dazu eröffne ich jetzt einfach mal einen neuen Thread! (AD(H)S)

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von greeneyes22 04.10.10 - 13:27 Uhr

Hallo.

Ich lese z.Z. alles rund um das Thema AD(H)S und versuche da irgendwie an Durchblick zu gewinnen. Und da es mich bzw. meinen Sohn evtl. betrifft, muss ich das einfach loswerden.

Ich habe richtig Angst davor, das ADS bei meinem Sohn erkannt wird.
Ich möchte auch nicht die von vielen Usern hier beschriebene Mutter sein,
die sich dann darauf "ausruht" & ich möchte garantiert auch nicht in das Muster gedrängt werden, ich würde mein Kind falsch erziehen.

Mich macht das Thema AD(H)S sehr stutzig und die vielen Diskussionen darüber ehrlich gesagt auch.

Mein Sohn, ein Frühchen. Gelaufen mit 17 Monaten. Grob- und Feinmotorik -Schwierigkeiten. Ergotherapie. (Auch in Therapiepausen selbst gezahlt). Stellt man einen Eimer in die Mitte eines Raumes, würde er drauf zu laufen und nicht drum herum.
Wahrnehmungsstörung (z.B. kann keine gleichen Bilder erkennen)
Achtet stets auf andere Geräusche, lässt sich dadurch leicht ablenken.
Sozialverhalten Top! Sehr hilfsbereit, lieb, hat viele Freunde, nie aggressiv.

Erzieherin sagte: Ich vermute ihr Kind hat ADHS. #schock

Da habe ich zum ersten Mal darüber nachgedacht, wieso ADHS?
WAS ist überhaubt ADHS?!

Weil er sich nicht lange konzentrieren kann und zusätzlich nicht gut mit seinem Körper klar kommt?

-Thema vergessen.-

Dann kam er in die Schule. Wieder stellten sich die Problemchen ein,
das er den Stift falsch hält, zu doll aufdrückt. Schreibschrift schafft er nie im Leben....
Unkonzentriertheit. Arbeitet zu langsam. Das was er macht, macht er aber richtig.
Also 2.Klasse. Lässt sich weiterhin leicht ablenken, flattert ein Vögelchen auf den Baum, sieht er das und macht seine Aufgabe erst nach einer Unterbrechung weiter.
Schreibschrift klappt wunderbar, alles sehr schön!

Er beginnt an sich zu zweifeln, weil alle anderen Kinder schneller sind,
trotzdem geht er gern in die Schule, hat Freunde, Sozialverhalten weiterhin top.

Klassenlehrerin: Ich vermute ihr Sohn hat ADHS. :-(

Das waren nun 2 Menschen, die meinen Sohn täglich begleiten.
Ich nehme das also an und versuche heraus zu finden, ob er tatsächlich ADS hat.


Wir hatten unseren 1.Termin bei einer Psychaterin, die mit uns über ihn sprach, über unser Familienleben/Alltag. Er musste ein Bild malen und danach musste er zum ersten Konzentrationstest.
Wir (mein Mann und ich) waren nicht dabei.
Er musste auf einen PC im Dunkeln starren und einen Knopf betätigen, bei irgendwelchen bestimmten Mustern.

In 14 Tagen wird er eine weitere Stunde dort sein und wird getestet.
Zusätzlich Fragebögen für die Lehrerin und für meinen Mann und mich.


Nun schwirren meine Gedanken nur noch um das Thema AD(H)S und nach allem was man hier so liest, hab ich echt Angst davor.

Hier zu Hause oder bei Freunden/Familie haben wir keine Sorgen mit ihm.
Er spielt schön, macht seine Hausaufgaben (Mathe aber eher ungern),
er isst normal, hat Normalgewicht, kann sich auf Dinge konzentrieren,
liest gern und malt und ist sehr wissbegierig, neugierig.
Allerdings hat er Angst allein zu sein, d.h. er möchte nicht kurz warten, wenn wir mit dem Hund raus gehen oder zum Bäcker gehen.

Ich werde berichten, was bei ihm heraus gekommen ist und dann bin ich mal gespannt wie wir in Zukunft durchs Leben gehen, aber ich werde niemals sagen: Er ist halt so - er hat AD(H)S.
Denn auch bisher ist er nirgens negativ aufgefallen oder wir wurden angesprochen.

Schade das so viele Eltern mit Adhs`lern in ein Chema gepackt werden, welches m. M. nach nicht immer nett & zutreffend ist!

Gruß greeneyes

Beitrag von barbarelle 04.10.10 - 13:40 Uhr

Danke greeneyes,

es ist als erzählst du von unserer Tochter. Sie fällt nirgends negativ auf. Im Gegenteil. Falls doch, dann weil sie so ruhig ist oder sich "wegbeamt" wenn ihr die Kinder zu anstrengend werden.

Wir können uns gern per PN austauschen, weil es mir gerade genau so geht wie dir. Auch ich möchte nicht, dass mein Kind in die Schublade von uninformierten gesteckt wird und in ein Schema.

LG
Barbarelle

Beitrag von hezna 04.10.10 - 13:52 Uhr

Das geht uns durchaus ähnlich. Nur ist unser Mittlerer nicht das Träumerle, sondern der extrem Agile. Der, der sich ungerne unterbuttern läßt, über die Stränge schlägt und sich seiner Position innerhalb der Familie nicht bewußt ist.

Der, der in der Schule auffällt, weil er im Unterricht stört, wenn er sich nicht konzentrieren kann.

Der, der sich mit seinem Verhalten selber ins Aus schießt.

Wir sind in der Testung im SPZ, dort wurde ebenfalls bereits angesprochen, daß ADHS vorliegt.

Vornehmlich sind seine Probleme anderer Natur, aber der Begriff fiel ebenfalls.

Was aber willst du machen, damit dein Kind nicht in eine Schublade gesteckt wird?

Wir möchten unser Kind nicht mit Medikamenten vollstopfen und werden erst einmal jeden anderen Weg probieren, der sich uns bietet.

Das aber bedeutet unter Umständen längeres Leid für unseren Sproß, denn ich weiß nicht wirklich, ob andere Methoden Erfolg bringen werden.

Für mich ist es einfach schlimm mitanzusehen, das er nämlich kaum Freunde hat - weil er den meisten Kindern zu anstrengend ist - und sooooo gerne mit anderen spielen möchte.

Die Schublade ist bei unserem längst da, ob wir wollen oder nicht.

:-(

Dabei liebt er die Schule, geht gerne hin und schreibt und rechnet gern.

Ich hoffe immer noch, daß wir einen Weg finden werden ihm zu helfen, ohne gleich zur Chemiekeule greifen zu müssen.

Bitte: ich möchte NIEMANDEN angreifen, dem es für sein Kind richtig erschien oder bei dem es DAS Mittel war, dem Kind zu helfen.

Gruß Hezna #klee

Beitrag von greeneyes22 04.10.10 - 14:15 Uhr

<Die Schublade ist bei unserem längst da, ob wir wollen oder nicht.<

Genau deshalb finde ich sollte dieses Thema viel sensibler besprochen werden können und man sollte nicht schief von der Seite angeschaut werden und es sollte nicht darüber gemunkelt werden,
was denn dann alles verkehrt gelaufen sein muss in dieser Familie.

Wir wohnen hier in einem Dörfchen, wenn ich erzählen würde, das mein Sohn ADHS hat, geht das rum wie ein Lauffeuer und man wird wie du sagst,
"in eine Schublade gesteckt."

Ich weiß das, weil ich hier eine Nachbarin habe, dessen Kind ADHS hat und er muss Medikamente nehmen, weil er sich sonst ganz dolle im Wege steht,
nun schafft er die Schule. Aber geredet wird trotzdem....
Und es ist eine ganz tolle, liebe Familie. Und die anderen 2 Kinder sind völlig `normal`.


Geht dein Sohn in einen Verein? Schwimmen oder Kung Fu o.ä.?
Da lernt man schnell Kinder kennen und die Verabredungen können ja bei Euch in gewohnter Umgebung statt finden.

<Ich hoffe immer noch, daß wir einen Weg finden werden ihm zu helfen, ohne gleich zur Chemiekeule greifen zu müssen.>

Das wünsche ich euch auch. #herzlich



Beitrag von hezna 04.10.10 - 14:22 Uhr

Wir leben auch im Dorf ...von daher weiß ich sehr genau, wovon du sprichst.

Er geht in den Fußballverein und Kinder hat er im Dorf wahrlich genug. Er kann auch überall mitspielen, aber ich habe schon das Gefühl, das nie jemand Zeit hat, wenn er anruft und sich richtig verabreden will.

Das tut mir für ihn in der Seele weh.

Das er sich ansonsten auspowert, dafür sorgen wir. Er ist von sich aus schon kein Kind, das im Haus bleiben möchte. Er springt Trampolin solange, dass man sich schon fragt, ob er überhaupt noch Puste hat :-), fährt Fahrrad etc. Rein körperlich ist er mehr als ausgelastet.

Hilft in seiner emotionalen Kompetenz leider nicht.

Ich wünsche das auch niemandem, hätte nie gedacht, daß man so sehr an seine Grenzen kommen kann.

Beitrag von ja-wer-schon 05.10.10 - 07:51 Uhr

Hallo,
du sprichst mir da gerade voll aus der Seele.
Mein großer ist ähnlich, habe ihn allerdings nie auf AD(H)S testen lassen, vielleicht einfach weil ich feige war und Angst vorm Ergebnis hatte.

Er ist jetzt 14 und ich merke, das mit den Freunden wird anders - besser!

Andererseits muß ich jetzt mal ganz ehrlich gestehen: Ich glaube wenn man mich als Kind getestet hätte, hätte man mit Sicherheit diese Diagnose gestellt. (Kann auch heute noch recht impulsiv sein, aber bei weitem nicht mehr so wie mit 20.)

LG
C.

Beitrag von anira 04.10.10 - 14:33 Uhr

Hallo,

es gibt sooo viele mischtypen mit ADHS
wenn du dich in ruhe informieren willst
nein Urbia ist zwar ganz net aber heir passt das thema einfach nicht hin
empfehle ich dir
www.adhs-anderswelt.de

Beitrag von frechdachsie 04.10.10 - 14:35 Uhr

Kann dem nur zustimmen, besser kann man sich nicht austauschen als dort.

Gruß Frechdachsie

Beitrag von greeneyes22 04.10.10 - 14:39 Uhr

Ich danke dir! #blume

Beitrag von 3erclan 07.10.10 - 14:05 Uhr

Super Forum dort bin ich auch.

lg

Beitrag von alizeeceline 04.10.10 - 14:40 Uhr

Bei uns wird auch ADS vermutet. Alizee ist 8 und ist in der 3 Klasse. Alle Lehrer beschweren sich, dass sie zu langsam ist. Sie könnte die Aufgaben, aber sie träumt lieber vor sich hin. Eigentlich soll sie die Hausaufgaben in der Schule machen, aber sie vergisst es immer und macht andere Sachen.
Wir haben es abklären lassen, auch ein Konzentrationstest beim Psychater, da war sie auch auffällig. Sie wird bald Tabletten bekommen. Das wollte ich eigentlich nicht, aber eine andere Wahl haben wir nicht.

LG Susanne

Beitrag von shabnam85 04.10.10 - 19:11 Uhr

weil sie träumt und sich nicht konzentrieren kann?

Beitrag von alizeeceline 05.10.10 - 08:59 Uhr

Ja. Obwohl sie garantiert nicht dumm ist, kommen fast nur 6en, 5en oder 4er bei Kontrollen. Das letzte Schuljahr hat sie gerade so geschafft. Sie schreibt einen Satz und macht den Rest der Stunde nix mehr.

Ergotherapie wird sie wohl auch bekommen und halt Tabletten, die aber nicht so stark sein sollen, laut der Kinderärztin.

LG

Beitrag von marion2 04.10.10 - 19:17 Uhr

Hallo,

Das H in ADHS bedeutet, dass dein Kind Hyperaktivität zeigt.

Wenn überhaupt, dann hat dein Kind wahrscheinlich ADS - ohne H.

Noch wahrscheinlicher ist allerdings, dass es mit dem Status "Frühgeborener" zusammenhängt. Die von dir beschriebenen Symptome zeigen viele Frühchen.

Mich nervt es extrem, wenn Kindergärtnerinnen/Lehrerinnen medizinische Diagnosen anstellen und damit die Eltern extrem verunsichern. Meist nur, weil die Kinder nicht in igendein bequemes Schema passen.

Gruß Marion



Beitrag von greeneyes22 04.10.10 - 21:39 Uhr

>Mich nervt es extrem, wenn Kindergärtnerinnen/Lehrerinnen medizinische Diagnosen anstellen und damit die Eltern extrem verunsichern. Meist nur, weil die Kinder nicht in igendein bequemes Schema passen.<

...mich auch.

Ich finde momentan einfach nicht diesen Zusammenhang.

Mein Gefühl sagt mir und meinem Mann, meinem Umfeld -
nein; er hat nicht AD(H)S.
Wir haben zu Hause keine Probleme. Klar, er ist mal unkonzentriert -
sein Brüderchen quatscht öfter mal dazwischen, wenn er Hausaufgaben macht, aber sonst empfinden wir Justin als `normal`...

Ach ich weiß auch nicht, wir sind suuuuuuuper gespannt was die bei ihm diagnostiezieren...

3-4 Wochen wird es sicherlich noch dauern...

abwarten und Tee trinken....

Beitrag von manavgat 04.10.10 - 19:53 Uhr

Ich habe mit vielen AD(H)S Kindern zu tun und kann in deinen Schilderungen nichts entdecken, was mich darauf schließen ließe.

Eher die bei Frühchen üblichen Entwicklungsverzögerungen, die sich auch noch während der ganzen Schullaufbahn zeigen können.

Mein Eindruck ist, das Erzieher und Lehrer sämtliche "Abweichungen" gern mit einem Etikett versehen möchten und ADS haben sie zumindest schon mal gehört....

Vertrau auf die Fachkompetenz der Ärzte, z. B. an einem SPZ.

Alles Gute

Manavgat

Beitrag von jazzbassist 04.10.10 - 20:26 Uhr

Dem kann ich mich auch nur anschließen.

Beitrag von greeneyes22 04.10.10 - 21:57 Uhr

Darf ich einfach so einen Termin beim SPZ machen oder benötige ich dafür eine Überweisung?
Ach und wenn schon, ich mach es einfach ;-)

Ich danke dir für deinen Gedankenanstoß.

Meistens nimmt man als Eltern alles so hin, wie es einem gesagt wird-
ich habe so dollen Respekt davor.

Doch irgendetwas sagt uns, wir dürfen das so nicht akzeptieren, sondern wir müssen weiter schauen... Irgendetwas stimmt da nicht.

Und wir haben Angst, das wir einfach nur gesagt bekommen er hat ADS oder AD(H)S - weil es ja so einfach zu sein scheint.

Unser Sohn tut mir leid. Er fragt uns, warum diese ganzen Untersuchungen?!
Er hat sich so sehr "gemacht". Er kann sich gut bewegen und haut nicht mehr jedes Glas um, er kann sich sein Essen selbst zubereiten, er haut nicht mehr alles um, was im Wege steht, er schreibt so schön (ich würde es gerne einscannen), er akzeptiert auch ein Nein und bleibt ruhig, er spielt schon immer so schön etc.)

Ach ja, alles nicht so einfach. Mein Mann sagt: " Schatz, bleib ganz locker" - aber wie soll das funktionieren, wenn einem die Erzieher/Lehrer einem solche Steine in den Weg legen?

schwierig, schwierig.

Lg greeneyes

Beitrag von brezga 05.10.10 - 11:38 Uhr

hallo,

nun misch ich mich noch kurz ein, der Satz deines Mannes hat mich inspiriert.

Wir hatten das Thema vor 4 Jahren, nachdem unsere Tochter grade mal 4 Wochen zur Schule ging und die Lehrerein mich 2mal vorgeladen hat wegen Unkonzentriertheit, Träumerei, Motivationsdefizit.......mit ihrer "ganz starken Vermutung auf ADHS ohne H".

Ich bin fast ausgeflippt: Kind krank, was tun,was sagt die frühere Erzieherin, was meint die Ergotherapeutin,was sagt unser Homöopath, wie geht es weiter,.........?
Und meinMann blieb ganz cool und meinte nur "abwarten und die Ruhe bewahren....".

Inzwischen ist unsere Tochter in Klasse 5,hatte eine Gymnasialempfehlung,wollte aber in die Realschule ("da hab ich dann mehr Freizeit.."),
macht das was sie interessiert mit Hingabe, was sie nicht interessiert widerwillig oder gar nicht, sie weiß worauf es im Leben ankommt, was ihr wichtig ist, ist meist ausgeglichen, immer noch recht vergesslich (das habe ich aber auch extrem)....
und ich bin froh,dass mein Mann damals so besonnen war.

Bei einer Klassenkameradin,bei der die Lehrerin damals ähnliche Äußerungen und Diagnosen von sich gab hat sich das leider nicht so gut entwickelt:
die Eltern haben sich beide schnell verunsichern lassen,sind von Pontius zu Pilatus, Untersuchungen, Tests, Verweigerung des Kindes, großer Eklat mit der Lehrerin und anschließend mit der Schulleitung, Schulwechsel, inzwischen Besuch der Hauptschule (immer noch im Raum stehende Höherbegabung mit Schulverweigerung...)

Also ich rate dir:
cool bleiben!!!
LG Heike

Beitrag von sternenzauber24 04.10.10 - 20:40 Uhr

Das klingt überhaupt nicht nach ADHS!

Meine Freundin hatte auch ein Frühchen, und bei ihr war es genauso. Daher würde ich mich hier den Unteren Meinungen anschließen.

Ich würde mich an Deiner Stelle mal an einen Osteopathen wenden, ich glaube da bist du gut aufgehoben. Und ich würde mich nicht zu verrückt machen, ganz ehrlich.

LG,
Julia

Beitrag von mimi1410 04.10.10 - 21:09 Uhr

Hi,

sieht dein Kleiner gut? Vieles von dem, was du beschreibst, trifft auf unseren Großen zu, dessen Fehlsichtigkeit sehr spät erkannt wurde (er hat sich immer prima durch die Sehtest gemogelt ). Er hat massive Probleme mit dem räumlichen Sehen und ist dadurch auch eher ein Grobmotoriker - und er liebt die Schreibschrift - da kann man vorne anfangen und in einem Zug druchschreiben :-)

LG und alles Gute MImi

Beitrag von greeneyes22 04.10.10 - 22:04 Uhr

Hi,

ja. Zumindest haben wir vor knapp drei Wochen einen Sehtest bei einem Augenarzt gemacht und alles scheint i.O.

Die Ohren sind auch o.k.

Einen richtigen Allergietest werde ich noch machen wollen,
bei der Kinderärztin wurde ein Bluttest gemacht und alles o.k.;

aber er hat ständig die Nase zu, bekommt schlecht Luft, hat Kopfweh...

manchmal muss man einfach nochmal genauer hinsehen....

Lg greeneyes.

Beitrag von sassi31 04.10.10 - 23:25 Uhr

Zieh dir den Schuh doch nicht an. #liebdrueck

Nur, weil ich geschrieben habe, viele Eltern erziehen ihre Kinder nicht und reden das schlechte Benehmen dann mit ADHS schön, heißt es doch nicht, dass das alle Eltern so machen und keine Kinder diese Krankheit haben.

Ich kenne auch zwei Kinder mit ADHS und die sind keineswegs schlecht erzogen.

LG
Sassi

Beitrag von goethes-erbin 06.10.10 - 13:29 Uhr

"""Er ist halt so - er hat AD(H)S. """""

Bin selber betroffen und habe ADHS!
Weshalb diese Erkrankung totschweigen? Ja, ja es ist eine Erkrankung und ohne Medikamente gehe ich als Erwachsener durch die Hölle.

Ich hatte es schon als Kind und meine Eltern haben es auch lieber verschwiegen!

Das heisst doch nicht das jedes diagnostizierte Kind 18 wird und schlagartig das ADHS sein Bündel schnürt und leise Servus sagt.

Als Erwachsener hast du es mal richtig schwer. Tabletteneinnahme? Vor anderen? Nein nein, du wirst als Drogenabhängiger abgestempelt!

Dein soziales Umfeld lacht sich kaputt, jaja, jetzt benutzen die Erwachsenen schon die Ausrede sie leiden unter ADHS.

:-[

Dieses ganze zereden dieser Erkrankung, die Vorurteile, die Verurteilungen, all das macht den Betroffenen die tatsächlich darunter leiden das Leben schwer.

Würde ich sagen, ja, ich habe Krebs oder ich leide unter Depressionen, ja DAS wäre natürlich etwas gaaaaaanz anderes.

Nicht die Kinder müssen behandelt werden, die Eltern müssen mit behandelt werden! Aufklärung tut Not und nicht dieses pseudo - trash - RTL und Bildzeitungsniveau wo jeder Kevin und jede Chantalle ADHS haben! Wo bleibt denn da bitte schön die objektive Differenzierung?

Wieviele berühmte Leute haben ADHS?

Es heisst doch nicht das ein Betroffener mit ADHS aussätzig ist.
Ihr macht sie durch euer Verhalten, euer Schweigen zu Aussätzigen.

Setzt euch doch mal wirklich damit auseinander!
Oder ist es eher so, das die wirklichen ADHS Betroffenen die neuen Aussätzigen des 21. Jahrhunderts sind?

Nachdenkliche betroffene Grüße

Beitrag von greeneyes22 06.10.10 - 13:55 Uhr

Genauso wie du es beschreibst, meine ich es doch.

Irgendwie habe ich das Gefühl, du hast mich komplett falsch verstanden?!

Ich habe den Thread eröffnet um mal zu erfahren, wieso ADHS - Betroffene wie Aussätzige behandelt werden UND wieso deshalb viele oder fast alle Eltern/Kinder in eine Schublade gesteckt werden.

Ich habe so viel gelesen, das es mir das Herz zerrissen hat,
wie viele Menschen sich Urteile bilden, die selbst damit nichts zu tun haben ODER all das ganze nicht verstehen und beginnen zu reden, zu lästern...

Ich bin jedenfalls eine davon, die sich nicht von der Bild ernährt und RTL oder ähnliche Sender schaut.

Alles Liebe.

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