2 1/2: neues Baby und Mama in KH besuchen ?

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von lichtblick10 04.10.10 - 14:23 Uhr

Hallo,

ich muß euch jetzt mal was fragen, weil mein Mann und ich komplett anderer Meinung sind.
In acht Wochen bekommen wir unser zweites Kind und der Große ist bis jetzt schon ziemlich eifersüchtig auf das Baby. Zudem hängt er natürlich an Mama auch wenn er schon öfter bei den Großeltern geschlafen hat. Ich befürchte, wenn mein Mann mit ihm ins Krankenhaus kommt und er sieht Mama und das Baby, dann gibt es bestimmt ein riesen Theater, bis er wieder mit heim geht. Nach meiner Erfahrung kann er besser damit umgehen, wenn man ihm sagt, die Mama kommt dann und dann wieder. Er vergißt es dann normalerweise wieder den Tag über.

Mein Mann sagt nur, er muß ja das Baby kennen lernen und daß das kein Problem sei, wenn er mich im Krankenhaus sieht. Ich muß dazu sagen, daß die Klinik etwa 75 min mit dem Auto von hier entfernt ist (eine Strecke).

Ich denke mir, es wird für den großen leichter, wenn ich mit Baby heimkomme (oder er mich mit abholen kommt) und ich mich gleich um ihn kümmern kann.

Hat jemand Erfahrungen oder einen Tipp ? Was würdet ihr tun ?

Bin ja normal nicht so für "in Watte packen", aber als ich kürzlich zum Geburtsvorbereitungskurs ging ("Mama geht mit Baby...." Zitat mein Mann) hatte er anscheinend 30 Minuten lang Bauchweh und hat geweint. Ich glaub nicht, daß es wirkliches Bauchweh war, denke eher an eine Reaktion auf die Situation.

Danke schonmal für eure Antworten.

Gruß, lichtblick

Beitrag von tragemama 04.10.10 - 14:25 Uhr

Wie wärs denn damit, dass Du einfach direkt wieder nach Hause gehst? Wir hatten das anders gelöst, meine Große wurde zu Besuch mitgenommen - würde ich nie wieder tun. Allerdings war ich 14 Tage mit der Kleinen in einer Kinderklinik.

VG Andrea

Beitrag von lichtblick10 04.10.10 - 14:27 Uhr

Geht leider nicht, es wird ein Kaiserschnitt

Beitrag von kajulju 04.10.10 - 14:51 Uhr

Hallo, ich würde ihn dich schon im Krankenhaus besuchen lassen. Er gehört doch dazu, genau wie dann das Geschwisterchen.
Bei uns hatte das Baby auch ein Geschenk mitgebracht und unser Großer hatte dem Baby ganz alleine was kleines im Laden ausgesucht. Ich habe nur darauf geachtet, dass die Kleine im Bettchen lag als er das erste mal rein kam. So war mein Arm für ihn frei und erst wurde er geknuddelt. Ich hätte meinen Großen auch viel zu sehr vermisst, um ihm eine Woche nicht zu sehen. Er war allerdings auch schon 3 und hat sich wahnsinnig doll auf seine Schwester gefreut und jeden Morgen meinen dicken Bauch gefragt, ob sie denn jetzt endlich mal raus käme ....
LG,
Kathi

Beitrag von queenofrain 04.10.10 - 15:34 Uhr

Hi,

ich würde ihn nicht mit ins Krankenhaus nehmen.

Mein Kleiner ist 22 Monate älter als die Kurze und ich lag vor ihrer Geburt 3 Tage im Krankenhaus. Da hat er mich am 2. Tag mit meinem Mann besucht und es war der Horror für ihn, obwohl ich nur zur Kontrolle da war und mich auch normal mit ihm beschäftigen konnte. Alles war interessant, alles musste untersucht werden und man kann super auf den Fluren rumlaufen. Es war anstrengend für alle, obwohl er sonst super pflegeleicht ist.

Er hat mich dann nach Laras Geburt am nächsten Morgen mit meinem Mann abgeholt. Baby fand er toll und das wars dann auch. Für mich war es gut, dass ich ambulant entbunden habe und ihm im Alltag nicht gefehlt habe. Er liebt seine kleine Schwester heiß und innig und Eifersucht gibts nur sehr selten (meistens auch nur beim Papa, weil der die Woche über nicht zu Hause ist).

Normalerweise kann man ja nach einem Kaiserschnitt nach 3 Tagen gehen, wenn es einem gut geht (war bei mir beim 1. der Fall). Solange würde ich ihn für die Besuche vom Papa irgendwie unterbringen und ihn dann zum Abholen mitnehmen. Und ihn dann von vorneherein in alles was das Baby betrifft kindgerecht mit einbinden.

Denke, es ist leichter für ihn, dass Baby in der vertrauten Umgebung = Zuhause kennenzulernen als im Krankenhaus, wenn Du nach dem Kaiserschnitt noch im Bett liegst und nicht kannst wie du willst und mit deinen Hormonen zu kämpfen hast. Denke, von einer erholten Mama hat er mehr, um sein Geschwisterchen dann mit ihr zusammen kennenzulernen.

Einer Freundin von mir ging es ähnlich: Nr. 2 war auch wieder ein Kaiserschnitt und die Besuche vom großen war für alle nur anstrengend und stressig, so dass sie das nachher reduziert haben.

Alles Gute für Euch!

Liebe Grüße

Alexandra mit Louis + Lara

Beitrag von jenny-79 04.10.10 - 15:56 Uhr

Hallo,

meine Kinder haben ungefähr den gleichen Abstand wie Deine haben, hier unser Beispiel:
Alexander wurde morgens geboren, mein Mann, der Kleine und ich waren auf einem Familienzimmer und Sophia (fast 2,5 Jahre alt) war bei meiner Mama, ich war fünf Tage im KH. Direkt am Tag der Geburt ist Sophia mittags mit meiner Mama gekommen und hatte auch ein Geschenk für ihren Bruder dabei. Und das war toll, sie durfte ihren Bruder auch halten. ich hatte einen KS, daher konnte ich mich noch nicht so gut bewegen, das hat sie nicht so vertanden. Aber mir ging es ja von Tag zu Tag besser. Am letzten KH-Tag durfte sie von morgens bis zum frühen Abend bei uns im KH bleiben. Mein Mann ist dann kurz mit ihr in die Stadt gegangen und sie durfte ein kleines Spielzeug für ihren Bruder aussuchen und etwas für sich. So bekam Alexander einen Schlüssel mit Musik und Sophia einen Arztkoffer. Das war wirklich total süß.

Also ich würden Deinem Sohn auf gar keinen Fall verbieten mit ins KH zu kommen, sondern ihn mit einbeziehen. Und das von Anfang an. Eklär ihm, was auf ihn zu kommt, kauf evtl. ein schönes Buch zu diesem Thema.

Eifersucht ist völlig normal, aber ihn deswegen nicht ins KH lassen halte ich nicht für sinnvoll.
Was sagt denn Dein Mann dazu?

LG
Jenny

Beitrag von itsmyday 04.10.10 - 18:08 Uhr

Hmmm.....ich kann mich in den Gedanken nicht so recht reinversetzen, dass ich aufgrund eines Verdachts mein Kind eine Woche nicht sehen möchte. #kratz

Du weißt doch gar nicht, wie Dein Kind auf den Anblick des Babys reagieren wird.....vielleicht total positiv. So war es zumindest bei meinen Kindern bei ähnlichem Altersabstand. #pro

Du kannst Dir doch im KH schon Zeit für ihn nehmen, ihm alles erklären, zusammen wickeln, ansziehen, Stillen zeigen und und und. Er steht ja nicht da und beobachtet Dich durch die Glasscheibe. Du kannst das Baby mal dem Papa geben, den Großen knuddeln und ihm sagen/zeigen, wie wichtig er nach wie vor ist und wie lieb Du ihn hast! #liebdrueck

Ich finde es nicht gut, einfach 1 ganze Woche zu verschwinden, das muss einen Zweijährigen ja fast traumatisieren. Dein Mann muss ihm in dieser Zeit ja auch erklären, wo die Mama ist! Was soll er denn da sagen?? #schock

LG Itsy

Beitrag von lichtblick10 04.10.10 - 20:57 Uhr

Der Große wird ja schon gesagt bekommen, daß ich nicht da bin und dann mit Baby zurück komme. Und ich denke man kann ihm das schon so erklären, daß ers versteht. Wenn er bei meinen Eltern übernachtet fragt er auch abends nach mir und die sagen dann, daß ich heute nicht da bin, sondern erst morgen komme. Das akzeptiert er dann und alles ist ok.

Mein Mann war mal vier Wochen in Neuseeland und wir haben dann über Skype telefoniert und der Große saß daneben. Es war schlimm. Er konnte überhaupt nicht verstehen, warum er Papa sieht und er trotzdem nicht kommt. Er war den ganzen Tag durch den Wind. Wir haben es dann nach zwei Versuchen gelassen und ich habe ihm dann nur noch erzählt, daß der Papa bald wieder kommt. Das ging dann viel besser. Aber immer wenn er ihn wieder gesehen hatte war es ganz schlimm für ihn.
Deshalb frage ich mich ja auch, ob ich nicht ihm eher einen Gefallen tu, wenn ich ihn nur einmal der Trennung aussetze #kratz

Beitrag von woelkchen1 04.10.10 - 18:58 Uhr

Aus diesem Grund werde ich hoffentlich ambulant entbinden.

Ich denke auch, es wär für Scarlett (und auch für mich) schlimmer, wenn sie nach einem Besuch wieder gehen müßte!

Beitrag von cludevb 04.10.10 - 19:25 Uhr

Hi!

Erstmal: ich bin ambulant nach Hause gegangen... das hieß in meinem fall Mitternacht entbunden und morgens dann noch den fotografen und die KiA untersuchung mitgenommen die passenderweise gerad war, papierkram fertig machen und um 10 nach Hause gedampft ;-)

Als Lukas dann morgens mit Oma (da war er die Nacht über) ins KH kam hat mein Mann ihm im Namen von Michel ein super tolles Feuerwehrauto geschenkt ;-)

Lukas hat tagelang damit angegeben bei allen Verwandten dass sein kleiner Bruder ihm das Feuerwehrauto geschenkt hat und allen erzählt dass er einen super lieben kleinen Bruder hat ;-)

Bestechung könnte man das nennen, aber war echt wirksam #rofl

Und wies sonst mit der Eifersucht wird liegt ziemlcih nur an dir/deinem Mann... wenn du bei jedem Baby-Piep den Grossen links liegen lässt "nur mal gucken", und immer nur vom kleinen geschwärmt wird (er hat das erste mal gelächelt usw usw usw), musst du dir keine gedanken um eifersucht machen, die kommt dann ;-)
ab und zu mal demonstrativ sagen (wenn du weißt dass bei baby eigetnlich alles ok ist) "so der ... muss jetzt eben warten bis wir beide fertig sind".
...der grosse ist zufrieden weil er sich genauso wichtig fühlt und der kleine auch mal warten muss, das baby wird keinen knacks davon tragen mal ne minute knöttern zu müssen ;-)

Das kriegt ihr schon hin :-D

LG Clude, Lukas (bald 4) und Michel (1,5)

Beitrag von alinashayenne 04.10.10 - 22:29 Uhr

Hallo!

Also es gibt wahrscheinlich kein Geheimrezept, - allerdings bin ich auch der Meinung, dass der Große sein Geschwisterchen sehen sollte. Er bekommt es sicherlich mit, - der Papa wird euch besuchen, Verwandte und Freunde werden über euch reden...ich fände das nicht gut, denn mit 2einhalb versteht er das Ganze ja doch schon.

Mein Sohn war bei der Geburt unserer Tochter erst eineinhalb Jahre alt und auch noch in einer sehr neugierigen Phase...nett ausgedrückt ;-) Er wollte zB niemals an der Hand laufen, rannte immer in eine andere Richtung davon, wollte alles begutachten etc. Demzufolge hat die Oma - die uns mit ihm im KH besucht hat, ihn in den Buggy gesteckt ;-) Das hat ihm aber erst recht nicht gepasst. Wir haben ihn herzlich wenig interessiert (ok, das erste Mal schauen war noch interessant, danach aber nicht mehr) - er hätte viel lieber das Krankenhaus unsicher gemacht und war dementsprechend quengelig. Das hat irgendwie gar nicht funktioniert.

Aber ich habs einfach nicht ausgehalten,- davor ist er noch nie von mir getrennt gewesen und ich hab ihn einfach so schrecklich vermisst (ich weiß...Glucke ;-) ) ich wollt ihn einfach jeden Tag einmal kurz sehen...

Ob das ganze die Eifersucht stärker macht oder sie schneller verschwinden lässt? Ich weiß es nicht...bei uns kam der ärgste Eifersuchts-Schub sowieso erst ein paar Monate nach der Geburt, als die Kleine eben auch Zeit und Aufmerksamkeit gefordert hat (krabbeln, sitzen etc.) aber trotzdem: ausschließen würd ich deinen Sohn auf keinen Fall. Natürlich müsst ihr ihm erklären, dass ihr euch im KH ausruhen müsst, die Ärzte braucht usw. da ist der Papa (oder derjenige der ihn zu Hause betreut) noch mehr gefordert, aber ihr könnt ihn ja jetzt schon darauf vorbereiten.
Nicht nur, dass du weggehst, sondern einfach etwas genauer erklären. Ich denke, der versteht das!

Liebe Grüße
Nina

Beitrag von raeuber-tochter 04.10.10 - 23:23 Uhr

Hallo,

wir sind einfach alle ins Kh auf ein Familienzimmer. Die "Große" wurde von den Großeltern gebracht, nachdem die Kleine da war.(nachts geboren,Mittags vorbeigebracht).

So war die Schwester die ganze Zeit bei allem dabei. Mein Mann hat sich viel mit ihr beschäftigt, so dass ich mich trotzdem viel ausruhen konnte.

Vielleicht ist das ja auch bei euch möglich oder eine Option für euch!?!

lf

Beitrag von gioia0107 04.10.10 - 23:47 Uhr

ALso, ich kann Dir nur von mir berichten.

Ich hätte es gar nicht ausgehalten, Lukas nicht direkt nach der Entbindung zu sehen. Ich habe ihn soooo vermisst und die ganze Zeit an ihn gedacht.

Lucy kam um 8,54Uhr per KS zur Welt, dann noch 3 Std im Kreissaal. Lukas hat zu Hause mit meinem Bruder gespielt, Mittagsschlaf gemacht und dann hat mein Mann ihn geholt, so gegen 15Uhr. Vom ersten Zusammentreffen gibts ein Video, das könnte ich jeden Tag ansehen....soooo süss! Er war so gespannt und aufgeregt, hat sie begrüsst und geküsst, echt süss.
Dann hab ich Lucy meinem Mann in die Hand gedrückt und mir erstmal meinen Grossen geschnappt, abgeknutscht und gefragt, wies ihm jetzt geht, als "Grosser Bruder"!? Das war ganz wichtig, dass ich mich dann nur um ihn gekümmert habe, obwohl Lucy ein bisschen gemeckert hat.
Er sollte nicht sofot das Gefühl haben, dass Lucy jetzt immer wichtiger ist, als er.
Ich habe das bis heute ganz gut durchgehalten. Auch als Lucy noch ganz klein war, habe ich schonmal gesagt:"Warte kurz, ich muss mich jetzt erst um Deinen Bruder kümmern!" Nicht in lebenbedrohlichen Situationen, aber wenns vertretbar war schon. EInfach, damit er sich nicht zurückgesetzt fühlt.
Und was soll ich abschliessend sagen? Wir hatten noch nicht eine Sekunde ein Eifersuchtsproblem. Er liebt sie heiss und innig und tut alles für sie. Wenn sie sich vormittags nicht gesehen haben, dann feiern sie mittags immer eine Party, wenn sie sich wiedersehen.

Ich finde, Du darfst Deinem Sohn nicht verwähren, sein Geschwisterchen direkt zu sehen und auch zu sehen, ob es Dir gut geht. Die bekommen mehr mit, als wir glauben und machen sich ja auch Sorgen um ihre Mama. Man ist ja nicht umsonst im KRANKENhaus.
Sein Geschisterchen sollte ihm was "mitbringen" was er sich dolle wünscht, das hilft schonmal für die erste Bindung!

Ich wünsch Dir alles Gute und dass Du für Euch die richtige Entscheidung triffst.

LG Verena mit Lukas 4 und Lucy 14 Monate