Marklergebühren fällig, ja oder nein?

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Beitrag von nila76 03.10.10 - 13:40 Uhr

Hallo zusammen,
vielleicht kennt sich hier der eine oder andere etwas aus.
Wir haben uns heute folgende Frage gestellt:
Kann das Marklerbüro eine Provision verlangen ja oder nein?

Sachverhalt:

Wir gedenken uns ein Haus zu kaufen. Bei unserer Suche sind wir im Internet auf eine Immobilie gestoßen, die uns zusagen könnte.

Das Haus wird gleich von 4-5 Markleragenturen geführt. Hatte eine Agentur angeschrieben, sie mögen uns das Expose per Mail mal zuschicken.

Am selben Tag sagte uns eine Bekannte, das in dem Ortsteil wo wir suchen, in einem Fenster ein Verkaufenschild mit Nummer steht (also von privat). Nun sind wir dahin gefahren, haben es uns angeschaut (nur von außen), haben angerufen und für Di einen Termin gemacht (mit den Privatleuten).
Nun seh ich abends, dass das Haus, von dem ich das Expose angefordert habe, genau jenes ist. Wußte ich vorher nicht, da nur Bilder von Innen und vom Hof zu sehen waren.

Meine Bekannte meinte daraufhin, das die das wohl aus Verzweifelung (sie wollen es aus Altersgründen verkaufen- Kinder aus dem Haus, Haus viel zu groß für 2-), weil sie es privat nicht verkauft bekommen haben, eben auch den diversen Marklern erlaubt haben, in ihr Programm mit aufzunehmen.

Mein Vater ist nun der Ansicht, auch wenn wir mit denen privat verhandeln, müssten wir die Provision an das Maklerbüro zahlen, einfach, weil die uns ein Expose davon zugeschickt haben.
Ich wiederum seh das ganz anders. Ersten konnte ich nicht wissen, dass es genau das Haus ist, zweitens bin ich mit dem Makler keinen Vertrag eingegangen. Für mich ist das reine Zusenden eines Exposes noch keine Verkaufsvermittlung.

Hat jemand schonmal mit sowas Erfahrungen gemacht? Wir würden uns natürlich die Gebühr von fast 5 % gerne sparen, nehmen ja auch keine weiteren Dienste des Büros in Anspruch.

Wäre über ein paar Meinungen dankbar..steh da grad auf dem Schlauch.

Viele Grüße
Nicole

Beitrag von netthex 03.10.10 - 13:43 Uhr

also wenn ihr das Haus über den Makler kauft und unterschrieben habt
müsst ihr zahlen
kauft ihr privat über die Eigentümer > nein !

Beitrag von sini60 03.10.10 - 14:02 Uhr

Wenn das so einfach wäre, würde man sich doch nur von Maklern darüber informieren lassen, welche Häuser verkauft werden und dann alles privat mit dem Verkäufer machen.

Beitrag von nineeleven 03.10.10 - 14:01 Uhr

Hallo,

wie mein Vorschreiber schon geschrieben hat, musst du mit dem Makler einen Vorvertrag machen damit er von euch die Provision einfordern kann. Diese ist dann bei Beurkundung des notariellen Kaufvertrages fällig.

Die Provision wird nur wegen dem Übersenden des Exposés nicht fällig.

ABER: wenn der Verkäufer einen Vertrag mit dem Makler hat solltet ihr euch beim Verkäufer erkundigen. DENN der Makler hat die Möglichkeit die Provision auf den Käufer zu übertragen auch wenn der den Auftrag vom Verkäufer hat. Aus nem Maklervertrag kommt man nicht so ohne weiteres raus.

LG

Beitrag von nila76 03.10.10 - 14:08 Uhr

Hallo,
das hieße dann ja aber, dass alle 4 oder 5 Maklerfirmen einen Anspruch auf Provision hätten? So wie ich das verstanden habe (aber da werd ich am Dienstag nochmal genau nachfragen) haben die wohl keine explizieten Verträge mit denen geschlossen, und sich das Recht vorbehalten, das Haus auch weiterhin privat anbieten zu dürfen. Aber da muss ich mich schlau machen!
LG

Beitrag von bu83 03.10.10 - 14:13 Uhr

juhu,

nein eine Maklerprovision wird erst fällig wenn du das Haus kaufst. Nur durch das Zusenden bekommst du keine Rechnung ;-) Dann müßten wir schon einigen Maklern Geld bezahlen und das ist nciht der fall.

lg bu

Beitrag von nila76 03.10.10 - 14:31 Uhr

Huhu zurück..
darum geht es ja grade..wir haben zwar das Expose zugeschickt bekommen, machen aber mit der Maklerin keine Termine, keine Telefonate oder sonstiges, eben weil wir festgestellt haben, dass es das selbe Haus ist, was wir auch privat gefunden haben und auch schon die Eigentümer kontaktiert haben.

Sollten wir nun also das Haus kaufen, ja nicht, weil wir es über den Makler gefunden haben, oder gar weil die für uns irgendwas organisiert hätten.

Trotzdem stellt sich uns die Frage, ob der Makler Ansprüche stellen könnte.
Wenn das Haus nämlich von innen so ist, wie wir vermuten (durch die Beschreibung unserer Bekannten, die sich das auch angeschaut hatten - aber nicht gekauft haben - einfach weil sie andere Ansprüche haben), dann ist ein Kauf sehr warscheinlich. Je nachdem was noch der Baubegutachter sagt.
LG Nicole

Beitrag von mm71 03.10.10 - 14:56 Uhr

Hallo,

ich glaube es ist so:

Um Provision zu bekommen müsste der Makler in Eurem Fall den Nachweis erbracht haben, d.h. er müsste Euch das Haus mit Anschrift sowie den Verkäufer benennen (also im Exposé aufführen). Somit hättet Ihr die Möglichkeit Kontakt zum Eigentümer herzustellen und der Makler hätte einen Anspruch auf Provision. Auch wenn das in Eurem Fall nicht so war, hätte der Makler dann wahrscheinlich einen Anspruch, da Ihr ja wahrscheinlich nicht nachweisen könnt, dass der Kontakt zum Eigentümer schon vor Erhalt des Exposés bestand.

Sollte der Makler den Namen des Verkäufers nicht genannt haben, solltet Ihr evt. Vorkenntnis geltend machen. D.h. den Makler darüber informieren, dass Euch das Haus und die Verkäufer bereits bekannt sind.
Guckt mal in die AGBs des Maklers, ob nicht ein Passus zur Vorkenntnis enthalten ist.

Gruß

Monika

Beitrag von anarchie 03.10.10 - 15:50 Uhr

Öhm...


meines Wissens muss man zahlen, wenn einem der makler die Kontaktdaten mitgeteilt hat...

Allerdings , wenn ihr nachweisen könnt, dass ihr da angerufen habt BEVOR ihr das Exposee hattet, DANN kann er nichts verlangen..


lg

melaniue

Beitrag von wasteline 03.10.10 - 18:30 Uhr

Das sagt das Maklerrecht dazu

http://www.verbraucherzentrale-bremen.de/beratung/verbraucherrecht/maklerrecht-info.html

Beitrag von nila76 03.10.10 - 20:32 Uhr

Dankeschön..
Ich selber habe durch einiges googlen jetzt auch noch rausfinden können, dass alleine durch die Zusendung eines Exposes kein Vertrag zustande kommt. Erst wenn wir auf Grund dessen, die Maklerfirma beauftragen weiter tätig zu sein (Besuchstermin, Verhandlungen usw.), erst dann hat er Anspruch auf die Provision. In dem Expose war zwar die Adresse, aber kein Name und auch keine Nummer genannt, aber wie gesagt, die Info hatten wir auch vorher schon, und dass könnte ja meine Freundin zur Not auch vor Gericht aussagen. Naja, das Telefonat mit den Eigentümern war am Sa. Am selben Tag haben wir auch das Expose zugeschickt bekommen, ich habe die Mails aber erst abends gelesen.
Ich denke nicht das die nun aus sowas einen Anspruch formen können, aber man weiß ja nie.
Ich habe kein Problem damit Maklergebühren zu bezahlen, wenn denn einer für mich wirklich tätig wird, jeder soll für seine Arbeit entlohnt werden.
Aber in unserem Fall jetzt würde ich das halt nicht einsehen, Geld für nix zu bekommen.
Blöd halt, wenn die mit irgendeiner Firma nen Exclusiv-Vertrag geschlossen haben, aber genaus das haben sie meines Wissens nicht, eben um sich das Recht vorzubehalten, das Haus auch privat verkaufen zu können.
Wir lassen es jetzt einfach darauf ankommen. Jedenfalls werde ich mich nicht mehr bei der Maklerin melden, und wenn sie sich meldet, werde ich sagen, dass wir kein Interesse an einer Vermittlungstätigkeit haben, sie für uns also nicht tätig werden müssen.
Einen schönen Abend
LG Nicole

Beitrag von kloos 04.10.10 - 08:09 Uhr

Es kommt auf den Vertrag an, das der Verkäufer mit dem Makler abgeschloßen hat.


Bei uns war es so, wenn wir privat verkauft hätten, müssten wir nur 1% Provision an Markler zahlen......sonst 3%. So wurde der Vertrag mit Makler abgeschloßen.

Fragt doch den Verkäufer.



Gruß,

kloos