Ich finde es besser,das der kleine bei sein Vater lebt!

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von dagmar1978 03.10.10 - 19:23 Uhr

Hallo,ich bin seit 2 Jahren alleinerz.Mutter von drei kindern.
Die große ist 13,die mittlere 10 und der kleine 3,5 Jahre alt!Die großen stammen aus erste Ehe,kein Kontakt zum Vater,weil er sich über jahre nicht mehr gemeldet hat.Der kleine geht alle 14 Tage zu sein Vater,und an manchen Feiertagen,wie 1 Woche in den Sommerferien!
Meine große steckt gerade in der Pupertät,ist mega schwierig,ist auch versetzunggefährdet in der Schule,zur Schule musste ich auch schon ein paar mal wegen ein paar schwierigkeiten!
Der kleine tickt derzeit aus,schlägt mit alles was er zur Hand kriegt auf uns zu.Hört auf keine Befehle mehr,also auf kein Nein,schreit rum,und alles muss nach seiner Nase gehn,schick ich ihn auf sein Zimmer,schlägt er nur,zieht mich in den Haaren und beisst mich.Das macht er schon Wochenlang!
Überhaupt braucht er den ganzen Tag meine Aufmerksamkeit,so das ich nur abends Zeit für die Mädels habe,und mit den Haushaufgaben üben kann etc.das alles nach 20h,und um 22h hab ich endlich mal Zeit für mich,und dann bin ich so platt das ich spät.um 23h einschlafe.Also 1 std.am Abend für mich!Der kleine geht zwa bis 13h im Kiga,aber selbst beim abholen macht er schon Terror,und er war immer jemand der viel beschäftigung braucht,ich muss jeden tag bei wind und Wetter mit ihn raus,Spielplatz,Fußballspielen etc,sonst wird er verrückt in der Wohnung!Das seit er 1 Jahr ist,daher ich bin mit den Kräften am Ende,und es ist kein Phase so ist er.Er kann sich nicht allein beschäftigen.Es muss sich alles um ihn drehn.Und falls die Frage kommt,nein ich habe niemanden,wem ich den mal bringen kann,bin ganz allein,zumal hält es keiner mit ihn lange aus,selbst bei sein Vater und Oma ist er so.Treff mich kaum noch mit Leuten,weil ich mich mit ihn nirgends hin traue,und hilfe von Carritas und Jugendamt hab ich auch in Anspruch genommen,selbst die raten mir,ob es vieleicht besser ist,ihn zu sein Papa zu geben,die haben ja dann auch noch die Oma da,Oma ist Väterlichseits...So kann ich mich auch wieder um die Mädels kümmern,und komme selber mal zur Ruhe,ich liebe ihn,aber ich bin fix und alle,den Gedanken habe ich übrigens schon seit 2 Jahren.Und der Papa hat keine weiteren Kinder,und hat ne Arbeitszeit bis 16h,und ich bin ab den 1.11 auch beschäftigt vom Arbeitsamt bis 15h.Das würde ich nie packen.Ich würde ihn dann ja alle 14 tage zu mir holen und in den ferien.Aber ich glaube so ist es das beste für uns alle,er hat da seine Beschäftigung,weil er die ja so viel braucht.
Was meint ihr?

Beitrag von jeanie25 03.10.10 - 19:33 Uhr

Hallo,

das ist allein die Entscheidung von dir und deinem Ex-Mann! Da würd ich mir auch von niemanden ein schlechtes Gewissen oder sonstwas einreden lassen.

Ich persönlich könnte es nicht. Aber wenn es bei euch die beste Lösung ist, deine Mädels und du dadurch etwas zur Ruhe kommen und es dem Kleinen beim Papa gut geht, warum nicht?

Beitrag von dagmar1978 03.10.10 - 20:08 Uhr

Den Vater habe ich ja noch nicht gefragt,weil es bisher nur ein Gedanke war,abe rnun möchte ich es ja umsetzen,und da er die hälfte des Sorgerechts hat,und auch noch Hilfe seine mutter,die Oma,die nicht arbeitet,hoffe ich das er zustimmt!

Beitrag von jeanie25 03.10.10 - 20:24 Uhr

Dann sprich mal in Ruhe mit ihm. Wenn du das alles so schilderst wird er sicher verständniss haben. Was denkst du, wie würde es dein SOhn finden?

Ist ja auch wichtig, nicht das er dann dort leidet und seine Mami ganz doll vermisst.

Beitrag von dagmar1978 03.10.10 - 20:39 Uhr

Er würde lieber hier bleiben,aber ich bin ja labil,und schaffe das alleine nicht mehr,und ich würde ihn ja so oft wie es geht zu mir holen.Damit er sieht das ich ihn lieb habe.

Beitrag von jeanie25 03.10.10 - 20:43 Uhr

Hmm, schwierige Situation.

Red erstmal mit deinem Ex das ihr eine gute Regelung findet, dür dich und den Kleinen.

Wünsch dir alles Gute!

Beitrag von nele27 03.10.10 - 21:16 Uhr

Hi,

ich bin grundsätzlich der Meinung, dass beide Elternteile gleich wertvoll für ein Kind sind und die Mutter nicht automatisch das Kind nehmen muss/sollte.

Aber - falls er zustimmt und ihr das so machen wollt - sehe ich die Schwierigkeit, dass er sich abgeschoben fühlen könnte. Er lebt bei Dir, merkt ja auch, dass Du mit den anderen beiden Stress hast und jetzt muss er weg (aus seiner Sicht).
Wenn Ihr es irgendwie hinbekommen könnt, genau DIESEN Eindruck zu vermeiden, geht es vielleicht.

Naja, aber erstmal mit dem Vater reden, ob er das auch so will...

LG, Nele

Beitrag von kruemlschen 04.10.10 - 09:37 Uhr

Wahrscheinlich ist es wirklich das Beste Du gibst den Jungen zu seinem Vater.

Für Dich ist das Kind ja offensichtlich ein Störfaktor und Du bist nicht im Stande ihn richtig zu erziehen, da kann es gut sein dass er bei seinem Vater besser aufgehoben ist.

Vllt. solltest Du aber auch mal über Dich und Deine "Erziehung" nachdenken anstatt die "Schuld" für sein Verhalten bei Deinem 3,5 Jahre! altem Sohn zu suchen.

Du scheinst mir nicht sehr stabil zu sein.

K.

Beitrag von schullek 04.10.10 - 11:38 Uhr

hallo,

generell finde ich es völlig ok, wenn das kind beim vater lebt, sofern beide eine ausreichend liebevolle beziehung haben. dein kind allerdings sieht den vater nur alle 2 wochen. seit er klein ist. für ihn ist sein zu hause also definitiv nur bei dir.
und so wie du das ganze beschreibst, suchst du eigentlich nicht das beste für deinen sohn, sondern das beste für dich. ich lese schon deine erschöpfung raus. aber ist dir mal der gedanke gekommen, dass dein kin völlig normal ist un nur du überfordert bist? klar ist es anstrengend allein mit 3 kindern, aber du bist ihre mutter und solltest dich auch so verhalten.

wie wäre es erst einmal damit den vater mehr einzuspannen? er könnte ihn nicht nur alle 2 wochen haben, sondern auch unter der woche 2 nachmittage betreuen. das würde dir doch schon einiges helfen, oder? wenn du wieder arbeiten gehst, dann geht er bis 16.00 uhr in den kiga udn der papa könnte ihn von dort abholen, den nachmittag verbringen udn ihn abends nach hause bringen. so wäre allen geholfen.

lg

Beitrag von andreagr 05.10.10 - 21:09 Uhr

Hallo,

also ich kann dir zwar nicht wirklich helfen, doch kann ich ja mal schildern wie es bei uns ist...

Mein Sohn ist 4 Jahre und die Große fast 10. Ich habe mich vor 1 1/2 Jahren von meinem Freund getrennt. Wegen meiner Schichtarbeit die ich bis vor Kurzem noch hatte, waren die Kinder größtenteils bei ihm oder er war bei mir und kümmerte sich um die Mäuse bis ich gegen 22:15 Uhr nach Hause kam, damit ich sie dann wenigstens noch Morgens sehen kann bevor sie in die Schule und Kita gehen.

Das war eine verdammt harte Zeit für mich und ich saß abends oft allein in meiner Wohnung und habe sehr viele Tränen vergossen und auch viel darüber nachgedacht den Job zu schmeißen um wieder mehr für meine Kinder da zu sein, ich fühlte mich schon als schlechte Mutter und fühlte mich echt mies. Für die Kids war es anfangs auch nicht leicht, doch hatten sie sich irgendwann an die neue Situation gewöhnt


Naja im Juli wurde ich dann gekündigt (viel länger hätte ich das so auch nciht ausgehalten und wäre freiwillig gegangen):-[, bin vor kurzem zu meinem neuen Freund (mit dem ich schon einige Monate zusammen bin) gezogen von Berlin nach Oranienburg. Hab meine Tochter zu mir geholt, und meinen Sohn musste ich leider beim Vater lassen weil wir das gemeinsame Sorgerecht und Aufenthaltsbestimmungsrecht hatten...ich war so blöd und hab im April zugestimmt das der Kleine beim Vater gemeldet sein kann und er auch das Kindergeld für ihn bekommt. Die Kinder waren ja schon so lange überwiegend bei ihm und ich hätte den Kleinen dann auch noch aus seinem gewohnten Umfeld reißen müssen. Es ist schon für meine Tochter nicht leicht...aber ich merke seitdem sie bei mir ist, ist es für mich noch viel schlimmer,ich vermisse meinen kleinen Schatz so sehr und bin einfach nur noch ein Wrack, keine Arbeit, neues Zuhause wo ich niemanden kenne, mein Sohn nicht bei mir....ich bin jeden Tag am heulen! Auch wenn ich damals oft überfordert war mit beiden Kindern, um so mehr bereue ich es jetzt wie alles ist. Ich habe als Mutter einfach nur versagt und hoffe so sehr darauf das mein Sohn irgendwann von allein sagt, er möchte bei seiner Mami wohnen ...ich muss schon wieder heulen während ich das schreibe, es tut so verdammt weh!!!!! :-(#schmoll

Mein Sohn war auch von Anfang an ein sehr aktives Baby und musste immer unterhalten werden, konnte nie still sitzen als er größer wurde und es waren schon Anzeichen von ADS vorhanden, aber ich habe festgestellt, das er die letzten Monate ruhiger geworden ist und ich jeden Augenblick so sehr genieße mit ihm. Glaub mir es kommen auch wieder bessere zeiten...

Bitte überdenke das nochmal was du da vorhast und überlege ob du nicht vielleicht irgendwas ändern kannst in eurem Alltag. Und versetz dich mal in die Lage des Kindes, er möchte doch gar nicht zu seinem Vater, bei dir ist sein Zuhause und da hat er seine Geschwister...versuche den Vater mehr zu integrieren, so das du etwas mehr Zeit für dich und die Großen hast.

Ich wünsche euch jedenfalls alles Liebe

Gruß Andrea