Nachmittagsunterricht in der Grundschule

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von sopherl2211 03.10.10 - 19:51 Uhr

Hi, meine Tochter ist in der zweiten Klasse und hat eine Stunde am Nachmittag Unterricht. Wollte mal fragen ob das in anderen Schulen auch ist. Bin im Elternbeirat und diese Stunde am Nachmittag gibt glaub ich noch Probleme. Wie ist das bei Euch? LG Claudia

Beitrag von arkti 03.10.10 - 19:56 Uhr

Warum sollte das Probleme geben?
Schule geht vor Hobby und sonstigem.

Beitrag von dominiksmami 03.10.10 - 19:56 Uhr

Huhu,

ich selber wohne in den Niederlanden, hier geht der reguläre Grundschulunterricht ohnehin bis 14:30 oder 15 Uhr.

Von meiner besten Freundin weiß ich aber das ihre Tochter lediglich zweimal die Woche eine Stunde nachmittags Unterricht hat.

lg

Andrea

Beitrag von dore1977 03.10.10 - 20:09 Uhr

Hallo,

was ist den Nachmittag für Dich ? Meine Tochter ist auch in der zweiten Klasse und die Schule geht jeden Tag bis 14.30Uhr sie macht dort allerdings auch ihre Hausaufgaben. An einem Tag geht sie sogar bis 16 Uhr in der Schule da sie noch zur Mathe AG geht.

LG dore

Beitrag von gemela 03.10.10 - 20:10 Uhr

Hallo,

also bei uns ist es so, dass die Erst- und Zweitklässler einen Tag Nachmittagsschule haben. Der Tag sieht so aus:
von 8:40Uhr bis 12.25Uhr Schule, 12.30Uhr bis 14.10Uhr Mittagessen + Betreuung in der Kernzeit, von 14.15Uhr bis 15.45Uhr wieder Unterricht.

Grüßle, Grit

Beitrag von tauchmaus01 03.10.10 - 20:54 Uhr

Nein, zum Glück nicht. Wir dürfen Nachmittags noch selber entscheiden wie wir den Tag gestalten.
Würde mein Kind auch nicht auf eine Grundschule schicken die Nachmittags Untericht hat.
Leider richten sich die Hobbys ja nicht nach der Schule.
Das geht hier erst ab der Oberstufe los.Und dann auch nur einmal die Woche soweit ich weiß.

Mona

Beitrag von dominiksmami 03.10.10 - 22:43 Uhr

HUhu,

wenns normal ist das Nachmittags unterrichtet wird, dann richten sich sehr wohl die Hobbies nach der Schule, funktioniert hier ja wunderbar.

Was man hier nicht vergessen darf ist das die Kinder z.B. bis Gruppe 5 überhaupt keine Hausaufgaben kennen, wenn also um 14:30 die Schule aus ist...haben die Kinder definitiv Feierabend!

Finde ich persönlich viel schöner, als nach Hause zu kommen und dann doch wieder arbeiten zu müsssen.

Aber...so lange Deutschland da so halbseiden dran rumpfuscht, würde ich mein Kind dort wahrscheinlich auch nicht zu einer Ganztagsschule schicken *nick*

lg

Andrea

Beitrag von tauchmaus01 04.10.10 - 17:38 Uhr

Meine Tochter kommt gegen 12 nach Hause, während ich koche macht sie total entspannt ihre Hausaufgaben die nach 20 Minuten fertig sind.
12:30 ist dann meist alles erledigt und wie essen gemeinsam.

Es sollte im Ermessen der Eltern liegen ob die Kinder bis Nachmittags in der Schule sind oder nicht.
Wir gehen gerne nach der Schule im Winter ne Stunde Skifahren und machen uns noch einen schönen Tag solange es HELL ist.

Mona

Beitrag von marysa1705 03.10.10 - 22:04 Uhr

Hallo,

wir leben in der Schweiz und unser Sohn hat in der ersten Klasse bereits zwei Mal nachmittags Unterricht. Das ist hier ganz normal so. Und Hausaufgaben gibt es natürlich trotzdem.

Ich glaube, ihr seid da einfach ein bisschen "verwöhnt"... ;-)

LG Sabrina

Beitrag von jazzbassist 03.10.10 - 23:12 Uhr

Grundschule ging bei uns von 8 Uhr bis 12:30 Uhr. Wobei danach noch mal so um die 15 Minuten für die Hausaufgaben drauf gegangen sind; ganz ganz selten mal länger. Mittlerweile (zumindest Hörensagen) variiert die Anfangszeit zwischen 7:45 und 8:30 Uhr (das Ende entsprechend dann ebenfalls). Nachmittags waren nur freiwillige Veranstaltungen (Blockflöte und so `nen Kram). Wir hätten unseren Sohn wahrscheinlich auch nicht auf eine Grundschule gelassen, wo es - z.B. wie bei gemela - Tage gibt, wo die Kinder von 8.40 bis 15:45 Uhr in der Schule bleiben müssen. Wo bleibt denn da dann die Kindheit und das Familienleben? Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein 6-7-Jähriges Kind, dass um 8:40 Uhr zur Schule erscheint, um 15:00 Uhr noch irgendetwas brauchbares vom Unterricht mitnehmen kann. Und, bevor die dann da Bastelstunden oder Musik oder Sport veranstalten, kann man die Kids m.E. auch nach Hause lassen und sie ihre Freizeit selbst gestalten lassen.

Beitrag von dominiksmami 04.10.10 - 09:42 Uhr

Huhu,

ja bei uns war das damals auch noch so das ich maximal 10 bis 15 Minuten an den Hausaufgaben gesessen habe. Die 3 Kinder meiner besten Freundin sitzen teilweise 1 Stunde und länger daran.

Was mir aber vor allem auffällt ist das hier ein großer Riss durchs Forum zu gehen scheint.

Denn die meisten behaupten immer beide Elternteile sollten arbeiten gehen, dafür gäbe es ja schliesslich Horte, Tagesmütter und und und.

Also bringt es dann doch überhaupt nichts an Familienleben wenn die Kinder einfach früher nach Hause geschickt werden....es macht nur mehr Organisation notwendig. Denn welcher Teilzeit arbeitende Elternteil schafft es schon einen Job zu bekommen der exakt von 8 bis 12 geht, damit er genau in die kurzen Schulzeiten der Kinder passt?

Hier ( NL) ist alles darauf ausgelegt das beide Elternteile arbeiten gehen ( ich bin da quasi sowas wie ein Alien *rofl*) und somit auch die Schule bzw. Kinderbetreuung.

Noch dazu gibts es hier, für Grundschüler zumindest, erstmal gar keine Hausaufgaben und zu Hause wird auch nicht geübt, das heißt Schule aus ist auch wirklich Feierabend!

Da bleibt, die Schule meines Sohnes geht bis 14:30, eine Menge Zeit für Familie und Freunde.

Was in D passiert ist für mich da allerdings vielerorts auch haarsträubend, ich habe immer das Gefühl da wird nur halb bei den anderen abgeguckt.

Z.B. hat die Niederlande ein paar mal deutlich besser in der vermaledeiten PISA Studie abgeschnitten als Deutschland...da wird dann geguckt " aha die haben Ganztagsschulen...das machen wir jetzt auch", aber so richtig hingesehen WIE das Schulsystem denn funktioniert und wie die Ganztagsschule umgesetzt wird etc. das hat keiner.

So muß das ja schief gehen.

lg

Andrea

Beitrag von jazzbassist 04.10.10 - 19:29 Uhr

Ich bin über das deutsche Schulsystem auch nicht sonderlich glücklich - andererseits habe ich in Deutschland das Abi gemacht, in Deutschland studiert und kann mich beruflich wirklich nicht beklagen. Zumal ich den größten Teil meiner Kindheit das amerikanische Schulsystem durchlaufen bin, und, dass war noch viel Katastrophaler.

Von Horten/Tagesmüttern etc. bin ich persönlich eigentlich kein Freund - aber - dass sind für mich Entscheidungen, die m.E. jede Familie für sich selbst treffen muss, und, man darüber nicht werten urteilen sollte, da bei solch einer Entscheidung sicherlich unzählige Faktoren und Umstände mit einfließen, die viele Familien einfach nicht ändern könnten, selbst, wenn sie es wollten.

Wir haben da (zumindest rein subjektive Wahrnehmung) einen ziemlich schönen Mittelweg gefunden. Ich habe beruflich ziemlich lange von zu Hause aus gearbeitet und, meine Frau hat schon immer ehrenamtlich von zu Hause aus gearbeitet. Das macht das Familienleben natürlich unverschämt einfach; wobei mir natürlich bewusst ist, dass diese Flexibilität eher die absolute Ausnahme ist. Zumal wir ein ziemlich bescheuertes Kind haben, dass mit seinen Eltern ohnehin nichts anzufangen wusste und für die Freizeitgestaltung andere Kinder braucht. Der ist von der Schule nach Hause gekommen, hat Mittaggegessen und ist dann weitergezogen - draußen liefen genug Kinder zum spielen rum. Unter Tränen (da er noch weiter spielen wollte) kam er dann abends wieder zurück. Ich denke - Kinder passen sich ihrer Situation sehr gut an und werden glückliche Kinder, auch wenn beide Eltern Vollzeit arbeiten und die Kiddies dann einen Hort oder eine Tagesmutter besuchen.

Ob nun einer oder beide Elternteile arbeiten gehen - ich denke - es kommt da u.a. darauf an, wie die finanzielle Situation einer Familie gestellt ist, und, was man selbst als Existenzminimum bezeichnen würde. Bei einigen - ich denke vor allem - Müttern wird es auch etwas mit einem Selbstwertgefühl zu tun haben; also auch beruflich etwas erreichen zu wollen. Auch, wenn ich diese Mütter zumindest im beruflichen als auch privaten Umfeld eher selten begegnen. Also im privaten Umfeld kenne ich arbeitende Mütter eigentlich gar nicht; im beruflichen Umfeld scheint es da eher darum zu gehen, einfach einen höheren Existenzstandard halten zu können (also rein wirtschaftliche Gründe).

Beitrag von gemela 04.10.10 - 20:41 Uhr

Hallo,

uns wäre es auch lieber, wenn die Schule etwas früher anfangen würde. War bisher auch so. Nur haben wohl viele Eltern geklagt, dass das viel zu früh sei für die Kinder.
Ist natürlich auch schwierig, bei einer Bringzeit von 9.00 Uhr im KiGa, dann auf einmal alles um eine Stunde vorzuverlegen #augen.
Den Tag mit Nachmittagsschule, den finde ich auch heftig. Dann geht es nämlich nach Hause und Hausaufgaben gibt es ja trotzdem. Unsere Tochter fällt an dem Tag regelrecht ins Bett. An dem Tag geht eigentlich nur noch eins. Gemütlich auf der Couch sitzen, kuscheln und die Mama vorlesen lassen :-).
Eine Wahl hatten wir nicht. Bei uns gibt es keine freie Wahl bei der Grundschule, zumal seit diesem Schuljahr alle Grundschulen hier bei uns diesen Tag im Programm haben.
Müssen wir wohl damit leben. Und irgendwie muss man ja die Stunden unterbringen, wenn man erst zur 2.Stunde anfängt.

Grüße, Grit

Beitrag von scotland 04.10.10 - 15:22 Uhr

Meine Tochter (3. Klasse) hat zweimal bis um 12.40 und einmal mittags Schule (Doppelstunde Sport).

LG
Scotland

Beitrag von wallander 05.10.10 - 16:11 Uhr

Hallo, meine Tochter besucht eine Ganztagesschule und hat in der dritten Klasse jeden Tag bis 15.30 Uhr Unterricht. Zwischendrin ist eine Mittagspause und dann nochmals Unterricht. Das war auch in der ersten und zweiten Klasse so...

LG

Beitrag von torsten-michael 17.10.10 - 10:07 Uhr

Hallo Claudia,

haben hier (Ba-Wü)jetzt neu das gleiche Problem. Fakt ist: es gibt keine Rechtsgrundlage für Nachmittagsunterricht. Aus dem 1999 gibt es Schreiben des Kultusministeriums an die Schulleiter. Dort heißt es: Der Unterricht findet Vormittags statt.
Ich bin Elternbeiratsvorsitzender und mache gerade eine Elternabfrage und werde je nach Elternmeinung dagegen vorgehen.

Wurde Euer Elternbeirat informiert ?

LG

Torsten-Michael