Stillen- ein Problem in unserer Gesellschaft!!!!

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. Unsere Stillberaterin Christina Law-Mclean beantwortet eure Fragen täglich in unserem Expertenforum.

Beitrag von 123456regina 03.10.10 - 21:27 Uhr

Hallo.

Meine kleine Melina ist nun 9 Tage alt und ich stille.

Ich stille total gerne und stehe da voll und ganz hinter, aber für die Leute in meiner Umgebung ist es irgendwie ein Problem wenn ich da anfange zu stillen.

Und dann gibt es da noch so eine die sich Schwiegermutter nennt und gerne die Flasche gibt. Der passt es nciht das nur ich der kleinen Nahrung geben kann, und somit natürlich auch viel Liebe!

Ich stehe darüber und werde weiter stillen, denn ich liebe es!

Ist es bei euch auch so, dass ihr teilweise oder so gar oft Probleme durch das Stillen habt????

Liebe Grüße
Regina

Beitrag von thalia72 03.10.10 - 21:35 Uhr

Hi,
nö, absolut gar nicht.
Klar gab es mal so blöde Fragen wie "reicht die Milch denn noch?" oder ein leichtes Belächeln weil ich Justus bis 18 Monate Einschlafgestillt habe.

Aber als Problem in unserer Gesellschaft würde ich das nicht bezeichnen.

vlg tina + justus 17.06.07 + #eiboy38.SSW

Beitrag von xyz74 03.10.10 - 21:38 Uhr

Ich kenne beides.
In meiner Familie ist Stillen das Normalste auf der Welt.
Da guckt keiner komisch auch nicht wenn wir alle zusammen am Tisch sitzen und ich beim Essen nebenbei die Kleine stille.

Bei meiner Schwiegerfamilie ist es leider anders.
Meine Schwägerin hat selber gestillt von daher ist die ziemlich locker.
Meine Schwiegermutter findet Stillen total dämlich und kann gar nicht verstehen, dass ich keine Flasche gebe.
O-Ton: Das arme Kind kann doch von labbriger Muttermilch nicht satt werden.
Wenn wir dort sind, kann ich auch nicht einfach so stillen.
Ziehe mich dann immer zurück, da man einfach schräg angeguckt wird.

Beitrag von anarchie 03.10.10 - 21:39 Uhr

Tja, das ist leider so...

Ich habe 4 Kinder, alle langzeitstillend(bzw. gestillt)...und habe einige Sprüche gehört, aber nicht einer war dabei, der ein wirkliches Argument hatte.

Stillen ist nunmal das beste.
Und ausser Mutter und Kind geht das keinen was an.

Schaff dir ein dickes fell an und lass die leute reden...du gibst deinem Kind die einzig natürliche und beste nahrung - und das ist was Tolles!:-)#

Bei emienr Mutter hat es einige jahre gedauert, bis sie ein einsehen hatte, mittlerweile erzählt sie es sogar stolz...;-)


lg

melanie

Beitrag von perserkater 03.10.10 - 21:39 Uhr

Hallo

Nee, gerade am Anfang seufzt doch Hinz und Kunz auf wenn man sagt man stillt. Ich habe nur Leute getroffen die das ganz toll fanden, inklusive Familie.

Etwas komisch wird es erst mit der Zeit, nach 8 Monaten wurde ich auf dem Spielplatz bestaunt weil ich noch Milch habe#kratz, mit 11 Monaten fragte mich mein Vater wie lange ich DAS noch machen will, mit 14 Monaten meinte Schwiegermutter zu meiner Tochter sie solle doch die arme Mama mal in Ruhe lassen#rofl und jetzt mit 16 Monaten verliert eigentlich kaum einer ein Wort darüber. Hihi, resigniert. Hab sie geferbert äh gestillert.#rofl

LG die #katze die stillt bis das Kind studiert#schein

Beitrag von caramaus 03.10.10 - 22:31 Uhr

Hab sie geferbert äh gestillert...#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl#rofl brüllär


Oh wie köstlich, das mach ich mit meiner Familie jetzt auch, mal sehen obs klappt. (Wir sind gerade im 10.Monat - der Countdown für meine Familie ist der erste Geburtstag... hihi, mal sehen was für Kommentare kommen, wenns dann nicht aufhört....)

C.

Beitrag von julk 03.10.10 - 21:47 Uhr

Ich kenne irgendwie auch alle doofen Kommentare, die hier andere schrieben. Anfangs haben sie es schon nicht kapiert, warum ich mir das antue, Meine Schwiegermutter war dann immer die schlimmste - sie hat ihre Kinder adoptiert, also keine ahnung. Als wir ihrer Ansicht nach endlich mit 6 Monaten mit Gemüsebrei anfingen, meinte sie voll pampig:" Ja und wann fangst du dann endlich mit der Flasche an?" Habe erst gar nicht kapiert, was sie will. Sie meinte es sei doch klar, dass ich das Kind jetzt nicht mehr den Rest stillen würde. Nein, war nicht klar, habe ich auch nicht gemacht. Er wurde letztendlich bis er 19 Monate war gestillt und ich fand es schön. Etwa mit einem Jahr kamen auuch diese Kommentare, er solle doch mal seine arme Mutter zufrieden lassen, ich sei eh soviel krank... Und dann immer so hintenrum: Also die xy findet es so unmöglich dass Du noch stillst....
Aber es stimmt irgendwann haben sie wohl resigniert und etwa ab 14 Monaten hat mich nie wieder ein Mensch gefragt, ob ich noch stille. Ich weiß nicht, ob sie dachten jetzt sicher nicht mehr, oder ob sie vielleicht heute noch denken ( jetzt 24 Monate), dass ich noch stille. Ist mir auch total egal. Ich habe keinerlei Veranlassung gesehen ihnen überhaupt zu erzählen, dass ich nicht mehr stille, wo sie mir so blöd kamen...
Also lege dir echt besser ein dickes Fell zu.
Grüße JULK

Beitrag von laboe 03.10.10 - 21:48 Uhr

Immer wieder das gleiche Thema hier. Das ist doch aber mit allem so, nicht nur mit dem Stillen.
Ob es Tragen, Stillen, Beikost ist...

Macht es einfach alle nach eurem Gefühl, dann stimmt es schon!
Man MUSS heutzutage einfach zwei gute Ohren haben: Eines zum rein und das andere zum raus! ;-)

Laboe, die sich beim 1.Kind auch immer in allem gerechtfertigt hat, aber nun schlauer ist#cool

Beitrag von lilly7686 03.10.10 - 21:49 Uhr

Hallo!

Du, das Stillen in unserer Gesellschaft ist einfach unnötig. Wir haben so gute Babynahrung, mittlerweile ist die sogar BIO und Probiotisch oder Prebiotisch, die ist perfekt und damits nicht fad wird, gibts PRE Nahrung, 1er, danach gleich 2er Nahrung, dann 3er und wem das noch zu wenig Abwechslungsreicht ist, der kann auch noch Kinder- oder Juniormilch geben. Also, wozu sollten wir stillen? Nur, um den Kindern Liebe und Geborgenheit und Nähe zu geben? Wozu denn bitte?

*Sarkasmus Ende*

Weißt du, ich bin auch die einzige, die stillt. Meine Stiefmutter rät mir dazu, Flaschen heim zu tragen, damit ich welche hab, wenn die Milch ausgeht. Meine Schwiegermutter will endlich, dass ihr Enkerl bei ihr schläft (plötzlich wurde mir das Langzeitstillen sympatisch...). Meine Mutter kann sich nicht vorstellen, dass die Milch von der Brust einer Frau länger als ein paar Wochen reicht. Der Freund meiner Stiefschwester ist der Meinung, dass Stillen länger als 3 Monate "Lulus" oder "Weicheier" erschafft. Meine andere Stiefschwester sagt, Stillen ist "grauslich".

Ja, auch meine Umgebung ist still-feindlich.
Mein Tipp: leg dir ein grooooßes Selbstvertrauen zu. Informier dich übers Stillen sehr genau. Such dir eine Stillberaterin, die dich regelmäßig bestärkt. Schau, dass dein Mann wirklich hinter dir steht!
Und dann: ignorier diese Aussagen.

Es ist super, dass du Stillst. Keine Pulvernahrung der Welt kann die Muttermilch ersetzen. Muttermilch ist Abwechslung: sie schmeckt immer anders, je nachdem, was du gegessen hast. Muttermilch ist Stärkung des Immunsystems: das kann kein Pulver der Welt ersetzen. Muttermilch passt sich perfekt an die Bedürfnisse deines Kindes an: die Zusammensetzung variiert je nach Bedürfnis deines Baby's.
Stillen ist Geborgenheit, Kuscheln, Liebe, Sicherheit. Nicht nur Nahrung.

Lass dich bloß nicht verunsichern. Du machst das alles richtig und super! Kein Pulver der Welt kann Stillen und Muttermilch wirklich ersetzen!
Gerade, wenn es klappt, dann ist es doch super, dass du stillst! Deine Familie und Freunde sollten froh sein, dass du deinem Baby das Beste geben willst, das du zu bieten hast, oder?

Ich wünsch dir viel Kraft und alles Liebe!
Und wenn du 100% hinter dem Stillen stehst, dann wirst du sehen, dass in ein paar Wochen keiner mehr was sagen wird. Zumindest wars bei mir so. Jetzt, nach 4 Monaten, sind die Stimmen wesentlich weniger geworden, die mir das Stillen mies machen wollen. Sie sind nicht ganz weg, aber deutlich weniger.

Liebe Grüße!

Beitrag von perserkater 03.10.10 - 21:56 Uhr

Schön geschrieben#pro und bei dem hier: "Meine Schwiegermutter will endlich, dass ihr Enkerl bei ihr schläft (plötzlich wurde mir das Langzeitstillen sympatisch...)."
musste ich herzlich lachen!#freu

LG

Beitrag von haruka80 03.10.10 - 22:10 Uhr

Huhu,

ich kenn das hier gar nicht, ich mußte mich immer rechtfertigen, das mein Sohn MuMi aus der Flasche bekommt, weil jeder der Meinung war, egal ob das Kind zu früh kam oder nicht, das muß doch die Brust nehmen (als hätten wir das nicht zu Genüge probiert...).
Ich fands aber immer schön zu sehen, wie andere stillen und auch wenn cih mit anderen weg war und die stillten, bekam ich die komischen Blicke, ne Mutter muß doch stillen wurde mir oft gesagt.
Mach weiter so und lass dich nicht beirren, ich finde immer, es muß Mutter und Kind gut damit gehen, es darf einen nicht stressen meine ich, gerade anfangs wird man ja oft von Außen verunsichert und muß erst lernen auf sein Mutterbauchgefühl zu hören was Mami und Baby grad am besten tut.

L.G.

Haruka

Beitrag von jindabyne 03.10.10 - 22:10 Uhr

Nein, ich kenne es eher umgekehrt, nämlich dass Frauen blöd angemacht werden, wenn sie kleine Babys NICHT stillen. Scheinbar leben wir in völlig unterschiedlichen Gesellschaften...

Beitrag von hippogreif 03.10.10 - 22:29 Uhr

Ich kenn das eher andersrum.
Als ich abgestillt habe, als meine Tochter 6 Monate alt war, mußte ich mich überall rechtfertigen. Jeder wollte mich irgendwie überreden, doch noch länger zu stillen und wollte meine Gründe erklärt haben, warum ich da aufgehört habe.#augen
Und auch hier im Forum herrscht ja eigentlich eine gängige Meinung zum Thema "Stillen", "Beikoststart", "Durchschlafen", "Tragen" und "Familienbett". Und wenn man dann mal nicht ganz so einer Meinung ist, wie die gängige Meinung hier, dann kann man sich ganz schön was anhören...
Daher: Einfach überhören und auf den eigenen "Mutter"verstand hören... ;-)

Beitrag von minnie85 03.10.10 - 23:05 Uhr

Hi,

solche Probleme hatte ich wenig, da schon meiner Mutter und auch Schwiegermutter selbst gestillt haben. Auch meine Cousinen, Freunde etc haben alle gestillt, es ist also sehr normal für uns alle.

Ich habe meine beiden Kinder auch sehr gerne und auch beide ein ganzes Jahr aus Überzeugung gestillt und ihnen beiden (bes. meinem Sohn, der war ein KS-Kind) das Beste gegeben, was es gibt und für die Gesundheit vorgesorgt.

Beitrag von lucaundhartmut 03.10.10 - 23:58 Uhr

Hi Regina,

hmh, vielleicht liegt ja auch einfach an Deinem Auftreten?
Keine Sorge, ich will Dir nicht "die Schuld" zuschieben, doch oftmals nimmt man selbst gar nicht war, dass man auf andere vielleicht etwas schwierig/bevormundend/abwertend etc. wirken kann.

Allein schon, wie Du über Deine Schwiegermutter schreibst... .
Nett ist wirklich was Anderes.

Und dass sich Vater und Großeltern auch freuen, wenn sie ein Baby füttern können bzw. dürfen, ist etwas ganz Natürliches.
Freue Dich doch, wenn sie so viel Interesse am Kind zeigen.

Dass nur Du Eurem Baby Nahrung und Liebe geben kannst, stimmt im Übrigen nicht, denn dies hängt nicht von der Brust einer Frau ab.


LG
Steffi mit schlafendem Wirbelwind Luca


Beitrag von jennymergens 04.10.10 - 00:20 Uhr

hi,
also ich hatte bislang da keine probleme.
ok meine oma ging mir tierisch auf den geist mit den stänigen fragen wie ich denn mit meinen brüsten stillen könnte.
ich hätte die frau erwürgen können weil ich mir den mist die ganze ss auch über anhören musste.
nur weil man eine große brust hat kann man ja stillen und ich hab es satte 10 monate gemacht.
das problem ist ehr stillen in der öffentlichkeit, das hab ich mich nie getraut, so ein dickes fell hab ich dann leider nicht.
ich musste mir immer wenn wir unterwegs waren einen ruhigen platz suchen wo ich stillen konnte und das war nie so einfach.
dabei ist stillen eine wundervolle sache und vor allem mach ich viel für die gesundheit meines kindes.
da ich viele allergien habe, hab ich schon aus dem grund lange gestillt um das risiko bei meinem kind zu senken und das mach ich jetzt wenn unser zweites kind kommt auch wieder so.

Beitrag von ratpanat75 04.10.10 - 08:21 Uhr

Hallo,

nein, ich kenne diese Probleme ganz und gar nicht.
Könnte es vielleicht ein wenig auch an deinem Auftreten liegen und an deiner. offenbar nicht so optimalen. Beziehung zu deiner Schwiegermutter liegen?
Hast du nach 9 Tagen wirklich schon vor so vielen Leuten gestillt?

LG

Beitrag von tina279 04.10.10 - 09:30 Uhr

Also warum Stillen, so oder so rum, immer so zum Thema gemacht wird, ist mir schleierhaft. #augen
Ich kenne es eher so, dass man sich (völlig zu Unrecht!) rechtfertigen muß, wenn man garnicht stillen will oder kann und dass besonders nach 9 Tagen (!!) das jeder für normal hält.
Ich stille allerdings auch nicht in breiter Öffentlichkeit, mitten beim Essen am Tisch oder vor allen Leuten. Etwas Privatspäre find ich da schon wichtig, wenn es geht, für uns beide und auch den anderen gegenüber.

Du wirst dich noch mit allerlei Dingen rechtfertigen müssen, sei es Impfung, Beikost, Schlafen, usw. Hier im Forum gibts auch genau eine Meinung, manche Menschen haben da halt feste Vorstellungen und alles andere ist dann völlig falsch und praktisch tödlich fürs Kind, egal ob bewiesen oder nicht. In der Generation unserer Mütter hat oft die Milch nicht gereicht, daher kennen die das glaub ich nicht so.

Liebe geben hat nichts mit Stillen zu tun, das kann man ganz wunderbar auch so, egal ob Flaschenmutter, Papa oder Oma. Gib doch der Oma die Kleine dann zum Bäuerchen machen, dann kann sie sie hier halten und knuddeln...

viele Grüße
Tina

Beitrag von lucaundhartmut 04.10.10 - 12:51 Uhr

Liebe Tina,

das hast Du sehr treffend formuliert.
Mein Kompliment!



Beste Grüße v. Steffi und Luca (noch im KiGa)

Beitrag von taubesbambi 08.10.10 - 23:43 Uhr

Öfter kommt es bei älteren Mütter sowie auch Schwiegermütter vor, dass sie Probleme mit dem Stillen hatten. Nicht nur da, sondern es liegt sich ans Krankenhaus. Früher gab es strikte Regeln beim Krankenhaus, wann das Baby sich von jemanden gestillt werden kann oder so. Ich erinnere mich recht nicht mehr an die Geschichte.

Lass dich nicht unterkriegen! Wenn es dir beim Stillen im öffentlichen Umgebung stört, dann geh ruhig zum anderen Raum, wo keiner dich gestört wird.

Ich stille sie gerne im öffentlichen Umgebung. Mir ist scheißegal, wenn die Leute mich glotzend anguckt und ich ihr nur gelächelt habe. Dann gehen die Leute weg. :-)