Schulsystemwahl - Billingual oder normale Erste Klasse?

Archiv des urbia-Forums Kids & Schule.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von daniela0502 04.10.10 - 09:49 Uhr

Guten Morgen!

Wie die Zeit rast. Er habe ich hier gepostet, als ich frisch Schwanger war und nun, weil mein Sohn schon in die Schule kommt.

Bei konnen wir das Schulsystem wählen.
Es gibt:

- Erste Klasse (normal)
- Billingual
- Jahrgangsübergreifend
- Musik

Für uns scheidet das Konzept der Musik und Jahrgangsübergreifenden schonmal aus.

Zu diskutieren wäre normale erste oder Billingual.

Mein Sohn würde gerne in die Billinguale gehen. Er macht seit ein paar Wochen freiwillig Englischunterricht.
Aber wir haben bedenken, dass der Billinguale Unterricht ein Erstklässler überfordert.
Sicher jedes Kind ist anderes. Was für den einen gut ist muss es für den anderen noch lange nicht.

Daher würden mich interessieren, die Eltern die ihre Kinder in einer Billingualen Klasse haben, wie sie mit diesem Konzept zu frieden sind?

Meine Bedenken sind, das die Kids auch HSU in englisch haben.
Ist es nicht zuviel, wenn die Kids ein neues Fach lernen sollen und
das auch noch in englisch?

Ich würde mich über Erfahrungsberichte von Eltern freuen.

Viele Grüße
Daniela

Beitrag von daniela0502 04.10.10 - 09:50 Uhr

Uupss.. sorry für die Tippfehler... kann es leider nicht mehr ändern.

Beitrag von dominiksmami 04.10.10 - 09:54 Uhr

Huhu,

wenn dein SOhn es gerne möchte...würde ich es ihn versuchen lassen.

Mein Sohn z.B. kannte nur die deutsche Sprache, wird aber vom ersten Tag an niederländisch unterrichtet und hat da keine Probleme mit. Bilingualer Unterricht beudetet ja zumindest das er auch in seiner Muttersprache verstanden wird..normalerweise baut sich diese Art Unterricht langsam auf und keiner verlangt von den Kindern das sie ab dem ersten Tag die zweite Sprache perfekt beherrschen.

lg

Andrea

Beitrag von schullek 04.10.10 - 11:17 Uhr

hallo,

wichtig wäre zu erfahren, wie unterrichtet wird. bilingual klingt ja toll. aber was wird alles in englisch unterrichtet? wie sind die lehrer dafür ausgebikdet? etc....
das ist wichtig und ohen das zu wissen, kann ich dir keinen rat geben bzw. würde ich auch keine entscheidung treffen.

ich persönlich finde jahrgangsübergreifend toll, wenn die lehrer dafür ausgebildet sind, es genug lehrer gibt udn die klassen nicht zu groß sind.

lg

Beitrag von daniela0502 04.10.10 - 12:08 Uhr

Ja, da hast du natürlich recht.
Wir haben demnächst Elternabend in der Schule,
da würden sich diese Fragen gut anbieten.
Soweit ich weis, wird nur deutsch und Mathe in deutsch unterrichtet, der Rest in englisch.
Welche Ausbildung sollten die vorhandenen Lehrkräfte (Billingual) mit sich bringen? Lehrkraft + Sprachstudium?
Kannst du mir konkrete Fragen nennen, die ich klären sollte?


Bei uns soll das Jahrgangsübergreifend hervorragend von der Schule beworben werden. Aber von 7 Eltern (Kind in der Jül) mit den ich gesprochen habe, waren nur 2 wirklich überzeugt davon.
Es steht und fällt wohl alles mit dem Lehrer.
Anscheind ist dieses Projekt bei uns in der Grundschule noch nicht ausgereift.

Viele Grüße

Beitrag von schullek 04.10.10 - 13:08 Uhr

ich würde mein kind nur bilingual unterrichten lassen, wenn die betreffenden lehrer nicht nur fachlehrer des betreffenden faches wären, sondern eben auch englisch fachlehrer. udn da zum sprachstudium immer ein auslandsaufenthalt gehört, wäre das für mich das wichtigste kriterium. wenn der betreffende lehrer selber kein gutes englisch spricht bzw. die sprachmelodie nicht kann/hat und aussprachefehler macht (was unweigerlich passiert, bei einem nicht studierten sprachenlehrer) würde ich nicht wollen, dass er mein kind bilingual unterrichtet. so würden beim kind gleich zu beginn des sprachenlernens fehler entstehen, die schwer wieder auszubessern sind.

um jahrgangsübergreifend zu unterrichten müssen die lehrer dafür ausgebildet sein. das kann man nicht einfach mal so anfangen. die klassengröße muss angepasst sein und ggf. ein zweiter lehrer für die klasse da sein. ansonsten funktioniert dieses eigentlich tolles system nicht.

meine fragen wären also für beide richtungen:

wie sind die lehrer ausgebildet?
klassenstärke?
wieviele lehrer pro klasse, wenn jahrgangsübergreifend? (du kannst ja mal googlen. es gibt viele schulen, die das erfolgreich durchziehen udn da kannst du sehen, wieviele kinder pro klasse udn wieviele lehrer udn das das mit den gegebenheiten bei euch vergleichen)
ausbildung der lehrer, die bilingual unterrichten?
ggf. muttersprachler oder zumindest auslandsaufenthalt?

wären es lehrer, die 'nur' ein aufbaustudium englisch gemavht haben, wäre das für mich keien ausreichende quailifiezierung.

lg

Beitrag von binnurich 04.10.10 - 12:47 Uhr

ich kenne mich mit sowas überhaupt noch nicht aus.

Aber eine Frage stellt sich mir: was kann man einem Kind zutrauen? Daszu muss man das Kind schon ein wenig kennen.
Aber wenn ich mir vorstelle, dass ein Kind eine bis dahin noch nicht erkannte LRS hat, kann es doch schnell überfordert sein, wenn zu einem "normalen" Unterricht noch die "Belastung" durch eine zweite Sprache im Allgemeinunterricht kommt oder?

Vielleicht bin ich da aber auch auf dem Holzweg

Beitrag von ballroomy 04.10.10 - 12:54 Uhr

Hi Daniela,

Erfahrung habe ich noch keine, aber ich würds ruhig mit der bilingualen Klasse versuchen.
Die Kinder können ja alle noch kein Englisch, daher wird das doch erst nach und nach eingeführt werden.
Erkundige Dich mal wieviele Stunden Englisch pro Woche unterrichtet werden. Gibt es einen Muttersprachler als Lehrer? Wieviele Kinder sind in der Klasse? Gibt es dort Kinder, die bereits bilingual oder sogar englische Muttersprachler sind?
Ab wann werden einzelne Fächer auf Englisch unterrichtet?

Das wären so die Fragen, die mir als erstes einfallen.

Viele Grüße
ballroomy

Beitrag von daniela0502 04.10.10 - 13:30 Uhr

Hallo Ballroomy,

die Entscheidung ist schon sehr schwierig.
Alle Systeme werden sowohl von der Schule als auch von den einzelnen Eltern für positiv bewertet.

Englisch wird jeden Tag unterichtet.
Ausser deutsch und Mathe. Bei 25 Std die Woche.
Wieviele Kinder es werden und welche Klassenlehrerin etc. wird sich ja erst kurzfristig klären, die Anmeldung muss aber bis mitte Nov. abgegeben werden.

Ich habe auch zu jedem System meine Meinung,
aber eben keine Erfahrungswerte.
Meiner Meinung nach würde ich mein Kind in die normale Erste geben.
Ich möchte mich aber trotzdem über mein 2ten Favoriten Billingual informieren.

Danke, das du dich zu Wort gemeldet hast, aber in diesem Fall würden mir echte Erfahrungsberichte mehr weiterhelfen.
Dabei würde mich interessieren,
wie den Kindern der Unterricht in der Billingualen gefällt.
Ob es Probleme gibt bei Kindern die englisch und gleichzeitig ein neues Fach lernen soll.
Wenn es um meine Vorstellung geht, dann kann ich mir dieses auch nicht vorstellen. Aber vorstellen/glauben und Erfahrung sind eben 2 paar Schuhe ;-)

Bei uns gibt es das System noch nicht sehr lange.
Ich habe hier mit Eltern gesprochen die Kinder in allen Richtungen haben.Es gibt natürlich immer Pro und Kontra, was die Entscheidung nicht leichtet macht.

Im Zweifel...wird es sicher die Ersteklasse werden evt. mit Zusatzfach englisch.

VG



Beitrag von schullek 04.10.10 - 21:46 Uhr

hallo ich nochmal,

ich studiere lehramt, daher stecke ich schon im thema drin. ausserdem habe ich einen kleinen einblick in eine internationale schule bekommen. dort werden alle fächer auf englisch unterrichtet. allerdings von reinen muttersprachlern. die kinder haben damti keine probleme. sie fangen ja alle gemeinsam an udn auch wenn anfangs sorachdefizite bestehen ggü. anderen kindern, holen sie das schnell auf. das fenster für das erlernen anderer sprachen ist in dieser zeit sehr günstig und die kinder haben eigentlich keien probleme neue fächer udn neue sprache unter einen hut zu bekommen. wie gesagt,hätte ich die möglichkeit für mein kind bei oben genannten kriterien, würde ich ihn bolingual unterrichten lassen.

lg

Beitrag von dore1977 04.10.10 - 13:19 Uhr

Hallo,

meine Tochter geht in einer Schule wo nicht Bilingual unterrichtet wird sondern nur auf Englisch.(außer der Deutschunterricht) Sie hat keine Probleme damit.
Sie hat die Fächer Mathe, Medien, Sport, HSU, Musik, Kunst und Religion auf Englisch.
Die Schule richtet sich nach dem Lehrplan in unsrem Bundesland und bis auf eine eine Kleinigkeit in Deutsch und HSU haben sie alles im letzten Jahr geschafft.
Die Arbeitsbögen sind auch auf Englisch. Da muss ich manchmal sogar zwei mal drüber lesen bis ich manches verstehe.
Ich bin nicht sicher was ich Dir noch erzählen soll, es klappt gut. Wen Du Fragen hast kannst Du Dich gern melden.
Meine Tochter ist 7 und in der zweiten Klasse.

LG dore

Beitrag von grundlosdiver 05.10.10 - 07:57 Uhr

Der Sohn von Freunden wurde dieses Jahr eingeschult. Er geht auf eine trilinguale Schule in die Französisch-Klasse. Seine Eltern und er sind begeistert. Er hat normal Deutsch (lesen und schreiben lernen) und Französisch ab der 1.Klasse. Ab der 3.Klasse kommt noch Englisch dazu.
Französisch machen sie jetzt sprechen und verstehen- er hat viele Vokabeln drauf (Begrüßung/Farben/Zahlen) und kann bereits 3 Lieder französisch singen. Er macht keinesfalls den Eindruck überfordert zu sein, es macht ihm sehr viel Spaß.

Beitrag von mimi1410 05.10.10 - 10:43 Uhr

Hallo Daniela,

wie weit kommt er außerhalb der Schule mit Englisch in Kontakt? Welche Ausbildung haben die Englischlehrer? An der (ersten) Grundschule meines Sohnes hatten die Kinder Englisch ab der 1. Klasse, eine Stunde in der Woche - bei einer Lehrkraft mittleren Alters und einer in der ehemaligen DDR absolvierten Ausbildung (die war gut, bitte nicht missverstehen!) - Englisch hat sie vor drei Jahren in VHS Kursen dazu gelernt. Auf diesen Englischunterricht kann man getrost verzichten ... In einer billingualen Schule dürfte dies natürlich anders sein, meine Erfahrung ist jedoch, dass meist GS-Lehrer kein Anglistikstudium haben ... ich denke, die Kinder sind anfangs noch gut damit beschäftigt, erst einmal das "System" Schule kennenzulernen, da muss nicht auch noch eine Fremdsprache dazu kommen!

LG Mimi