen es laut heraus und sie versuchen eher durch den gewohnten Alltag die Trauer zu verarbeiten. Mein Mann war bei der Entbindung im Krankenhaus die ganzen 5 Tage dabei aber als wir nachhause gekommen sind, musste er erstmal raus in den Garten und Holz hacken. Männer sind da eher körperlich und wollen sich verausgaben, damit sie wenigstens für ein paar Minuten den Schmerz vergessen.

Ich kann dir Hannah Lothrop ihr Buch "Gute Hoffnung - jähes Ende" ans Herz legen. Darin ist nochmal beschrieben wie unterschiedlich Männer und Frauen mit solchen Schicksalsschlägen umgehen.

Liebe Grüße Franca mit Marc an der Hand und Marten in der 21. SSW am 19.09.2010 still geboren tief im #herzlich

Beitrag von cassynick 03.10.10 - 09:26 Uhr

Hmm dann gibt es doch noch Ausnahmen,als ich meins verlor,kam mein freund sofort nach hause und wahr da! er wahr auch sehr traurig und nahm sich auch den nächsten tag für uns frei und kümmerte sich um micht, ich glaube dann diese art von verständniss findet man selten.

Beitrag von annajung1975 03.10.10 - 10:08 Uhr

Danke für eure lieben Antworten! Irgendwie tröstet mich das aber leider nicht richtig. Beistand, sei es auch zeitlich 1- oder 2 Abende nach der Diagnose für den Partner da sein, das wäre mir so wichtig gewesen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, anzubieten zur AS mitzukommen?

Und ich hatte es auch gesagt, er solle bitte nicht klettern. Er meint, ich hänge da ja richtig durch. Da müsse ich mich nicht wundern. Daran sehe ich auch die Einstellung, und fühle mit all den Vorwürfen, ich würde ihn zeitlich belegen mit der AS, wie wenig es ihn berührt. Zum Klettern ist er , weil ihm der Rücken weh tat, er pflegt also seinen Körper, wo mir nur zum Heulen ist.

Sicher habt ihr recht, er geht anders damit um. Aber ich glaube, er hat das alles gar nicht realisiert, und will es auch nicht. Schön fände ich es, wenn man durch schwere Zeiten aber zusammen durchgeht.

Also Danke für eure Antworten, und es war sicher einiges dabei, was mir geholfen hat. Familie zum Anlehnen habe ich leider nicht mehr. Außer einer Schwester, weit weg.Die Freunde haben sich nun am Wochenende Freitag abend und Samstag mit eigenen FAmilien/Aktivitäten auch nicht mehr gemeldet/zurückgerufen. Ab nächster Woche will ich aber einige Beratungstermine annehmen!

Euch alles Gute, und nochmal Danke für die Zeit,eurer Ohr und die Ratschläge.

Anna

Beitrag von chiqui 03.10.10 - 14:38 Uhr

Liebe Anna,

oje, das ist nicht schön. Ich muss auch sagen, dass als es klar war, dass die Schwangerschaft nicht zu halten war, ich meinen Mann am Donnerstag in der Früh ins KH gerufen habe und er bis m nächsten Morgen nicht von meiner Seite wich. Die schwersten Stunden war er anwesend. Anders hätte ich es nicht geschafft.

Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich deine Freunde nicht verstehe- für mich sind das keine Freunde.
Ich habe zwei Freundinnen, die sofort Gewehr bei Fuss standen, obwohl sie auch sehr viele Verpflichtungen haben.
Bei Frauenworte.de findest du eine Notfallnummer die frau jederzeit anrufen kann, wenn sie Hilfe oder ein offenes Ohr benötigt. (bitte, es soll jetzt keine Schleichwerbung, sondern eine ernstgemeinte Hilfestellung sein)
Darf ich fragen, ob dein Sternchen wirklich von euch beiden gewollt war? Sein Verhalten ist insofern befremdlich, dass er sich komplett von deiner Schwangerschaft distanziert.

Liebe Grüsse
Anita

Beitrag von nefer-tari 03.10.10 - 22:38 Uhr

Hallo Anna,

ich möchte dir Mut geben und laß den Kopf nicht hängen. Ich kenn dich zwar nicht, aber ich kann gut nach voll ziehen wie es dir geht. Ich hatte in meinen Leben schon sehr viele schwierige Situationen, auch eine sehr lebendsbedrohliche, aber ich hab immer Kraft aus allem gezogen und mich nie unterkriegen lassen. Mit meinem Mann hab ich dann auch viele Situationen erlebt, die uns viel Kraft abverlangt haben, aber wir sind gemeinsam aus diesen Dingen gestärkt heraus gegangen. Auch die AS war keine einfache Zeit. Statt seine ersten Herztöne zu sehen, von unsrem Krümel, sah mein Mann ein Kleines Wesen,desen herz nicht mehr schlug. Er war bei mir, stand mir bei. Aber auch brauchte danach 1-2 Tage um die Gefühle für sich zu ordnen. Wir spachen darüber und ich kenn ihn- damit ich weis wie er "tickt". Männer sind deshalb nicht gefühlskalt- im Gegenteil. WIr haben ein Kind und möchten gern noch ein zweites. Daher werden wir bald wieder üben- auch darüber haben wir gesprochen. Vielleicht vergißt oder verliert man manchmal das "miteinander reden" aus den Augen. Weil der Alltag uns hat, die Familie, KInder und der Haushalt uns einhollen und fordern. Dabei bleibt die Partnerschaft manchmal auf der Strecke, das dann einem auffällt- wenn es Schwierig wird.
Ich möchte dir Mut und Stärke geben und laß dich in Gedanken in der Arm nehmen. Gib ihm eine Chance, und frag ihn nochmal wegen Dienstag. Sag ihm auch wie es in dir aussieht und wie wichtig es für dich bzw. euch ist- das gemeinsam durch zu stehn. Ihr habt bestimmt schon viel Schönes zusammen erlebt- erinnere ihn daran- und auch daran- das eben auch nicht so schöne Seiten im Leben zu einem "WIR" gehören.
...und du bist nicht allein- ich bin- wie viele hier in Gedanken bei dir, denn wir wisssen wie es ist....
...wenn du möchtest schreib mir einfach wieder- würd mich freuen...
#liebdrueck nefer-tari

Beitrag von nefer-tari 05.10.10 - 07:59 Uhr

Hallo Anna,

ich wünsch dir heute und die kommenden Tage viel Kraft. Ich hoffe der Termin geht/ging bei dir schnell über die Bühne (ich mußte im KH ewig warten- wegen Notfall). Also laß dich ganz fest#liebdrueck und du bist nicht allein...

Ganz liebe Grüße nefer--tari

Beitrag von schachti2005 03.10.10 - 10:41 Uhr

Hallo!


Ich habe am Freitag auch die Nachricht erhalten, dass unser Wurm uns in der 10.SSW verlassen hat.
Ich habe es gespürt, bin deshalb zu meiner FÄ. Und sie konnte es nur bestätigen.

Mein Mann war auch kurz geschockt, geht am Dienstag allerdings mit zur Ausschabung. Nimmt sich für morgen und übermorgen frei.

Aber weisst du. Er saß Freitag abend hier, hat seinen Schreibtisch aufgeräumt und dabei Musik zum Mitpfeifen angehört. Was er dann auch tat. Für den ersten Moment war ich auch geschockt.
Aber er erklärte mir, er könne nicht anders. Die Schwangerschaft war ja noch nicht so weit fortgeschritten, er konnte das Kind nicht spüren...
Für mich nun auch Verständlich.

Wünsche dir für Dienstag, dass du alles schnell und gut überstehst.



LG Sandy

Beitrag von haseundmaus 03.10.10 - 12:19 Uhr

Hallo!

Ich verstehe dich.

Wir haben unsere Zwillinge vor über drei Jahren gehen lassen müssen in der 25. Woche und auch wenn wir zwischenzeitlich wieder ein Kind bekommen haben, bin ich immer noch täglich mit den Erinnerungen beschäftigt. Mein Freund war damals zwar auch sehr traurig, aber nach kurzer Zeit drehte sich die Welt für ihn anscheinend auch ganz normal weiter. Seither wurde darüber auch nicht mehr geredet. Außer wenns um die Grabgestaltung geht jeden Herbst und jeden Frühling. Sonst wirds totgeschwiegen und mich belastet das sehr. Ich würde gerne über unsere Zwillinge reden, aber ich habe das Gefühl, er will das nicht und damit muss ich leben. Aber wir reden sowieso nicht mehr viel, ich glaube, dass dieses Erlebnis irgendwie doch einiges zerstört hat hier bei uns, wobei ich anfangs dachte es würde uns mehr zusammenschweißen.

Klar, Männer scheinen sowas anders zu verarbeiten. Sie machen vieles mit sich selber aus. Oder eben gar nicht, schieben das beiseite und meinen, Probleme und Sorgen lösen sich in Luft auf. So ist das jedenfalls bei meinem Freund, so generell.

Alles Gute!

Manja

Beitrag von annajung1975 05.10.10 - 17:45 Uhr

Es tut mir so so leid, was Du erleben musstest. Dagegen ist mein frühes Ende schon sehr sehr früh uns sicher mit weit weniger Leid, Schmerz und Trauer! Sehr bewundere ich, wie Du deinen Weg mehr oder weniger ohne gemeinsame Trauerarbeit gehen kannst. Mir fällt das gerade sehr schwer.

Es freut mich aber sehr in Deiner Visitenkarte von einer kleinen Tochter zu lesen! Sicher schenkt Sie Dir viel Lebensfreude.

Mich macht zusätzlich traurig, dass es ziemlich sicher meine letzte SW gewesen ist. Aber ich kann froh sein zwei gesunde Kinder zu haben. Dieses Kind habe ich nun heute aber gehen lassen müssen.

Alles alles Gute, euch allen, Anna

Beitrag von 8sonzel1978 03.10.10 - 21:24 Uhr

Hallo,

ich hatte eine FG in der 9. Woche am 23.9.10. Brauchte keine AS, sondern durfte es zuhause hinter mich bringen. Mein Mann hat, als er erfahren hat, dass unser Baby tot ist, geweint und es tat ihm wirklich weh. Aber der Abgang ist nun 12 Tage her und er ist schon lange wieder in seinem Alltag und für ihn ist die Sache erledigt. Es sagt, dass es zwar traurig ist, aber nun nicht mehr zu ändern ist und für ihn ist das Vergangene erledigt. Für mich nicht. Aber wie gesagt Frauen und Männer denken leider anders. Mein Mann war als ich den Abgang hatte auch beim arbeiten und er konnte nicht frei nehmen. Habe ihm gestern vorgeworfen, warum er nicht mehr drüber redet und wie es für ihn schon erledigt sein kann... ich tat mir weh. Aber Männer ticken anders.... Er denkt an die Zukunft, ich häng an der noch frischen Vergangenheit.

Wünsche Dir viel Kraft und alles Gute

Sonja

Beitrag von tamriell 04.10.10 - 05:30 Uhr

Liebe Anna,

fühl Dich ganz lieb #liebdrueck. Ich kann dich so gut verstehn. Ich habe Deinen Beitrag gelesen und musste an unterschiedliche Situationen bei uns denken, nachdem ich am 30.07.2010 unseren Anthony in der 21. SSW still zur Welt bringen musste.

Auch ich hatte mit meinem Schatz Gespräche, nach denen ich echt #schock#schock#schock war und zeitweise auch noch bin.

Wie hier alle schon gesagt haben, Männer ticken einfach anders, so schwer wie das ist in einer solchen Situation ist.

Aber gib die Hoffnung nicht auf - vielleicht kommt er zur Vernunft.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft.

LG, Sabine

Beitrag von sandblumen 04.10.10 - 08:58 Uhr

Hallo Anna, vielleicht versucht er es so zu verarbeiten. Ging mir auch so beschießen, meiner hat seine trauer mit Arbeit ertränkt.
ich konnte das erst nicht verstehn, bis er mir gesagt hat er wollte mich nicht belsten mit seiner traurigkeit.
ich habe ihm gesagt das es für mich aus sah als wäre ihm das egal.
Männer wollen immer stark sein ,liegt an der Erziehung. LG Micha#winke